Allmächtiger Gott! Du lädst uns so freundlich zu dir ein

Allmächtiger Gott! Du lädst uns so freundlich zu dir ein, und ob wir auch taub sind, so hörst du doch nicht auf, immerfort die gleiche Gnade gegen uns walten zu lassen. So gib uns denn, daß wir endlich willig werden zum Gehorsam und uns von deinem Wort regieren lassen, nicht nur für einen Tag oder für eine kurze Zeit, sondern daß wir uns beständig dir folgsam erweisen, bis daß wir dereinst unsern Pilgerlauf vollbracht haben und zu deiner himmlischen Ruhe versammelt werden, durch Christus, unsern Herrn. Amen. Calvins Gebete zu Hesekiel 1 – 20

Veröffentlicht unter Zitate | Verschlagwortet mit

Gebet

Höchster König des Himmels, Herr der Jahre, souverän über Zeit und Geschichte,
gib uns überwältigende Erkenntnis dessen, wer du bist,
so dass unser Vertrauen unerschütterlich feststeht.
Gewähre uns ein ausreichendes Verständnis der Zeichen der Zeit, in der wir leben,
damit wir wissen, wie wir Dir in unserer Generation dienen
und noch viel wahrhaftiger dein Volk in dieser Welt repräsentieren können.
Zu diesem Zweck, o Herr, belebe uns wieder
und ziehe uns näher zur dir selbst und zueinander.
Wo wir in falscher Zufriedenheit dahindümpeln, säe in uns eine heilige Ruhelosigkeit;
Wo Entmutigung niederdrückt, gewähre uns neue Frische in unsere Herzen.
Für deine Sache stärke uns als Salz und Licht,
damit wir in deinem Frieden aufblühen können.
In Namen Jesus‘, Amen.
Aus: Os Guinness, Renaissance: The Power of the Gospel However Dark the Times. (freie Übertragung)
http://hanniel.ch/2014/09/14/gebet-gib-uns-die-ueberwaeltigende-erkenntnis-dessen-der-du-bist/

Vater unser

Das Gebet – Lebensäußerung und Aufgabe der Menschen Gottes
1. Das „Vater Unser“ als grundlegende Schule des Gebets
2. Wie sind die biblischen Verheißungen fürs Gebet zu verstehen?
3. Die Bibel nennt einige Gründe, warum Gebete nicht erhört werden.
4. Einerseits soll ich nicht zu schnell bei einem Gebetsanliegen aufgeben, aber andererseits muss ich auch ein eventuelles Nein Gottes akzeptieren.
Wie soll ich erkennen, was in meinem Fall zutrifft? Weiterlesen

Das Gebet in der Frühe entscheidet über den Tag

„Das Gebet in der Frühe entscheidet über den Tag.
Vergeudete Zeit, derer wir uns schämen,
Versuchungen, denen wir erliegen,
Schwäche und Mutlosigkeit in der Arbeit,
Unordnung und Zuchtlosigkeit in unseren Gedanken
und im Umgang mit anderen Menschen
haben ihren Grund häufig in der Vernachlässigung
des morgendlichen Gebets.“
Dietrich Bonhoeffer

Wir fallen auf unsere Knie und fühlen, wie unsicher der Untergrund ist

Ich bin fassungslos angesichts des verheerenden Erbebens in Japan. John Piper hat ein bewegendes Gebet verfasst, das ich auch zu meinem mache:
Father in heaven, you are the absolute Sovereign over the shaking of the earth, the rising of the sea, and the raging of the waves. We tremble at your power and bow before your unsearchable judgments and inscrutable ways. We cover our faces and kiss your omnipotent hand. We fall helpless to the floor in prayer and feel how fragile the very ground is beneath our knees.
O God, we humble ourselves under your holy majesty and repent. In a moment—in the twinkling of an eye—we too could be swept away. We are not more deserving of firm ground than our fellowmen in Japan. We too are flesh. We have bodies and homes and cars and family and precious places. We know that if we were treated according to our sins, who could stand? All of it would be gone in a moment. So in this dark hour we turn against our sins, not against you.
And we cry for mercy for Japan. Mercy, Father. Not for what they or we deserve. But mercy.
Have you not encouraged us in this? Have we not heard a hundred times in your Word the riches of your kindness, forbearance, and patience? Do you not a thousand times withhold your judgments, leading your rebellious world toward repentance? Yes, Lord. For your ways are not our ways, and your thoughts are not our thoughts.
Grant, O God, that the wicked will forsake his way, and the unrighteous man his thoughts. Grant us, your sinful creatures, to return to you, that you may have compassion. For surely you will abundantly pardon. Everyone who calls on the name of the Lord Jesus, your beloved Son, will be saved.
May every heart-breaking loss—millions upon millions of losses—be healed by the wounded hands of the risen Christ. You are not unacquainted with your creatures’ pain. You did not spare your own Son, but gave him up for us all.
In Jesus you tasted loss. In Jesus you shared the overwhelming flood of our sorrows and suffering. In Jesus you are a sympathetic Priest in the midst of our pain.
Deal tenderly now, Father, with this fragile people. Woo them. Win them. Save them.
And may the floods they so much dread make blessings break upon their head.
O let them not judge you with feeble sense, but trust you for your grace. And so behind this providence, soon find a smiling face.
In Jesus’ merciful name, Amen.

http://www.hanniel.ch/?p=2401

500 Jahre Dürers Betende Hände

Die „Betenden Hände“ von Albrecht Dürer (1471-1528) zählen zu den am meisten kopierten Werken der Kunstgeschichte. Dieses Jahr werden sie 500 Jahre alt. Die originale Tuschezeichnung befindet sich heute in der Grafischen Sammlung Albertina in Wien. Anlässlich des Jubiläums gibt es jetzt in der Dürer-Stadt Nürnberg eine Ausstellung „1000 x kopiert – 500 Jahre Dürers Betende Hände“. Das Kulturreferat der Stadt wertete außerdem eine Umfrage aus, die an über 500 Besitzer von Repliken ging: „Kitsch oder Kunst? Billiges Andenken oder religiöses Symbol?“
Die Antwort war überraschend. Das Kulturreferat stellte fest: „Entgegen ersten Annahmen verbinden die meisten Menschen die ‚Betenden Hände‘ nicht mit Trauer, Tod, Glaube und Beten, sondern mit einer Erinnerung“. Diese Erinnerung bezog sich bei den Meisten auf solch einschneidende Ereignisse wie Hochzeit oder Konfirmation. Ein Befragter ließ sich die „Betenden Hände“ gar auf seinen Oberarm tätowieren; sein Kommentar: „Ich kenne die ‚Betenden Hände‘ von meiner Großmutter. Sie haben mich schon immer sehr fasziniert, da sie für mich ein Bild von Kraft und Ruhe sind.“
1508 erhielt Dürer den Auftrag, die Hände für ein großes Altarwerk in einer Frankfurter Kirche zu malen. Später wurde dieser Altar nach München verkauft, dann aber bei einem Brand in der Residenz zerstört. Dürer hatte das Bild mit einem Tuschepinsel auf bläuliches Papier gezeichnet, so etwas galt lange Zeit nicht als Kunst. Im zwanzigsten Jahrhundert wurde die Zeichnung zum populären Motiv für alles mögliche: Postkarten, Wandschmuck etc. Vor allem nach dem zweiten Weltkrieg erlebten die „Betenden Hände“ eine Renaissance. Das Nürnberger Kulturreferat meint: „Nach dem Desaster des Nationalsozialismus wurden sie zum Sinnbild der Hoffnung.“ Heute sind sie in der ganzen Welt verbreitet, auf Briefmarken in Uganda, auf Münzen in Äquatorial-Guinea und auf dem Grabstein des amerikanischen Künstlers Andy Warhol.
Beten ist heute auch wieder in Mode gekommen. Viele Menschen nehmen sich Zeit um spirituelle Erfahrungen zu machen. Albrecht Dürer war ein überzeugter Christ, der von Martin Luthers Reformation wesentlich beeinflusst wurde und dies auch in seiner Kunst ausdrückte. Das christliche Gebet unterscheidet sich von allen anderen Weltreligionen. Jesus sprach von einem sinnerfüllten Gespräch mit dem Vater. Durch Jesus können Christen wie Kinder zum Vater im Himmel kommen („Denn durch ihn [Jesus Christus] haben wir [Juden und Nichtjuden] den Zugang durch einen Geist zu dem Vater“, Epheser 2v18), der Heilige Geist hilft dabei („Deshalb tue ich euch kund, daß niemand, im Geist Gottes redend, sagt: Fluch über Jesus! Und niemand sagen kann: Herr Jesus! Als nur im Heiligen Geist“ 1 Korinther 12v3)
Conrad

Beten

Vom Beten reden wir. Über   das Beten wissen wir einiges. Zum Beten haben wir aber auch   immer wieder Fragen. Wir kennen die Schwierigkeiten, sich ausreichend Zeit zum Beten zu nehmen. Professor Hallesby ermutigt, vom Beten alles zu erwarten, denn vom Beten leben wir, vom   Beten lebt das Reich Gottes. Er gibt uns in einer hilfreichen Art Einblicke in das Wesen des Betens, in verschiedene Formen und Inhalte und verschweigt auch nicht die Schwierigkeiten, Kämpfe und Rätsel des Betens. Das Buch ermutigt, die wichtigste Arbeit im Reich Gottes – das Beten – ernst zu nehmen, durch Übung und Ausdauer täglich dieses »Instrument« für die   Gewinnung von Mitarbeitern, zur Stärkung und Hilfe für Leiter und Verantwortliche, für die Gemeinde und für Ungläubige einzusetzen. Denn »Gebetsarbeit kann durch keine andere Arbeit im Reich Gottes ersetzt werden«. Dieses Buch, das 1954 zum ersten Mal in Deutsch aufgelegt wurde, darf unter die »Klassiker des Glaubens« eingereiht werden. Bis heute ist es hochaktuell und wertvoll für jeden. Aus den vielen nachdenkenswerten und zum Praktizieren einladenden Aussagen und Beispielen möchte ich als Appetitanreger einige Sätze zitieren: »Beten bedeutet nichts anderes, als sich in die Sonne der Gnade legen, die Not seiner Seele und seines Leibes in diesem heiligen Licht ausbreiten, das mit seinen wundertuenden Kräften alle Bakterien der Sünde entkräftet.« Ole Hallesby: Vom Beten R. Brockhaus-Verlag, 128 Seiten, 7,90 Euro (zurzeit leider vergriffen; ich empfehlen jedoch, das Buch antiquarisch zu suchen!)