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	<title>Bibelkreis München</title>
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	<description>Themensammlung christlicher Diskussionen</description>
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		<title>Das Bücherfeuer von Düsseldorf</title>
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		<pubDate>Fri, 10 Sep 2010 17:55:14 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Peter</dc:creator>
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		<category><![CDATA[Nen zur Koranverbrennung]]></category>

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		<title>Zwischenruf: Wer Korane verbrennt, hat das Evangelium verpennt!</title>
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		<pubDate>Fri, 10 Sep 2010 17:50:16 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Peter</dc:creator>
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		<category><![CDATA[Nein zur Koranverbrennung]]></category>

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			<content:encoded><![CDATA[<h2><a href="http://wegbegleiter.wordpress.com/2010/09/09/zwischenruf-wer-korane-verbrennt-hat-das-evangelium-verpennt/">http://wegbegleiter.wordpress.com/2010/09/09/zwischenruf-wer-korane-verbrennt-hat-das-evangelium-verpennt/</a></h2>
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		<title>Thilo, Migranten und Koran-Verbrennung</title>
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		<pubDate>Fri, 10 Sep 2010 17:31:17 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Peter</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Nein zur Koranverbrennung]]></category>

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		<description><![CDATA[http://berlinjc.wordpress.com/2010/09/10/ thilo-migranten-und-koran-verbrennung/

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			<content:encoded><![CDATA[<h2><a href="http://berlinjc.wordpress.com/2010/09/10/%20thilo-migranten-und-koran-verbrennung/">http://berlinjc.wordpress.com/2010/09/10/ thilo-migranten-und-koran-verbrennung/</a><a title="Permanent-Link zu Thilo, Migranten und Koran-Verbrennung" href="http://berlinjc.wordpress.com/2010/09/10/thilo-migranten-und-koran-verbrennung/"><br />
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		<title>Daß muß doch nicht sein</title>
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		<pubDate>Fri, 10 Sep 2010 17:23:01 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Peter</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Nein zur Koranverbrennung]]></category>

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		<description><![CDATA[http://blogofjohannes.wordpress.com/2010/09/08/das-muss-doch-nicht-sein/
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			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://blogofjohannes.wordpress.com/2010/09/08/das-muss-doch-nicht-sein/">http://blogofjohannes.wordpress.com/2010/09/08/das-muss-doch-nicht-sein/</a></p>
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		<title>Wie Tote, die ins Leben zurückkommen</title>
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		<pubDate>Thu, 09 Sep 2010 20:53:11 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Peter</dc:creator>
				<category><![CDATA[Spiritualität]]></category>

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		<description><![CDATA[ “So sollt auch ihr euch als solche ansehen, die für die Sünde tot sind, aber für Gott leben in Christus Jesus, unserem Herrn.” (Römer 6,11)
Wir sollen also aufgrund unseres Glaubens jetzt schon so leben, als seien wir allem gestorben, damit wir eine lebendige Beziehung zu Gott haben. … Wann soll das geschehen? Jetzt, in [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong> </strong>“So sollt auch ihr euch als solche ansehen, die für die Sünde tot sind, aber für Gott leben in Christus Jesus, unserem Herrn.” (Römer 6,11)<br />
Wir sollen also aufgrund unseres Glaubens jetzt schon so leben, als seien wir allem gestorben, damit wir eine lebendige Beziehung zu Gott haben. … Wann soll das geschehen? Jetzt, in diesem Augenblick! …<strong> Wir sollen in unserem Denken und Tun jetzt so leben, als seien wir schon gestorben</strong>, im Himmel gewesen und als Auferstandene wieder zurückgekommen.<br />
Was kann die Anerkennung der Welt einem Menschen bedeuten, der in der Gegenwart Gottes gewesen war? Was hat die Welt gegenüber den Schätzen des Reiches Gottes noch an Reichtümern zu bieten? Der Mensch strebt nach Macht, aber welche Bedeutung hat irdische Macht noch, wann man die Wirklichkeit des Himmels und die Macht Gottes gesehen hat?<br />
Nun kann echtes geistliches Leben im biblischen Sinn entstehen. Verworfen, getötet, auferweckt: <strong>Nun sind wir bereit, in dieser Welt, in Raum und Zeit, gebraucht zu werden. </strong>Mehr noch: Nun können wir uns an dieser Welt als Geschöpfe freuen, weil auch die Welt von Gott geschaffen ist. Wir können uns daran freuen, auch wenn wir sie realistisch so sehen, wie sie seit dem Sündenfall nun einmal ist.<br />
Aus: Francis Schaeffer. Geistliches Leben – was ist das? R. Brockhaus Verlag: Wuppertal 1975.</p>
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		<title>1Petrus 1,2 die Gott, der Vater, ausersehen hat durch die Heiligung des Geistes zum Gehorsam und zur Besprengung mit dem Blut Jesu Christi: Gott gebe euch viel Gnade und Frieden!</title>
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		<pubDate>Thu, 09 Sep 2010 20:49:42 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Peter</dc:creator>
				<category><![CDATA[1.Petrus 1,3 – 25 Damit ihr Hoffnung habt]]></category>
		<category><![CDATA[1.Petrus 1.3-25]]></category>

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		<description><![CDATA[In Vers 1 haben wir die irdische Stellung der Gläubigen, an die Petrus schreibt, gesehen, in Vers 2 sehen wir nun ihre geistliche.
Mit diesen Worten legt Petrus das theologische Fundament für sein seelsorgerliches Schreiben. Gott der Vater hat die Adressaten in seiner Gnade erwählt, und &#8220;Gott der Geist&#8221; hat sie durch das sühnende Blut &#8220;ausersehen&#8221; [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>In Vers 1 haben wir die irdische Stellung der Gläubigen, an die Petrus schreibt, gesehen, in Vers 2 sehen wir nun ihre geistliche.<br />
Mit diesen Worten legt Petrus das theologische Fundament für sein seelsorgerliches Schreiben. Gott der Vater hat die Adressaten in seiner Gnade erwählt, und &#8220;Gott der Geist&#8221; hat sie durch das sühnende Blut &#8220;ausersehen&#8221; &#8220;Ausersehen&#8221; bedeutet soviel wie &#8220;sorgen für&#8221;, &#8220;achten auf&#8221;. Derselbe Begriff ist in 1. Petr 1,20 für Christus gebraucht, der bereits vor der Schöpfung der Welt vom Vater &#8220;ausersehen&#8221; wurde. Doch der Vater kannte nicht nur die Zukunft seines Sohnes; er kannte ihn selbst ganz und gar. So wie Christus hat Gott auch alle die &#8220;ausersehen&#8221;, auf die er (aus Gnade, nicht wegen ihrer Verdienste) geblickt hat. Einst konnte sich allerdings nur das Volk Israel als &#8220;auserwählt&#8221; betrachten und diesen Ehrentitel für sich in Anspruch nehmen. Es ist nicht verwunderlich, daß diejenigen, die von Gott ausersehen wurden, Fremdlinge (parepidemois; das Wort drückt sowohl eine fremde Nationalität als auch das Vorübergehende der weltlichen Zugehörigkeit der Christen aus; vgl. 1. Petr 2,11) in der Welt sind.<span id="more-974"></span><br />
Die Erwählten sind durch die Heiligung des Geistes für den Dienst Gottes ausgesondert, um seine Wahl und seinen Willen zu verwirklichen. Das Resultat des Wirkens des Geistes ist Gehorsam und &#8230; Besprengung mit dem Blut Jesu Christi. &#8220;Gehorsam&#8221; (hypakoen, von hypakouo, &#8220;hören auf jemand, Gehör geben&#8221;) bezeichnet die Pflicht des Menschen, sich dem Wort Gottes zu unterwerfen (vgl. 2. Mose 24,7; Röm 1,5; Röm 15,18; Röm 16,26). Wer in Gehorsam lebt, ist durch Christi Blut gereinigt und damit von der Welt &#8220;abgesondert&#8221; (vgl. 1. Joh 1,7.9). Die &#8220;Besprengung mit dem Blut&#8221; erinnert an den priesterlichen Dienst in der Stiftshütte im Alten Testament (3. Mose 7, 14; 3. Mose 14,7.16.51; 3. Mose 16,14 &#8211; 15; vgl. Hebr 9,13; Hebr 12,24). Dabei war vorausgesetzt, daß diejenigen, die das Opfer darbrachten, gehorsam waren. Der einzige Anlaß in der Bibel, bei dem auch Menschen &#8220;mit Blut besprengt&#8221; wurden, war die Stiftung des mosaischen Bundes (2. Mose 24,8). In kürzester Formulierung fasst Petrus das ganze Heilsgeschehen so zusammen. Nun grüßt er in derselben gefüllten Kürze: „Gott gebe euch viel Gnade und Frieden“, griechisch prägnanter noch: „Gnade und Friede möge euch immer reichlicher zuteil werden“. „Gnade“ bezeichnet das ganze Heilshandeln Gottes, der uns begnadigt hat. „Gnade“ meint den Gunsterweis des Herrschers, der sich von seinem erhöhten Thron herabbeugt und sich dem Bittsteller huldvoll zuwendet. Im neuen Bund ist dieser Friede Person geworden: „Er ist unser Friede“ (Eph 2,14).</p>
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		<title>Christen verbrennen keinen Koran</title>
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		<pubDate>Wed, 08 Sep 2010 20:02:15 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Peter</dc:creator>
				<category><![CDATA[Zeitanalyse]]></category>
		<category><![CDATA[Nein zur Koranverbrennung]]></category>

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		<description><![CDATA[Armes Florida! Wo vor gut 550 Jahren Hugenotten vergeblich eine neue Heimat suchten, ist nun eine „Gemeinde“ auf eine  ganz und gar unchristliche Idee gekommen: Sie wollen öffentlich einen  Koran verbrennen. (Mehr dazu auf dem Blog von Ron Kubsch.)
Die Weltweite Evangelische Allianz hat sich erfreulicherweise schnell gegen diese Aktion ausgesprochen. In den Medien lauten die [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Armes Florida! Wo vor gut 550 Jahren <a title="Link zu Wikipedia" rel="nofollow" href="http://de.wikipedia.org/wiki/Hugenotten" target="_blank">Hugenotten</a> vergeblich eine neue Heimat suchten, ist nun eine „Gemeinde“ auf eine  ganz und gar unchristliche Idee gekommen: Sie wollen öffentlich einen  Koran verbrennen. (Mehr dazu auf dem <a title="Link zu TheoBlog" href="http://www.theoblog.de/das-bucherfeuer-von-dusseldorf/9386/" target="_blank">Blog von Ron Kubsch</a>.)</p>
<p>Die <a title="Link zur WEA" href="http://www.worldevangelicals.org/news/article.htm?id=3071&amp;cat=main" target="_blank">Weltweite Evangelische Allianz</a> hat sich erfreulicherweise schnell <a title="Link zur WEA" href="http://www.worldevangelicals.org/news/article.htm?id=3071&amp;cat=main" target="_blank">gegen diese Aktion ausgesprochen</a>. In den Medien lauten die Schlagzeilen „<a title="Link zu google" href="http://www.google.de/search?client=safari&amp;rls=en&amp;q=Christen+wollen+Koran+verbrennen&amp;ie=UTF-8&amp;oe=UTF-8&amp;redir_esc=&amp;ei=YKuGTOuGI46AON-5kJAO" target="_blank">Christen wollen Koran verbrennen</a>“.  Meines Erachtens kann es sich aus zwei Gründen hierbei nicht um  Christen bzw. nur um Leute, die Christus mit ihrer Tat verleugnen,  handeln:</p>
<ol>
<li>Diese Gruppe handelt gegen das Gebot, die Glaubensgeschwister zu  lieben (vgl. 1Joh 2,10; 4,20), indem sie durch ihre sinnlose und  unbedachte Aktion Christen in muslimischen Ländern in Gefahr und den  christlichen Glauben in Verruf bringt.</li>
<li>Diese Gruppe handelt gegen das Gebot, selbst die zu lieben, die man als Feinde betrachtet (vgl. Mt 5,44; 1Petr 3,9, <a title="Link zu NachfolgeBlog" href="http://www.nachfolgeblog.de/?p=3719" target="_blank">hier</a>).  Martin Luther hat seiner Zeit den Koran kritisiert, doch er verbrannte  ihn nicht, sondern sorgte dafür, dass 1543 eine Neuübersetzung des  Korans erscheinen konnte, zu der er das Vorwort schrieb!</li>
</ol>
<p>Es bleibt zu hoffen, dass diese böse Tat verhindert werden kann und  dass diese Gruppe zur Buße findet: Denn Christen verbrennen keinen  Koran!<br />
<a href="http://www.nachfolgeblog.de/?p=3783">http://www.nachfolgeblog.de/?p=3783</a></p>
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		<title>1 Petrus 1,1 ein Apostel Jesu Christi, an die auserwählten Fremdlinge, die verstreut wohnen in Pontus, Galatien, Kappadozien, der Provinz Asien und Bithynien,</title>
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		<pubDate>Wed, 08 Sep 2010 19:56:56 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Peter</dc:creator>
				<category><![CDATA[1.Petrus 1,3 – 25 Damit ihr Hoffnung habt]]></category>
		<category><![CDATA[1.Petrus 1.3-25]]></category>
		<category><![CDATA[Hoffnung]]></category>

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		<description><![CDATA[Der Schreiber Petrus eröffnet den Brief entsprechend der Gepflogenheit seiner Zeit mit seiner Signatur. So nennt er seinen Dienstnamen gleich am Anfang dieses Briefes und weist damit weg von seiner Person und hin auf seinen Dienstauftrag. Seine Vollmacht ist nicht in ihm selbst begründet, sondern eben in dem Dienst, zu dem ihn Jesus Christus selbst [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Der Schreiber Petrus eröffnet den Brief entsprechend der Gepflogenheit seiner Zeit mit seiner Signatur. So nennt er seinen Dienstnamen gleich am Anfang dieses Briefes und weist damit weg von seiner Person und hin auf seinen Dienstauftrag. Seine Vollmacht ist nicht in ihm selbst begründet, sondern eben in dem Dienst, zu dem ihn Jesus Christus selbst berufen hat. Das kommt auch deutlichst in der knappen Beifügung zum Ausdruck: „ein Apostel Jesu Christi“. Jesus Christus selbst hat ihn zum Apostel berufen (vgl. Mk 3,14; Apg 1,2). „Petrus“ ist sein Dienstauftrag, „Apostel« seine Dienstbezeichnung“. „Apostel“ ist ein einmaliges, unwiederholbares Amt, gemeindegründend (vgl. Eph 2,20), in das Jesus seine zwölf Jünger berufen hatte (vgl. Mt 10,2; Mk 3,14. Petrus schreibt diesen Brief in seiner ganzen apostolischen Vollmacht. Die Signatur Petrus kalkuliert im voraus eine breitere Zuhörerschaft als nur jüdische Gläubige. Dies wird vielleicht durch seine Anspielungen auf die Leser, d.h. auf solche, deren Vergangenheit als &#8220;eure Unwissenheit&#8221; (1,14) bezeichnet wird, gestützt. Zu dieser Zeit waren sie &#8220;nicht ein Volk&#8221; (2,10), sondern übten heidnische Praktiken aus, von denen sie nun befreit worden waren (4,3.4), durch ihre Bekehrung sind sie Kinder Abrahams &#8220;geworden&#8221;<br />
Schon in den ersten tröstenden und ermutigenden Worten des Briefes kommt die zutiefst seelsorgerliche Intention des ganzen Schreibens zum Ausdruck. Gott hat die Christen nicht nach den Gesetzen des Zufalls oder nach menschlichem Ermessen zu seinen Auserwählten (vgl. 1. Petr 2,9) gemacht, sondern nach seiner souveränen, unbedingten Gnadenwahl. Die Erwählung ist Teil seines vorherbestimmten Planes. Sie gründet sich nicht auf das Verdienst derer, die erwählt sind, sondern allein auf die Gnade und Liebe Gottes, die ihnen von Anbeginn der Welt an galten.<span id="more-967"></span><br />
“Auserwählen“ heißt wörtlich übersetzt »herausrufen«. Das macht deutlich, dass zwei dazu gehören: einer, der ruft (das ist ganz allein Gott), aber auch einer, der hört, der sich rufen lässt (das ist der hörende und gehorchende Mensch). So hat Petrus mit Andreas den Ruf Jesu gehört: »Folgt mir nach« (Mt 4,19). Petrus hätte sitzen bleiben können, dann wäre er nicht zum »Menschenfischer« geworden. Aber Petrus hat gehört und gehorcht. Er ist aufgestanden und hinter Jesus hergegangen. So wird er »auserwählt«. »Erwählung« ist ganz gewiss völlig Gottes Tun; aber sie geschieht ebenso gewiss nicht zwangsweise. Dort, wo ein Mensch hört und gehorcht, vollzieht sich Gottes Erwählung. »Erwählung« ist nicht im Sinne von »Bevorzugung« zu verstehen; vielmehr stehen Erwählung und Gehorsam zusammen. Meinen Nicht -Glauben kann ich so nicht Gott anlasten. Das ist eine zu billige Lösung. Wenn eine Firma zehn Arbeiter sucht und nur acht sich melden, ist dann die Firma schuld? Trotzdem bleibt in der biblischen Erwählung Gottes Freiheit ganz gewahrt.<br />
Dabei sind eben die »Auserwählten« jetzt und hier in dieser Welt »Fremdlinge«. Diese Kennzeichnung greift zurück auf den Vater des Glaubens, Abraham (vgl. Hebr 11,9). Er lebte als »Fremdling« im verheißenen Land.<br />
Dabei hat dieses Fremd-sein auch ganz praktische Konsequenzen. In vielen Ländern des Orients damals unterlag der »Fremdling« drei Beschränkungen:<br />
a) Er konnte sein Recht nicht selbst vor dem Richter einklagen. Er war darauf angewiesen, dass ihm ein Einheimischer zur Seite trat.<br />
b) Der »Fremdling« konnte auch keinen dauernden Besitz erwerben, sich also nicht sesshaft machen.<br />
c) Und der »Fremdling« konnte auch keinen festen Beruf ergreifen, seinen Lebensunterhalt also nicht selbst sichern. Das ist täglich für viele Christen Wirklichkeit, in islamischen Staaten zum Beispiel.<br />
Die »Fremdlingsexistenz« war, ist und wird auch wieder Kennzeichen der wirklichen Jesus -Jünger sein. Bis hin zu dem, dass sie »verstreut wohnen« (wörtlich: »in der Diaspora«), dass sie in der Zerstreuung sind. Gerade weil sie »nicht von der Welt« sind, leben die Christen an ihrem jeweiligen Ort zerstreut, im Sinn von ausgesondert, anders als die anderen. Doch steckt in dieser Kennzeichnung auch eine ganz positive Aussage.<br />
Es ist kein Privatbrief, sondern ein Zirkularschreiben an viele christliche Gemeinden, der auch gewiss nicht die Privatmeinung des Petrus wiedergibt. Er redet hier i. A., als Gesandter Jesu Christi, und sagt das Wort und die Weisung seines Herrn. So ist dieser Brief »Wort Gottes«, inspiriertes Wort Jesu Christi. Die Adressaten des 1. Petrusbriefes (wohnen) verstreut &#8230; in Pontus, Galatien, Kappadozien, der Provinz Asien und Bithynien, wie verwehte Salzkörner in fünf der römischen Provinzen von Kleinasien. Der Brief war offensichtlich als Rundschreiben an die Gemeinden in diesem Gebiet gedacht. Für die Judenchristen hatte der Begriff &#8220;verstreut&#8221; (diasporas) eine ganz besondere Bedeutung: &#8220;Diaspora&#8221; war normalerweise der Ausdruck für Juden, die außerhalb ihres Mutterlandes lebten. Petrus greift dieses Wort, das früher nur für Israel galt, hier auf, um die Situation der Urkirche anschaulich zu machen.</p>
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		<title>Der wirkliche Kampf findet im Denken statt</title>
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		<pubDate>Sat, 04 Sep 2010 18:52:28 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Peter</dc:creator>
				<category><![CDATA[Spiritualität]]></category>
		<category><![CDATA[Geistliches Leben]]></category>

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		<description><![CDATA[Das geistliche Leben des Christen ist in seinem Denken verankert. Der wirkliche Kampf um Menschen spielt sich deshalb in der Welt der Gedanken und Vorstellungen ab. Es ist sinnlos, über die Liebe zu Gott zu reden, wenn wir dabei nicht begreifen, dass sie sich in der inneren Welt unserer Gedanken ereignet. Wirkliche persönliche Gemeinschaft bleibt [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Das geistliche Leben des Christen ist in seinem Denken verankert. Der wirkliche Kampf um Menschen spielt sich deshalb in der Welt der Gedanken und Vorstellungen ab. Es ist sinnlos, über die Liebe zu Gott zu reden, wenn wir dabei nicht begreifen, dass sie sich in der inneren Welt unserer Gedanken ereignet. Wirkliche persönliche Gemeinschaft bleibt nie äusserlich. Sie verbindet immer das Zentrum einer Person mit dem einer anderen. Das gilt z. B. für die Ehebeziehung: Wenn man nur körperlichen Kontakt hat, hat man noch keine Gemeinschaft auf einer persönlichen Ebene. Der Kontakt muss sich vielmehr bis ins Zentrum der Person erstrecken. Aus: Francis Schaeffer. Geistliches Leben – was ist das? R. Brockhaus Verlag: Wuppertal 1975.</p>
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		<title>Glauben fängt mit dem Zweifel an</title>
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		<pubDate>Thu, 02 Sep 2010 14:37:07 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Peter</dc:creator>
				<category><![CDATA[Glauben und Denken]]></category>

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		<description><![CDATA[Der postmoderne Skeptizismus hält es für eine Wahrheit, dass nichts wahr ist. Erst wenn auch diese Wahrheit radikal in Zweifel gezogen wird, kommt man zum Grund der Erkenntnis.
In der Nacht vom 10. zum 11. November 1619 hatte der damals 23 Jahre alte René Descartes drei Träume mit grossen Folgen für Europa. Alles, was Descartes bis [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Der postmoderne Skeptizismus hält es für eine Wahrheit, dass nichts wahr ist. Erst wenn auch diese Wahrheit radikal in Zweifel gezogen wird, kommt man zum Grund der Erkenntnis.<br />
In der Nacht vom 10. zum 11. November 1619 hatte der damals 23 Jahre alte René Descartes drei Träume mit grossen Folgen für Europa. Alles, was Descartes bis dahin bestimmt hatte, will er in dieser Nacht hinter sich gelassen haben. In seinen Meditationen über die Grundlagen der Philosophie, die ungefähr 20 Jahre später erschienen (1641), beschreibt er es folgendermas­sen: «&#8230; ich will so lange weiter vordringen, bis ich irgendetwas Gewisses, oder, wenn nichts anderes, so doch ­wenigstens das für gewiss erkenne, dass es nichts Gewisses gibt» (Meditationen, S. 21).<br />
Descartes hat das Bedürfnis nach Gewissheit. Mittels des radikalen und methodischen Zweifels sucht er nach dem, was nicht mehr bezweifelt werden kann. Er scheint selbst überrascht darüber, dass man so gut wie alles anzweifeln kann. Er sieht sich gezwungen, einzugestehen, «dass an allem», was er früher für wahr hielt, «zu zweifeln möglich ist» (Meditationen, S. 41). Das Letzte, was er nicht mehr bezweifeln kann, entdeckt Descartes im Selbstbewusstsein: «Und so komme ich, nachdem ich nun alles mehr als genug hin und her erwogen habe, schliesslich zu der Feststellung, dass dieser Satz: ‹Ich bin, ich existiere›, sooft ich ihn ausspreche oder in Gedanken fasse, notwendig wahr ist» (Meditationen, S. 22). Descartes hatte sein Fundament gefunden. Sein «cogito ergo sum» («Ich denke, also bin ich») ist für ihn eine unerschütterliche Grundlage für das Erschliessen der Welt.<span id="more-963"></span><br />
Damit war ein epochales Signal gesetzt. Nicht der Zweifel ist das Neue bei Descartes. Die Geschichte des Zweifels reicht bis in die Urgeschichte zurück (vgl. 1. Mose 3). Neu war die Methodisierung des Zweifels mit dem Ziel, herauszufinden, woran man nicht zweifeln kann.1 Und so begründete der Katholik die Erkenntnisgewissheit mit dem Selbst. Während die Menschen bis dahin sich selbst und ihre Normen mit dem Verweis auf Gott legitimiert hatten, suchte Descartes die Letztbegründung im «Ich» und befestigte damit das moderne Denken. Die Moderne, so paraphrasiert Jürgen Habermas Michel Foucault, ist dazu verurteilt, «ihr Selbstbewusstsein und ihre Norm aus sich selbst zu schöpfen».2<br />
Der methodische Zweifel, der die Geburt des neuzeitlichen Wissenschaftsbegriffs einleitete, wirkte unvorstellbar innovativ auf die Kultur Europas. Die Neuzeit war getragen von dem zuversichtlichen Glauben, dass der Mensch fähig ist, Wahrheit zu erfassen, Wissen zu erwerben und darauf aufbauend freie Gesellschaften zu organisieren. Der Zweifel wurde dem Menschen in dieser Zeit ein Freund, der dabei hilft, die Welt «zu entzaubern» und «zu entzweifeln». In der voraufklärerischen Werteordnung galten Zweifel als ein Übel, das zu überwinden sei. In der Neuzeit gilt der Zweifel als Voraussetzung allen Erkenntnisfortschritts.<br />
Die Neuzeit wurde die Geister, die sie rief, nicht mehr los. Wie ein Sauerteig breitete sich der Zweifel aus und erfasste alle Bereiche des Denkens und der Gesellschaft. Auch der Glaube an ein unerschütterliches Fundament des Wissens, der Descartes’ Arbeit so befruchtete, erwies sich als eine Fata Morgana. Die Versuche, letzte Erkenntnis gegen jeden Zweifel abzusichern und die Welt von einem archimedischen Punkt aus zu entdecken, sind gescheitert. Anders ausgedrückt: Warum sollte der Zweifel beim «Selbstbewusstsein» haltmachen? Woher wissen wir denn, dass das «Ich», das René Descartes noch notwendig behaupten konnte, wirklich existiert? Gibt es ein stabiles «Selbst»? Eines der zur Zeit auf Deutsch meist gelesenen Bücher trägt den Titel: «Wer bin ich? Und wenn ja, wie viele?». Laotse bekannte: «Ich träumte, ich wäre ein Schmetterling. Und als ich aufwachte, wusste ich nicht mehr: Bin ich nun ein Mensch, der träumt, er sei ein Schmetterling, oder ein Schmetterling, der träumt, er sei ein Mensch?» Gibt es überhaupt die Vernunft, auf die sich die grossen Aufklärer mit alles beherrschendem Sendungsbewusstsein be­riefen? Warum sollten wir irgendein Axiom gegen Kritik immunisieren? Längst richten sich unsere vernünftigen Zweifel gegen die Vernunft selbst.<br />
Keiner hat wohl den heraufkommenden Umbruch besser vorhergesehen als Friedrich Nietzsche (1844–1900). Er beschreibt die Krise des europäischen Denkens als Nihilismus, als Auflösung des Seins in das Nichts. Der Nihilismus besagt für Nietzsche, dass die neuzeit­liche Wissenschaft uns die Welt nicht entzaubert, sondern den Blick für das Leben verstellt hat. «Die scheinbare Welt ist die einzige, die wahre Welt ist nur hinzugelogen &#8230;» (Götzen-Dämmerung, S. 75). Als einen wesentlichen Bestandteil seiner kritischen Philosophie kann man Nietzsches Religions- kritik ansehen. Die höchste Gefahr für den Menschen ist nach Nietzsche der Christengott. «Ihr höheren Menschen, dieser Gott war eure grösste Gefahr» (Also sprach Zarathustra, S. 357). Nietzsche schreibt im Antichrist, dass der christliche Glaube der Todfeind der Wissenschaft ist (S. 225). Und: «‹Glaube› heisst Nicht-wissen-Wollen, was wahr ist. Der Pietist, der Priester beiderlei Geschlechts, ist falsch, weil er krank ist: Sein Instinkt verlangt, dass die Wahrheit an keinem Punkt zu Rechte kommt» (S. 223).<br />
Der neuzeitliche Zweifel hat so nicht nur die Welt- und Selbsterkenntnis, sondern auch den Gottesglauben befallen. An die Religionskritik im Stile Nietzsches knüpft der so genannte Neue Atheismus an. Beispiele dafür ­haben wir viele, ob Richard Dawkins, Sam Harris oder Christopher Hitchens. Auf einen von ihnen will ich kurz eingehen, weil er aus christlichen Kreisen stammt. Ich spreche von Daniel Everett, dessen Buch «Das glücklichste Volk» seit vielen Wochen zu den meist verkauften Büchern in Deutschland ­gehört.<br />
Everett wurde 1951 in Kalifornien geboren und ist heute Professor für Linguistik an der State Universität in Illinois (USA). Einst war der Bibelschulabsolvent Missionar unter den Pirahã-Indianern im brasilianischen Amazonasgebiet. Er zog aus, um den Indianern im Urwald eine Bibelübersetzung zu geben und sie zum Christentum zu führen. Am Ende des Abenteuers stand allerdings seine Abkehr vom christlichen Glauben. Er schreibt:<br />
«Ich fing an, das Wesen der Religion, den Akt des Glaubens an etwas, das man nicht sehen kann, ernsthaft infrage zu stellen &#8230; Die Wertvorstellungen der Pirahã – Unmittelbarkeit des Erlebens und die Forderung nach Belegen – liessen all das zutiefst zweifelhaft erscheinen.» (S. 396)<br />
«Deshalb musste ich mir irgendwann Ende der achtziger Jahre selbst eingestehen, dass ich an keinen Glaubenssatz und nichts Übernatürliches mehr glaubte. Im stillen Kämmerlein war ich Atheist.» (S. 397)<br />
«Die Zweifel an meinem Gottesglauben in Verbindung mit dem Leben unter den Pirahã veranlassten mich dazu, einen vielleicht noch grundlegenderen Bestandteil des modernen Denkens infrage zu stellen: den Wahrheitsbegriff selbst. Tatsächlich gelangte ich zu dem Schluss, dass ich mit einer Wahnvorstellung lebte – der Illusion der Wahrheit. Gott und Wahrheit sind zwei Seiten derselben Medaille. Beide behindern das Leben und das geistige Wohlbefinden, &#8230;» (S. 398)<br />
Nietzsche war zeitlebens davon überzeugt, dass man ihn erst verstehen werde, wenn die Welt reif für ihn sei. Inzwischen ist Nietzsche «Mainstream». Viele Menschen glauben: Gott ist tot und die Wahrheit ist, dass es keine Wahrheit gibt. Im Zweifel für den Zweifel (Tocotronic)! Alles scheint gesagt. Der Soziologe Zygmunt Bauman beschreibt den Geisteszustand der Postmoderne wie folgt:<br />
«Sie ist ein Geisteszustand, der sich vor allem durch seine alles verspottende, alles aushöhlende, alles zersetzende Destruktivität auszeichnet. Es scheint zuweilen, als sei der postmoderne Geist die Kritik im Augenblick ihres definitiven Triumphes: eine Kritik, der es immer schwerer fällt, kritisch zu sein, weil sie alles, was sie zu kritisieren pflegte, zerstört hat. Dabei verschwand die schiere Notwendigkeit der Kritik. Es ist nichts übriggeblieben, wogegen man sich wenden könnte.»3<br />
Was steht an, wenn alles schon «bezweifelt» ist, wenn es keine Fragen und Antworten mehr gibt und die Trauerarbeit abgeschlossen ist (F. Lyotard)? Es bleibt die Unterhaltung zum Tode, die Karnevalisierung oder, wie viele sagen, die Spassgesellschaft. Wir amüsieren uns zu Tode (N. Postman).<br />
Der vielleicht begabteste Schriftsteller des vergangenen Jahrhunderts, David Foster Wallace, beschreibt eine Gesellschaft voller Menschen, die sich der Wahrheitsfrage durch Zerstreuungen aller Art entziehen. In seinem Hauptwerk «Unendlicher Spass» (1646 Seiten!) geht es um einen Film, der die Menschen, die ihn anschauen, so verhext, dass sie sich nicht mehr von ihm lösen können und dabei verhungern und verdursten. Richard Kämmerlings schreibt in seiner FAZ-Rezension über das Buch:<br />
«‹Infinite Jest› ist ein moralisches, ja moralistisches Buch über den gegenwärtigen American way of life und damit über den Entwicklungsstand unserer Kultur. Es ist ein Buch über die Leere im innersten Zentrum unserer Gesellschaft, die der Einzelne mit Süchten, Zerstreuungen, Obsessionen und Unterhaltungen aller Art ersatzweise füllt und so verdeckt und verdrängt. Unendlicher Spass ist das Codewort einer düsteren Zukunftsvision, als Endpunkt menschlicher Evolution bedeutet er den Tod der Kultur und den Tod des Subjekts – und zwar in einem ganz konkreten, nicht übertragenen Sinne.»4<br />
Was also sollte anstehen, wenn alles schon bezweifelt ist? Könnte es sein, dass der Skeptizismus von Descartes eine Neubewertung braucht? Ist die Zeit gekommen, die Platzanweisung für den Menschen wieder ernst zu nehmen, zu akzeptieren, dass wir urteilen, aber nicht über alles richten sollen?<br />
Der Zweifel schützt, deckt Irrtümer auf, eröffnet neue Sichtweisen und hilft beim Entdecken begehbarer Wege. Wenn aber Skepsis alles ist, was wir haben, wenn die Zweifel uns im Innern spalten, wenn es der Kritik immer schwerer fällt, kritisch zu sein, weil sie alles, was sie zu kritisieren pflegte, bereits zerstört hat, ist die Zeit gekommen, auch den Zweifel in den Zweifel zu ziehen.<br />
«Der Glaube an die Zukunft fängt mit dem Zweifel an allen bisherigen Wahrheiten an», sagte Nietzsche. Fangen wir an, an dem zu zweifeln, was uns heute als «Wahrheit» präsentiert wird. Wir brauchen einen neuen, einen konstruktiven Umgang mit dem Zweifel. Vielleicht brauchen wir, um es etwas mutig zu formulieren, eine zweite Aufklärung. Robert Spaemann forderte kürzlich: «Der Skeptizismus der Philosophie sollte so radikal sein, dass er sich auch gegen sich selbst richtet.» Und: «Wir müssen auch Zweifel an unseren Zweifeln haben.»5<br />
Ein grosser Gelehrter und Zeitgenosse von René Descartes könnte uns dabei Mentor werden. Der gläubige Mathematiker und Naturwissenschaftler Blaise Pascal (1623–1662) schrieb im 268. Fragment seiner Gedanken:<br />
«Man muss zweifeln, wenn es notwendig ist, sich Gewissheit verschaffen, wo es notwendig ist, und sich unterwerfen, wo es notwendig ist. Wer nicht so handelt, missachtet die Kraft des Verstandes. Es gibt Menschen, die gegen diese drei Grundforderungen verstossen, die entweder behaupten, alles sei beweisbar, weil sie nichts vom Beweisen verstehen, oder alles bezweifeln, weil sie nicht wissen, wo man sich unterwerfen muss, oder sich in allen Fällen unterwerfen, weil sie nicht wissen, wo sie urteilen müssen.»6<br />
Ron Kubsch<br />
1 So ganz neu allerdings war das auch nicht, vgl. A. Augustinus: De civitate Dei, XI, 26.<br />
2 Jürgen Habermas, «Mit dem Pfeil ins Herz der Gegenwart», in: «Die neue Unübersichtlichkeit», S. 129.<br />
3 Zygmunt Bauman, «Ansichten der Postmoderne», Argument Verlag, 1995, S. 6.<br />
4 Kämmerlings, R., «David Foster Wallace: Unendlicher Spass», FAZ, 2009.<br />
5 Interview mit Robert Spaemann, «Christen können nicht eine nette Religion erfinden», Kath.net vom 30. April 2010, URL: http://www.kath.net/detail.php?id=26547 [Stand: 18.06.2010].<br />
6 Blaise Pascal, «Pensées», übertragen von E. Wasmuth, Lambert Schneider, 1937, S. 138–139.<br />
Ron Kubsch ist Rektoratsleiter des Martin Bucer Seminars und Dozent für Apologetik und Neuere Theologiegeschichte.</p>
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