Buddhisten verfolgen Muslime

Manche wird es überraschen, aber Fanatismus und Gewalt sind nicht an eine spezielle Religion oder eine Weltanschauung allein gebunden. Sicher, Religionen wie dem Islam fällt es leichter Gewalt zu legitimieren, weil schon ihr Gründer Mohammed gerne zur Waffe gegriffen hat um seine Überzeugungen durchzusetzen. Auch Kommunisten haben gewöhnlich weniger Hemmungen Gewalt als Mittel der Politik zu nutzen, weil ihrer Ansicht nach keiner mehr über ihnen steht dem gegenüber sie Rechenschaft schuldig sind und, weil für sie der einzelne Menschen nur beliebiges, zufällig entstandenes Menschenmaterial ist. Doch eigentlich hat Fanatismus weit mehr mit dem Charakter eines Menschen zu tun, natürlich auch mit seinem Umfeld, seiner Erziehung usw.
Die Bibel benennt das Herz als die Instanz, die über das Handeln des Menschen bestimmt. Hier im Kern der eigenen Persönlichkeit wird entschieden, den anderen als Feind zu betrachten oder als Freund, ihn mit den Fäusten zu bekämpfen oder ihn zu umarmen. Hat man einmal damit begonnen jemanden abzulehnen, dann fällt es auch nicht schwer jede Menge Gründe dafür zu sammeln, dass der Andere wirklich ein schrecklicher Mensch ist. Immer ist natürlich der Andere schuld an dem sich anbahnenden Konflikt. Ich muss vorgeblich nur reagieren, mich verteidigen oder schützen. Aber der Andere ist rücksichtslos, ideologisiert, böswillig usw. So lief das schon immer in der Weltgeschichte, auf der Ebene von Staaten, Religionen und auch ganz im Privaten. Mancher lebt sogar erst richtig auf, wenn sein Feind wieder einmal wie erwartet gehandelt hat, oder zumindest, wenn man glaubt, er hätte es getan. In den neuen Medien ist das sogar noch viel einfacher. Hat die Computeranalyse einmal die Vorliebe des Benutzers für gewisse Feindbilder festgestellt, werden einem nur noch gleichlautende Meldungen präsentiert, die dabei helfen, die eigene Meinung weiter zu zementieren.
Die, auch religiös begründete Gewalt, die sich momentan in Burma (Myanmar) abspielt, gibt ein trauriges Beispiel für die Universalität von gewaltbereitem Fanatismus. In dem ostasiatischen Land befinden sich gegenwärtig rund 60 000 Muslime auf der Flucht, vorwiegend ins benachbarte Bangladesch. Allein in der letzten Woche wurden von Buddhisten mehr als 2600 Häuser muslimischer Familien zerstört und 400 Personen getötet. Viele Muslime sind von buddhistischen Soldaten bei lebendigem Leib verbrannt worden. Aufgrund der schon jahrelangen Verfolgungen durch die buddhistische Bevölkerungsmehrheit haben mittlerweile 400 000 Muslime das Land verlassen.
Hass und Gewalt haben ihren Ursprung im Innersten des Menschen. Gibt man diesen Gefühlen Raum, werden sie immer größer und entwickeln eine zerstörerische Macht, die irgendwann auch das Reden und Handeln beeinflusst.
Christen lassen sich von Jesus Christus prägen, der selbst seine Feinde liebte und auch bei weinig liebenswerten Menschen noch positive Aspekte erkannte. Christen sollten sich gegen jede religiös oder ideologisch begründete Gewalt wenden und für Frieden beten. Ohne blind für die gewalttätige Realität dieser Welt zu sein sollten sie mit ihren Worten und Taten Friedensstifter sein.
„Ist es möglich, soviel an euch liegt, so haltet mit allen Menschen Frieden.“ (Römer 12, 18)
„Die Frucht der Gerechtigkeit aber wird in Frieden denen gesät, die Frieden stiften.“ (Jakobus 3, 18) http://www.zeit.de/2013/21/myanmar-buddhisten-muslime
https://www.facebook.com/michael.kotsch.9/posts/1055984314541346

Fakes und Falschmeldungen

Mit gutem Vorbild voran!?
Seit geraumer Zeit beschäftigt sich die Öffentlichkeit mit dem ganz realen Problem gefälschter Nachrichten. Insbesondere in Sozialen Netzwerken kursieren Millionen von gefakten „Tatsachen“, „Dokus“, Behauptungen und Beschimpfungen. Vielfach ist auf den ersten Blick kaum zu erkennen, ob es sich dabei um eine echte Nachricht oder bloß um einen Fake handelt.
Besonders beliebt ist es, echte mit falschen Informationen zu mischen, weil es Lesern dann umso schwerer fällt, eine Meldung sachgerecht zu überprüfen. Dann werden beispielsweise echte Bilder eines Politikers mit gefälschten Zitaten versehen.
Oft spiegeln die Aussagen schon die ungefähre Meinung des Dargestellten wieder; aber sie werden verdreht oder überspitzt, um auf diese Weise die eigenen Anhänger zufriedenzustellen oder die dargestellte Person ins gesellschaftliche Aus zu bugsieren. Manchmal werden aus ideologischen oder wirtschaftlichen Gründen Meldungen auch ganz frei erfunden, bei denen nicht mehr als die genannten Orte und Daten stimmen.
Damit auch zukünftig noch echte Gespräche möglich sind und zuverlässige Information, ist es nötig Grenzen zu definieren und gegebenenfalls gesetzlich mit entsprechenden Strafen zu sanktionieren. Anderenfalls besteht die ernstzunehmende Gefahr, dass irgendwann eher der falsche als der echten Meldung geglaubt wird, weil sie viel mehr zu den eigenen Erwartungen oder Befürchtungen passt.
Nun ist es eine kleine Katastrophe, dass gerade diejenigen, die in der Praxis solche gesetzlichen Grenzen definieren und sich immer wieder lautstark über Fake- News beschweren, selber ziemlich bedenkenlos solche Falschmeldungen in die Welt setzen, wenn es ihren eigenen Interessen passt.
Beispiel 1: Seit Tagen verbreiten die CSU und die Junge Union Bayern auf Sozialen Netzwerken gefälschte Zitate des SPD- Spitzenkandidaten Martin Schulz. Demnach solle Schulz die Ausschreitungen Linksautonomer Terroristen in Hamburg heruntergespielt haben, weil er in ihnen künftige Koalitionspartner sieht. Obwohl die CSU auf die Falschmeldung aufmerksam gemacht wurde, nahm sie die entsprechenden Aussage erst aus dem Netz, als sie mit Bußgeldandrohung vom Hamburger Landgericht dazu aufgefordert wurde. Ganz offensichtlich steht hier der Stimmenfang eindeutig vor der Wahrheitsliebe.
Beispiel 2: Abgesehen von übelsten Beschimpfungen gegen den Bundesjustizminister Heiko Maas scheute der AfD-Fraktionschef von Thüringen, Björn Höcke, nicht davor zurück, im Internet ein gefälschtes Cover des neuesten Buches von Maas zu verbreiten. Der darauf zu lesende Titel lautete nun „Aufstehen statt wegducken. Eine Strategie gegen das Recht“. Damit sollten eigene Anhänger in ihrer Ablehnung des Bundesjustizministers bestärkt und potentielle Neuwähler geworben werden. Erst nach einer Klagedrohung des Verlages war der AfD- Politiker bereit, die Fälschung aus dem Internet zu nehmen.
Beispiel 3: Die Partei der Grünen hat jüngst eine ganze Kampagne gestartet, in den Porträts des FDP- Parteivorsitzenden Christian Lindner mit gefälschten Zitaten versehen werden, um den politischen Gegner öffentlich lächerlich zu machen. Auch hier findet sich keinerlei Einsicht. Weil die Fälschung ja nur der FDP schadet, hält man das Ganze für einen akzeptablen Scherz.
In einer Welt die sich immer weiter von Gott verabschiedet ist es kaum verwunderlich, dass auch die biblischen Maßstäbe mit- entsorgt werden. Viele Politiker schreien offensichtlich nur, wenn Falschinformationen ihren Interessen zuwiderläuft. Wenn sie damit selber Vorteile erlangen können, sind sie gerne bereit, ein bisschen zu mogeln und zu fälschen.
Hier sind Christen aufgerufen sich nicht von einer sukzessiven Erosion der Wahrheit mitreißen zu lassen. Für einen Christen sollte Lügen generell Tabu sein, vor Gott, vor dem Gericht und im persönlichen Umfeld; aber eben auch im Internet, insbesondere auf Sozialen Plattformen. Gott kennt keinen Unterschied zwischen Wahrheit, Halbwahrheit, Spaßlüge und gefährlicher Lüge. Immer wenn man nicht hundertprozentig sicher sein kann, dass der Andere „einen Scherz“ auch erkennen kann oder, dass es sich nicht um eine kulturell bekannte Floskel („Wie geht es?“) handelt, sollte sich jeder Christ bemühen, bei der Wahrheit zu bleiben; auch wenn man gelegentlich mit Lügen mehr erreichen kann.
„Halte dich ferne von einer Sache, bei der Lüge im Spiel ist.“ (2.Mose 23,7)
„Lügen bin ich feind, und sie sind mir ein Gräuel; aber dein Gesetz habe ich lieb.“ (Psalm 119, 163) https://www.facebook.com/michael.kotsch.9/posts/1033980756741702

 

 

Aber was hier gelehrt wird, hat mit evangelikaler Theologie nichts, aber auch gar nichts zu tun

Dieser Vortrag hat mich gestern sehr aufgewühlt. Die Theologen von Worthaus sind auch unter vielen Evangelikalen sehr beliebt, sie sprechen in evangelikalen Einrichtungen, Ausbildungsstätten, Veranstaltungen und Konferenzen. Aber was hier gelehrt wird, hat mit evangelikaler Theologie nichts, aber auch gar nichts zu tun. Dr. Breuer lehrt zur Entstehung des Osterglaubens: Das Grab war voll! „Ich bin überzeugt: Wenn man damals eine Videokamera am Grab Jesu installiert hätte, wäre nichts zu sehen gewesen. Nichts!“ „Auch bei den Erscheinungen des Auferstandenen hätte eine Videokamera nichts gefilmt. Es handelte sich um ein inwendiges Geschehen, das nicht mit äußeren Sinnen wahrgenommen werden konnte.“ Nur „sehr konservative Christen“ legten Wert auf das leere Grab. Aber eigentlich sei es (genau wie die Jungfrauengeburt) für den Glauben nicht von Bedeutung. Die Paulus-Briefe (die ja älter als die Evangelien seien) würden schließlich nichts vom leeren Grab berichten. Das zeige: Entweder habe Paulus nichts vom leeren Grab gewusst oder er habe keinen Wert darauf gelegt. Paulus eigene Begegnung mit dem auferstandenen Jesus sei eine „legendarische Ausschmückung“ von Lukas. Zwar sei der Tod Jesu ein historisches Ereignis, aber Ostern, Himmelfahrt und Pfingsten auf keinen Fall. Die Tagesangaben zwischen diesen Ereignissen hätten nur metaphorische Bedeutung, die einen liturgischen Zweck erfüllen (weil der Mensch nicht gleichzeitig den Tod Jesu betrauern und sich gleichzeitig über die Auferstehung freuen kann). Die Auferstehung war nur eine „Erkenntnis“ der Jünger, dass Jesus im Geist unter ihnen ist.
Der Vortrag ist ein drastisches Beispiel dafür, wie weit sich die historisch kritische Theologie vom biblischen Zeugnis entfernt hat und die Glaubensgrundlagen der Kirche zerstört. Worthaus schwimmt offensichtlich voll auf dieser bibel- und glaubenszersetzenden Linie. Ich verstehe nicht, wie es Evangelikale geben kann, die mit der Worthaus-Theologie sympathisieren. Wer das tut sollte so ehrlich sein und klar aussprechen, dass er sich aus der evangelikalen Welt verabschiedet hat. Ich werde am Thema Worthaus weiter dran bleiben und freue mich über Meinungen dazu.
Worauf gründet sich die Glaube an die Auferweckung Jesu von den Toten? | 2.3.2 — Worthaus
Da wird ein jüdischer Wanderprediger in einer Provinz des römischen Reiches gekreuzigt. Das hätte eigentlich das todsichere Ende seiner Karriere bedeuten müssen. Seine Hinrichtung befördert ihn eigentlich unweigerlich in den Abgrund des Vergessens, verurteilt ihn zum Versinken in die historische Bed…worthaus.org
https://www.facebook.com/till4one?hc_ref=ART96QmNaQkn8eE87BYZeao-2b-2puTaXqEuTMgW386VrQjNrxOK3k4oDiqatyy7HoU&fref=nf

Gottloser Westen

„Es ist nicht schwer herauszufinden, dass die Kirche weithin diesem kulturpolitischen Mainstream folgt. … In der Hoffnung, sich auf dem spirituellen Markt erfolgreich platzieren zu können, wird das Grelle des christlichen Glaubens wegretuschiert, bis er zu den sanften Pastelltönen einer postmodernen Kuschelreligiosität passt. Besonders das bittere Leiden Jesu am Kreuz, das schon zu Zeiten des Paulus ein Skandal erster Ordnung war, stört die Harmonie: Zu viel Schmerz, Leid und Blut, und das noch als Wegweiser zur Liebe Gottes. Überhaupt wirkt Jesus mit seinem Anspruch, der von Gott zur Versöhnung mit der Welt gesandte Messias zu sein, in der religiösen Landschaft postmoderner Beliebigkeit einzigartig deplatziert. Aber die Strahlkraft und Attraktivität des christlichen Glaubens für postmoderne Sinn- und Gottsucher liegt gerade in der absoluten Einzigartigkeit der Person Jesu Christi. Das ist auch eine Lektion, die wir aus dem weltweiten Aufbruch des Christentums und aus der Theologie Martin Luthers lernen können. Der christliche Glaube entfaltet seine Kraftwirkung durch das Kreuz, ,denn das Wort vom Kreuz ist eine Kraft Gottes‘ (1. Korinther 1,18). Von dem her, was am Kreuz geschah, wirkt der Geist Gottes, erfahren die Menschen Befreiung und Seligkeit und fliehen die antigöttlichen Mächte. Die Einzigartigkeit Jesu ist auch das Alleinstellungsmerkmal der Kirche auf dem ‚religiösen Markt‘, wenn das Bild hier gestattet sei. Wer dort bestehen will, muss ein erkennbares Profil haben. Was Menschen in der Kirche finden sollen, ist nicht eine Allerwelts-Spiritualität, sondern einen menschenfreundlichen Gott, der Annahme, Liebe und ein tiefes Lebensglück schenkt, weil Christus sich verschenkt – am Kreuz und im Kommen Seines Geistes in die Herzen derer, die ihn aufnehmen. … Christliche Spiritualität aber ist Jesus-Frömmigkeit, kein allgemein religiöses ‚Blabla‘, bei dem es letztlich darum geht, das Ego spirituell aufzufrisieren. Der Mensch ist aufgefordert, die Erlösung in Christus zu erfahren und ihm nachzufolgen. Oder mit Luther: ‚Dass Christus dein Erlöser ist, der dir die Vergebung deiner Sünden bringt, das musst du fühlen und bekennen in deinem Herzen. Fühlst du das nicht, so denk nur nicht, dass du den Glauben habest.'“

Alexander Garth, Gottloser Westen? Chancen für Glauben und Kirche in einer entchristlichten Welt (Leipzig: 2017), S. 145-147.

Trump ist blöd

Ich muss schon sagen, dass es mich ärgert, wenn die großen deutschen Medien mich andauernd für dumm verkaufen wollen. Anders kann ich mir diese endlose mediale Litanei nicht erklären mit der uns eingehämmert wird: „Trump ist blöd!“ – „Trump ist blöd!“ Jeden Tag gibt es eine neue Nachricht, was der gute Mann wieder angestellt hat. Angesichts dieser Unfähigkeit scheint es fast wie ein Wunder, dass die USA nicht schon lange im Chaos untergegangen ist oder gar die übrige Welt in massiven Kriegswirren verwickelt wurde. Aber wahrscheinlich liegt das an den noch nachwirkenden positiven Energien der letzten Amtszeit von Obama!?
Jedem, der mir in der Seelsorge oder einfach im alltäglichen Smalltalk so viel Negatives über eine Person auftischt, würde ich mit gutem Grund misstrauen. Deshalb wundert es umso mehr, dass die großen deutschen Medien, die ständig ihre Unabhängigkeit und Differenziertheit vor sich hertragen, diesen Grundsatz journalistischer Arbeit so sträflich vernachlässigen. Es gibt keinen Menschen, der so ausschließlich blöd ist, wie Trump uns jeden Tag vorgestellt wird. Und es gibt auch keinen Präsidenten, der so heldenhaft positiv ist, wie uns Obama im Rückblick mystifiziert wird.
Ein echter journalistischer Leckerbissen wäre in der momentanen Situation doch eine Dokumentation oder ein Leitartikel, der klar benennt, was Trump im vergangenen halben Jahr richtig und vorbildlich gemacht hat. Und selbst, wenn man Trumps Politik grundsätzlich ablehnt, würde man als objektiver Beobachter schnell fündig werden. Offensichtlich ist vielen deutschen Medienschaffenden ihre private politische Überzeugung jedoch weit wichtiger, als ihre journalistische Objektivität.
Gerade jüngst hat sich das wieder deutlich gezeigt, anlässlich der Berichterstattung über die rechten Ausschreitungen im amerikanischen Charlottesville. Eigentlich niemand in der großen Politik kann sich mit den Parolen der dort demonstrierenden Nationalisten identifizieren. Mit Argusaugen jedoch verfolgten deutsche Journalisten, wie heftig sich Präsident Trump von den rechten Spinnern distanzierte. Ein „Es gibt linke Extremisten und es gibt rechte Extremisten!“ war ihnen natürlich viel zu wenig. Denn wenn es um rechte Gewalt geht, dann ist das eine Katastrophe, dann steht die Demokratie kurz vor dem Kollaps. Linke Extremisten hingegen sind lediglich irregeführte Weltverbesserer oder „engagierte Bürger“. Die von deutschen Medien erwartete absolute Verteufelung rechter Gruppen aber ist in der Realität einseitig und unrealistisch.
Gerade weil in Deutschland noch vor wenigen Tagen linke Terroristen auf sich aufmerksam gemacht haben, als sie ganze Stadtteile von Hamburg verwüsteten, Sachschaden in Millionenhöhe verursachten und rund 300 Polizisten so attackierten, dass diese ärztlich behandelt werden mussten, wirkt die momentane Pauschalkritik an Trump so seltsam. Der halbherzige Protest gegen diese gefährlichen linken Extremisten war hierzulande schnell verraucht. Keine öffentlichkeitswirksamen Programme zum Ausstieg aus linkem Terrormilieu wurden auf den Weg gebracht. Wichtige Politiker der Grünen und der Linken hatten die Terroristen sogar in Schutz genommen und verteidigt. – Wenn Journalisten wirklich mit gleichem Maßstab messen würden, dann hätten sie bei deutschen Politikern viel mehr auf einer pauschalen Verurteilung linker Terroristen bestanden, wie eben jetzt bei Präsident Trump.
Letztlich sind alle Spitzenpolitiker gleichermaßen selbstverliebt und machthungrig, auch wenn sie in Interview natürlich genau das Gegenteil behaupten. Da sollte man sich auch bei seiner Lieblingspartei keine Illusionen machen. Als Christen können wir froh sein, wenn Politiker uns vor Verbrechen schützen und auch sonst einen friedlichen Rahmen gewährleisten, in dem wir unseren Glauben ausleben und verbreiten können.
„So ermahne ich nun, dass man vor allen Dingen tue Bitte, Gebet, Fürbitte und Danksagung für alle Menschen, für die Könige und für alle Obrigkeit, damit wir ein ruhiges und stilles Leben führen können in aller Frömmigkeit und Ehrbarkeit.“ (1.Timotheus 2, 1f.)  Michael Kotsch

Ehe wird Privatsache

Ganz geschickt haben Grüne und Liberale die Situation vor der Bundestagswahl genutzt, um noch schnell ihre Sexualvorstellungen weiter zu zementieren. Wieder einmal haben sich all diejenigen als unverbesserliche Idealisten erwiesen, die vor zehn Jahren den Beteuerungen der Schwulenlobby geglaubt haben, man strebe nur eine gesetzliche Anerkennung gleichgeschlechtlicher Partnerschaften an, aber keine vollkommene Gleichstellung mit der Ehe. Jedem erfahrenen Politikbeobachter aber hätte eigentlich klar sein müssen, dass es genau darauf hinauslaufen würde. –Und noch sind wir ganz sicher nicht am Ende des Weges sexueller Liberalisierung.
„Ehe für alle“ heißt das trügerische Motto der jetzigen Aktion. In Wirklichkeit wird hier die breite Öffentlichkeit aber wieder einmal durch klug gewählte Begriffe manipuliert. Tatsächlich wird natürlich keine „Ehe für alle“ gefordert. Mehrere Partner gleichzeitig zu heiraten bleibt auch jetzt noch verboten. Pädophile und Zoophile müssen glücklicherweise auch weiterhin auf ihren staatlich sanktionierten Partner verzichten. „Ehe für alle“ klingt aber auf den ersten Blick so demokratisch und so gerecht. Endlich könne eine unverständliche Ungleichberechtigung aufgehoben werden, wird hier suggeriert. In Wirklichkeit geht es natürlich nur darum, das Genderkonzept ungezügelter Sexualität weiter zu festigen und gegen alle anderen Auffassungen durchzusetzen, in Deutschland und international.
Schon vor Jahren hat die deutsche Regierung den Begriff der „Familie“ neu definiert. Offiziell versteht man darunter nicht mehr die lebenslange Verbindung eines Mannes mit einer Frau und ihren Kindern, sondern eine Gruppe in der „Erwachsene mit Kindern zusammenleben“. Um wie viele Erwachsene oder Kinder es sich handelt, wie und ob sie miteinander verwandt sind oder welches Geschlecht sie haben ist bei dieser neuen Sichtweise von „Familie“ weitgehend irrelevant geworden. Nun ist auch der offizielle Sprachgebrauch von „Ehe“ ganz von seinem ehemals christlich- biblischen Hintergrund gelöst worden. „Ehe“ meint heute eben nur noch das zeitweilige Zusammenleben von mehreren Erwachsenen, nicht mehr und nicht weniger. Christen aber verstehen unter „Ehe“ die dauerhafte, exklusive und liebevolle Gemeinschaft zwischen einem Mann und einer Frau.
Es kann nicht mehr lange dauern bis sich der Staat ganz aus allen Partnerschaftsfragen verabschieden wird. Spätestens dann müssen sich Christen wieder ganz neu auf Gottes Vorstellungen von Ehe besinnen und unabhängig von gesellschaftlichen und politischen Moden verpflichtende Partnerschaft leben. Wahrscheinlich ist die Zeit nicht mehr weit, in der die eigentliche Eheschließung nicht mehr vor dem Standesamt stattfindet, sondern vor der Öffentlichkeit der Gemeinde. Auch wenn bequemerweise christliche und staatliche Vorstellungen von Ehe jahrhundertelang Hand in Hand gingen, ist das heute endgültig vorbei. Gottes Vorstellungen von einer christlichen Ehe gehen weit über die staatlicher Vorgaben hinaus. Christen sollten sich neu darauf besinnen, dass nicht alles was deutsche Gesetze legitimieren auch vor Gott akzeptabel ist.
Zu erwarten, dass ein säkularer, gottferner Staat christliche Perspektiven vertritt ist eben illusionär. Und selbst wenn Politiker so etwas versuchen würden, haben sie damit in einer materialistisch- genußorientierten Welt kaum Aussicht auf Erfolg. Statt christliche Moral im Staat herbeizusehnen müssen wir uns als Christen eben immer mehr darauf besinnen, selber vorbildlich zu leben und tatkräftig auf Jesus Christus hinzuweisen. Wenn dann diejenigen, die alles ausprobiert haben, die nur noch nach Lust und Laune gelebt haben das Scheitern und die Öde dieser Existenz erfahren haben, dann sind manche offen für die glaubwürdige Alternative echter Treue und dauerhafter Partnerschaft zwischen einem Mann und einer Frau.
Lasst uns beten für die Verantwortungsträger unseres Landes; aber nicht so sehr für eine kosmetische Erhaltung christlicher Hüllen, sondern weit eher für geistliche Weisheit und echte Umkehr. Vor allem aber ermutigt einander, treu Jesus nachzufolgen und seinen Maßstäben zu vertrauen, auch wenn der Zeitgeist sexuelle Grenzenlosigkeit bewirbt.
Michael Kotsch

„Wie man Freunde gewinnt“ — biblisch weitergedacht (Teil 2)

In einem vorherigen Blogeintrag haben wir versucht, Dale Carnegies Klassiker Wie man Freunde gewinnt: Die Kunst, beliebt und einflussreich zu werden biblisch zu beleuchten. Wie schon erläutert lautet Carnegies Grundtenor: “Bringe deinem Gegenüber Wertschätzung entgegen—dann wirst du in der Lage sein, ihn für dein Anliegen zu gewinnen!”
Carnegies Ansatz entspringt in erster Linie nicht irgendwelchen psychologischen Überlegungen sondern, wie er in dem Vorwort seines Bestsellers beschreibt, empirischer Untersuchungen von unzähligen Zeitungsartikeln, Unterlagen aus Familiengerichten, den Werken der alten Philosophen und neuen Psychologen und vor allem auch Biographien von großen Politikern und einflussreichen Menschen. In all’ diesen Untersuchungen ging es Carnegie darum herauszufinden, wie diese Menschen mit anderen umgegangen sind und sie so für ihr Anliegen gewinnen konnten.
Aber hier ist der Clue: in diesen Nachforschungen ist Carnegie auf etwas gestoßen, was – wenn wohl auch für ihn unbewusst – Gott in seine Schöpfung, den Menschen, gelegt hat und was sich in seinem Wort widerspiegelt: die positive Auswirkung von Lob und Bestätigung. In seinem Buch Practicing Affirmation: Weiterlesen

„Wie man Freunde gewinnt“ — biblisch durchdacht

Vor 80 Jahren ist Dale Carnegies Klassiker Wie man Freunde gewinnt: Die Kunst, beliebt und einflussreich zu werden auf Englisch erschienen (1937). Seitdem ist dieses Buch fünfzehn Millionen mal verkauft, in unzählige Sprachen übersetzt und 2011 vom Time Magazine auf Rang #19 der 100 einflussreichsten Bücher eingestuft worden. Schon das kurze Überfliegen der dreißig Verhaltensregeln im Umgang mit Menschen(siehe am Ende dieses Artikels), bei denen man beliebt sein und die man beeinflussen will, zeigt dass Carnegies Grundtenor wie folgt lautet: „Bringe deinem Gegenüber Wertschätzung entgegen”. William James drückt den Grundgedanken, von dem Carnegies Ansatz entspringt, wie folgt aus:
„Das tiefste Bedürfnis im Menschen ist die Sehnsucht nach Anerkennung.” (Engl.: „The deepest principle in human nature is the craving to be appreciated.”)
Aus christlicher und biblischer Sicht wirft Carnegies Klassiker so einige Fragen auf und ist vielleicht so manchem suspekt: „Ich bringe meinem Gegenüber Wertschätzung entgegen, damit er mich mag und mich in meinen Vorhaben unterstützt?!” Dies ist vielleicht nur eine von vielen Fragen, die die unten aufgelisteten Umgangsregeln aufwerfen (und das nicht nur für einen Menschen, der sein Leben auf dem Fundament der Bibel ausrichtet). Andererseits liegt unserem christlichen Umgang miteinander der Gedanke des „einer den anderen Höher achten als sich selbst” (Phil. 2, 3) zu Grunde, der in vieler Hinsicht auf den zwischenmenschlichen Umgang hinausläuft, den Carnegie beschreibt.
Obwohl Carnegie nicht beabsichtigt, seinen Ansatz an einem biblischen Menschenbild auszurichten, trifft er jedoch im Kern etwas, was jeder Christ lernen sollte in seinem Umgang mit seinem Nächsten zu pflegen: Bestätigung, Affirmation und Zuspruch über positive Dinge, die man in dem Leben des anderen beobachten kann. Solch eine christliche Wertschätzung seinem Nächsten gegenüber sollte jedoch nicht dazu dienen, dass man sich versucht, bei dem anderen beliebt zu machen, oder man mit seinen eigenen persönlichen Vorhaben weiterkommt, sondern letztendlich der Ehre Gottes. Weiterlesen

Warum der Linksevangelikalismus scheitern wird.

Der Grundkonflikt den die Linksevangelikalen mit den Konservativen haben ist ein generationengetriebener Kulturkonflikt [Engstirnigkeit, Moralismus, Exklusion vs. OpenMindedness, Diversität, Inklusion] und so stand am Anfang der Geschichte der Linksevangelikalen in den 80ern und 90ern ein Generationenwechsel in eine Jugendkultur, die bereits seit den späten 60ern mit Sex&Drugs&Rock´n´Roll vom Neomarxismus der Frankfurter Schule ideologisch erobert wurde und mittlerweile komplett unter deren Hegemonie stand. Vieles lief über christliche Musik und christliche Subkultur … jedenfalls fühlte man sich irgendwann dem neu entdeckten sympathischen Stamm der Kulturlinken viel näher als dem alten Eltern- und Großeltern-Stamm der konservativen Evangelikalen mit ihrem Märschen für das Leben, ihrem Rumreiten auf der Sündhaftigkeit von Homosexualität, ihrer peinlichen Angst vor der sündhaften Welt (Harry Potter, Yoga, Drogen, Sex vor der Ehe etc.), ihrer verbohrten Ablehnung von sozialistischer Theorie und ihrer Sippenhaft im Umfeld erzreaktionärer Parteien wie PBC, Republikaner, CDU-CSU. Waren die ideologischen Fronten im letzten Jahrtausend noch halbwegs überschaubar so wurde es mit der Übernahme von Postmoderne und Queer-Theory als Leitstern-Disziplinen der linken Gesellschafts-Diskurse immer unübersichtlicher. Das linksevangelikale Pendant zum postmodernen Zeitgeist nannte sich „Emerging Church“ und begann in Deutschland erst in den Nuller-Jahren. Anfangs war es noch aufregend quasi als einen Akt der Rebellion eine ganz neue postmoderne Hermeneutik als Schlüssel zur Dekonstruktion einer noch aus Kindheitstagen bekannten übermächtigen biblischen Wahrheit anzuwenden. Doch die Produktzyklen der Popkultur führen nach ein paar Jahren automatisch zur Übersättigung … man braucht neue Kicks! Noch läßt der Red-Letter-Christozentrismus eines Siggi Zimmermann und die Transformations-Theologie eines Tobias Faix den linksevangelikalen Groupies wohlige Schauer über den Rücken laufen. Aber es ziehen sich dunkle Wolken am Horizont zusammen.
Um es kurz zu machen: Die Linksevangelikalen haben eigentlich immer nur das was in den linken Diskursen gerade en vogue war in ihre rebellische Theologenwelt übernommen. Das heißt wenn die Linke Höhenflüge hatte wie Ende der 90er und Anfang der Nullerjahre, dann haben davon auch die Linksevangelikalen profitiert. Wenn es aber bergab geht mit der Leuchtkraft der Gesellschaftshegemonie der Linken sinkt auch der Stern der Linksevangelikalen.
Und dies passiert gerade: Die Ideologie des ideologiekritischen Postmodernismus bildet die Basis heutiger Protestkulturen, untergräbt jedoch die Glaubwürdigkeit der Linken, befeuert gleichzeitig die rechtsidentitären Bewegungen und droht uns in eine tribalistische, prä-moderne Ära zurückzuwerfen [ich verweise hier auf den ausgezeichneten ins Deutsche übertragenen auf novo-argumente erschienenen Artikel von Helen Pluckrose -> http://bit.ly/2qsAGHi ]
Genau dies ist das linksevangelikale Szenario: 1. Wahrheitsrelativierung: Der pluralistische Erneuerer und Held der Linksevangelikalen Michael Diener will Menschen, die „ihre Homosexualität geistlich für sich geklärt haben“ in evangelikalen Gemeinden mitarbeiten lassen und muß dann natürlich konsequenterweise auch völkisch denkende PEGIDA-Christen, die ihren Standpunkt geistlich für sich geklärt haben mitarbeiten lassen. Oder wie ich es in den letzten Monaten immer formuliert habe: „Wie hilfreich wäre es für eine Generation postfaktischer postmoderner Linksevangelikaler wenn sie ihren Kulturkampf gegen einen ebenfalls postfaktischen christlichen PEGIDA-Fundamentalismus noch auf autoritativen biblischen common ground führen könnte … jetzt wo es so richtig drauf ankäme?“
2. Querfront und Identitätspolitik: Die Transformationstheologie ist ja everybodies darling im Moment: Junge Evangelikale GEGEN US-Imperialismus, Globalisierung, Kapitalismus, Neoliberalismus, FÜR die Erhaltung von Vielfalt in unseren urbanen Kulturen [Anti-Gentrifizierung] und auch bezogen auf ganze Völker, dessen autochtonen Kulturen durch Globalisierung und Kapitalismus zerstört werden … so jetzt kommts: GANZ GENAU SO argumentiert heute auch die Neue Rechte, die AFD und vor allem, ganz genauso argumentiert die reaktionärphilosophische nouvelle vage der IDENTITÄREN … Wenn Du mal hören willst wie diese Botschaft als Bombe mitten in den Reihen vollkommen selbstsicherer Linksevangelikaler hochgeht, so empfehle ich Dir den emergent-Podcast #90 „Was will die Neue Rechte? – Teil 1“ [ http://bit.ly/2rshc41 ] ganz bis zum Ende anzuhören. Fazit: Die postmoderne Identätspolitik ist der Wegbereiter der postfaktischen neuen Rechten.
Zum Siggi-Zimmer-Christozentrismus: Es gibt nichts neues unter der Sonne! Schon mal was von den „Red Letter Christians“ gehört? All das war schon Anfang des letzten Jahrhunderts da. Wenn Du eine Bonhoeffer-Biographie liest, kannst Du sehen wie eine ganze Generation junger amerikanischer Theologen mit der liberalen Theologie das Christentum mit der „Vernunft“ versöhnen wollte, nach dem zweiten Weltkrieg sollte dies auch in Deutschland passieren. Junge enthusiastische Theologen wollten das Volk mit der befreienden Botschaft der liberalen Theologie wieder ganz neu für das Christentum begeistern … und was ist das Ergebnis? Eine evangelische Kirche, die dadurch heute keinen Zugriff mehr auf ihre spirituellen Kraftquellen hat, die vom Heiligen Geist verlassen wurde und sich von der biblischen Wahrheit entfremdet hat. Eine evangelische Kirche, die nur noch Politik von der Kanzel predigt. Keiner braucht das und so wird es auch dem linksevangelikalen Aufbruch Deiner Generation gehen. Einfach weil Gott das nicht segnen wird: Der Weg des Thorsten Hebel, der Weg der Kraftlosigkeit und der Depression und der Irrgarten der Skepsis und des völligen Verlusts des Glaubens ist Eure Zukunft!
Daher lade ich Dich ein umzukehren und dabei mitzuhelfen die evangelikalen Denominationen wieder aus der Hegemonie der Liberalen Theologie der Linksevangelikalen zurückzuerobern. Wie das geht, verrät Dir Al Mohler von den Südlichen Baptisten, die uns das in den 90ern vorexerziert haben -> https://www.bibelundbekenntnis.de/…/reformation-heute…/
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GEZ: Fickt euch!

Das öffentlich-rechtliche Fernsehen in Deutschland ist gebührenfinanziert. Für Bürger ab 18 Jahren gilt: eine Wohnung – ein Beitrag, nämlich derzeit 17,50 Euro im Monat. Dafür bekommen wir dann Nachrichtensendungen, Sport, Helene Fischer, ein paar Filme und ganz viele „wunderbare“ Quiz-Sendungen in HD geliefert.
Ich möchte jetzt nicht darüber diskutieren, ob so eine Finanzierung nützlich ist oder nicht. Ich selbst bin da hin und hergerissen. Einerseits möchte ich keine Verhältnisse wie etwa in Italien, andererseits gehen mir die öffentlich-rechtlichen Sendungen mit einigen Formaten ziemlich auf die Nerven. (Außerdem sind die Mitarbeiter ziemlich teuer.) Darüber können wir vielleicht auch mal diskutieren.
Jetzt geht es mir um’s Informieren. Ich sehe nämlich eine Grenze überschritten, wenn ich mit meinen Gebühren TV-Formate finanzieren muss, die weit über die Grundversorgung der Bevölkerung hinausgehen. Das ist für mich der Fall, wenn sich Sendungen quasi als Erziehungsratgeber in die Kinderzimmer einschleichen.
Nicht alle Eltern werden mitbekommen haben, dass das öffentlich-rechtliche Fernsehen in Deutschland inzwischen eine Internet-Plattform ins Leben gerufen hat, die vor allem junge Leute erreichen soll. Die Formate der Plattform sind nicht über Kabel oder Satellit zu empfangen, sondern ausschließlich über das Internet. Es geht um „funk“.
funk schreibt:
Die Formate von funk richten sich nicht an eine Gruppe, sondern an viele verschiedene. Zuerst einmal wird zwischen vier Altersgruppen unterschieden: 14- bis 16-Jährige, 17- bis 19-Jährige, 20- bis 24-Jährige und 25- bis 29-Jährige. Denn das Leben mit 29 ist eben ganz anders als das Leben mit 14. Dazu kommen unterschiedliche Interessen und Lebenswelten.
funk will Menschen unter 30 eine Stimme geben, ihnen die Möglichkeit bieten, sich zu orientieren, zu informieren und zu unterhalten. Das zeigt sich in der Themenwahl, aber auch in der Unterstützung junger, talentierter MedienmacherInnen, die die Gesichter von funk sind. Die NutzerInnen von funk bestimmen die Formate mit. Sie werden bei der Entwicklung einbezogenen und beeinflussen durch ihr Feedback die weiteren Entwicklungen.
Dafür werden jährlich bis zu 45 Millionen Euro zur Verfügung gestellt, zunächst bis 2020.
Soweit, so gut. Ich finde so etwas nicht grundsätzlich verwerflich und habe unter funk auch einige interessante und lustige Beiträge gefunden. Einige Angebote sind allerdings wirklich schräg. Sehr speziell ist beispielsweise das Format „Fickt euch!“. Während früher die jungen Leute die Bravo kaufen mussten, um an die Tipps von Dr. Sommer zu kommen, werden über „Fickt euch!“ die Aufklärungsvideos frei nach Hause geliefert. Die GEZ-Sender machen also der Bravo Konkurrenz. Der normale Haushalt bezahlt es.
Wer es mir nicht glaubt, kann sich hier selbst überzeugen. Mal ein paar Themen aus dem Jugendformat:
Bin ich schwul?
Sexting, so geht es richtig.
Analsex – Das müsst ihr beachten!
Mein Sexleben als Single.
Selbstbefriedigung ist super!
Na klar, unter den verschiedenen Formaten gibt’s noch viele andere Themen im Angebot, z.B. „Feminismus für alle“.
http://theoblog.de/gez-fickt-euch/30088/comment-page-1/#comment-74535