Christopher Hitchens hat Speiseröhrenkrebs

„Der Herr ist kein Hirte“ heißt Hitchens´ wohl bekanntestes Buch.
Jetzt hat Christopher Hitchens Speiseröhrenkrebs.
Im August 2008 ließ sich der Autor und Journalist Christopher Hitchens von einem Arzt bestätigen, dass er – 59, übergewichtig, geschätzte 15000 Zigaretten im Jahr. Das Herr Hitchens auch ziemlich viel Alkohol trinkt, ist kein Geheimnis.
Und Hitchens? Der hat im Mai den berühmten Proust-Fragebogen ausgefüllt und „Wie möchten Sie sterben?“ beantwortet mit: „entweder streitend oder vortragend“. Jetzt entschuldigte er sich in seinem Blog: Leider habe er wegen der Chemotherapie Vortragstermine absagen müssen. Vielleicht ist Gott ja nachtragend.
http://www.fr-online.de/in_und_ausland/kultur_und_medien/feuilleton/2868214_Times-Mager-Der-Atheist.html

Zur Person: Christopher Hitchens
Journalist (Vanity Fair, Wallstreet Journal)
ehemaliger Trotzkist
„God is not great“ erreichte Platz 1 der New York Times-Bestsellerliste

Hitchens Religionskritik
Krieg zwischen Christen in Nordirland
Massaker in Bosnien-Herzegowina und Kroatien

Todesdrohung des Ayatollah Khomeini gegen den iranischen Schriftsteller Salman Rushdie („Die Satanischen Verse“)Attentate vom 11. September 2001Kindesmissbrauch in der katholischen Kirche
Genitalverstümmelungen
Islam untersagt Impfungen gegen Polio

Zeugen Jehovas erlauben keine Bluttransfusionen

Mormonen verheiraten ihre Töchter bevorzugt mit Verwandten
Hitchens Kritik am christlichen Glauben
1. Er stellt die Ursprünge des Menschen und des Universums völlig falsch dar,
2. er verbindet infolge dieses Irrtums ein Höchstmaß an Unterwürfigkeit mit einem Höchstmaß an Ichbezogenheit,
3. er ist Folge und Ursache einer gefährlichen sexuellen Repression,
4. er fußt auf Wunschdenken.
Hitchens Weltbild
Notwendigkeit einer neuen Aufklärung; Vernunft ersetzt Religion
Unser Dasein ist zufällig, ein Abfallprodukt biologischer und geschichtlicher Prozesse.
Anstelle des christlichen Glaubens setzt Hitchens auf „die tröstende Wirkung der Philosophie“
Studium guter Literatur (Shakespeare, Dostojewski und Tolstoi) löst die Lektüre heiliger Texte ab
Mit zunehmenden naturwissenschaftlichen Erkenntnissen erweist sich Religion als überflüssig
Kritische Würdigung
Zutreffend benennt Hitchens Schwachpunkte in der Geschichte und der heutigen Praxis des christlichen Glaubens
Allerdings trifft seine Kritik Entstellungen des Glaubens und nicht den christlichen Glauben oder gar Gott selbst
Nirgendwo wird so sehr Selbstkritik betrieben wie in der Bibel
Es fehlt ein überzeugender Gegenentwurf
Hitchens gibt keine Antworten auf die entscheidenden Fragen des Lebens: Woher beziehe ich meine Hoffnung? Was kommt nach dem Tod?
Fazit
1. Es gibt für Christen keinen Grund, die neue Atheismuswelle zu fürchten.
2. Geboten ist es, sich mit den Argumenten auseinanderzusetzen.
3. Die Diskussion um den Atheismus bietet die Chance den christlichen Glauben ins Gespräch zu bringen.
4. Christen sollten dabei freundlich und gelassen bleiben.
5. Der Herr bleibt der Hirte!

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