Wir können auf zweierlei Weise Schuldner sein.

Röm. 1,14-17
14 Ich bin ein Schuldner der Griechen und der Nichtgriechen, der Weisen und der Nichtweisen;
15 darum, soviel an mir liegt, bin ich willens, auch euch in Rom das Evangelium zu predigen.
16 Denn ich schäme mich des Evangeliums nicht; denn es ist eine Kraft Gottes, die selig macht alle, die daran glauben, die Juden zuerst und ebenso die Griechen.
17 Denn darin wird offenbart die Gerechtigkeit, die vor Gott gilt, welche kommt aus Glauben in Glauben; wie geschrieben steht (Habakuk 2,4): »Der Gerechte wird aus Glauben leben.«
Wir können auf zweierlei Weise Schuldner sein. Entweder hat uns ein anderer etwas geliehen, das wir ihm zurückzahlen müssen. Oder aber uns ist etwas anvertraut für andere, auf dass diese nun einen Anspruch haben. Uns ist anvertraut, was andere brauchen und worauf sie nun um des Gekreuzigten willen einen Anspruch haben. Die missionstheologische Kernfrage lautet darum: Wer bekommt nie, was die Gemeinde des Gekreuzigten ihm schuldet, wenn wir nur das machen, was wir immer schon gemacht haben? Wer bleibt unerreicht, wenn wir nur tun, was wir jetzt tun? John Stotts