Gefährdete Meinungsfreiheit

Momentan wird Bundesbildungsministerin Karliczek mit üblen Ausdrücken diffamiert, nur weil sie eine genauere Studie über die Entwicklung von Kindern in gleichgeschlechtlichen Partnerschaften fordert und bemerkt, dass die „Ehe für alle“ 2017 wohl etwas überstürzt eingeführt wurde. Allein diese durchaus vernünftigen und berechtigten Fragen zu stellen, wird in wütenden Stellungnahmen mit Empörung zurückgewiesen. Unter anderem wurde der Ministerin vorgeworfen, sie habe eine „hinterwäldlerische Haltung“ und eine „ärgerliche Realitätsverweigerung“. Ohne näher auf ihre Gründe einzugehen, wird lautstark festgestellt, dass es sich ganz sicher um „Vorurteile in unsachgemäße Scheinargumente“ handeln müsse, wenn jemand die „Ehe für Alle“ kritisiere. Wie leider kaum anders zu erwarten wurden die Anfragen der Ministerin dann auch als „diskriminierender Unsinn“ diffamiert. – Allein, wer es in der Öffentlichkeit wagt, Bedenken gegen die vielfach beworbene Gender- Agenda zu äußern, wird heute sofort ausgebuht und lächerlich gemacht.
Hier kann jeder ein Musterbeispiel weltanschaulicher Agitation beobachten. Als die Befürworter homosexueller Partnerschaften und Gender- Veränderungen vor wenigen Jahrzehnten noch in der absoluten Minderheit waren, beklagten sie die vorgebliche Ungerechtigkeit, dass ihre Meinung nicht akzeptiert, sondern sogar unterdrückt würde. Vorgeblich wollte man sich damals damit zufriedengeben, als Minderheit akzeptiert zu werden. Natürlich würde man Andersdenkende auch weiterhin akzeptieren, wurde damals sofort zugesichert.
Sobald sich Gender- Vertreter aber an den Hebeln der Macht und in öffentlicher Funktion wissen, ist es mit der Akzeptanz anderer Meinungen schnell vorbei. Selbst sachliche Argumente sollen heute verboten oder lächerlich gemacht werden. Schon längst geht es eben nicht mehr um eine Suche nach Wahrheit und objektiven Daten, sondern um die Durchsetzung seiner eigenen Ideologie. Alle Fragen und Fakten, die nicht zu diesem Modell passen, werden dann verdrängt. Wissenschaftliche Forschung hat sich schon längst auf diesen Trend eingestellt. Weil Gender- Vertreter viele Fördergelder verteilen, weiß zwischenzeitlich jeder Wissenschaftler, dass Ergebnisse, die nicht in die schöne neue Gender- Gesellschaft passen, nie veröffentlicht werden. Und wenn sie trotzdem bekannt werden, ist die Karriere des Forschers unwiederbringlich geschädigt. Ergebnisoffene Studien sind, was alle Gender- Fragen angeht, deshalb momentan eine absolute Seltenheit.
Christen sollten angesichts einer zunehmend ideologisierten Gesellschaft vorsichtig sehr sein, um nicht selber vom Gender- Mainstream mitgerissen zu werden. Nötiger als je ist eine Verankerung gläubiger Menschen in ihrer Beziehung zu Gott und ihrem absoluten Vertrauen in die Bibel als zuverlässiger Mitteilung Gottes. Massive Beeinflussungs- Kampagnen in Medien, Schulen und Universitäten lassen zunehmend auch überzeugte Christen auf den aktuellen Zeitgeist einschwenken. Immer häufiger sind heute theologische Argumentationen zu hören, die am Ende nur noch das Ziel haben, die „ärgerlichen Aussagen“ der Bibel über Homosexualität und Gender zu entkräften oder elegant wegzuerklären. Damit allerdings verliert der Glaube seine geistliche Orientierungs- und Veränderungskraft.
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