1.Petrus 1,19 sondern mit dem teuren Blut Christi als eines unschuldigen und unbefleckten Lammes.

Woran erkennt man den Wert einer Ware? Das hängt davon ab, wie viel Zeit und Kraft ein Mensch eingesetzt hat, um sie zu produzieren. Manchmal hängt der Preis auch von der Nachfrage ab. Eine gewöhnliche Swatch ist billig. Aber als Sammelobjekt hat sie ihren Preis. Der Preis hängt auch vom Nutzen ab, den eine Ware für den Eigentümer einbringt. Nach diesem Grundsatz wird zum Beispiel die Miete einer Wohnung festgelegt Wie viel Wert ist das Blut Jesu? Petrus schreibt: Es ist teuer, es ist kostbar. Der Apostel Paulus erachtet alles andere als Schaden gegen den Wert der Gnade, die uns damit geschenkt ist. Fragt man die Leute auf der Strasse, erhält man sicher eine andere Antwort: Für die meisten Leute besitzt die Erlösung durch Jesus keinen Wert. Die Nachfrage ist gering. Das fordert uns Christen heraus. Das sieht aus, als hätte unser Glaube keinen praktischen Wert. Darum ist es gut sich hin und wieder die Frage zu stellen, inwiefern denn das Blut Jesu für uns so teuer ist? Neben Geldnoten gibt es auch bestimmte Dokumente und Wertpapiere, die im Alltag wichtig sind, weil sie uns den Zugang zu bestimmten Vorrechten verschaffen. Mit einem Pass kann man zum Beispiel in andere Länder verreisen. Mit einem Fahrausweis darf man Autofahren und mit einem Versicherungsnachweis ist man bei Krankheiten vor Geldsorgen geschützt. Was Jesu Erlösung am Kreuz für uns erbracht hat, kann mit einem solchen Dokument verglichen werden. Als Christ besitze ich bildhaft gesprochen solche Wertpapiere. Wenn ein Gläubiger je versucht sein sollte, sich wieder weltlichen Gelüsten und Vergnügungen zuzuwenden, weltliche Gewohnheiten und Verhaltensweisen anzunehmen, sich der Welt in ihren falschen Wegen anzupassen, dann sollte er sich daran erinnern, daß Christus sein „Blut“ vergossen hat, um ihn von dieser Art der Lebensführung zu befreien. Wenn wir in die Welt zurückkehren wollen, dann gehen wir zurück über die große Kluft. Über diese Kluft hat Jesus die Brücke teuer erkauft. Doch noch viel mehres wäre ausgesprochene Untreue gegenüber dem Heiland. „Wir sollten von der Größe des Opfers auf die Größe der Sünde zurückschließen. Dann sollten wir uns entschließen, nichts mehr mit dem zu tun zu haben, das das Leben des Sohnes Gottes gekostet hat.“
“sondern mit dem teuren Blut“
Gottes Wort verwendet gewöhnlich keine Verstärkungen des Ausdrucks, und schon gar nicht, wenn es sich um den Herrn Jesus handelt. Hier aber nennt Gott das Blut des Herrn kostbar(teuer), damit wir wissen sollten, wie Er es wertschätzt. Dies für Ihn so kostbare Blut hat Er für unsere Erlösung bezahlt (Apg 20,26). Das lässt uns den Wert erkennen, den wir für Gott hatten und noch haben. Kann man es begreifen, dass solche Geschöpfe, wie wir von uns aus sind, solchen Wert für Ihn haben.
Christi“
Hier wie anderswo erscheint wieder das grie christos keineswegs nur als Name, sondern mit dem vollen Klang des atst Hoheitstitels und bedeutsamen Hoheitsprädikats für den von Gott längst schon ausersehenen und dementsprechend durch die Propheten verheißenen Gesalbten Jahwes. Das geht in ganzer Klarheit sowohl aus dem beigefügten Bildwort „Lamm“ hervor, das ja, wie wir gleich noch sehen werden, an die messianische Weissagung aus Jes 53 und an die im atst Opferdienst enthaltene Messias-Prophetie erinnert.
“als eines unschuldigen und unbefleckten Lammes“
Petrus knüpft mit der Rede vom „Lamm“ wieder an das geschichtliche Geschehen in der ersten Passah -Nacht dort in Ägypten an: Das Blut eines Lammes, an die Türpfosten gestrichen, bewahrte die Israeliten vor dem Todesengel, vor der Vernichtung (vgl. 2. Mo 12,1-13). Auch Paulus schreibt: „Auch wir haben ein Passahlamm, das ist Christus, der geopfert ist“ (1. Kor 5,7). Gott hat uns erlöst durch das Opfer Jesu Christi, das am Kreuz geschah, das meint „das teure Blut“(eigentlich „kostbar« im Sinne von „von höchstem Wert“). Denn Gold und Silber sind Mittel der gewaltsamen Lebensbeschaffung auf Kosten anderer: Bereits ihr Erwerb kostet Leben, wer sie anhäuft, beutet andere aus (Jak 5,1-6; vgl. Apk 17,4); als „Lockmittel des Bösen“ und Treibstoff des Krieges ist das Edelmetall noch schädlicher als das zur Herstellung tödlicher Waffen verwendete Eisen. Demgegenüber geschieht hier der Loskauf durch die Hingabe des Lebens.
unbefleckten Lammes“
Während nämlich im AT eine reine körperliche Fehlerlosigkeit des Opfertieres nötig war, mußte das Lamm des Neuen Bundes frei sein von jedem Flecken. „Flecken“ (grie spilos, auch Schmutz- oder Schandfleck) ist im NT geistlich, sittlich verstanden, nicht körperlich, wie Eph 5, 21 zeigt.
Der Ausdruck „ohne Fehl“(unbefleckt) spricht von dem, was das Lamm in sich selbst sein musste (3.Mo 22,20-21). Es musste vollkommen sein (2.Mo 12,5). Christus war ohne Fehl. Alles an Ihm war vollkommen. Er war ohne Sünde (Heb 4,15), ohne irgendetwas in Seiner Natur und in Seinem Wesen, was Seine Vollkommenheit angetastet hätte oder worauf Gottes Auge nicht mit Wohlgefallen ruhen konnte. Und auch in Seinem Wandel, in Seinen Gedanken, Worten und Taten war Er ohne Fehl. „Welcher keine Sünde tat, noch wurde Trug in seinem Munde gefunden“ (1.Pet 2,22). Er kannte die Sünde nicht (2.Kor 5,21). Er konnte sagen: „Er (der Vater) hat mich nicht allein gelassen, weil ich allezeit das ihm Wohlgefällige tue (Joh 8,29).

Ein Gedanke zu “1.Petrus 1,19 sondern mit dem teuren Blut Christi als eines unschuldigen und unbefleckten Lammes.

  1. Lieber Peter,

    vielen Dank für deine freundlichen Worte. Ich finde auch deine Seite sehr ansprechend, mir gefällt es, wie du die Bibelworte in die heutige Zeit überträgst.

    Liebe Grüße,

    Sebastian Balcerowski

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