2. Petrus 2, 12 Die falschen Lehrer jedoch haben nicht mehr Verstand als die vernunftlosen Tiere, deren Schicksal es ist, gejagt und getötet zu werden. Sie äußern sich abfällig über Dinge, von denen sie nichts verstehen, und ihre Verdorbenheit wird sie ins Verderben stürzen. NGÜ

Die falschen Lehrer erweisen sich zwar als wortgewaltig (V. 18), aber sie haben nichts zu sagen; sie haben den Geist Gottes nicht, den sie zu haben vorgeben. Das zeigt sich an ihren Lästerungen. Sie rühmen sich tiefer Einsichten und übersehen, dass sie es nicht mit Fleisch und Blut zu tun haben, sondern mit satanischen Mächten (Eph. 6,10-13).
Das sind die selben falschen Lehrer, die der Apostel am Anfang des Kapitels erwähnte. In den jetzt folgenden Versen wird ihr Charakter beschrieben, und dieser zeigt, dass es nicht an einem irregeleiteten Verstand lag, dass sie zu Irrlehrern wurden, sondern an ihrem bösen Herzen. In 1,4 sprach Petrus von der göttlichen Natur, die Gott seinen Kindern gegeben hat, jenen, die „dem Verderben entflohen“ sind, „das in der Welt ist durch die Lust“; hier spricht Petrus von der Natur des Sünders. Sie ist wie die der „Tiere“, und diese sind „von Natur geschaffen zum Fang und Verderben“. Weil die falschen Lehrer und alle, die ihnen folgen, wie die Tiere leben, und werden auch wie Tiere enden.
Der Schlussteil von Vers 12 sagt voraus, dass sie zugrunde gerichtet werden; sie werden Gottes zukünftigem Zorn nicht entrinnen. Judas fügt sinngemäß hinzu, dass die falschen Lehrer aufgrund ihrer bösen Gesinnung zum Verderben bestimmt sind (V. 10). Als Feinde Gottes, die die Botschaft seines Wortes absichtlich verfälscht haben, werden sie alle der ewigen Strafe im Feuersee entgegengehen (Offb 20,9-15).
Das Böse straft sich selbst. Darum betont die Bibel immer wieder, dass Sünde Dummheit ist und zerstört (Ps 111,10; Spr 9,10).
Zusammenfassung
In bewusstem Gegensatz zu dem Anspruch, die allein richtige „Erkenntnis“ des christlichen Glaubens und des ihm entsprechenden Lebens im Gegenüber zur christlichen Überlieferung zu besitzen, stellt Petrus mit Hilfe eines Wortspieles eindrucksvoll fest: „Diese (Leute) aber sind wie die vernunftlosen Tiere“; „deshalb lästern sie, was sie nicht verstehen“ und werden daher wie die Tiere, die man fängt und „verdirbt, aufgrund ihrer Verderbtheit verdorben werden“ (beachte die Variation des Leitworts: Verderben, verderben).
V11 http://bibelkreis-muenchen.de/?p=3287
Vers 10 http://bibelkreis-muenchen.de/?p=3230
Vers 9 http://bibelkreis-muenchen.de/?p=3148
Vers 8 http://bibelkreis-muenchen.de/?p=3139

1.Petrus 5,12 Durch Silvanus, den treuen Bruder, wie ich meine, habe ich euch wenige Worte geschrieben, zu ermahnen und zu bezeugen, dass das die rechte Gnade Gottes ist, in der ihr steht.

Petrus schließt seinen Brief mit knappen Angaben, Grüßen und dem Friedenswunsch. Er folgt damit der Form, die wir auch aus den Briefen des Apostels Paulus kennen (vgl. Röm 16,17ff.; 1. Kor 16,19ff.; Eph 6,21ff.; Kol 5,7ff.). Zuerst wird „Silvanus“ genannt. Silvanus. Das ist der Silas, der mit Paulus mitreiste und in dessen Briefen häufig erwähnt wird. Er war ein Prophet (Apg 15,32) und ein römischer Bürger (Apg 16,37). Offenbar war er derjenige, dem Petrus den Brief diktierte und der diesen Brief zu seinen Empfängern brachte.
Petrus hat „wenige Worte“ geschrieben. Weil der erhabene Gegenstand unseres Heiles nie erschöpfend behandelt werden kann. Im Blick auf die vielen angesprochenen Themen sicher eine berechtigte Bemerkung. Er hat aber dabei das Entscheidende klar umrissen. An erster Stelle wird das Ermahnen genannt. Eigentlich bedeutet dieses Wort „zurufen“. Petrus wollte den Gemeinden Mut zurufen, er wollte ihnen tröstend zureden. Jede Zeile ist von dem Wunsch beseelt, den Gläubigen zuzusprechen, so wie ein guter Hirt seine Schafe lockt, ihnen zuredet und jene, die müde zurückbleiben wollen, aufmuntert, indem er sie an das Ziel erinnert, das die ganze Herde an diesem Tag noch erreichen soll. Petrus will den Gemeinden mit seinem Brief „bezeugen, dass das die rechte Gnade ist, in der ihr steht“.

1.Petrus 4,12 Ihr Lieben, lasst euch durch die Hitze nicht befremden, die euch widerfährt zu eurer Versuchung, als widerführe euch etwas Seltsames,

Petrus versichert seine Leser, daß sie einen Platz in seinem Herzen haben und, daß er für sie in ihren Versuchungen mitfühlt. Er folgt dem Befehl seines Meisters, die Schafe zu hüten. Nachdem jetzt ihr Blick auf die Liebe Gottes gerichtet ist, kann er ihnen auseinandersetzen, warum Gott die Verfolgungen für sie zuließ.
Christen sind keine Helden, die das Leiden heroisch auf sich nehmen. Weiterlesen