„Jetzt hab’ ich dich erwischt!“ Über den Missbrauch von Matthäus 18

Vor einigen Jahren schrieb ich eine ziemlich gemäßigte Kritik in Bezug auf die Emerging Church Bewegung in ihrem damaligen Zustand, bevor sie sich in ihre gegenwärtigen verschiedenen Zweige aufteilte.(I) Dieses Buch bescherte mir einige der wütendsten und bittersten eMails, die ich jemals empfing – nicht zu reden von den Internetblogs.
Natürlich gab es auch andere Reaktionen – einige zustimmend und dankbar, andere nachdenklich und dialogbereit. Aber die Reaktionen, die am heftigsten ausfielen, stammten von jenen, die äußerst entrüstet waren, weil ich die Personen, die ich in meinem Buch kritisierte, nicht zuerst privat aufgesucht hatte. Was für ein Heuchler war ich – kritisierte ich doch meine Brüder offenkundig auf der Grundlage der Bibel, obwohl ich selbst nicht dem Gebot der Bibel folgte, eine gewisse Prozedur einzuhalten, die in Matthäus 18,15-17 so schön dargelegt ist. Weiterlesen

Christ sein zwischen Weltflucht und Anpassung

«Jesus erzählte auf einer Versammlung evangelikaler Verantwortlicher folgendes Gleichnis. Ein Spring Harvest-Redner und ein liberaler Bischof setzten sich und lasen, jeder für sich, die Bibel. Der Spring Harvest-Redner dankte Gott für das wunderbare Geschenk der Heiligen Schrift und gelobte einmal mehr, sie vertrauensvoll öffentlich zu verkündigen. ‘Danke, Gott’, betete er, ‘dass ich nicht so bin wie dieser arme Bischof, der dein Wort nicht glaubt, und der unfähig scheint, sich zu entscheiden, ob Christus nun von den Toten auferstanden ist oder nicht.’ Der Bischof schaute verlegen, als er die Bibel durchblätterte, und sagte: ‘Jungfrauengeburt, Wasser zu Wein, leibliche Auferstehung. Ich weiss ehrlich nicht, ob ich diese Dinge glauben kann, Herr. Ich bin mir nicht einmal sicher, dass ich glaube, dass du ein personales Wesen bist. Doch ich werde weiter auf der Suche bleiben.’ Ich sage euch, dieser liberale Bischof ging vor Gott gerechtfertigt nach Hause, nicht jener.» Weiterlesen