1. Petrus 2,7 Für euch nun, die ihr glaubt, ist er kostbar; für die Ungläubigen aber ist »der Stein, den die Bauleute verworfen haben und der zum Eckstein geworden ist,

Hier haben wir zuerst einen Zuspruch: „Für euch, die ihr glaubt, ist er kostbar.“ Für den, der Jesus Christus ganz vertraut, ist er der höchste Wert, das Beste, was ich im Leben gewinnen kann.
Hinsichtlich Christus kann es keinen neutralen Standpunkt geben. Den Pharisäern sagte Jesus: „Wer nicht mit mir ist, ist wider mich, und wer nicht mit mir sammelt, zerstreut“ (Mt 12,30). Somit gibt es nur zwei Gruppen hier, die Glaubenden und die Ungehorsamen, die die Wahrheit verschmähen. Dies schmettert die falschen Argumente des „nicht-glauben-Könnens“ ab. Unglaube ist Ungehorsam dem Ruf der frohen Botschaft gegenüber, es ist eine Sache der persönlichen Entscheidung. Diejenigen, die die Vergeltung des kommenden Herrn kennen lernen werden, sind die, „die dem Evangelium nicht gehorcht haben“. Dem Glaubenden ist Christus kostbar. Noch mehr, denn dieser Vers lautet: „Euch nun, die ihr glaubt, ist die Kostbarkeit“.
Der grie. Text enthält in V. 6 (timios = kostbar) und V. 7 (timae = Kostbarkeit) den gleichen Wortstamm. Das sollte auch in der Übersetzung zum Ausdruck kommen, denn V.7 nimmt das in V.6 zitierte als Gotteswort auf und wendet es auf die Empfänger an Das grie. timae heißt: Wert, Ehre, Ehrenstellung. hier am besten Kostbarkeit entsprechend dem „kostbar in V. 6. V. 6 sprach vom kostbaren Eckstein, und V. 7 f macht deutlich: den Gläubigen wird das Kostbare, die Ehre dieses Ecksteins zuteil, die Ungläubigen aber haben gerade den verworfen, den Gott zum Eckstein gemacht hat.
Damit ist der Gekreuzigte für sie zu einem Stein geworden, an dem sie sich stoßen, und zu einem Felsen, über den sie stolpern. So hat also der gleiche Stein ganz entgegengesetzte Wirkung, je nachdem die Menschen sich im Glauben oder Unglauben ihm stellen.

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