1.Petrus 4,15 Niemand aber unter euch leide als ein Mörder oder Dieb oder Übeltäter oder als einer, der in ein fremdes Amt greift.

Wenn wir von einem „Feuersturm“ heimgesucht werden, der die Folge unseres sündigen Verhaltens ist, dann leiden wir nicht etwa um der Ehre Gottes willen, sondern wir löffeln schlicht und einfach die Suppe aus, die wir uns selbst eingebrockt haben. Mit den Worten des Propheten ausgedrückt ernten wir Sturm, wenn wir Wind säen (Hos 8,7).
Das Wort „als“ steht zweimal in diesem Vers: erst vor „Mörder, Dieb, Übeltäter“ zusammen, und dann vor „einer, der sich in fremde Sachen mischt“. Das zeigt, dass das letzte einen anderen Charakter trägt als die ersten drei. Das griechische Wort ist ‚allotriepiskopos‘ und kommt im NT nur hier vor. Das Wort ‚episkopos‘ kommt außer an dieser Stelle noch in Apg 20,28; Phil1,1; 1Tim 3,2; Tit 1,7; 1Pet 2,25 vor. Es bedeutet „Aufseher“ und ist auch an allen Stellen so übersetzt. Von diesem Wort ist der Titel „Bischof“ abgeleitet. ‚Allotria‘ bedeutet „fremde Dinge“. Zusammen bedeuten diese Worte „jemand, der sich aufwirft als Aufseher über Dinge, die ihn nichts angehen“.
Dass Petrus allotriepiskopos in seiner Auflistung von Sünden aufnahm, könnte andeuten, dass einige Jünger – in ihrem Eifer für die Wahrheit und in ihrer Haltung gegen das Heidentum – in der Gesellschaft für Schwierigkeiten sorgten und dadurch über eine ernsthafte und berechtigte Sorge für das Evangelium hinausgingen. Manchmal handeln wir uns durch unser eigenes Verhalten unangenehme Folgen ein. Die Strafe oder die Einsamkeit, die Zerbrochenheit oder den Schmerz erleiden wir zu Recht.

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