Die Ehe ist Gottes Idee

„Die Ehe hat sich nicht in der späten Bronzezeit als Mittel zur Regulierung von Eigentumsrechten herausgebildet, sondern sie bildet den Höhepunkt des biblischen Schöpfungsberichtes: Gott führt Mann und Frau zusammen und vereint sie in der Ehe. Die Bibel beginnt mit einer Hochzeit( der von Adam und Eva) und endet in der Johannesoffenbarung mit einer zweiten Hochzeit (der von Christus und der Gemeinde). Die Ehe ist Gottes Idee. Sie ist zweifellos auch eine menschliche Institution und als solche immer auch ein Spiegel der Kultur, zu der sie gehört. Aber ihre Grundidee und ihre Wurzeln liegen in Gott selber,…“ Timothy Keller (Keller S. 13) Keller, Timothy + Kathy: Ehe. Brunnenverlag 2013
Die umstrittene Ehe
Dass weder in Fernsehserien, noch in Talkshows den Lebensformen Ehe und Familie angemessener Raum geboten wird, darauf hat die Kirche keinen Einfluss. Dass aber in neuesten kirchlichen Verlautbarungen diesem Trend das Wort geredet wird, ist einer traurigen Anpassung an den Zeitgeist geschuldet. Eine Kirche, die aufhört, auf Gottes Wort zu hören und es versäumt, diese Botschaft fröhlich, überzeugend und mutig zu verkündigen, kann weder „Salz der Erde“ noch „Licht der Welt“ sein ( Matthäus 5, 13+14). Die wertschätzenden Aussagen der Bibel zur Lebensform Ehe lagen nie im Trend, weder in biblischen Zeiten, noch zur Zeit Martin Luthers, noch in der Gegenwart. Luther hat die Ehe als „weltlich Ding“ bezeichnet. Damit entwertet er weder die Lebensform Ehe noch entheiligt er sie. Er weist ihr den von Gott bestimmten Ort zu. Die Ehe gehört zur Schöpfungsordnung und stellt ein Angebot für alle Menschen dar. Sie ist kein Sakrament, durch das Menschen Heil erlangen. Wer mit Luther die Ehe relativieren möchte, hat den Reformator gründlich missverstanden. Er sagt: „ Gott hat die Ehe selbst eingesetzt“ Und: „Der Ehestand ist nicht allein anderen Ständen gleichgesetzt, sondern er gehet vor und über sie alle, es seien Kaiser, Fürsten, Bischöfe…. Denn er ist nicht ein besonderer, sondern der allgemeinste edelste Stand, der durch den ganzen Christenstand, ja durch alle Welt gehet und reitet. Radikal neu war, dass sich Luther für eine ausnahmslose Verbindung von Sexualität und Ehe aussprach. Diese biblisch gut begründete ethische Position ist also keinesfalls eine Sonderlehre der Pietisten, sondern gute lutherische Theologie!
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