1.Petrus 5,12 Durch Silvanus, den treuen Bruder, wie ich meine, habe ich euch wenige Worte geschrieben, zu ermahnen und zu bezeugen, dass das die rechte Gnade Gottes ist, in der ihr steht.

Petrus schließt seinen Brief mit knappen Angaben, Grüßen und dem Friedenswunsch. Er folgt damit der Form, die wir auch aus den Briefen des Apostels Paulus kennen (vgl. Röm 16,17ff.; 1. Kor 16,19ff.; Eph 6,21ff.; Kol 5,7ff.). Zuerst wird „Silvanus“ genannt. Silvanus. Das ist der Silas, der mit Paulus mitreiste und in dessen Briefen häufig erwähnt wird. Er war ein Prophet (Apg 15,32) und ein römischer Bürger (Apg 16,37). Offenbar war er derjenige, dem Petrus den Brief diktierte und der diesen Brief zu seinen Empfängern brachte.
Petrus hat „wenige Worte“ geschrieben. Weil der erhabene Gegenstand unseres Heiles nie erschöpfend behandelt werden kann. Im Blick auf die vielen angesprochenen Themen sicher eine berechtigte Bemerkung. Er hat aber dabei das Entscheidende klar umrissen. An erster Stelle wird das Ermahnen genannt. Eigentlich bedeutet dieses Wort „zurufen“. Petrus wollte den Gemeinden Mut zurufen, er wollte ihnen tröstend zureden. Jede Zeile ist von dem Wunsch beseelt, den Gläubigen zuzusprechen, so wie ein guter Hirt seine Schafe lockt, ihnen zuredet und jene, die müde zurückbleiben wollen, aufmuntert, indem er sie an das Ziel erinnert, das die ganze Herde an diesem Tag noch erreichen soll. Petrus will den Gemeinden mit seinem Brief „bezeugen, dass das die rechte Gnade ist, in der ihr steht“.

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