Wir sollen nicht nur schöne Worte machen

Wir sollen nicht nur schöne Worte machen, Pläne schmieden und beten wie jener Landpfarrer, an den sich eine obdachlose Frau um Hilfe wandte und der ihr, da er sehr beschäftigt war und sich nicht anders zu helfen wußte, die zweifellos ernstgemeinte Antwort gab, er werde für sie beten. Sie schrieb darüber später:
Ich war hungrig, und Du hast gegen den Hunger in der Welt demonstriert.
Ich war gefangen, und Du hast Dich in Deiner Kapelle verkrochen, um für meine Befreiung zu beten.
Ich war nackt, und Du hattest moralische Skrupel bei meinem Anblick.
Ich war krank, und Du knietest nieder und danktest Gott für Deine Gesundheit.
Ich war obdachlos, und Du hast mich der Obhut Gottes anbefohlen.
Ich war einsam, und Du hast mich allein gelassen, um für mich zu beten.
Du wirkst so heilig, so verbunden mit Gott, aber ich bin immer noch hungrig – und einsam – und friere.
Wer begriffen hat, wie Gott den Menschen sieht, der ist bereit, sich für die Befreiung der Menschen von allem, was sie erniedrigt und gefangen hält, einzusetzen, sei es im geistlichen oder im sozialen Bereich. Dabei ist klar, daß einem Menschen erst dann wirklich geholfen ist, wenn er das Heil in Jesus Christus angenommen hat.
John Stott, Christsein in den Brennpunkten unserer Zeit, Bd. 1 Seite 37

Sind Glaube und Wissenschaft Gegensätze?

Der Eindruck eines Gegensatzes von Glaube und Wissenschaft wird unter anderem durch die Bücher der „neuen Atheisten“ hervorgerufen. So ist für den Oxforder Evolutionsbiologen Richard Dawkins – Autor des Buches “Der Gotteswahn“ – der Glaube „blind“, eine Wahnvorstellung,  während die Wissenschaft „auf Belegen“ beruht.
Aber schon ein Blick in die Geschichte zeigt, dass es den hier behaupteten Gegensatz nicht geben kann, denn viele berühmte Wissenschaftler waren überzeugte Christen. Das prominenteste Beispiel ist Isaac Newton. Auch heute gibt es Wissenschaftler, die an einen persönlichen Gott glauben.
Eines der wichtigsten wissenschaftlichen Projekte des 20. Jahrhunderts war die Entschlüsselung des menschlichen Genoms. Der erste Direktor dieses Projektes war James Watson. Er bekam später gemeinsam mit Francis Crick für die Entschlüsselung der DNA den Nobelpreis. Watson ist überzeugter Atheist und hält das Leben für sinnlos und absurd.
Als die Entschlüsselung des Genoms bekannt gegeben wurde, stand neben dem damaligen amerikanischen Präsidenten Bill Clinton der gerade amtierende Direktor des Projektes, Francis Collins. Er ist ein überzeugter Christ. Anführender Stelle dieses Projektes arbeiteten also im Laufe der Zeit Wissenschaftler, deren Weltanschauungen ganz unterschiedlich waren.
Im Jahre 1916 wurden in den USA 1000 Naturwissenschaftler gefragt, ob sie an einen persönlichen Gott glauben, der auf Gebete hört. Ca. 40% bejahten dies. 80 Jahre später, 1996, bejahten diese Frage wieder ca. 40% („Spektrum der Wissenschaft“ 1999). Ein Beweis, dass der Glaube bei Naturwissenschaftlern abgenommen hätte, konnte nicht erbracht werden.
Einen Gegensatz von Glaube und Wissenschaft gibt es also offensichtlich nicht.
Aber es gibt Wissenschaftler, die an Gott glauben und Wissenschaftler, die nicht an Gott glauben. Der eigentliche Unterschied besteht darin, ob man glaubt, dass am Anfang unserer Welt planlose Materie stand, die immer komplexer wurde und schließlich Geist hervorbrachte oder ob man glaubt, dass am Anfang ein schöpferischer Geist stand, der Materie schuf.
Die Frage, was der glaubt, der an Gott glaubt, beantwortete der Philosoph Robert Spaemann in seinem Buch „Der letzte Gottesbeweis“: „Er glaubt an eine fundamentale Rationalität der Wirklichkeit. Er glaubt, dass das Gute fundamentaler ist als das Böse. Er glaubt, dass das Niedere vom Höheren verstanden werden muss und nicht umgekehrt. Er glaubt, dass Unsinn Sinn voraussetzt und dass Sinn nicht eine Variante der Sinnlosigkeit ist.
Lebensbereiche und Fragen, die sich den Naturwissenschaften entziehen
Man kann Spuren von Gottes Handeln in dieser Welt erkennen, wenn man sein Handeln nicht vorher methodisch ausschließt. Unsere Wirklichkeit, unsere Erfahrungen beinhalten mehr als das, was sich mit rein naturwissenschaftlichen Methoden erforschen lässt. Die Naturwissenschaften befassen sich mit „Wie-Fragen“: Wie funktioniert etwas? Wie laufen Prozesse in Raum und Zeit ab? Andere Fragen, die für uns von großer Bedeutung sind, bleiben dabei offen: Warum gibt es uns überhaupt? Was ist der Sinn des Lebens?
Die Naturwissenschaften können auch keine Wertentscheidungen treffen. Sie können uns z.B. sagen, was Kernkraftwerke kosten, welche Leistungen sie erbringen – aber ob man Kernkraftwerke bauen soll, muss, darf, das hängt mit Wertentscheidungen zusammen.
Der Physiker Hans Peter Dürr, Nachfolger Heisenbergs als Direktor des Münchner Max-Planck-Instituts und Gewinner des alternativen Nobelpreises, beantwortete die Frage „Was hat die Wissenschaft mit der Wirklichkeit zu tun?“ einmal mit einem Gleichnis: Ein Mann sitzt am Ufer eines Flusses und fängt Fische. Ein Wanderer kommt vorbei und fragt ihn, „Was tust Du?“ „Ich fange Fische.“ „Was kannst Du über Fische aussagen?“ „Sie sind alle mindestens 5 cm lang.“ Der Wanderer lässt sich das Netz zeigen. Es hat Maschen mit einem Umfang von 5 cm. Daraufhin sagt er: „Wenn es kleinere Fische als 5 cm gäbe – und ich meine, solche gesehen zu haben -, so könntest du sie nicht fangen, sie würden durch dein Netz hindurch schlüpfen.“ Darauf der Fischfänger mit Selbstbewusstsein: „Was ich nicht fangen kann, ist kein Fisch.“
So arbeitet die Wissenschaft: Sie hat ein bestimmtes Netz und fängt daraufhin bestimmte Fische oder um es etwas abstrakter zu sagen: Sie stellt bestimmte Fragen und erhält daraufhin bestimmte Antworten. Wonach sie nicht fragt, darauf bekommt sie auch keine Antworten. Nach Dürr gibt es einige „Fische“ die man prinzipiell mit den Netzen der Wissenschaft nicht einfangen kann: ästhetische Fragen (Was ist Schönheit?) und religiöse Fragen. Stellen wir uns Gott als den vor, der alles geschaffen hat, auch uns mit allen unseren Netzen – mit welchem Netz, welcher Wissenschaft sollten wir ihn einfangen können? Das ist prinzipiell nicht möglich. Wir können nur Aussagen über Gott machen, wenn er sich offenbart.
Wissenschaft ist ein Zugang zur Wirklichkeit, aber nicht der allein gültige. Viele für uns wichtige Erfahrungen religiöser und künstlerischer Art können allein mit Wiegen, Messen und Beobachten nicht einmal annähernd erfasst werden. Diese Einschränkung mindert nicht den Wert der Naturwissenschaften für unser Leben, weist aber auf ihre Begrenzung hin.
Ergebnis
Glaube und Wissenschaft sind keine Gegensätze. Viele Wissenschaftler haben sich mit den Gesetzen der Natur beschäftigt, gerade weil sie von einem Gesetzgeber fest überzeugt waren.
Wir sollen – gerade, weil wir an Gott glauben – diese Welt erforschen:
„Groß sind die Taten des Herrn, zu erforschen von allen, die Lust an ihnen haben“  (Psalm 111,2). Dr. Jürgen Spieß
Dr. Jürgen Spieß ist seit 1999 Leiter des Instituts für Glaube und Wissenschaft in Marburg (www.iguw.de ). Aus: Perspektive 07 + 08/2008. Gekürzt und leicht überarbeitet.
http://www.lukas-gemeinde.de/gott-finden/fragen-antworten/wissenschaft-contra-glaube.html

Udo Lindenberg zeigt „Zehn Gebote“ beim Katholikentag

Vom 7. bis 21. Mai in Münster: Udo Lindenberg zeigt „Zehn Gebote“ beim Katholikentag

Udo Lindenbergs "Zehn Gebote" Foto: Patrick Kleibold (Bonifatiuswerk)

Mit seiner „Likörell-Technik“, bei der er die Bilder mit alkoholischen Getränken färbt, malte Panikrocker Udo Lindenberg 14 Bilder. „Udos 10 Gebote“ wurden unter anderem bereits in der Paderborner Gaukirche während des Liborifestes 2017 ausgestellt. (Foto: Patrick Kleibold, Bonifatiuswerk) …
Interessierte können die Ausstellung vom 7. bis 21. Mai von 10 bis 18 Uhr in der Liebfrauen-Überwasserkirche in Münster besichtigen. Beim Katholikentag kann sie am Donnerstag von 13 bis 22 Uhr, am Freitag und Samstag von 8.30 bis 22 Uhr und am Sonntag von 13 bis 21 Uhr angeschaut werden. Der Erlös kommt gemeinnützigen Vereinen und einer Bildungseinrichtung zugute. https://kraftwort.wordpress.com/
Gefunden auf https://www.kirche-und-leben.de/artikel/udo-lindenberg-zeigt-zehn-gebote-beim-katholikentag/:

Christen auf der Abschussliste – Gott als Witzfigur

Ein konkretes Beispiel, wie selbst von großen öffentlichen Medien der Spott über Christen ausgeschüttet wird, ist eine aktuelle Ausgabe der WDR- Wissenschaftssendung „Quarks“ (vom 10.4.2018). Im Kern geht es bei dem kurzen Videoclip um die Entstehung der Geschlechter. In der filmischen Umsetzung stehen sich dabei der kluge Darwin und der dümmliche Gott gegenüber. Gott tritt dabei als dümmliche weibliche Wolke auf, die sich mit dem Erfinder der Evolution über die mutmaßlich beste Methode der Fortpflanzung für den geplanten Menschen berät. Schnell werden dann die Vermehrung nach Bakterienart, das Knospen vieler Pflanzen und die sieben Geschlechter des Wimperntierchens verworfen.
Nachdem Gott lediglich zwei Geschlechter vorschlägt wird ihm / ihr von Darwin vorgeworfen er / sie bevorzuge immer nur dumme simple Lösungen wie Tag und Nacht, Gut und Böse „immer nur schwarz- weiß“. Von Darwins Idee veränderbarer Geschlechter kann ihn Gott gerade noch abbringen. Doch muss sich Gott dann natürlich gegen den Spaß beim Sex und für die Jungfernzeugung aussprechen (mit stilisierter Nonne im Bild). Nachdem Gott den Schauplatz verlassen hat, baut Darwin noch schnell eine wandelbare menschliche Geschlechtlichkeit ein, weil die göttliche Lösung doch sonst zum Scheitern verurteilt wäre. Nach einer eher lächerlichen Darstellung der göttlichen Schöpfung muss die ganze, humoristische Doku natürlich mit einem deutlichen Bekenntnis zur Gender- Ideologie enden.
Eine derart herabwürdigende Darstellung Allahs wäre in Deutschland kaum denkbar. Andere Religionen öffentlich zu kritisieren ist in Deutschland zwischenzeitlich ein allgemein akzeptiertes Tabu, außer wenn es Christen betrifft. Es ist unerträglich, dass große, von Steuergeldern aller Bundesbürger bezahlte Medien wie ARD und ZDF fast durchgehend polemisch und abfällig über Christen und ihre Glaubensüberzeugungen berichten, insbesondere über Evangelikale. Michael Kotsch  https://www.facebook.com/michael.kotsch.9

 

Franz von Assisi über das richtige Leben seiner Mitarbeiter

(Natürlich ist nicht alles was Franz von Assisi getan und gedacht hat immer ganz im Einklang mit der Bibel. Angesichts einer spektakuläre Phänomene, Gesundheit und gute Gefühle liebenden Christenheit sind diese Worte aber durchaus bedenkenswert.)

„Wenn auch meine Brüder auf der ganzen Erde ein gutes Beispiel großer Herrlichkeit und Erbauung geben: Dann ist darin nicht die vollkommene Freude.

Und wenn ein Bruder Blinde erleuchte, Verwachsene streckte, Dämonen austriebe, Tauben ihr Gehör, Lahmen ihren Schritt, Stummen das Wort wiedergäbe und einen vier Tage lang Toten erweckte: Da ist nicht die vollkommene Freude.

Und wenn ein Bruder die Sprachen aller Völker und aller Wissenschaften wüsste, so dass er prophezeien und offenbaren könnte, nicht nur das Zukünftige, sondern auch das innere Wissen der anderen: Da ist nicht vollkommene Freude.
Wenn ein Bruder in Engelszungen redete und Sternenlauf und Kräuterkraft wüsste und alle Schätze der Erde ihm enthüllt wären, und wenn er die Kräfte und Eigenschaften von Vogel und Fisch, Tier und Mensch, Wurzel und Stein, von Baum und Wasser kennen würde: Da ist nicht die vollkommene Freude.
Und könnte ein Bruder so erhaben predigen, dass er alle Ungläubigen und Gläubigen bekehrte: Da ist nicht die vollkommene Freude. […]

Wenn ein Bruder an der Pforte eines Klosters klopfen würden und sie würden ihn mit heftigen Ohrfeigen vertreiben und man würde ihm hinterherrufen: Mach dich fort von hier du elender Lump! Wer du auch bist, hier bekommst du gewiss nichts zu essen. Wenn der Bruder das dann ganz geduldig hinnimmt und die Kränkung von ganzem Herzen in Liebe vergibt: Da ist die vollkommene Freude.

Wenn ein Bruder niedergeschlagen unter Schmerzen und Hunger wieder an der Klosterpforte klopft und unter Tränen fleht, dass man ihm öffnet und ihm dann empört entgegengehalten wird: Du bist wohl ein ganz unverschämter Mensch. Und dann käme ein Mönch mit einem Knüppel heraus, wirft ihn zu Boden in den Dreck und prügelt heftig auf ihn ein. Wenn der Bruder diese Kränkungen und Schläge mit Vergnügen erträgt, daran denkend, dass er nicht schlechter behandelt wird als Jesus währende seiner Zeit auf der Erde: Da ist die vollkommene Freude.
Unter allen Gaben des Heiligen Geistes die Christus seinen Nachfolgern verheißen hat, ist es die höchste, um Gottes Willen zu leiden.“ Michael Kotsch

 

Soviel ich weiß, gibt es keine Christen, die Gebäude in die Luft sprengen.Richard Dawkins: Das Christentum als „Bollwerk gegen Schlimmeres“

Der Evolutionsbiologe Richard Dawkins lehrte an der Universität von Oxford und ist der wichtigste Vordenker des „Neuen Atheismus“. Vor einigen Tagen warnte er vor den Folgen der Krise des Christentums in Europa, da das Christentum im Vergleich zu anderen Religionen einen „gutartigen“ Charakter besitze. Bereits 2016 hatte er das Christentum als „Bollwerk gegen Schlimmeres“ bezeichnet.
Dawkins bekräftigte dabei seine Kritik an den Atheisten, welche die Krise des Christentums begrüßten. Er zitierte in diesem Zusammenhang einen Ausspruch des katholischen Historikers Hilaire Belloc, in dem dieser eines der Prinzipien konservativer politischer Philosophie ausgedrückt hatte. Demnach führe die bloße Zerstörung eines unvollkommenen Zustands nicht zur Herstellung eines besseren Zustandes („Always keep a-hold of nurse/For fear of finding something worse“).
Zuvor hatte Dawkins atheistische Religionskritiker zur Differenzierung aufgerufen. Atheisten müssten anerkennen, dass es gravierende Unterschiede zwischen Religionen wie dem Christentum und dem Islam gebe. Das Christentum stelle möglicherweise ein „Bollwerk gegen etwas Schlimmeres“ dar:
Soviel ich weiß, gibt es keine Christen, die Gebäude in die Luft sprengen. Mir ist nichts davon bekannt, dass es christliche Selbstmordattentäter gibt. Mit ist nichts davon bekannt, dass eine grössere christliche Konfession den Abfall vom Glauben mit dem Tod bestrafen will. Ich habe gemischte Gefühle, was den Niedergang des Christentums angeht, weil das Christentum ein Bollwerk gegen etwas Schlimmeres sein könnte.
Auch wenn man davon ausgehe, dass Gott nicht existiere, könne man Religionen dennoch danach bewerten, welche Folgen ihr Wirken in der Welt habe und diese Bewertung falle je nach Religion sehr unterschiedlich aus. Man müsse zudem anerkennen, dass das Christentum die wesentliche Grundlage der Kultur und Geschichte Europas darstelle.
Hintergrund und Bewertung
Dawkins war ursprünglich durch seine Werke über Evolutionsbiologie bekannt geworden, die wegen ihrer hohen Qualität auch von Kritikern seiner Ideen positiv gewürdigt worden waren. Später trat er vor allem durch religionskritische Schriften in Erscheinung, die anders als seine früheren Werke von einem polemischen Stil geprägt waren.

  • In diesen Schriften setzte Dawkins vor allem Strohmann-Argumente ein und stellte zentrale Konzepte christlicher Theologie unzutreffend oder stark verzerrt dar. Er rechtfertigte dies damit, dass religiöse Positionen so abwegig seien, dass man sich nicht näher mit ihnen auseinandersetzen müsse, um sie entschieden ablehnen zu können.
  • Dawkins differenzierte jedoch zuletzt stärker zwischen unterschiedlichen Religionen. Er äußerte sich vor allem deutlich positiver über das Christentum, während er seine Religionskritik auf die im Islam vorherrschenden Strömungen konzentrierte.

Seine aktuellen Darstellungen geben Aufschluss über die Argumente, denen atheistische und agnostische Gegner des Christentums im Dialog mit Christen potenziell zugänglich sind. Diese Argumente umfassen vor allem Verweise auf die kulturellen Leistungen des Christentums und die mögliche Rolle des Christentums bei der Bewältigung islambezogener Herausforderungen für Europa.
Offenbar beeindruckte es Dawkins auch, dass christliche Theologen und Philosophen auf seine Polemiken sachlich antworteten und die Debatte mit ihm suchten. Aus islamischen Kreisen sei ihm hingegen mit Drohungen begegnet worden und aus dem multikulturalistischen Milieu mit Aufrufen, dass ihm wegen „Islamophobie“ keine Plattform geboten werden dürfe.
Die Bewegung des „Neuen Atheismus“ war in den Jahren nach den Anschlägen des 11. September 2001 entstanden. Der katholische Publizist William Kilpatrick hatte in diesem Zusammenhang die These aufgestellt, dass allgemeine religionsfeindliche Tendenzen in westlichen Gesellschaften durch die Betonung von Gemeinsamkeiten zwischen Christentum und Islam durch Teile der Kirche gefördert würden.
Dies führe dazu, dass islamspezifische Probleme von Menschen verbreitet auf das Christentum übertragen würden. Um pauschaler Religionskritik entgegenzuwirken, sei daher eine stärkere Betonung der Unterschiede zwischen Christentum und Islam erforderlich. Der im Denken von Dawkins zu beobachtende Wandel, der anscheinend durch sein besseres Verständnis der Unterschiede zwischen den Religionen ausgelöst wurde, stützt Kilpatricks These. (ts) https://bundsanktmichael.org/2018/03/28/richard-dawkins-das-christentum-als-bollwerk-gegen-schlimmeres/

 

Langeweile, deine Chance!

Weißt du noch, wann du das letzte Mal Langeweile hattest? Ich nicht. Früher natürlich, wenn das Wetter schlecht war, keiner unserer Freunde Zeit hatte, wir nicht Computer spielen oder fernsehen durften…aber heute? Nein.
Woran liegt das eigentlich? Haben wir heute einfach weniger Zeit, weil derBeruf, die Familie oder die Gemeinde zu viel Zeit beanspruchen? Ich glaube nicht. Das Phänomen lässt sich ganz einfach erklären, wenn man sich im Alltag ein bisschen umschaut. In Bus oder Bahn gucken fast alle auf ihr Handy, spielen Spiele oder hören Musik. Längere Wartezeiten im Stau überspielt das Radio. Ist heute Abend nichts los, wird die Lieblingsserie ganz bequem online angemacht und bis spät abends geguckt.
Ist doch super, könnte man meinen. Seit jeher ist Langeweile etwas Schlechtes gewesen. Schon im Mittelalter nannten die Mönche den Mittag, an dem man eine Pause machen konnte, den Mittagsdämon. Denn der verleitete dazu, den Tag nicht richtig zu nutzen – was natürlich nicht in die Philosophie eines Mönches passte. Auch wir erinnern uns an lange Regentage oder Ferientage, an denen nichts los war. Ewig lange Wartezeiten beim Arzt oder lange Zugfahrten.
Wenn wir heute auf die kleinen oder großen Pausen im Alltag verzichten, verzichten wir auch darauf, den Tag zu reflektieren. Über einige Situationen nachzudenken, zu beten oder die Bibel zu lesen. Wir neigen heute immer mehr dazu, den Tag zu verdrängen, anstatt uns abends wieder neu zu fragen, was Gott mir heute gezeigt hat. Wo bin ich heute meinem Schöpfer begegnet? Wofür sollte ich heute um Vergebung bitten? Wir sollten uns die Zeit nehmen, Langeweile zu haben, um den Tag zu „entschleunigen“ und mehr nachzudenken. Wenn wir das tun, haben wir vielleicht auch mehr Zeit für die wirklich wichtigen Dinge.
„Strebe eifrig danach, dich Gott als bewährt zu erweisen, als einen Arbeiter, der sich nicht zu schämen braucht, der das Wort der Wahrheit recht teilt. Die unheiligen, nichtigen Schwätzereien aber meide; denn sie fördern nur noch mehr die Gottlosigkeit.“ (2. Tim 2,15-16) Peter Brosch  josiablog.de/2017/07/langeweile-deine-chance/
Siehe auch:

„Langweile“

Freizeit ist langweilig!?

 

Winni Mandela – rücksichtslos und machtverliebt

Winnie Mandela galt lange als schillernde Symbolfigur des Anti-Apartheid-Kampfes in Südafrika. Am 2.April 2018 starb die Ex-Frau des ersten schwarzen Präsidenten Sudafrikas, Nelson Mandela (1918-2013). Von Gegnern der Apartheit wird sie bis heute als „Mutter der Nation“ idealisiert.
Die studierte Sozialarbeiterin Nomzamo Winnifred Madikizela lernte 1957 in Soweto den jungen Juristen Nelson Mandela kennen. Nur ein Jahr später heirateten die beiden und bekamen zwei Töchter. Winnie wurde engagierte Aktivistin des Afrikanischen Nationalkongresses (ANC). 1962 wurde ihr Mann wegen Landesverrats verhaftet und wenig später zu lebenslanger Haft verurteilt. Immer wieder besuchte sie Nelson Mandela im Gefängnis. Gleichzeitig hatte Winnie Mandela aber auch verschiedene Geliebte. Zwei Jahre nachdem Nelson Mandela aus dem Gefängnis entlassen wurde, reichte er die Scheidung von seiner ehemaligen Frau ein (1992).
In der Öffentlichkeit stilisierte Winnie Mandela sich gerne als furchtlose Freiheitskämpferin: „Ich habe auch physisch gegen den Feind gekämpft, zum Beispiel Steine geschmissen. Ich bin stolz auf das, was ich getan habe. Auch im Untergrund. Ich bin eine von denen, die das Regime in die Knie gezwungen haben.“ Tatsächlich hatte sie unter den Schikanen der südafrikanischen Polizei zu leiden und saß mehrfach wegen ihres politischen Engagements im Gefängnis.
In ihrem politischen Kampf beschränkte sich Winnie Mandela allerdings nicht aufs „Steinewerfen“. Unverblümt rief sie öffentlich zur Gewalt auf: „Es ist Zeit, dass wir unser Land zurückholen. Wir nutzen dieselbe Sprache, die die Buren uns gegenüber nutzen. Sie kennen nur eine Sprache: die der Gewalt. Wir haben zwar keine Waffen, aber wir haben Steine und Streichhölzer. Und mit unseren Halskrausen werden wir das Land befreien.“ Als „Halskrausenmethode“ (Necklacing) wurde damals eine fürchterliche Art des Lynchmordes bezeichnet. Dabei wurde dem Opfer ein mit Benzin getränkter Autoreifen um den Hals gehängt und dieser angezündet. Winnie Mandela gab persönlich Aufträge, der Kollaboration verdächtige Schwarze und gegnerische Weiße umbringen zu lassen. Der „Mandela United Football Club“, eine marodierende Gang von Jugendlichen, die Winnie als Leibwächter dienten, entführte mehrere Jugendliche. Einer von ihnen, der 14-jährige Stompie Seipei, wurde in Winnie Mandelas Haus missbraucht und ermordet, weil er angeblich ein Polizeispitzel war. Bis heute wird über ihre genaue Rolle bei diesem Mord spekuliert. Ein Gericht verurteilte sie wegen Entführung zu einer Bewährungs- und Geldstrafe.
Wegen Korruption und Amtsmissbrauchs wurde Winnie Mandela 1995 als Vize-Ministerin entlassen. Die Wahrheits- und Versöhnungskommission machte sie mitverantwortlich für Korruption und Menschenrechtsverletzungen bis hin zum Mord. 2003 wurde sie wegen Betrugs und Diebstahls zu einer fünfjährigen Gefängnisstrafe verurteilt, die später auf Bewährung ausgesetzt wurde. Trotz aller Skandale hielt sich Winnie Mandela jahrelang als Präsidentin der einflussreichen ANC-Frauenliga und bis zuletzt Mitglied im ANC-Parteivorstand sowie Parlamentsabgeordnete. Auch weiterhin stilisierte sie sich in der Öffentlichkeit als zu Unrecht verfolgte Freiheitskämpferin.
Ganz sicher trug Winnie Mandela mit ihrem Engagement zum Ende des südafrikanischen Apartheits- Regimes bei. Gleichzeitig unterschied sie sich in der Wahl ihrer Methoden nur unwesentlich von den bekämpften Rassisten. Sie scheute nicht davor zurück, Lüge, Verleumdung, Erpressung und Mord zur Durchsetzung ihrer politischen Ziele einzusetzen. – Für überzeugte Christen kann ein solches Auftreten kaum als vorbildlich angesehen werden. Ein positives Ziel rechtfertigt eben nicht alle Mittel. In der öffentlichen Idealisierung Winnie Mandelas nach ihrem Tod sollten diese dunklen Aspekte nicht vorschnell relativiert oder gar vergessen werden.  Michael Kotsch

Das Fest der Ostereier

Käme jemand in diesen Tagen von einem anderen Planeten zu Besuch auf die Erde, dann bekäme er wahrscheinlich den Eindruck, die hier lebenden Menschen würden Eier und Hasen verehren. – In Geschäften, auf Plakaten und natürlich auch im Internet sind in der Osterzeit niedliche Hasen und bunte Eier allgegenwärtig. In einigen großen Medien wird man darüber informiert, dass die alten Römer in aufgeschlagenen rohen Eiern die Zukunft deuten wollte; dass peruanische Hühner aufgrund des vielen Schwefels im Boden gelegentlich blaue Eier legen und dass ein Straußenei rund 40 Minuten braucht um gar zu werden. Das alles ist für die Allgemeinbildung natürlich sehr interessant; auch wenn diese Daten für den Alltag ziemlich irrelevant bleiben. Wie das Auferstehungsfest von Jesus Christus zu den Hasen und Eiern kam, bleibt dabei allerdings oftmals unklar.
Zugegeben, selbst die Spezialisten der Kulturgeschichte müssen etwas vermuten und spekulieren, um einigermaßen plausible Antworten geben zu können. Der Hase hat vermutlich rein Garnichts mit dem christlichen Auferstehungsfest zu tun. Schon in vorchristlicher Kulturen feierte man in dieser Jahreszeit den Ende des Winters und den Beginn des Frühlings. Gelegentlich wurden die Zyklen der Natur mit mythischen Ereignissen in der eigenen Götterwelt verbunden. So wollte man im Frühling mit allerlei Zeremonien die „Dämonen“ des Winters verscheuchen. Man sehnte sich nach Wärme und Sonne. Außerdem wurden die aufgespeicherten Lebensmittel langsam rar und die Menschen waren auf Nachschub angewiesen. Deshalb versuchte man die Fruchtbarkeit mit magischen Riten herbeizuzwingen. Dazu gehörte auch die Verehrung von Hasen, die als außerordentlich fruchtbar galten; also als ideale Repräsentanten eines hoffentlich ertragreichen Jahres in der Landwirtschaft.
Auch Eier wurden als Zeichen der Fruchtbarkeit betrachte. Gleichzeitig gab es aber auch einen indirekten Grund, zu Ostern viele hartgekochte Eier zu verzehren. Entsprechend einer Regel der mittelalterlichen Kirche sollten Christen vor den großen Feiertagen – insbesondere vor Weihnachten und Ostern – fasten, d.h. auf bestimmte Lebensmittel verzichten. Dazu gehörte der Brauch, zwischen Fastnacht und Ostern keine Eier zu verzehren. Die sich bei dieser Fastenaktion angesammelten Eier sollten natürlich nicht einfach weggeschmissen werden. Also kochte man die Eier, um sie haltbarer zu machen. Zu Ostern durften die Menschen wieder alles essen, also begann man die große Menge hartgekochter Eier zu verzehren. Die österliche Eierschwemme hat auch noch einen anderen historischen Ursprung: In manchen Regionen mussten die mittelalterlichen Bauern Steuern und Pacht am Gründonnerstag mit Eiern bezahlen. Mit der Zeit änderte sich die Tradition und es wurden auch Kinder und Freunde mit Eiern beschenkt, um Ihnen eine Freude zu machen.
In kirchlicher Interpretation wies man allerdings auch schon früh darauf hin, dass Eier gute Symbole für das Auferstehungsfest sind. Zum einen sind Eier offensichtlich ziemlich rund. An ihrer Oberfläche kann man keinen Anfang und kein Ende finden. Damit wurden sie als Zeichen der Unendlichkeit, des ewigen Lebens angesehen. Der Christ kann sich seines ewigen Lebens sicher sein, weil Jesus für seine Sünde gestorben ist (Karfreitag) und weil er mit seiner Auferstehung aus den Toten (Ostern) die Macht des Todes besiegt hat, für sich und auch für alle Menschen, die sich ihm existentiell anvertrauen.
Zuweilen wird auch auf eine andere Geschichte aus der frühen Christenheit verwiesen. Damals hatte eine von den Römern verfolgte Christin das Ei als Symbol benutzt, um zu erklären, dass aus etwas scheinbar Totem durchaus etwas Lebendiges kommen kann. Ebenso ist es mit der Auferstehung Jesu. Da wo es rein biologisch unmöglich ist, dass Tote wieder lebendig werden, ist so etwas doch passiert, weil Gottes Macht größer ist als die der Natur.
Während der Christenverfolgung im Römischen Reich wurde eine junge Frau vor den Richter geführt. Nachdem sie zugab Christin zu sein machte sich der gebildete Beamte über sie lustig. Für ihn war vollkommen klar, tot bleibt tot. Also verspottete er die junge Christin. Wie könne man so dumm sein an Jesus Christus zu glauben, der ganz eindeutig am Kreuz hingerichtet und gestorben sei. Die Frau erbat sich einen Tag Bedenkzeit und wurde am nächsten Morgen erneut vor den Richter gebracht. Diesmal hatte sie ein Ei dabei. Sie hielt es dem Beamten entgegen. In diesem Moment pickte das Küken von innen ein Loch in die Schale. Von außer sähe das Ei aus wie ein toter Stein, erklärte die Christin. Und doch befindet sich hinter der harten Schale wirkliches Leben, unsichtbar für den äußeren Beobachter. Der Richter war beeindruckt. Trotzdem ließ er die Frau wegen ihres Glaubens an den Auferstandenen hinrichten.
Für Christen ist das Auferstehungsfest ein sensationelles Ereignis. In der Auferstehung Jesu hat Gott bewiesen, dass die Versprechungen von Sündenvergebung und ewigem Leben nicht nur fromme Phantasien sind, sondern, dass es sich hier um eine Realität handelt. Ein Christ muss keine Angst mehr vor dem Tod haben, weil er weiß, dass Gott ihn auferweckt, ihm seine Sünden vergibt und mit ihm leben will in Ewigkeit. Michael Kotsch

Die Wiederkunft Jesu Christi

„Es spricht, der dies bezeugt: Ja, ich komme bald. – Amen, ja, komm, Herr Jesus!“ (Offb 22,20).
Den genauen Zeitpunkt der Wiederkunft Jesu kann niemand von uns voraussagen, und jeder bisherige Versuch, den exakten Zeitpunkt herauszufinden, hat sich als falsch erwiesen. Doch eines können wir aufgrund der Aussagen der Bibel mit absoluter Gewissheit sagen: Christus wird am Ende dieser Weltzeit wiederkommen!
Als die Jünger den Herrn fragten: „Was wird das Zeichen sein für dein Kommen und für das Ende der Welt?“, zeigten sie damit, dass diese Begebenheiten für sie ein und dasselbe Ereignis sein werden. Und Jesu Reaktion weist darauf hin, dass sie mit dieser Sicht nicht falsch lagen. Auch später sprachen die Apostel Petrus und Paulus davon, dass Christi Wiederkunft und das Ende der Welt zusammen gehören. Dies wird auch deutlich, wenn wir uns die Begleiterscheinungen der Wiederkunft Jesu ansehen. Eine solche Begleiterscheinung ist die Auferstehung der Heiligen, und Jesus versichert, dass Er die, die an Ihn glauben, am jüngsten Tag auferwecken wird (vgl. Joh 6,40.44.54). Eine weitere Begleiterscheinung wird das große Weltgericht sein, insbesondere auch das Gericht über die Gottlosen. Und schließlich wird es auch zur Wiederherstellung aller Dinge kommen. Der Ausdruck „Wiederherstellung aller Dinge“ bezieht sich auf nichts Geringeres als die vollkommene und endgültige Erneuerung all dessen, was durch den Sündenfall entstellt oder zerstört wurde. Selbst der Teufel, die Sünde und der Tod werden dann endgültig entmachtet und besiegt sein. Weiterlesen