Prinzipien der Bergpredigt?

Das gegenwärtige Klima des Glaubens wirkt keine himmlische Gesinnung unter den Menschen; vielmehr hat es den Glauben verweltlicht und fleischlichen Werten von Menschen sein Siegel aufgedrückt. Es verherrlicht Erfolg und lässt fleißig die Zeugnisse von Schauspielern, Sportlern, Politikern und wichtigen Personen aller Art drucken, ganz gleich was für einen Ruf sie haben… Massenweise werden Bücher verfasst, um zu zeigen, dass Jesus ein ganz normaler Typ und das Christentum die weise Anwendung höchster psychologischer Gesetze ist.
Alle heiligen Prinzipien der Bergpredigt wurden in ihr Gegenteil verkehrt. Nicht die Sanftmütigen werden gesegnet, sondern die, die sich selbst wichtig nehmen; nicht die Trauernden werden gesegnet, sondern die lächeln und lächeln und lächeln. Es sind nicht die Armen im Geist, die Gott liebt, sondern diejenigen, die von der säkularen Presse angepriesen werden. Es werden nicht diejenigen gesättigt, die nach Gerechtigkeit hungern und dürsten, sondern diejenigen, die nach Bekanntheit gieren.
Wenn ich lediglich die nichtevangelikalen Kirchen so beurteilen würde, dann wäre das alles nicht so schockierend. Tatsache ist jedoch, dass die bekanntesten Evangeliumsgemeinden von diesem Verfall in ein Anti-Evangelium betroffen sind. In einem gewissen Maße ist das evangelikale Christentum heute nur noch dem Namen nach schriftgemäß. Es hat den Namen, dass es lebt, aber es ist tot. A. W. Tozer, The Price of Neglect, 1991, S.100-101.
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