Manfred Krug

„Vielleicht bin ich kein Christ geworden, weil es mir von Kindheit an schwer fiel, an den lieben Gott zu glauben. Aber die Bibel habe ich freiwillig gelesen, und sie hat mir geholfen, mich gegen andere über weite Strecken wie ein Christ zu benehmen.“ – Manfred Krug –

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Gottesbeweise

„Auch wenn die Gottesbeweise nicht zum Ziel führen, sollten sie nicht pauschal abgetan werden. Sie können als Hinweise auf Gott verstanden werden und zur „Verunsicherung des Atheismus“ beitragen. Gottesbeweise sollen dem Menschen die Ruhe der Fraglosigkeit nehmen und ihn in die Unruhe des Suchens führen. Wie die Raupe, auf dem Wege nach oben an die Spitze des Grashalms gelangt, sich aufrichtet und nach allen Seiten streckt, um eine Möglichkeit der Fortsetzung ihres Weges zu finden, so wird der Mensch durch die Konsequenz der Argumente für die Existenz Gottes aufgestört und nicht auf eine letzte Sinnlosigkeit gewiesen, sondern zur Suche motiviert.“ aus Klaus Bockmühl, Die Argumente für die Existenz Gottes.

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Die Tyrannei der Wissenschaft

Die Institution, die tatsächlich versucht, andere mit Hilfe des Staates zu tyrannisieren, ist die Wissenschaft. Die Institution, die den säkularen Arm tatsächlich bemüht, ist die Wissenschaft. Und das Bekenntnis, das tatsächlich Abgaben einfordert und in die Schulen vordringt, das Bekenntnis, das tatsächlich mit Zwangsgeldern und Gefängnis durchgesetzt wird, das nicht per Predigt, sondern per Vorschrift verkündet und nicht von Pilgern, sondern von Polizisten verbreitet wird – dieses Bekenntnis ist das grosse, aber umstrittene Denksystem, an dessen Anfang die Evolution und an dessen Ende die Eugenik steht. Tatsächlich ist der Materialismus unsere Staatsreligion; denn dessen Häretiker werden tatsächlich von Staats wegen verfolgt. … Wenn der Begriff der Durchsetzung einer weithin umstrittenen, einem endgültigen Beweis nicht zugänglichen Theorie mit Hilfe der Staatsgewalt bezeichnet – dann sind heute nicht unsere Priester, sondern unsere Ärzte Inquisitoren. Dass sie Dogmen solcher Art durchzusetzen vermag, macht eine Staatskirche aus – in einem älteren und umfassenderen Sinn, als man ihn heute irgendeiner religiösen Glaubensgemeinschaft anheften könnte.
G. K. Chesterton. Eugenik und andere Übel. suhrkamp: Berlin, 2014. (142-143) http://hanniel.ch/2016/10/23/zitat-der-woche-die-tyrannei-der-wissenschaft/

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Der gefährlichere Feind des Guten

Dummheit ist ein gefährlicherer Feind des Guten als Bosheit.
Gegen das Böse läßt sich protestieren, es läßt sich bloßstellen, es läßt sich notfalls mit Gewalt verhindern, das Böse trägt immer den Keim der Selbstzersetzung in sich, indem es mindestens ein Unbehagen im Menschen zurückläßt. Gegen die Dummheit sind wir wehrlos. Weder mit Protesten noch mit Gewalt läßt sich hier etwas ausrichten; Gründe verfangen nicht; Tatsachen, die dem eigenen Vorurteil widersprechen, brauchen einfach nicht geglaubt zu werden – in solchen Fällen wird der Dumme sogar kritisch, und wenn sie unausweichlich sind, können sie einfach als nichtssagende Einzelfälle beiseite geschoben werden. Dabei ist der Dumme im Unterschied zum Bösen restlos mit sich selbst zufrieden, ja, er wird sogar gefährlich, indem er leicht gereizt zum Angriff übergeht. Daher ist dem Dummen gegenüber mehr Vorsicht geboten als gegenüber dem Bösen. …
Bei genauerem Zusehen zeigt sich, daß jede starke äußere Machtentfaltung, sei sie politischer oder religiöser Art einen großen Teil der Menschen mit Dummheit schlägt. …
Das Wort der Bibel, das die Furcht Gottes der Anfang der Weisheit sei (Sprüche 1, 7), sagt, daß die innere Befreiung des Menschen zum verantwortlichen Leben vor Gott die einzige wirkliche Überwindung der Dummheit ist. Dietrich Bonhoeffer
Quelle: Widerstand und Ergebung, DBW Band 8, Seite 26 ff
http://www.dietrich-bonhoeffer.net/zitat/id/604

Das Christentum ist für das normative Selbstverständnis der Moderne nicht nur eine Vorläufergestalt oder ein Katalysator gewesen.

„Das Christentum ist für das normative Selbstverständnis der Moderne nicht nur eine Vorläufergestalt oder ein Katalysator gewesen. Der egalitäre Universalismus, aus dem die Ideen von Freiheit und solidarischem Zusammenleben, von autonomer Lebensführung und Emanzipation, von individueller Gewissensmoral, Menschenrechten und Demokratie entsprungen sind, ist unmittelbar ein Erbe der jüdischen Gerechtigkeits- und der christlichen Liebesethik. In der Substanz unverändert, ist dieses Erbe immer wieder kritisch angeeignet und neu interpretiert worden. Dazu gibt es bis heute keine Alternative. Auch angesichts der aktuellen Herausforderungen einer postnationalen Konstellation zehren wir nach wie vor von dieser Substanz. Alles andere ist postmodernes Gerede“. From Jürgen Habermas – „Zeit der Übergänge“ (Suhrkamp Verlag, 2001) p. 174f.

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Wir können auf zweierlei Weise Schuldner sein.

Röm. 1,14-17
14 Ich bin ein Schuldner der Griechen und der Nichtgriechen, der Weisen und der Nichtweisen;
15 darum, soviel an mir liegt, bin ich willens, auch euch in Rom das Evangelium zu predigen.
16 Denn ich schäme mich des Evangeliums nicht; denn es ist eine Kraft Gottes, die selig macht alle, die daran glauben, die Juden zuerst und ebenso die Griechen.
17 Denn darin wird offenbart die Gerechtigkeit, die vor Gott gilt, welche kommt aus Glauben in Glauben; wie geschrieben steht (Habakuk 2,4): »Der Gerechte wird aus Glauben leben.«
Wir können auf zweierlei Weise Schuldner sein. Entweder hat uns ein anderer etwas geliehen, das wir ihm zurückzahlen müssen. Oder aber uns ist etwas anvertraut für andere, auf dass diese nun einen Anspruch haben. Uns ist anvertraut, was andere brauchen und worauf sie nun um des Gekreuzigten willen einen Anspruch haben. Die missionstheologische Kernfrage lautet darum: Wer bekommt nie, was die Gemeinde des Gekreuzigten ihm schuldet, wenn wir nur das machen, was wir immer schon gemacht haben? Wer bleibt unerreicht, wenn wir nur tun, was wir jetzt tun? John Stotts

Wir müssen reden, wo die Schrift geredet hat

Die Kirche hat im Bereich der Lehre und des Lebens nur da ein Recht, das Gewissen anderer Menschen zu binden, wo sie ihr Urteil aus einer sauberen Auslegung der Heiligen Schrift abgeleitet hat. Wir müssen reden, wo die Schrift geredet hat, aber auch ihr Schweigen akzeptieren.
Die Kirche wird in unserer Generation keine Bestand haben, sie wird keine Schlagkraft besitzen, wenn ihre innere Struktur nicht das rechte Gleichgewicht zwischen Form und Freiheit zeigt, wenn sie nicht die Kraft der christlichen Lehre aufweist und gleichzeitig eine Gemeinschaft hervorbrint, die Schönheit und Wahrheit deutlich macht.
Hat die Kirche in unserer Generation eine Zukunft? Nur dann, wenn sie nicht nur im Bereich der Lehrordnung die Form der Schrift beweist, sondern auch im Bereich der Gemeinschaft.
Die Kirche soll bestehen, bis Jesus wiederkommt. Aber es muss ein Gleichgewicht zwischen Form und Freiheit geben, sowohl im Bereich der Gemeindeordnung, als auch in der praktizierten Gemeinschaft innerhalb der Kirche. Und es muss Freiheit unter der Leitung des Heiligen Geistes geben, das zu verändern, was verändert werden muss, damit die Kirche an ihrem Ort und zu ihrer Zeit veränderten Situationen gerecht werden kann. Andernfalls, glaube ich, wird die Kirche nicht als lebendige Kirche weiterbestehen können. Dann werden wir verknöchern und Christus aus der Kirche ausschliessen. Dann werden seine Herrschaft und die Leitung des Heiliges Geistes leere Worte werden.
Francis Schaeffer. Kirche am Ende des 20. Jahrhunderts. Haus der Bibel/Brockhaus: Genf-Zürich-Basel/Wuppertal, 1972, 5. Kapitel

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Heute brauchen wir prophetische Prediger – nicht Prediger über Prophetie, sondern Prediger mit einer prophetischen Gabe.

Was Gott seiner Gemeinde je zu ihrer Zeit zu sagen hat, hängt gänzlich davon ab, in welchem moralischen und geistlichen Zustand sie sich befindet und was die geistliche Not der Stunde ist. Christliche Leiter, die die Schriften unablässig in einer mechanischen Weise auslegen, ohne die gegenwärtige geistige Situation zu berücksichtigen, sind nicht besser als die Schriftgelehrten in den Tagen Jesu, die wie Papageien das Gesetz rezitieren, ohne im entferntesten zu erkennen, was geistlich um sie herum vorgeht.

  1. W. Tozer, Of God and Men, Wing Spread Publishers, Camp Hill, Pennsylvania, 2010, S.17.
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In Wirklichkeit ist es [die Theologie] jedoch das praktischste Projekt, mit dem man sich befassen kann.

“In Wirklichkeit ist es [die Theologie] jedoch das praktischste Projekt, mit dem man sich befassen kann. Gott zu erkennen ist von entscheidender Bedeutung, wenn es darum geht, ein gelungenes Leben führen zu können. Nehmen wir das Beispiel eines Eingeborenen, der aus dem Regenwald des Amazonas stammt. Wie lieblos wäre es, mit ihm nach London zu fliegen, ihn ohne eine Erklärung am Trafalgar-Square abzusetzen und dann zu verschwinden. Er müsste sich dann, ohne ein Wort Englisch zu sprechen oder etwas über England zu wissen, allein durchschlagen. Ebenso lieblos sind wir uns selbst gegenüber, wenn wir versuchen, in dieser Welt zu leben, ohne den Gott zu kennen, der diese Welt erschaffen hat, und der sie lenkt. Die Welt ist für jene, die Gott nicht kennen, ein fremder, grausamer, trostloser Ort, und das Leben in dieser Welt ist voller Enttäuschungen und Unannehmlichkeiten. Missachtest du das Studium über Gott, dann verurteilst du dich sozusagen dazu, mit verbundenen Augen, mehr schlecht als recht, durchs Leben zu straucheln, ohne Orientierungssinn und ohne etwas von der Welt zu erkennen, die dich umgibt. Auf diese Weise wirst du dein Leben vergeuden und deine Seele verlieren.“  James I. Packer, über Theologie

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Kein Scheemann

„Die Kirche lebt unter der Autorität der Schrift. Daher ist sie kein Schneemann in großer Gefahr davor unter den brennenden Strahlen einer heißen säkularen Sonne wegzuschmelzen. Stattdessen ist die Kirche die Herde Gottes. Sie wird von dem göttlichen Hirte gerettet, der seine Schafe sicher durch tobende Wässer zu ruhigen Meeresarme führt, wo die Schafe trinken und erfrischt werden können. So  leben sie und vollziehen ihren Dienst: erstaunliche Gnade haben sie bekommen. Gnade, die genug ist, um „viele Gefahren, Mühen und Fallen“ zu überwinden. Möge es uns heute so gehen.“ Kenneth Bailey. (1930-2016).

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