Vom Ideal der reinen Vernunft

Nie wird das Erkennen so frei, so autoritätslos sein, wie es dem Ideal der reinen Vernunft entspricht, nie wird es aus seinem eigenen Prinzip leben können, sondern es wird die Autorschaft des Wortes Gottes in allen seinen Sätzen und Aussagen an der Stirn tragen, und das Leben, dem dies Erkennen gilt, wird immer verborgen bleiben: „meditatio vitae futurae“ [dt. Meditation über das Leben zu kommen].
Hans-Joachim Iwand (Nachgelassene Werke, Bd. 1, Glauben und Wissen, 1962, S. 21)