1.Petrus 4,18 Und wenn der Gerechte kaum gerettet wird, wo wird dann der Gottlose und Sünder bleiben?

Mit einem Zitat aus Sprüche 11,31 verdeutlicht Petrus seine Aussage. Im Alten Bund gilt als gerecht, wer das Gesetz Gottes lebt, im Neuen Bund sind wir Gerechtgemachte in Jesus Christus und können so den Gotteswillen leben. Der Gerechte „wird kaum gerettet“ (wörtlich „mit Mühe, mit Arbeit“), so wie Gott zu Israel sagt: „Mir hast du Arbeit gemacht mit deinen Sünden“ (Jes 43,24). Auch im Alten Bund ist es die „Arbeit“ Gottes, die den Gerechten rettet. Wie hat sich Jesus Mühe gemacht, welche „Arbeit“ hat er tun müssen, damit wir gerettet werden!
Vom künftigen Schicksal des „Gottlosen“ hingegen kann nur in der Form einer Frage gesprochen werden.
„Der Gottlose und Sünder“ bezieht sich, auf eine und dieselbe Person. Vor beiden Worten steht nur ein Geschlechtswort, und außerdem steht das Tätigkeitswort in der Einzahl.
Wer sich dieser Rettungsarbeit Gottes verweigert, „wo wird er dann … bleiben“? Die Bibel redet sehr deutlich vom Gericht, aber nicht drohend, sondern jetzt, wo Heils -Entscheidungszeit ist, zur Umkehr mahnend.