Die Autoren des Neuen Testaments

10 Gründe, warum die Autoren des Neuen Testaments die Wahrheit sagten:
(Unser Thema letzten Sonntag in der Sonntagsschule).
1. Die Autoren des NT schrieben Dinge auf, die ihre Bewegung in ein ungünstiges Licht rückten. (Jünger waren fortwährend schwer von Begriff, Jünger verließen Jesus, Petrus verleugnete Jesus, etc.)
2. Die Autoren schrieben unangenehme Aussagen anderer über Jesus auf. (Jesus sei ein „Fresser und Weinsäufer“, von Dämonen besessen, etc.)
3. Die Autoren schrieben Worte Jesu mit sehr schwer zu erfüllenden Anforderungen auf. (Feindesliebe, Scheidungsverbot etc.)
4. Die Autoren des NT unterschieden klar zwischen Jesu Worten und ihren eigenen Worten. (Sie schrieben Jesus nicht Worte zu, um theologische Dispute zu regeln)
5. Die Autoren des NT beschrieben Ereignisse bei Begräbnis und Auferstehung Jesu, die sie nicht erfunden hätten. (Z.B. dass nicht sie, sondern ein Mitglied des Sanhedrin (Joseph von Arimathäa) das Begräbnis für Jesus organisierten; dass Frauen die ersten Zeugen der Auferstehung waren, u.a. die früher dämonenbesessene Maria Magdalena).
6. Die Autoren des NT erwähnten mehr als 30 Personen, die durch außerbiblische Quellen historisch bestätigt wurden. (Wäre daran etwas falsch gewesen, hätte man es leicht nachprüfen und widerlegen können, z.B. die Begegnungen und Gespräche von Paulus mit Festus, Felix, etc.).
7. Die Schriften des NT enthalten genügend Abweichungen in Details, um unabhängige Zeugenberichte zu sein, und genügend Übereinstimmungen in der Kernbotschaft, um über die gleichen Ereignisse zu schreiben. (Simon Greenleaf, Harvard Professor in Law: „Die Evangelien würden heute vor Gericht problemlos als Augenzeugen-Aussagen anerkannt“.)
8. Die Autoren des NT fordern ihre Leser heraus, die Fakten zu überprüfen, und auch Wunder nachzuprüfen. (Paulus spricht in 1. Kor. 15 von 500 Augenzeugen der Auferstehung, „von denen die meisten noch leben“).
9. Die NT Autoren beschreiben Wunder wie alle anderen Ereignisse: mit einfachen Worten, ohne Ausschmückungen.
10. Die Autoren des NT gaben tief verwurzelte, 1500 Jahre alte Überzeugungen auf (Tieropfer, Gesetz, Beschneidung, Sabbat am Samstag, etc.), und nahmen radikale neue Überzeugungen an (Abendmahl: Brot und Wein (Leib und Blut Jesu), vollkommenes Opfer Jesu am Kreuz (also Rettung nicht durch Gesetz), Feiertag am Sonntag, Taufe etc.) und waren bereit, dafür in den Tod zu gehen. Rod Nolte
(Quelle: Turek, Geisler: I don’t have Enough Faith to Be an Atheist).
„Undesigned Coincidendes“: Wie sich die Evangelien gegenseitig als wahr erweisen.
Auf einen kürzlichen Vortrag von Tim McGrew zurückgehend.
(Eine neue – oder wieder neu bekannt gewordene – Argumentform dafür, dass die Evangelien Augenzeugenberichte sind.)
Wenn zwei Bibelstellen aus verschiedenen Evangelien sich hervorragend ergänzen, und es gleichzeitig unwahrscheinlich ist, dass dies mit Absicht so verfasst wurde, ist dies ein Hinweis auf die historische Verlässlichkeit der Berichte. (Es ist ein Hinweis darauf, dass beide Berichte entweder Augenzeugenberichte desselben Ereignisses sind, oder auf verlässliche Augenzeugenberichte zurückgehen).
Eine Absprache zwischen zwei Evangelien-Autoren (z.B. Matthäus und Lukas) über das Weglassen oder Hinzufügen von unwesentlichen Details erscheint unwahrscheinlich.
Erstmalige Erwähnung dieser Argumentform: William Paley 1850: Horae Paulinae. Zwischen Apg. und Paulusbriefen. Danach entwickelte John James Blunt diesen Ansatz weiter und wandte die „Methode“ auf das gesamte AT, das NT, sowie auf das NT im Verhältnis zu Josephus an. Danach geriet der Ansatz in Vergessenheit. Kürzlich wurde er von Tim und Lydia McGrew (USA) wieder neu „entdeckt“ und in einigen Youtube-Videos popularisiert.
Beispiel 1:
Matth 14,1-2 „Herodes sprach zu seinen Dienern: Das ist Johannes der Täufer; er ist von den Toten auferstanden.“ (Man fragt sich: woher wusste Matthäus, dass Herodes dies zu seinen Dienern sprach?)
Lk 8,3 hat die Antwort: „Und Johanna, die Frau des Chuzas, eines Verwalters [Dieners] des Herodes, und Susanna und viele andere, die ihnen dienten mit ihrer Habe“.
Beispiel 2:
Joh 2,6-7: Sechs steinerne Wasserkrüge für die Reinigung, die leer waren. (Man fragt sich: Warum sind die leer? Reinigen die sich nicht mehr rituell?)
Matth 15,1-2 hat die Antwort: „Da kamen zu Jesus Pharisäer und Schriftgelehrte aus Jerusalem und sprachen: Warum übertreten deine Jünger die Satzungen der Ältesten? Denn sie waschen ihre Hände nicht, wenn sie Brot essen.“
Beispiel 3:
Lk 9,28-35: Verklärung Jesu: Sie sagten es niemanden. (Man fragt sich: Warum sollte man ein so extremes Erlebnis nicht sofort weitererzählen?)
Mk 9,9 hat die Antwort: „Er gebot ihnen, es niemandem weiterzusagen.“
Beispiel 4:
Joh 6,5: Jesus fragt Philippus: „Wo kann man hier etwas zu essen kaufen?“
Philippus ist einer der unbedeutendsten Jünger; hätte man die Story erfunden, hätte man eher geschrieben: Jesus fragte Petrus, oder Jesus fragte Judas (Kasse) etc. Man fragt sich also: Warum fragt Jesus gerade den Philippus?
Lk 9,10: Speisung der 5000 war in Betsaida. Joh. 12: Philippus stammte aus Bethsaida. (Lukas bestätigt Joh)
Beispiel 5:
Lk 23,1-4: Pilatus sagt: „Ich finde keine Schuld an diesem Menschen“, V4. (Man fragt sich: Warum „keine Schuld“, denn Jesus hatte in Vers 3 doch zugegeben, dass er der „König der Juden“ sei, was als gegen die Autorität des Kaisers gerichtet gedeutet werden konnte).
Joh. 18,33-38: Jesus zu Pilatus: „Mein Reich ist nicht von dieser Welt“. (Deshalb war es kein Angriff auf die Autorität des Kaisers.)
Beispiel 6:
Joh. 21,15-17: Jesus fragte Petrus drei Mal: „Hast du mich lieb?“ (Man fragt sich: Warum fragt Jesus ihn genau drei Mal? Das würde sich aus dem Johannesevangelium nicht so klar ergeben).
Mk 14,30 erklärt dies: Jesus sprach zu Petrus: „Heute, in dieser Nacht, ehe der Hahn zweimal kräht, wirst du mich dreimal verleugnen“. Mk 14, 66-72: Petrus verleugnet Jesus 3x. ==> Diese Ankündigung der dreimaligen Verleugnung fehlt in Johannes.
Zu dieser „Argumentform“ (Undesigned Coincidences) erscheint ca. 1. Halbjahr 2017 ein Buch von Lydia McGrew mit viel mehr Beispielen, auch mit gegenseitigen Bestätigungen zwischen Evangelien, Apostelgeschichte sowie den Paulusbriefen.