Siehe zu, dass deine Gottesfurcht nicht Heuchelei sei

Siehe zu, daß deine Gottesfurcht nicht Heuchelei sei, BWV 179, ist eine Kirchenkantate von Johann Sebastian Bach, geschrieben 1723 in Leipzig für den elften Sonntag nach Trinitatis, den 8. August 1723.

1. Coro
Violino I col Soprano, Violino II coll‘ Alto, Viola col Tenore, Continuo
Siehe zu, dass deine Gottesfurcht nicht Heuchelei sei, und diene Gott nicht mit falschem Herzen!
2. Recitativo T
Continuo
Das heutge Christentum
Ist leider schlecht bestellt:
Die meisten Christen in der Welt
Sind laulichte Laodicäer
Und aufgeblasne Pharisäer,
Die sich von außen fromm bezeigen
Und wie ein Schilf den Kopf zur Erde beugen,
Im Herzen aber steckt ein stolzer Eigenruhm;
Sie gehen zwar in Gottes Haus
Und tun daselbst die äußerlichen Pflichten,
Macht aber dies wohl einen Christen aus?
Nein, Heuchler könnens auch verrichten.
3. Aria T
Oboe I/II, Violino I/II, Viola, Continuo
Falscher Heuchler Ebenbild
Können Sodomsäpfel heißen,
Die mit Unflat angefüllt
Und von außen herrlich gleißen.
Heuchler, die von außen schön,
Können nicht vor Gott bestehn.
4. Recitativo B
Continuo
Wer so von innen wie von außen ist,
Der heißt ein wahrer Christ.
So war der Zöllner in dem Tempel,
Der schlug in Demut an die Brust,
Er legte sich nicht selbst ein heilig Wesen bei;
Und diesen stelle dir,
O Mensch, zum rühmlichen Exempel
In deiner Buße für;
Bist du kein Räuber, Ehebrecher,
Kein ungerechter Ehrenschwächer,
Ach bilde dir doch ja nicht ein,
Du seist deswegen engelrein!
Bekenne Gott in Demut deine Sünden,
So kannst du Gnad und Hilfe finden!
5. Aria S
Oboe da caccia I/II, Continuo
Liebster Gott, erbarme dich,
Lass mir Trost und Gnad erscheinen!
Meine Sünden kränken mich
Als ein Eiter in Gebeinen,
Hilf mir, Jesu, Gottes Lamm,
Ich versink im tiefen Schlamm!
6. Choral
Oboe I/II e Violino I col Soprano, Violino II coll‘ Alto, Viola col Tenore, Continuo
Ich armer Mensch, ich armer Sünder
Steh hier vor Gottes Angesicht.
Ach Gott, ach Gott, verfahr gelinder
Und geh nicht mit mir ins Gericht!
Erbarme dich, erbarme dich,
Gott, mein Erbarmer, über mich!

Mt 22,35-40 Welches ist das höchste Gebot im Gesetz?

Luther 1984:   35 Und einer von ihnen, ein Schriftgelehrter, versuchte ihn und fragte:  36 Meister, welches ist das höchste Gebot im Gesetz?  37 Jesus aber antwortete ihm: »Du sollst den Herrn, deinen Gott, lieben von ganzem Herzen, von ganzer Seele und von ganzem Gemüt«.  38 Dies ist das höchste und größte Gebot.  39 Das andere aber ist dem gleich: »Du sollst deinen Nächsten lieben wie dich selbst«.  40 In diesen beiden Geboten hängt das ganze Gesetz und die Propheten.

Elberfelder:  35 Und es fragte einer von ihnen, ein Gesetzesgelehrter, und versuchte ihn und sprach :  36 Lehrer, welches ist das größte Gebot im Gesetz ?  37 Er aber sprach zu ihm: «Du sollst den Herrn, deinen Gott, lieben mit deinem ganzen Herzen und mit deiner ganzen Seele und mit deinem ganzen Verstand.»  38 Dies ist das größte und erste Gebot.  39 Das zweite aber ist ihm gleich: «Du sollst deinen Nächsten lieben wie dich selbst.»  40 An diesen zwei Geboten hängt das ganze Gesetz und die Propheten.

EinheitsÜ:  35 Einer von ihnen, ein Gesetzeslehrer, wollte ihn auf die Probe stellen und fragte ihn:  36 Meister, welches Gebot im Gesetz ist das wichtigste?  37 Er antwortete ihm: Du sollst den Herrn, deinen Gott, lieben mit ganzem Herzen, mit ganzer Seele und mit all deinen Gedanken.  38 Das ist das wichtigste und erste Gebot.  39 Ebenso wichtig ist das zweite: Du sollst deinen Nächsten lieben wie dich selbst.  40 An diesen beiden Geboten hängt das ganze Gesetz samt den Propheten.

Gute Nachricht: 35 Einer von ihnen, ein Gesetzeslehrer, stellte Jesus eine Falle. Er fragte ihn: 36 »Lehrer, welches ist das wichtigste Gebot des Gesetzes?« 37 Jesus antwortete: »Liebe den Herrn, deinen Gott, von ganzem Herzen, mit ganzem Willen und mit deinem ganzen Verstand!38 Dies ist das größte und wichtigste Gebot. 39 Aber gleich wichtig ist ein zweites: Liebe deinen Mitmenschen wie dich selbst! 40 In diesen beiden Geboten ist alles zusammengefasst, was das Gesetz und die Propheten fordern.«

Neue Genfer Ü: 35 Nun versuchte einer von ihnen, ein Gesetzeslehrer, Jesus eine Falle zu stellen. Er fragte ihn: 36 »Meister, welches ist das wichtigste Gebot im Gesetz?« 37 Jesus antwortete: »›Du sollst den Herrn, deinen Gott, lieben von ganzem Herzen, mit ganzer Hingabe und mit deinem ganzen Verstand!‹38 Dies ist das größte und wichtigste Gebot. 39 Ein zweites ist ebenso wichtig: ›Liebe deine Mitmenschen wie dich selbst!‹ 40 Mit diesen beiden Geboten ist alles gesagt, was das Gesetz und die Propheten fordern.«

Volxbibel: 34/35 Als die Pharisäer hörten, wie Jesus den Sadduzäern das Maul gestopft hatte, dachten sie sich eine neue Frage aus. Einer von den Theologen ging mit folgendem Ding zu ihm hin: 36 „Meister, was ist das absolut wichtigste Gesetz von Gott, was will er von uns?“ 37 „‚Liebe Gott, deinen Chef, mit allem, was du hast, mit deinem ganzen Gefühl, volles Rohr, entscheide dich dafür!‘ 38 Das ist das wichtigste Gesetz überhaupt! 39 Und gleich danach kommt: ‚Liebe die Leute, die mit dir leben, genauso, wie du dich selber auch liebst!‘ 40 Da steckt alles drin, alle Gesetze und Forderungen, bei den Propheten angefangen bis heute.“

 

Ohne Schatten

„Ein Mann wollte seinen Schatten loswerden, aber, was er auch anstellte, es gelang ihm nicht. Er wälzte sich auf dem Boden, sprang ins Wasser, versuchte, über den Schatten wegzuspringen. Alles vergeblich.
Ein weiser Mann, der diese Geschichte hörte, meinte dazu:
»Das wäre doch ganz einfach gewesen, den Schatten loszuwerden!“ »Wieso einfach ?“ fragten die Umstehenden neugierig, »was hätte er denn machen sollen?« Und der weise Mann gab zur Antwort: Er hätte sich nur in den Schatten eines Baumes zu stellen brauchen.“
Wir dürfen uns in den Schatten des Kreuzes stellen! Der Schatten, das ist die Schuld des Menschen, alles was ihn von Gott trennt. Wir brauchen uns nur in den Schatten des Baumes, des Kreuzes Jesu stellen, dann werden wir die Schuld los. Nach einer Kurzgeschichte von Adalbert von Chamisso