1. Petrus 3, 21 Das ist ein Vorbild der Taufe, die jetzt auch euch rettet. Denn in ihr wird nicht der Schmutz vom Leib abgewaschen, sondern wir bitten Gott um ein gutes Gewissen, durch die Auferstehung Jesu Christi,

Petrus lehrt hier Folgendes: Dass acht Menschen in einer Arche waren und durch das ganze Gericht gingen, ohne Schaden zu erleiden, dass entspricht der Erfahrung des Christen, der sich bei seiner Errettung in Christus befindet, der seine rettende Arche ist. Petrus spricht hier überhaupt nicht von der Wassertaufe, sondern vielmehr von einem bildlichen Eintauchen in die Vereinigung mit Christus, das wie die Arche vor dem Gericht Gottes schützt. Die Auferstehung Christi erweist, dass Gott Jesu stellvertretenden Tod für die Sünden der Gläubigen angenommen hat (Apg 2,30.31; Röm 1,4). Um sicherzugehen, dass er nicht missverstanden wird, schreibt Petrus eindeutig, dass er nicht von der Wassertaufe spricht. Bei der Sintflut wurden die Erretteten vor dem Wasser bewahrt, während diejenigen, die ins Wasser gerieten, untergingen. Sich in der Arche zu befinden und somit vor dem Gericht Gottes über die Welt bewahrt zu werden, symbolisiert, in Christus zu sein und damit vor der ewigen Verdammnis gerettet zu sein. das Zeugnis eines guten Gewissens vor Gott.
Petrus gebrauchte den Ausdruck „Vorbild“. Das griech. antitypon meinte ursprünglich den auf einer Oberfläche von einem typos (Siegel) hinterlassenen Eindruck und beschreibt so die Entsprechung zwischen einem Stempel und seiner Gußform. So wechselt Petrus zur Errettung in Christus über. Das Wort führt zu dem theologischen Begriff Antitypus, der im Neuen Testament einen irdischen Ausdruck einer himmlischen Realität beschreibt – ein Symbol oder Bild von einer geistlichen Wahrheit (vgl. Joh 3,14-16; Hebr 4,1-10; 8,2.5).
Die Errettung ist nicht durch rituelle Mittel zu bekommen, auch nicht durch eine Wassertaufe (ein Abtun der Unreinheit des Fleisches). Wir bitten Gott um ein gutes Gewissen ist eine Übersetzung, die von der Verwendung des griech. eperotema (Bitte) in der LXX und im ntl. Griech. ausgeht. Anhand sprachwissenschaftlicher Vergleiche läßt sich jedoch nachweisen, daß das Wort z.Zt. des NT das feierliche Versprechen beim Abschluß eines Vertrags bezeichnete.
Unser Vers zeigt, daß das Gewissen eine zentrale Bedeutung in unserem Verhältnis gegenüber Gott hat. Solange ein Mensch vor Gott „tot in Übertretungen und Sünden“ (Eph 2, 1) ist, hat er ein abgestumpftes Gewissen. Jeder, der errettet werden möchte, muss zuerst mit dem Wunsch zu Gott kommen, ein gutes (gereinigtes) Gewissen zu erlangen, sowie mit der Bereitschaft, die dafür erforderlichen Bedingungen (Buße und Glauben) zu erfüllen.

Schreibe einen Kommentar