1. Petrus 3, 17 Denn es ist besser, wenn es Gottes Wille ist, dass ihr um guter Taten willen leidet als um böser Taten willen.

Wer dem Gekreuzigten nachfolgt, muß jederzeit mit der Möglichkeit von Leiden rechnen. Er steht jedoch letztlich nicht unter der Willkür der Feinde, sondern unter dem Willen Gottes. Gott bestimmt darüber, und hat auch Art und Dauer des Leidens in seiner Hand.
Nicht immer werden die Verleumder zu Schanden und widerlegt. Da ist Petrus ganz nüchtern. Es kann durchaus sein, dass die Christen in Leiden kommen. Das ist ja auch bei den Gemeinden in Kleinasien oft schon die Wirklichkeit (vgl. 1. Petr 4,12ff.). Wer „um böser Taten willen“ in Bedrückung ist, dem widerfährt das zu Recht (vgl. Lk 23,41): Er empfängt, was er verdient. Doch wenn Christen wegen ihrer guten Taten, wegen ihres Lebens als Glaubende in Verfolgung kommen, so ist es „besser“ für sie, wie Petrus schon in 1. Petr 2,12 sagte („das ist Gnade bei Gott“). Da stehen sie unter dem „Selig seid ihr“, das ihnen Jesus selber zuspricht (vgl. Mt 5,9). Trost steckt auch in dem Nebensatz „wenn es Gottes Wille ist“, denn er misst uns das Leiden nur zu, wenn er uns dafür fähig hält.
In V. 13-16 ging es um die Überwindung der Verleumder durch Gutestun. V. 17 faßt das zusammen: im Leiden derer, die Gutes tun, liegt überwindende Kraft. Der folgende Abschnitt veranschaulicht das am Beispiel unseres Herrn Jesus.
Ähnlich wie es schon am Anfang dieser Mahnrede (2,18 ff.) geschah, fasst unser Brief auch hier in 3,17 (vgl. 2, 20) noch einmal alles zusammen, um dann in 3,18 ff. (vgl. 2, 21-25) noch einmal ausführlich von dem zu reden, von dem her allein alles Gesagte recht – und das heisst fröhlich und getrost – gehört werden kann.

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