Bücherverbrennung in München

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Damals, am 10. Mai 1933, als kurz vor Mitternacht auf dem Münchner Königsplatz Bücher verbrannt wurden, regnete es in Strömen. Doch dem Feuer konnte das wenig anhaben – die Münchner Studentenschaft hatte die Sache gut vorbereitet, und so verbrannten die Bücher von Kurt Tucholsky, von Erich Kästner, Bertolt Brecht, Egon Erwin Kisch, von Heinrich Mann und vielen anderen. 50.000 Menschen sollen das grausige Spektakel verfolgt haben.
http://www.sueddeutsche.de/muenchen/buecherverbrennung-das-gras-und-die-erinnerung-1.743689
In München gab es während der ‘Aktion wider den undeutschen Geist’ zwei Bücherverbrennungen. Schon am 6. Mai 1933 brannte auf Initiative die Hitler-Jugend das erste Feuer, das Bücher zerstörte. In einem Umzug mit Fahnen und Marschmusik begaben sich die Verbände der Hitler-Jugend zum Königsplatz. Dort hielt der Gebietsführer der Hitler-Jugend eine Rede, ehe zum Horst-Wessel-Lied die mitgebrachten Bücher in Brand gesetzt wurden. Die Veranstaltung endete mit einem Vortrag von Stadtschuldirektor Josef Bauer über die Heldentaten der Soldaten in den Befreiungskriegen 1813 bis 1815.
Vier Tage später, am 10. Mai 1933, fand die Aktion der Studentenschaft statt, die mit einer Kundgebung im Lichthof der Universität begann. Im Anschluss daran zogen die Studenten in einem langen Zug mit mehreren Musikgruppen zum Königsplatz. Ihr Weg war gesäumt von Schaulustigen und Lämpchen in den Fenstern. Auf dem Königsplatz wurden dann rund 70.000 Menschen Zeuge der Bücherverbrennung, die mit dem Lied “Burschen heraus” eröffnet wurde. In der Mitte des Platzes befand sich ein Bücherhaufen, der bei den Schlussworten der Rede des Vertreters der Studentenschaft Kurt Ellersiek entzündet wurde. Während die Feuer brannten, hielten einzelne Studenten kleine Ansprachen und es wurde unter anderem das Horst-Wessel-Lied gesungen. http://buecherverbrennung.wordpress.com/2013/01/06/buecherverbrennung-in-muenchen

Gedenktag zur Bücherverbrennung vor 75 Jahren. Nie wieder sollen Bücher brennen?

Am 10. Mai jährt sich der Tag der großen öffentlichen Bücherverbrennungen in Deutschland zum 75. Mal. Die Nazis hatten damals Bücher von jüdischen oder regimekritischen Autoren, wie Erich Kästner oder Heinrich Mann, auf offener Straße zu Scheiterhaufen auf getürmt und verbrannt. Dies sollte die NS-Ideologie stärken und Kritiker vertreiben. Viele der „verbrannten Dichter“ gingen ins Ausland, manche in die „innere“ Emigration – sie hörten auf, zu schreiben. Mit dieser drastischen Maßnahme machten die Nazis ihre Gegner mundtot. Ein Zitat aus einem Stück von Heinrich Heine, das 1820 erschien, bewahrheitete sich wenig später auf erschreckende Weise: „Das war ein Vorspiel nur, wo man Bücher verbrennt, verbrennt man auch am Ende Menschen.“ Die Bücherverbrennung der Nationalsozialisten war in der Tat nur ein Vorspiel – Auschwitz seine logische Folge.
Heute kann man sich in Deutschland keine Bücherverbrennung mehr vorstellen. Selbst überflüssige Schwachsinnsliteratur von z.B. Dieter Bohlen würden die meisten Deutschen aus den Flammen reißen, käme jemand auf die Idee, Dieters Bücher öffentlich zu verbrennen. Das Bücherverbrennen ist ein Tabu, niemals soll uns wieder die eigene Meinung verboten werden! Niemals? Viele Jugendliche haben von diesen Dingen keine Ahnung mehr: Wir erleben das immer wieder auf Musik-Festivals, wo picklige Teenager christliche Literatur und Neue Testamente verbrennen, die sie an Infotischen bekommen. Die „neue Toleranz“ unserer Gesellschaft hat ihre Grenzen: Der Spaß hört dort auf, wo man auf Sünde angesprochen wird. Mit der Toleranz ist es in unserem Land also auch nach 75 Jahren nicht weit her… Wie anders dagegen ist doch Jesus Christus! Er rief nicht zu Rache und Vergeltung auf. Er ertrug die Anfeindungen gegen Ihn, denn Er wollte die Menschen retten, nicht richten. Er verbreitete kein pseudohaftes Toleranzgeschwätz – Er sagte, was bei den Menschen falsch lief, was sie ändern mussten. Und Er zeigte ihnen auch den Weg, wie das gehen sollte… der Weg ist Er! Das verkündigen wir weiter, auch wenn manches Buch in Flammen aufgeht. Jesus ist und bleibt Sieger!
Geschrieben von veli