Wer ist heutzutage ein „fundamentalistischer Christ“?

Dazu hatte ich heute eine kurze Diskussion auf facebook. Anlass war die Meinung eines Diskussionspartners, das Buch „Das geplante Universum“ (hgg. von Markus Widenmeyer) sei für fundamentalistische Christen ziemlich wertlos. Ich widersprach und wollte wissen, was man unter solchen Christen versteht. Antwort: „Leute, die die Bibel wörtlich und als göttliche Offenbarung verstehen.“
Das war mir zwar nicht neu, aber eine solche „Definition“ ist unsinnig. Denn: Ich selber hoffe eigentlich, dass ich (unter Beachtung des Kontextes versteht sich) wörtlich genommen werde, wenn ich etwas schreibe oder sage, und dass man dann nicht irgendwas sucht, was nicht dasteht, oder etwas, das ich gar nicht behauptet habe. Die meisten Menschen wollen, dass man sie beim Wort nimmt und es nicht herumdreht (es gibt spezielle Ausnahmen). In der normalen Kommunikation sind also demnach die meisten Menschen fundamentalistisch. Reinhard Junker