1. Petrus 3, 22 welcher ist zur Rechten Gottes, aufgefahren gen Himmel, und es sind ihm untertan die Engel und die Gewaltigen und die Mächte.

Das Kapitel schliesst mit dem Lobe dessen, der der Sieger ist über alle Welt und alle Mächte.
Im Text heißt es, dass Jesus sich zur Rechten Gottes setzte. Die Rechte Gottes ist nicht bloß ein Ruhe- und Ehrenplatz, sondern vor allem der Herrschersitz. In Eph 1,20-23 wird ausgeführt, dass Jesus damit zum ewigen Herrscher über alle Mächte und Gewalten, über alles was Rang und Namen hat und auch als Haupt über die Gemeinde eingesetzt wurde.
Die Auferstehung wird hier als ein „aufgefahren“ beschrieben, und zwar mit dem gleichen Verbum, das in V. 19 das „Hinfahren“ zu den Geistern im Gefängnis bezeichnete. In Apg. 1,10f. bezeichnet es die Himmelfahrt Jesu. Das „Sitzen zur Rechten Gottes“ steht auch im Ps. 110,1, die im NT wohl am häufigsten benützten alttestamentlichen Stelle. Dort ist auch die Unterwerfung aller Feinde erwähnt. Auch Paulus hat das in l.Kor. 15,25-27 (zusammen mit Ps. 8,7) aufgenommen. Auferstehung Jesu Christi ist also als sein Herrschaftsantritt, seine Thronbesteigung verstanden.
Petrus’ abschließende Aussage in diesem Abschnitt und diesem Kapitel betont noch einmal, dass die gefallenen und rebellischen Engelscharen Jesus Christus durch Kreuz und Auferstehung unterworfen sind und dadurch Seelen vom ewigen Gericht errettet wurden – der größte Triumph, den das Leiden einer gerechten Person jemals hervorgebracht hat. Das Wort unterworfen (von hupotassō), „sich unter der Leitung eines Kommandanten in Formation aufstellen“) beschreibt den gegenwärtigen Status aller geistlichen Wesen in Bezug auf Christus. Er steht über allen (Phil 2,9-11).
Wer um die absolute Überlegenheit Jesu über alle diese Mächte weiß, wird aus diesem Wissen Zuversicht und Hoffnung schöpfen. Er wird, selbst unter Leiden, diese Mächte nicht wirklich zu fürchten brauchen. Er wird in Bedrängnissen sein Vertrauen auf seinen über alles erhöhten Herrn setzen, ihm zu Ehre und Dienst.

Schreibe einen Kommentar