Chemnitz

Nach „Chemnitz“ grenzen sich auch immer mehr Evangelikale scharf von allem aus der rechtskonservativen, rechtsradikalen, rechtsnationalen, rechtswasimmerwas Ecke ab. Gewiss, mit den Hitlergrüßen ist eine Art Grenze überschritten, aber man sollte sich dennoch die Mühe machen, sich mit den politischen Grundbegriffen näher zu beschäftigen. Empfehle dieses knapp gehaltene Buch von Rahim aus Wien. Holger Lahayne
Linke & Rechte: Ein ideengeschichtlicher Kompass für die ideologischen Minenfelder der Neuzeit (Analysen) Taschenbuch – 10. April 2017 von Rahim Taghizadegan

 

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Konsequent zu Ende gedacht ist leugnet der Agnostiker die Existenz Gottes

Konsequent zu Ende gedacht ist leugnet der Agnostiker die Existenz Gottes, so wie er ist. Da ist Gottes Wort sehr klar. … Was mich … abstößt, ist diese ewige Gejammere, dass man die Befindlichkeiten irgendwelcher Leute stören könnte, wenn man Tatsachen beim Namen nennt.
„Der größte mir bekannte Teil der freikirchlichen Christen ist so bedacht, auf die Befindlichkeiten der „Unerreichten“, dass aus dem Salz und Licht wohl eher Puder und Nebel geworden ist. Und wie wir alle feststellen können hat diese Haltung ja nicht gerade zu gewaltigen Erweckungen geführt. Ich sage das ganz bewusst so, weil ich eben nicht denke, dass irgendeine Strategie oder ein Konzept Leute rettet, sondern die Wahrheit! Das man die „Unerreichten“ in Watte packt ist vielmehr lieblos. Die Wahrheit ist meistens unbequem. Die Hölle aber auch.“ Armin Gritzan

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Das Evangelium zusammengefasst auf vier Fragen

  1. Glauben Sie, dass Gott existiert, dass er ein persönlicher Gott ist und dass Jesus Christus Gott ist – wobei wir festhalten, dass wir nicht von dem Wort oder Begriff ‚Gott‘ sprechen, sondern von dem unendlich-persönlichen Gott, der wirklich da ist?
  2. Erkennen Sie, dass Sie diesem Gott gegenüber schuldig sind – wobei wir nicht von Schuldgefühlen sprechen, sondern von wirklicher moralischer Schuld?
  3. Glauben Sie, dass Jesus Christus in Raum, Zeit und Geschichte am Kreuz gestorben ist und durch seinen Tod ein völlig ausreichendes Sühnewerk vollbracht und die Strafe Gottes für die Sünden auf sich genommen hat?
  4. Haben Sie sich aufgrund der Verheißung Gottes in der Bibel, seiner schriftlichen Mitteilung an uns, in diesem Christus als Ihrem persönlichen Heiland geborgen – ohne sich auf irgend etwas zu stützen, was Sie selbst je getan haben oder je tun werden?

    Francis Schaeffer – Gott ist keine Illusion. Seite 152

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20.July 1944: 74 Jahre Stauffenberg-Attentat: Erinnerung an einen deutschen Helden

Schloss Jettingen Geburtsort von Stauffenberg

Claus Stauffenberg und all die anderen Männer des 20. Juli handelten stellvertretend für jene, die hätten eingreifen müssen. Sie nahmen Schuld auf sich, unsere Schuld für die Versäumnisse, in die wir verstrickt waren. Sie handelten in Verantwortung vor ihrem Gewissen und vor Gott. Sie waren mutig genug, bewusst und verantwortlich zu leben. Und im Zweifel ihr Leben zu opfern, um ihrer Überzeugung von Anstand und Moral zu folgen. Und Deutschland zu retten.
Das ist die Botschaft, die Claus Stauffenberg und seine Mitverschwörer uns allen hinterlassen haben, uns Alten und jeder neuen Generation: die Bereitschaft zu tun, was das Gewissen befiehlt – im Krieg wie im Frieden.
Die Männer des 20. Juli haben Maßstäbe gesetzt durch ihr Handeln und durch ihren Tod. Maßstäbe für ein Leben in Verantwortung vor Gott und vor den Menschen.
Es gilt, wie der große Theologe Dietrich Bonhoeffer sagte, „jeden Tag zu nehmen, als wäre es der letzte, und doch im Glauben und der Verantwortung einer großen Zukunft.“
Das bleibt Vorbild. Auch nach 70 Jahren. Und weit darüber hinaus. Richard von Weizäcker
https://www.bild.de/politik/inland/richard-von-weizsaecker/stauffenbergs-botschaft-gilt-36897860.bild.html

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Der Sieg Christi und unser Leben

»Denn darin besteht die Liebe zu Gott, dass wir seine Gebote halten; und seine Gebote sind nicht schwer« (1 Joh 5, 3). Stimmt das? Finden wir für unseren Teil auch, dass seine Gebote nicht schwer sind? Ich muss sagen, dass ich sie jahrelang schwer fand. Viele Jahre lang predigte ich als Pfarrer nie über diesen Vers, weil ich ihn ganz einfach nicht verstand. Ich fand die Gebote Gottes schwer, konnte sie kaum ertragen. Und dann merkte ich eines Tages, als ich mit diesem Problem rang, dass ich immer den unmittelbaren Zusammenhang des Verses außer acht gelassen hatte: »Denn darin besteht die Liebe Gottes, das wir seine Gebote halten; und seine Gebote sind nicht schwer. Denn alles, was aus Gott gezeugt ist, überwindet die Welt.« Glücklicherweise ist das noch nicht das Ende, denn sonst wüssten wir nichts über das »Wie«. »Und das ist der Sieg, der die Welt überwunden hat: unser Glaube.« Aufgrund des vollendeten Werkes Christi ist »der Sieg« ein Leben aus Glauben, Augenblick für Augenblick. Das ist nicht unser Sieg, sondern der Sieg Christi, den er für uns am Kreuz von Golgatha erkauft hat, und den wir Augenblick für Augenblick im Glauben erfassen.

Francis Schaeffer aus dem Buch Geistliche Leben – Was ist das? (Brockhaus, S. 83–84)

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WER ALS SKEPTIKER NICHT AN SEINEM ZWEIFEL ZWEIFELT, IST GEFÄHRLICH!

„Der Skeptiker glaubt, dass jede Behauptung, im Bereich der spirituellen Realität die Wahrheit zu kennen, falsch sein muss. Aber diese Behauptung ist ja selber eine religiöse Glaubensaussage. Sie geht von dem Dogma aus, dass man Gott nicht erkennen kann oder dass Gott nur die Liebe ist, aber niemals zornig, oder dass er eine das Universum durchdringende „Kraft“ ist und nicht eine Person, die in heiligen Schriften zu uns spricht – lauter unbeweisbare Glaubensaussagen. Und dazu glauben die Vertreter dieser These auch noch, dass ihr Weltbild das bessere sei. Sie glauben, dass die Welt ein besserer Ort wäre, wenn die Menschen ihre traditionellen Ansichten über Gott und die Wahrheit aufgeben und dafür ihre Position annehmen würden.
Womit dieses Weltbild selber ein Glaube ist, der beansprucht, der allein wahre zu sein. Wenn alle Weltanschauungen, die behaupten, die einzig wahren zu sein, abzulehnen sind, dann diese ganz gewiss auch. Und wenn es nicht „intolerant“ ist, diese Anschauung zu vertreten, warum soll es dann intolerant sein, sich an eine der traditionellen Religionen zu halten?“ Timothy Keller]

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Wie können wir unsere Feinde lieben?

Zunächst müssen wir zur Vergebung fähig werden. Wer nicht vergeben kann, der kann auch nicht lieben. Wir können nicht mit der Feindesliebe beginnen, wenn wir nicht begreifen, dass wir denen immer wieder vergeben müssen, die uns beleidigen und verfolgen.
Wir müssen auch begreifen, dass Vergebung immer nur von dem ausgehen kann, dem Böses getan wurde. Der Übeltäter kann um Vergebung bitten. Er kann zur Besinnung kommen wie der verlorene Sohn, der reumütig zurückkehrte und sich von ganzem Herzen nach Vergebung sehnte. Aber nur der beleidigte Nachbar, der liebende Vater daheim können die Vergebung gewähren.
Wenn wir vergeben, so bedeutet das nicht, dass wir so tun, als wäre nichts geschehen, oder dass wir eine böse Tat nicht mehr beim Namen nennen. Vielmehr bedeutet es, dass eine böse Tat nicht mehr als Schranke die Beziehungen stört. Vergebung ist ein Katalysator, der die notwendige Atmosphäre für einen neuen Anfang schafft. Vergebung ist das Abnehmen einer Bürde, das Löschen einer Schuld.
Worte wie: „Ich vergebe Dir, aber ich werde nie vergessen, was du mir angetan hast“, können nie das wahre Wesen der Vergebung ausdrücken. Gewiss kann man nicht vergessen, wenn vergessen bedeutet, dass etwas völlig aus dem Gedächtnis verschwunden sein soll. Wenn wir aber vergeben, so vergessen wir in dem Sinne, dass die Missetat kein Hindernis mehr für eine neue Beziehung bildet. Auch: „Ich vergebe dir, aber künftig will ich nichts mehr mit dir zu tun haben“, ist falsch. Vergebung bedeutet Aussöhnung, Wiederzusammenkommen. Niemand kann ohne Vergebung seine Feinde lieben. Der Grad der Vergebungsfähigkeit bestimmt den Grad der Möglichkeit, unsere Feinde zu lieben. Martin Luther King

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In Deutschland herrscht Bibel-Analphabetentum

„In Deutschland herrscht Bibel-Analphabetentum. Auch die Christen lesen ihre Bibel sehr selektiv. Sie suchen sich Verheissungsworte, die kribbeln. Aber sich mit dem gesamten Ratschluss Gottes zu befassen – das ist verloren gegangen. Dadurch werden viele Christen schwach. Es fehlt ihnen an Überwinderkraft.“ Wolfgang Wegert

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Keine Frage des Wissens

Der Gedanke, dass man den Menschen durch Bildung verbessern und die Übel der Menschheit durch intellektuelle Aufklärung beseitigen könne, ist eines der Grundprobleme der griechischen Philosophie, des Humanismus und der Aufklärung. Das staatliche Erziehungssystem und das humanistische Bildungsideal verdanken ihre Existenz der Idee der Hebung der Sitten durch Bildung.
Dahinter steht der Gedanke, dass der Menschen nur deswegen falsch handelt, weil er unwissend ist oder falsch denkt, nicht aber, weil sein Wille böse ist und er unfähig ist, das Gute aus eigener Kraft zu tun. Man will die ethische und verantwortliche Seite aller Gedanken, Worte und Taten auf eine Wissensfrage reduzieren, die den Menschen bestenfalls dann verantwortlich macht, wenn er Bescheid weiss.
Aus: Thomas Schirrmacher. Theologische Ethik. Bd. 1. S. 62.

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Dogmatische Korrektheit reicht nicht

„Wir müssen uns unsere Glaubensüberzeugungen nicht nur intellektuell, sondern auch existenziell zu Eigen machen; sie müssen in unserem Alltag praktisch werden. Dogmatische Korrektheit, die wir nicht auch im Herzen erfahren, führt zum Namenschristentum und letztlich in den Unglauben. Traurig aber wahr: Ausgerechnet viele konservative, um die rechte, gesunde Lehre bemühte Christen vernachlässigen das Gebet und bemühen sich nicht darum, Gott in ihrem Herzen zu erfahren; am Ende ist es dann manchmal auch um die gesunde Lehre geschehen.“
Timothy Keller, Beten: Dem heiligen Gott nahekommen, Gießen: Brunnen, 2016, S. 197f.