Schock: Auch Käßmann hatte zwei deutsche Eltern!

Nein, ich bin nicht katholisch geworden …
… und ich like auch nicht alles, was mein FB-Freund Klaus Kelle so bloggt, aber an seinem Geburtstag möchte ich doch mal einen Kommentar weiter geben in dem er sich kritisch mit einer Bibelarbeit von Margot Käßmann auseinander setzt.
Und da Frau Käßmann sich rechtliche Schritte vorbehält, hier der vorsorgliche Hinweis: ich zitiere ihn nur und verweise unten auch auf die Erwiderung von Frau Käßmann …:
Der Titel hier stammt übrigens von dem Satiriker-Blog messeinmoll.com  – ist also ironisch gemeint …
von KLAUS KELLE:
Quelle: http://the-germanz.de/da-weiss-man-wo-der-braune-wind-wirklich-weht/
Zu den zweifellos bleibenden Worten des deutschen Papstes Benedikt gehört das von der Diktatur des Relativismus. In diesen Tage, da wir alle medial den Evangelischen Kirchentag in Berlin erleben mussten, regt es mich an, heute Nachmittag noch einmal beim Papst emeritus nachzulesen.
Lichtjahre liegen zwischen diesem Kirchenführer und einer anderen „Kirchenführerin“ aus Deutschland namens Käßmann. Schon seit ihrer an Naivität nicht zu übertreffenden Bemerkung, man müsse mit den Taliban beten, ist die Frau für mich nicht mehr ernstzunehmen. In Berlin setzte sie noch einen drauf, als sie im Zusammenhang mit Familie sagte: „Zwei deutsche Eltern, vier deutsche Großeltern: ‚Da weiß man, woher der braune Wind wirklich weht.“ Da muss man zwei oder drei Mal lesen, um diese Ungeheuerlichkeit zu begreifen. Das absolut normale Lebensmodell in unserem Land wird mit einem Handstreich zu „Nazi“ erkärt. Natürlich ging es auch wieder um die AfD, die sich eine höhere Geburtenrate der deutschen Bevölkerung wünscht oder – wie Käßmann das zusammenfasste: einen „Arierparagrafen der Nationalsozialisten“. Ganz ehrlich: Wenn diese an politischer Naivität nicht mehr zu toppende Theologin, die zwar mit den Taliban beten will, mit der AfD aber offenbar nicht, das wirklich so gesagt hat, wie es heute tausendfach in den sozialen Netzwerken herumspukt, dann beginne ich ernsthaft, an Käßmanns Geisteszustand zu zweifeln. Der demografische Faktor, die traditionelle Familie, die deutschstämmige Bevölkerung – alles „Nazi“? Wo ist eigentlich die Grenze bei diesem Schwachsinn? Und was haben die Jubelmassen in Berlin in ihren Wasserflaschen gehabt?
Alles wird neuerdings relativiert. Die Russen und die Amis sind das gleiche, Terroropfer und Verkehrstote werden gleichgesetzt, Ehe und Wohngemeinschaft – nichts wird mehr richtig ernst genommen. Menschen, die ihre Überzeugungen oder ihren Glauben ernst nehmen, werden als seltsam wahrgenommen, als Sektierer.
evangelisch.de kommentiert evtl. rechtlichen Schritte gegen bewusste Verfäschung in den sozialen Medien (etwa in dem Sinne von: „alle Bürger mit dt. Eltern sind Nazis“):
Käßmann hatte am Donnerstag in einer Bibelarbeit beim Kirchentag in Berlin die Forderung der AfD nach einer höheren Geburtenrate kritisiert. Sie sagte, diese entspreche dem „kleinen Arierparagrafen der Nationalsozialisten“: „Zwei deutsche Eltern, vier deutsche Großeltern“ – und setzte mit Blick auf die AfD nach: „Da weiß man, woher der braune Wind wirklich weht.“ Im Kurznachrichtendienst Twitter wurden vielfach nur die beiden letzten Sätze ohne den Zusammenhang zum Arierparagrafen zitiert und dadurch der Eindruck erweckt, Käßmann habe alle Bürger mit deutschen Ahnen zu Neonazis erklärt. Unter anderem stieg die kürzlich aus der CDU ausgetretene Politikerin Erika Steinbach in die Empörungswelle ein und postete ein Bild, auf dem von „linksfaschistischen Ergüssen“ die Rede war.
Wo das angebliche Falschzitat her kommt, fragt sich der Leser von evangelisch.de dann aber schon, wenn dort ebenfalls ohne Umschweife steht: Zwei deutsche Eltern, vier deutsche Großeltern: ‚Da weiß man, woher der braune Wind wirklich weht‘ – oder ist es zwingend auf den AfD-Kontext hinzuweisen um nicht zu verfälschen?
Die Reformationsbotschafterin Margot Käßmann hat in einer Bibelarbeit auf dem Kirchentag in Berlin die AfD hart kritisiert.
Die Forderung der rechtspopulistischen Partei nach einer höheren Geburtenrate der „einheimischen“ Bevölkerung entspreche dem „kleinen Arierparagrafen der Nationalsozialisten“, sagte Käßmann am Donnerstagmorgen. „
Zwei deutsche Eltern, vier deutsche Großeltern: ‚Da weiß man, woher der braune Wind wirklich weht’“, kritisierte die ehemalige Ratsvorsitzende der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD) unter tosendem Beifall.
Käßmann verwies darauf, dass selbst sie als mehrfache Großmutter bereits türkischstämmige Mitschüler gehabt habe. Diese seien mittlerweile deutsche Eltern von deutschen Kindern.
Ist die Reaktion von Frau Käßmann auf die (dümmliche) AfD-Forderung nach einer höheren Geburtenrate der „einheimischen“ Bevölkerung nicht selbst populstisch? Welche Verständnisebene hat Frau Käßmann denn erwartet? Hat Sie bei dem von evanglischer Seite mehrfach kolpotierten tosendem Beifall der Kirchentagsbesucher nicht schon gemerkt, dass sie sich vergallopiert hat?
Was evangelisch.de darf, dürfen Dritte nicht?
Übrigens hat Klaus Kelle in einem anderen Bericht im Focus auf einen Vortrag von Vishal Mangalwadi in Reichelsheim verwiesen – der kommt am 31.10.2017 auch nach München (D.V.) …
Zum Nachlesen:

https://brink4u.com/2017/05/28/schock-auch-kaessmann-hatte-zwei-deutsche-eltern/?fb_action_ids=10154682555290829&fb_action_types=news.publishes