1. Petrus 2, 22 er, der keine Sünde getan hat und in dessen Mund sich kein Betrug fand;

Die Anknüpfung an Vers 21 (welcher …) macht deutlich, daß Petrus hier bereits Bekanntes vor Augen stellt. Seelsorge besteht zum großen Teil nicht aus Verkündigung von neuen Heilswahrheiten, sondern aus Erinnern an schon bekannte, jetzt gerade wichtige Dinge.
Petrus zitiert Jes 53, 9. In diesem Zitat ist die einzige Änderung die, dass „Unrecht“ durch Sünde“ ersetzt wird. Die Übersetzer der Septuaginta hatten das verstanden und gebrauchten „Gesetzlosigkeit“ statt „Unrecht“. Petrus wählte das Wort Sünde, weil er unter der Inspiration des Heiligen Geistes wusste, dass dies die von Jesaja beabsichtigte Bedeutung war.
Außerdem entlehnte Petrus bei Jesaja die Bestätigung, dass Christus sündlos war, indem er erklärte: Es ist auch kein Betrug in seinem Mund gefunden worden. Das Herz des Menschen bringt Sünde leicht zum Ausdruck, und häufig geschieht dies durch Worte, wie der Prophet auch anhand seiner eigenen Erfahrung deutlich machte: „Wehe mir, ich vergehe! Denn ich bin ein Mann mit unreinen Lippen und wohne unter einem Volk, das unreine Lippen hat; denn meine Augen haben den König, den Herrn der Heerscharen, gesehen!“ (Jes 6,5; vgl. Mt 15,18-19; Lk 6,45; Jak 1,26; 3,2-12). Aus dem Mund Jesu konnten niemals sündige Worte kommen, da keine Sünde in ihm war (Lk 23,41; Joh 8,46; 2Kor 5,21; Hebr 4,15; 7,26; 1Jo 3,5
Eingesehene Literatur:
Züricher Bibelkommentare NT 15 Der erste Petrusbrief Eduard Schweizer Auflage 1998
Der erste Brief des Petrus erklärt von Uwe Holmer Wuppertaler Studienbibel Taschenbuch – Sonderausgabe 1983
Der 1. Brief des Petrus John F. MacArthur

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