1. Petrus 2, 24 der unsre Sünde selbst hinaufgetragen hat an seinem Leibe auf das Holz, damit wir, der Sünde abgestorben, der Gerechtigkeit leben. Durch seine Wunden seid ihr heil geworden.

In diesem Vers nun gilt nicht mehr die Kategorie: Vorbild/Nachahmung, sondern nur noch: Stellvertretung/Annahme.
Wer die Sünden der Menschheit tragen will, kann sie sich nicht vom Leibe halten. Er muß sich mit ihnen identifizieren. Das bedeutet, daß der Leib das Gericht Gottes über die Sünde miterleidet, so daß er dabei zerschunden und zerbrochen wird. Auf das Holz meint „auf das Kreuz“. Wer an das Holz gehängt wurde, war damit von der Menschheit ausgestoßen, in Israel sogar auch von Gott verflucht: 5 Mo 21, 23; Gal 3, 13: „Verflucht ist jeder, der am Holz hängt“.
Den Sünden gestorben zu sein bedeutet nicht, daß wir nicht mehr für sie existieren, sondern daß wir durch das Werk Christi am Kreuz von ihnen getrennt sind um in Liebe und Treue zu leben. „Wenn die Sünde auftaucht, um die alten Diener wieder aufzusuchen, dann findet sie sie nicht mehr „.
Nun können wir „der Gerechtigkeit leben“. Dieser Begriff umschreibt das ganze neue Sein des Christen, die Neuschöpfung. „Gerechtigkeit“ ist Gottes Art, Wesen und Gottes Gabe an uns, wie Paulus sagt: Gott „ist gerecht und macht gerecht den, der da ist aus dem Glauben an Jesus“ (Röm 3,26; vgl.; Röm 1,17; Röm 4,6.
Wir sind „heil geworden“. Mit diesem Wort beschreibt Petrus noch einmal die neue Existenz des Erlösten als geheilt von der tödlichen, den Tod bringenden Krankheit der Sünde.
Zusammenfassung: Dieser Vers zeigt unmissverständlich, wie unser Brief mit seinen vielen praktischen Mahnungen zu nichts anderem mahnt als zum Glauben.

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