Offener Brief an die Lidl-Geschäftsleitung.

Sehr geehrter Herr Højer, sehr geehrte Damen und Herren der Geschäftsleitung,
wir protestieren scharf gegen die fototechnische Demontage des Kuppelkreuzes der Kuppelkirche auf Santorin auf den Produkten des Eridanous-Sortiments. Im März 2015 wurde in den Medien berichtet, dass islamistische Kämpfer des IS in der irakischen Stadt Mossul Kreuze von orthodoxen Kirchen herunterrissen, Kirchengebäude und Klöster schändeten. Der Discounter Lidl sitzt im satten und friedlichen Europa und demontiert das Kreuz einer orthodoxen Kirche.
Wir gestehen zu, dass Sie aus anderen Motiven handeln. Der IS hasst das Kreuz, weil Muslime die Vorstellung eines gekreuzigten Gottessohnes ablehnen. Ihnen dagegen geht es mit Rücksicht auf atheistische und muslimische Käuferschichten um die Werbewirksamkeit und den Profit Ihrer Produkte. Auch die Mittel unterscheiden sich: In Mossul wurden Planierraupen und Vorschlaghämmer verwendet. Sie verwenden die Bildbearbeitungssoftware Ihres Computers.
Doch das Ergebnis ist gleich. Das Kreuz verschwindet.
Vor zweitausend Jahren kam der Apostel Paulus nach Griechenland. Er brachte den Griechen und ganz Europa die gute Nachricht von Jesus Christus, der für die Sünden der Welt an einem Kreuz starb und den Gott von den Toten auferweckt hatte. Der Apostel Paulus schrieb an die Christen in Korinth: „Denn das Wort vom Kreuz ist eine Torheit denen, die verloren werden; uns aber, die wir selig werden, ist’s eine Gotteskraft“ (1 Kor 1,18). Der allmächtige Gott hat die Völker Europas im Zeichen des Kreuzes gesegnet. Von diesem Segen profitieren wir alle bis heute. Wenn wir uns von der Botschaft des Kreuzes abwenden und uns des Kreuzes schämen, werden wir diesen Segen verlieren. Das gilt für den Einzelnen genauso wie für ein Unternehmen oder die europäische Völkergemeinschaft.
Wir fordern hiermit im Namen unserer Mitglieder und Freunde die umgehende Zurücknahme der Retuschierung. Bitte teilen Sie uns mit, wie Sie verfahren werden. Wir werden unsere Mitglieder und Freunde über diesen Vorgang informieren.
Mit freundlichen Grüßen
Ihr Johann Hesse (Geschäftsführer des Gemeindehilfsbundes)
http://www.gemeindenetzwerk.de/?p=14893