1.Petrus 5,11 Ihm sei die Macht von Ewigkeit zu Ewigkeit! Amen.

Von der gerade erwähnten Gnade Gottes und von dem Gedanken an die Heiligung und Verherrlichung überwältigt, freut sich Petrus in einem kurzen Lobpreis, dass Gottes Macht über alle Dinge von Ewigkeit zu Ewigkeit währt (vgl. 4,11). Diese Doxologie beschließt den Abschnitt. Sie hat die Form eines Ausrufes. Dieser Aufruf ist Huldigung und Anbetung: wir wollen nicht mehr selbstmächtig sein. Wir erwarten alles Heil von dem Gott aller Gnade. Der Lobpreis Gottes, ist, ähnlich wie 4, 11 doch kürzer. Hier ist nur die Allmacht Gottes genannt, als Zusammenfassung von 5, 6-11, wo ja eben Gottes Macht in besonderer Weise ausgesprochen ist.
Auch wenn er in diesem Teil des Kapitels keine weiteren Anweisungen gibt, liefert der Apostel doch einen Einblick in christliches Denken und in eine gottesfürchtige Haltung. Macht (kratos) impliziert Stärke, und hier beschreibt es Gottes Fähigkeit, alles im Universum unter seiner souveränen und unangreifbaren Kontrolle zu haben (vgl. 2Mo 15,11-12; Hi 38,1 – 41,26; Ps 8,4; 66,7; 89,14; 102,26; 103,19; 136,12; Jes 48,13; Jer 23,24; Mt 19,26; Röm 9,21).
Das aus dem Hebräischen übernommene Wort Amen heißt etwa: es ist fest, gewiss, wahr.

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