1.Petrus 2,14 oder den Statthaltern als denen, die von ihm gesandt sind zur Bestrafung der Übeltäter und zum Lob derer, die Gutes tun.

Das Oberhaupt kann seine Macht Statthaltern übertragen, die dann gesandt sind zur Bestrafung der Übeltäter, zur Belobigung aber derer, die Gutes tun. Von dieser Aufgabe her erhält die Obrigkeit ihre Daseinsberechtigung. Keine Obrigkeit kann auf die Dauer existieren, wenn sie dem Bösen freie Entfaltung läßt. Sie muß in ihrem eigenen Interesse so handeln, daß sie die Übeltäter bestraft und die, die Gutes tun, belobigt. Damit aber dient sie dem welterhaltenden Willen Gottes, ob sie es weiß und will oder nicht. Daher sieht die Bibel in der Obrigkeit und in ihrer Aufgabe eine göttliche Schöpfungsordnung zum Wohl des Menschen. Gesandt zur Bestrafung der Übeltäter, zur Belobigung aber derer, die Gutes tun, das zeigt nicht nur die Aufgabe, sondern auch die Grenze der obrigkeitlichen Macht. Wenn die Obrigkeit Böses gut nennt und Gutes böse (Norm dafür ist Gottes Wort), wenn sie Anspruch auf Kontrolle von Gewissen und Glauben erhebt, gilt das Wort Jesu: „Gebt dem Kaiser, was des Kaisers ist, und Gott, was Gottes ist“ (Mt 22, 21). Der Christ wird sich der Aufforderung der Obrigkeit, Gutes zu tun, unterordnen, denn Gutes tun ist auch sein Anliegen. So ist die Basis zu einem positiven Verhalten der Christen gegenüber der Obrigkeit gegeben. In der Aufgabe der Obrigkeit, Gutes zu belobigen, das heißt öffentlich anzuerkennen, liegt eine echte Chance der Christen, denn sie wollen ja Gutes tun.
Nur wenn die Regierung versucht, einen Christen zu etwas zu zwingen, was dem biblischen Gesetz Gottes widerspricht, sollte er Gehorsam verweigern (vgl. Apg 4,18-20; 5,28.29; Tit 1,6; 3,1.2).

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