Chang’e-4

Still kreist die Erde in einem Raum voll mit toter Materie. Kräfte, Abstände, Atmosphäre – alles harmoniert auf verblüffende Weise und ermöglicht Leben. Seien wir realistisch: Das ist ein Wunder!
Am 3. Januar, um 3 Uhr 26, landete die chinesische Sonde Chang’e-4 auf der Rückseite des Mondes in einer von Meteoriteneinschlägen zerfurchten Tiefebene. Über diese „dunkle Seite“ des Mondes wissen wir wenig. Der Mond dreht sich zwar um die eigene Achse, trotzdem sehen wir von der Erde
aus immer nur die eine Seite. Die Rotation des Mondes ist gekoppelt mit seiner Umlaufzeit um die Erde.
Die Ziele der chinesischen Raumfahrtbehörde sind ehrgeizig: In den kommenden Jahren will man auf dem Mond eine bemannte Station aufbauen und gleichzeitig eine Raumstation in den Orbit schicken. Das erste Modul der Station „Tiangong“ soll noch in diesem Jahr in die Umlaufbahn gebracht werden. „Tiangong“ heisst „himmlischer Palast“.
Von der Erde zur Rückseite des Mondes gibt es keine direkte Funkverbindung. Um dort landen zu können, stationierten die Chinesen einen Relais-Satelliten neben dem Mond, der sowohl mit der Erde als auch mit der Sonde kommunizieren kann. Als Armeefunker kenne ich das Relais-Prinzip. Wo Hindernisse der Verbindung im Weg stehen, braucht es eine zwischengeschaltete Relaisstation. Sie lenkt die Wellen vom Sender zum Empfänger um.
Der Blick an den nächtlichen Himmel führt bei vielen Menschen zu metaphysischem Schauern. So dichtete beispielsweise Friedrich Schiller: „Brüder – überm Sternenzelt muss ein lieber Vater wohnen (…) Ahnest du den Schöpfer, Welt? Such’ ihn überm Sternenzelt!“ Und Nasa-Direktor und Astrophysiker Thomas Zurbuchen, Pfarrerssohn aus Heiligenschwendi BE, sagt, dass Universum lehre, „dass es Wichtigeres gibt als unsere kleinen Leben“.
Der Blick ins Weltall weckt eine Ahnung von der Macht seines Schöpfers. Er selbst scheint unerreichbar im Dunkeln zu sein. Berechnen lässt er sich auf keinen Fall. Der Weg zu Schillers „liebendem Vater“ führt über den Glauben. Jesus Christus ist – man erlaube mir den Vergleich – die „Relaisstation“ zwischen Erde und Himmel. Die Heilige Schrift beschreibt Jesus als den Weg zu Gott, zum Schöpfer, der sich als liebender Vater erweist. Wer im Namen von Jesus betet ist zwar noch nicht im Himmel, aber er vernimmt bereits dessen Melodie. Rolf Hoeneisen Facebook

Wunscherfüllung

„Nur solche Gebete werden erhört, die in Übereinstimmung mit dem geoffenbarten Willen Gottes sind.“
(Hudson Taylor, 1832-1905)
Ganz besonders am Ende des einen und am Beginn des neuen Jahres wird überall Bilanz gezogen. Mehr oder weniger erfreut bzw. frustriert schaut man auf die Ereignisse der vergangenen Monate zurück. Je nach Persönlichkeit und Lebensphase dominiert beim Blick auf das kommende Jahr die Freude oder der Frust.
Natürlich ist es sehr empfehlenswert, gelegentlich Resümee zu ziehen. Nur so kann man verhindern, eigene Fehler immer und immer zu wiederholen. Die Erinnerung ans vergangene Jahr kann bei Christen auch zu einer berechtigten Pause der Dankbarkeit führen. Jeder, der nur einige Minuten nachdenkt, wird sich dann an einiges erinnern, was ihm von Gott geschenkt wurde: Momente des Glücks, Gesundheit, Freunde, materielle Güter, Urlaub, eine Wohnung, gutes Essen, Vergebung, Verständnis, Trost usw. Ganz sicher ist das Jahresende ein geeigneter Zeitpunkt, um sich an all das zu erinnern, was Gott geschenkt hat und ihn dann „Danke“ dafür zu sagen.
Auch Probleme, Schmerzen und Fehler hat das vergangene Jahr für viele Menschen mit sich gebracht. Es hilft nur wenig das vorschnell zu verdrängen. Jetzt, am Ende des Jahres, ist die Zeit alles Leiden an Gott abzugeben, der alleine wirklich helfen kann zu tragen und zu trösten. Schuld und Fehler aber verschwinden auch nicht einfach von selbst. Sie müssen eingesehen und vergeben werden. Jetzt ist ein geeigneter Zeitpunkt sich dieser unangenehmen Aufgabe zu stellen, um entlastet ins neue Jahr zu starten.
Bei allen Vorhaben, Wünschen und Planungen für die Zukunft, sollten Christen nie den Willen Gottes aus dem Blick verlieren. Gott ist nicht einfach eine immer nur alles absegnende Energie, die dauerhaften Erfolg allen verspricht, die sich das so wünschen. Natürlich kann man Gott um alles bitten, auch um egoistische, lediglich genussorientierte oder sogar sündige Vorhaben. Gott hat aber auch seinen eigenen Plan für jeden Menschen und unverrückbare Maßstäbe, die letztlich über richtig und falsch entscheiden; ganz unabhängig davon ob wir uns dabei gut fühlen oder nicht. Christen sollten das neue Jahr mit Gott planen, nach seinem Willen fragen und sich vornehmen, auch dementsprechend zu handeln, selbst wenn es mal schwer oder unangenehm wird. Ganz sicher hört Gott jedes Gebet, aber er erfüllt nicht alle Bitten, in der Weise wie man es sich vielleicht wünschen würde. Michael Kotsch

Siehe zu, dass deine Gottesfurcht nicht Heuchelei sei

Siehe zu, daß deine Gottesfurcht nicht Heuchelei sei, BWV 179, ist eine Kirchenkantate von Johann Sebastian Bach, geschrieben 1723 in Leipzig für den elften Sonntag nach Trinitatis, den 8. August 1723.

1. Coro
Violino I col Soprano, Violino II coll‘ Alto, Viola col Tenore, Continuo
Siehe zu, dass deine Gottesfurcht nicht Heuchelei sei, und diene Gott nicht mit falschem Herzen!
2. Recitativo T
Continuo
Das heutge Christentum
Ist leider schlecht bestellt:
Die meisten Christen in der Welt
Sind laulichte Laodicäer
Und aufgeblasne Pharisäer,
Die sich von außen fromm bezeigen
Und wie ein Schilf den Kopf zur Erde beugen,
Im Herzen aber steckt ein stolzer Eigenruhm;
Sie gehen zwar in Gottes Haus
Und tun daselbst die äußerlichen Pflichten,
Macht aber dies wohl einen Christen aus?
Nein, Heuchler könnens auch verrichten.
3. Aria T
Oboe I/II, Violino I/II, Viola, Continuo
Falscher Heuchler Ebenbild
Können Sodomsäpfel heißen,
Die mit Unflat angefüllt
Und von außen herrlich gleißen.
Heuchler, die von außen schön,
Können nicht vor Gott bestehn.
4. Recitativo B
Continuo
Wer so von innen wie von außen ist,
Der heißt ein wahrer Christ.
So war der Zöllner in dem Tempel,
Der schlug in Demut an die Brust,
Er legte sich nicht selbst ein heilig Wesen bei;
Und diesen stelle dir,
O Mensch, zum rühmlichen Exempel
In deiner Buße für;
Bist du kein Räuber, Ehebrecher,
Kein ungerechter Ehrenschwächer,
Ach bilde dir doch ja nicht ein,
Du seist deswegen engelrein!
Bekenne Gott in Demut deine Sünden,
So kannst du Gnad und Hilfe finden!
5. Aria S
Oboe da caccia I/II, Continuo
Liebster Gott, erbarme dich,
Lass mir Trost und Gnad erscheinen!
Meine Sünden kränken mich
Als ein Eiter in Gebeinen,
Hilf mir, Jesu, Gottes Lamm,
Ich versink im tiefen Schlamm!
6. Choral
Oboe I/II e Violino I col Soprano, Violino II coll‘ Alto, Viola col Tenore, Continuo
Ich armer Mensch, ich armer Sünder
Steh hier vor Gottes Angesicht.
Ach Gott, ach Gott, verfahr gelinder
Und geh nicht mit mir ins Gericht!
Erbarme dich, erbarme dich,
Gott, mein Erbarmer, über mich!

Mt 22,35-40 Welches ist das höchste Gebot im Gesetz?

Luther 1984:   35 Und einer von ihnen, ein Schriftgelehrter, versuchte ihn und fragte:  36 Meister, welches ist das höchste Gebot im Gesetz?  37 Jesus aber antwortete ihm: »Du sollst den Herrn, deinen Gott, lieben von ganzem Herzen, von ganzer Seele und von ganzem Gemüt«.  38 Dies ist das höchste und größte Gebot.  39 Das andere aber ist dem gleich: »Du sollst deinen Nächsten lieben wie dich selbst«.  40 In diesen beiden Geboten hängt das ganze Gesetz und die Propheten.

Elberfelder:  35 Und es fragte einer von ihnen, ein Gesetzesgelehrter, und versuchte ihn und sprach :  36 Lehrer, welches ist das größte Gebot im Gesetz ?  37 Er aber sprach zu ihm: «Du sollst den Herrn, deinen Gott, lieben mit deinem ganzen Herzen und mit deiner ganzen Seele und mit deinem ganzen Verstand.»  38 Dies ist das größte und erste Gebot.  39 Das zweite aber ist ihm gleich: «Du sollst deinen Nächsten lieben wie dich selbst.»  40 An diesen zwei Geboten hängt das ganze Gesetz und die Propheten.

EinheitsÜ:  35 Einer von ihnen, ein Gesetzeslehrer, wollte ihn auf die Probe stellen und fragte ihn:  36 Meister, welches Gebot im Gesetz ist das wichtigste?  37 Er antwortete ihm: Du sollst den Herrn, deinen Gott, lieben mit ganzem Herzen, mit ganzer Seele und mit all deinen Gedanken.  38 Das ist das wichtigste und erste Gebot.  39 Ebenso wichtig ist das zweite: Du sollst deinen Nächsten lieben wie dich selbst.  40 An diesen beiden Geboten hängt das ganze Gesetz samt den Propheten.

Gute Nachricht: 35 Einer von ihnen, ein Gesetzeslehrer, stellte Jesus eine Falle. Er fragte ihn: 36 »Lehrer, welches ist das wichtigste Gebot des Gesetzes?« 37 Jesus antwortete: »Liebe den Herrn, deinen Gott, von ganzem Herzen, mit ganzem Willen und mit deinem ganzen Verstand!38 Dies ist das größte und wichtigste Gebot. 39 Aber gleich wichtig ist ein zweites: Liebe deinen Mitmenschen wie dich selbst! 40 In diesen beiden Geboten ist alles zusammengefasst, was das Gesetz und die Propheten fordern.«

Neue Genfer Ü: 35 Nun versuchte einer von ihnen, ein Gesetzeslehrer, Jesus eine Falle zu stellen. Er fragte ihn: 36 »Meister, welches ist das wichtigste Gebot im Gesetz?« 37 Jesus antwortete: »›Du sollst den Herrn, deinen Gott, lieben von ganzem Herzen, mit ganzer Hingabe und mit deinem ganzen Verstand!‹38 Dies ist das größte und wichtigste Gebot. 39 Ein zweites ist ebenso wichtig: ›Liebe deine Mitmenschen wie dich selbst!‹ 40 Mit diesen beiden Geboten ist alles gesagt, was das Gesetz und die Propheten fordern.«

Volxbibel: 34/35 Als die Pharisäer hörten, wie Jesus den Sadduzäern das Maul gestopft hatte, dachten sie sich eine neue Frage aus. Einer von den Theologen ging mit folgendem Ding zu ihm hin: 36 „Meister, was ist das absolut wichtigste Gesetz von Gott, was will er von uns?“ 37 „‚Liebe Gott, deinen Chef, mit allem, was du hast, mit deinem ganzen Gefühl, volles Rohr, entscheide dich dafür!‘ 38 Das ist das wichtigste Gesetz überhaupt! 39 Und gleich danach kommt: ‚Liebe die Leute, die mit dir leben, genauso, wie du dich selber auch liebst!‘ 40 Da steckt alles drin, alle Gesetze und Forderungen, bei den Propheten angefangen bis heute.“

 

Ohne Schatten

„Ein Mann wollte seinen Schatten loswerden, aber, was er auch anstellte, es gelang ihm nicht. Er wälzte sich auf dem Boden, sprang ins Wasser, versuchte, über den Schatten wegzuspringen. Alles vergeblich.
Ein weiser Mann, der diese Geschichte hörte, meinte dazu:
»Das wäre doch ganz einfach gewesen, den Schatten loszuwerden!“ »Wieso einfach ?“ fragten die Umstehenden neugierig, »was hätte er denn machen sollen?« Und der weise Mann gab zur Antwort: Er hätte sich nur in den Schatten eines Baumes zu stellen brauchen.“
Wir dürfen uns in den Schatten des Kreuzes stellen! Der Schatten, das ist die Schuld des Menschen, alles was ihn von Gott trennt. Wir brauchen uns nur in den Schatten des Baumes, des Kreuzes Jesu stellen, dann werden wir die Schuld los. Nach einer Kurzgeschichte von Adalbert von Chamisso