Udo Lindenberg zeigt „Zehn Gebote“ beim Katholikentag

Vom 7. bis 21. Mai in Münster: Udo Lindenberg zeigt „Zehn Gebote“ beim Katholikentag

Udo Lindenbergs "Zehn Gebote" Foto: Patrick Kleibold (Bonifatiuswerk)

Mit seiner „Likörell-Technik“, bei der er die Bilder mit alkoholischen Getränken färbt, malte Panikrocker Udo Lindenberg 14 Bilder. „Udos 10 Gebote“ wurden unter anderem bereits in der Paderborner Gaukirche während des Liborifestes 2017 ausgestellt. (Foto: Patrick Kleibold, Bonifatiuswerk) …
Interessierte können die Ausstellung vom 7. bis 21. Mai von 10 bis 18 Uhr in der Liebfrauen-Überwasserkirche in Münster besichtigen. Beim Katholikentag kann sie am Donnerstag von 13 bis 22 Uhr, am Freitag und Samstag von 8.30 bis 22 Uhr und am Sonntag von 13 bis 21 Uhr angeschaut werden. Der Erlös kommt gemeinnützigen Vereinen und einer Bildungseinrichtung zugute. https://kraftwort.wordpress.com/
Gefunden auf https://www.kirche-und-leben.de/artikel/udo-lindenberg-zeigt-zehn-gebote-beim-katholikentag/:

Christen auf der Abschussliste – Gott als Witzfigur

Ein konkretes Beispiel, wie selbst von großen öffentlichen Medien der Spott über Christen ausgeschüttet wird, ist eine aktuelle Ausgabe der WDR- Wissenschaftssendung „Quarks“ (vom 10.4.2018). Im Kern geht es bei dem kurzen Videoclip um die Entstehung der Geschlechter. In der filmischen Umsetzung stehen sich dabei der kluge Darwin und der dümmliche Gott gegenüber. Gott tritt dabei als dümmliche weibliche Wolke auf, die sich mit dem Erfinder der Evolution über die mutmaßlich beste Methode der Fortpflanzung für den geplanten Menschen berät. Schnell werden dann die Vermehrung nach Bakterienart, das Knospen vieler Pflanzen und die sieben Geschlechter des Wimperntierchens verworfen.
Nachdem Gott lediglich zwei Geschlechter vorschlägt wird ihm / ihr von Darwin vorgeworfen er / sie bevorzuge immer nur dumme simple Lösungen wie Tag und Nacht, Gut und Böse „immer nur schwarz- weiß“. Von Darwins Idee veränderbarer Geschlechter kann ihn Gott gerade noch abbringen. Doch muss sich Gott dann natürlich gegen den Spaß beim Sex und für die Jungfernzeugung aussprechen (mit stilisierter Nonne im Bild). Nachdem Gott den Schauplatz verlassen hat, baut Darwin noch schnell eine wandelbare menschliche Geschlechtlichkeit ein, weil die göttliche Lösung doch sonst zum Scheitern verurteilt wäre. Nach einer eher lächerlichen Darstellung der göttlichen Schöpfung muss die ganze, humoristische Doku natürlich mit einem deutlichen Bekenntnis zur Gender- Ideologie enden.
Eine derart herabwürdigende Darstellung Allahs wäre in Deutschland kaum denkbar. Andere Religionen öffentlich zu kritisieren ist in Deutschland zwischenzeitlich ein allgemein akzeptiertes Tabu, außer wenn es Christen betrifft. Es ist unerträglich, dass große, von Steuergeldern aller Bundesbürger bezahlte Medien wie ARD und ZDF fast durchgehend polemisch und abfällig über Christen und ihre Glaubensüberzeugungen berichten, insbesondere über Evangelikale. Michael Kotsch  https://www.facebook.com/michael.kotsch.9

 

Langeweile, deine Chance!

Weißt du noch, wann du das letzte Mal Langeweile hattest? Ich nicht. Früher natürlich, wenn das Wetter schlecht war, keiner unserer Freunde Zeit hatte, wir nicht Computer spielen oder fernsehen durften…aber heute? Nein.
Woran liegt das eigentlich? Haben wir heute einfach weniger Zeit, weil derBeruf, die Familie oder die Gemeinde zu viel Zeit beanspruchen? Ich glaube nicht. Das Phänomen lässt sich ganz einfach erklären, wenn man sich im Alltag ein bisschen umschaut. In Bus oder Bahn gucken fast alle auf ihr Handy, spielen Spiele oder hören Musik. Längere Wartezeiten im Stau überspielt das Radio. Ist heute Abend nichts los, wird die Lieblingsserie ganz bequem online angemacht und bis spät abends geguckt.
Ist doch super, könnte man meinen. Seit jeher ist Langeweile etwas Schlechtes gewesen. Schon im Mittelalter nannten die Mönche den Mittag, an dem man eine Pause machen konnte, den Mittagsdämon. Denn der verleitete dazu, den Tag nicht richtig zu nutzen – was natürlich nicht in die Philosophie eines Mönches passte. Auch wir erinnern uns an lange Regentage oder Ferientage, an denen nichts los war. Ewig lange Wartezeiten beim Arzt oder lange Zugfahrten.
Wenn wir heute auf die kleinen oder großen Pausen im Alltag verzichten, verzichten wir auch darauf, den Tag zu reflektieren. Über einige Situationen nachzudenken, zu beten oder die Bibel zu lesen. Wir neigen heute immer mehr dazu, den Tag zu verdrängen, anstatt uns abends wieder neu zu fragen, was Gott mir heute gezeigt hat. Wo bin ich heute meinem Schöpfer begegnet? Wofür sollte ich heute um Vergebung bitten? Wir sollten uns die Zeit nehmen, Langeweile zu haben, um den Tag zu „entschleunigen“ und mehr nachzudenken. Wenn wir das tun, haben wir vielleicht auch mehr Zeit für die wirklich wichtigen Dinge.
„Strebe eifrig danach, dich Gott als bewährt zu erweisen, als einen Arbeiter, der sich nicht zu schämen braucht, der das Wort der Wahrheit recht teilt. Die unheiligen, nichtigen Schwätzereien aber meide; denn sie fördern nur noch mehr die Gottlosigkeit.“ (2. Tim 2,15-16) Peter Brosch  josiablog.de/2017/07/langeweile-deine-chance/
Siehe auch:

„Langweile“

Freizeit ist langweilig!?

 

Winni Mandela – rücksichtslos und machtverliebt

Winnie Mandela galt lange als schillernde Symbolfigur des Anti-Apartheid-Kampfes in Südafrika. Am 2.April 2018 starb die Ex-Frau des ersten schwarzen Präsidenten Sudafrikas, Nelson Mandela (1918-2013). Von Gegnern der Apartheit wird sie bis heute als „Mutter der Nation“ idealisiert.
Die studierte Sozialarbeiterin Nomzamo Winnifred Madikizela lernte 1957 in Soweto den jungen Juristen Nelson Mandela kennen. Nur ein Jahr später heirateten die beiden und bekamen zwei Töchter. Winnie wurde engagierte Aktivistin des Afrikanischen Nationalkongresses (ANC). 1962 wurde ihr Mann wegen Landesverrats verhaftet und wenig später zu lebenslanger Haft verurteilt. Immer wieder besuchte sie Nelson Mandela im Gefängnis. Gleichzeitig hatte Winnie Mandela aber auch verschiedene Geliebte. Zwei Jahre nachdem Nelson Mandela aus dem Gefängnis entlassen wurde, reichte er die Scheidung von seiner ehemaligen Frau ein (1992).
In der Öffentlichkeit stilisierte Winnie Mandela sich gerne als furchtlose Freiheitskämpferin: „Ich habe auch physisch gegen den Feind gekämpft, zum Beispiel Steine geschmissen. Ich bin stolz auf das, was ich getan habe. Auch im Untergrund. Ich bin eine von denen, die das Regime in die Knie gezwungen haben.“ Tatsächlich hatte sie unter den Schikanen der südafrikanischen Polizei zu leiden und saß mehrfach wegen ihres politischen Engagements im Gefängnis.
In ihrem politischen Kampf beschränkte sich Winnie Mandela allerdings nicht aufs „Steinewerfen“. Unverblümt rief sie öffentlich zur Gewalt auf: „Es ist Zeit, dass wir unser Land zurückholen. Wir nutzen dieselbe Sprache, die die Buren uns gegenüber nutzen. Sie kennen nur eine Sprache: die der Gewalt. Wir haben zwar keine Waffen, aber wir haben Steine und Streichhölzer. Und mit unseren Halskrausen werden wir das Land befreien.“ Als „Halskrausenmethode“ (Necklacing) wurde damals eine fürchterliche Art des Lynchmordes bezeichnet. Dabei wurde dem Opfer ein mit Benzin getränkter Autoreifen um den Hals gehängt und dieser angezündet. Winnie Mandela gab persönlich Aufträge, der Kollaboration verdächtige Schwarze und gegnerische Weiße umbringen zu lassen. Der „Mandela United Football Club“, eine marodierende Gang von Jugendlichen, die Winnie als Leibwächter dienten, entführte mehrere Jugendliche. Einer von ihnen, der 14-jährige Stompie Seipei, wurde in Winnie Mandelas Haus missbraucht und ermordet, weil er angeblich ein Polizeispitzel war. Bis heute wird über ihre genaue Rolle bei diesem Mord spekuliert. Ein Gericht verurteilte sie wegen Entführung zu einer Bewährungs- und Geldstrafe.
Wegen Korruption und Amtsmissbrauchs wurde Winnie Mandela 1995 als Vize-Ministerin entlassen. Die Wahrheits- und Versöhnungskommission machte sie mitverantwortlich für Korruption und Menschenrechtsverletzungen bis hin zum Mord. 2003 wurde sie wegen Betrugs und Diebstahls zu einer fünfjährigen Gefängnisstrafe verurteilt, die später auf Bewährung ausgesetzt wurde. Trotz aller Skandale hielt sich Winnie Mandela jahrelang als Präsidentin der einflussreichen ANC-Frauenliga und bis zuletzt Mitglied im ANC-Parteivorstand sowie Parlamentsabgeordnete. Auch weiterhin stilisierte sie sich in der Öffentlichkeit als zu Unrecht verfolgte Freiheitskämpferin.
Ganz sicher trug Winnie Mandela mit ihrem Engagement zum Ende des südafrikanischen Apartheits- Regimes bei. Gleichzeitig unterschied sie sich in der Wahl ihrer Methoden nur unwesentlich von den bekämpften Rassisten. Sie scheute nicht davor zurück, Lüge, Verleumdung, Erpressung und Mord zur Durchsetzung ihrer politischen Ziele einzusetzen. – Für überzeugte Christen kann ein solches Auftreten kaum als vorbildlich angesehen werden. Ein positives Ziel rechtfertigt eben nicht alle Mittel. In der öffentlichen Idealisierung Winnie Mandelas nach ihrem Tod sollten diese dunklen Aspekte nicht vorschnell relativiert oder gar vergessen werden.  Michael Kotsch

Weniger Kinder – Mehr Konsum

Seit mehreren Jahrzehnten wurde besonders den Gebildeten eingeredet, dass Kinder nur mühsam sind, viel kosten und die persönliche Freiheit beschneiden. Wer im Leben wirklich Spaß haben will, verzichtet besser auf den Nachwuchs oder beschränkt ihn zumindest auf ein Kind. Dann hat man wenigstens noch die Erfahrung der Schwangerschaft und kann seine pädagogischen Ideale ausleben. Über lange Zeit hinweg bekam man für die Ablehnung von Kindern sogar noch ein gutes Gewissen vermittelt, weil man ja ganz aktiv etwas gegen die katastrophale „Überbevölkerung“ der Welt unternimmt. Die wirklichen Motive waren gewöhnlich aber doch eher egoistisch. Man möchte möglichst viel erleben und konsumieren, wobei der Nachwuchs häufig stört. Kinder binden auch stärker an einen konkreten Ort und Partner. Die scheinbar unbegrenzte Freiheit wird auf diese Weise schmerzlich eingeschränkt.
Momentan wird in vielen Medien das offensichtliche Scheitern der chinesischen Familienpolitik diskutiert. Fast vierzig Jahre lang hatte der Staat Eltern höchstens ein Kind erlaubt. Das zweite Kind wurde mit einem Bußgeld belegt. Millionen von Kindern wurden infolge dieser Politik abgetrieben, ganz besonders weibliche Embryonen. Vor zwei Jahren (2016) nun haben die chinesischen Kommunisten umgelenkt. Jetzt ist auch ein zweites Kind offiziell erlaubt. Die Wirkung dieser Gesetzesänderung ist bislang jedoch ausgeblieben. Im vergangenen Jahr wurden im Reich der Mitte nicht mehr sondern rund 650 000 Kinder weniger geboren. Die Bevölkerung Chinas sinkt, wenn auch nur langsam. Die Folgen der jahrzehntelangen, weltweit von allen Linken bejubelten Bevölkerungspolitik sind schon jetzt absehbar. Weil viel Chinesen bei nur einem Kind lieber einen Jungen als ein Mädchen haben wollten, gibt es zwischenzeitlich viel mehr Männer und man importiert Frauen aus Vietnam oder Thailand. Jetzt schon werden die Facharbeiter knapp; erst recht, wenn die jetzige Generation in Rente geht. Das Geld und die Pflegekräfte für die älter werdende chinesische Bevölkerung fehlen schon heute.
Diese Probleme sind aber beileibe nicht nur eine chinesische Sache. Auch in Deutschland herrscht eine kinderfeindliche und genussfreudige Atmosphäre. Gerade in der vergangenen Woche meldete das Statistische Bundesamt ein deutliches Ansteigen der Abtreibungszahlen im vergangenen Jahr (2017). 30% der deutschen Akademikerpaare wollen zwischenzeitlich gar keine Kinder. – Stattdessen wollen sie mit ihren Studien lieber den Großfamilien vorschreiben, wie sie ihre Kinder zu erziehen haben. – Mehr Nachwuchs bekommen hierzulande laut Statistik lediglich Migranten. Auch in Deutschland weiß kein Politiker, wie zukünftig die Renten bezahlt, die Pflege gesichert und neue Facharbeiter gewonnen werden sollen. Schon heute wird viel mehr qualifiziertes Fachpersonal gesucht als real zur Verfügung steht. Junge Ärzte, Ingenieure usw. fehlen in großer Zahl. Momentan versucht man diesen Engpass aufzufangen, indem man auch noch die letzten Frauen in Arbeitsverhältnisse bringt.
Immer mehr zeigen sich hier weltweit die Folgen einer „modernen“, linksorientierten, letztlich aber eher auf Konsum und Egoismus aufgebauten Familienpolitik. Christen tun gut daran, sich nicht an den gerade beworbenen gesellschaftlichen Moden zu orientieren, sondern auf die Maßstäbe Gottes zu vertrauen, die eine ewige Gültigkeit haben. Kinder sind demnach ein Geschenk Gottes und deshalb erstrebenswert. Egoistischer Konsum und bloße Selbstverwirklichung machen auf Dauer weder glücklich noch schaffen sie eine bessere Gesellschaft. So wie wir alle jetzt die Folgen der familienpolitischen Irrwege der vergangenen Jahrzehnte zu spüren bekommen, werden wir es zukünftig mit den negativen Auswirkungen einer ideologischen Gender- Umerziehung zu tun bekommen. Gott ist für eine liebvolle und dauerhafte Beziehung zwischen Mann und Frau, die offen sind für Kinder und diese konsequent und im Glauben erziehen. In der Bibel finden sich die Werte für eine zukunftsorientierte Partnerschaft und Kindererziehung. Michael Kotsch

 

Stephen Hawking galt als Genie

Der verstorbene Astrophysiker Stephen Hawking gilt als Genie. Seine Forschungen über das Urknall-Modell und über Schwarze Löcher rütteln an den Grundlagen der Physik. Doch Hawking hinterlässt der Wissenschaft vor allem Fragen, etwa diese: Wie lassen sich Gravitationstheorie und Quantentheorie verbinden? Dem Durchschnittsbürger kommunizierte Hawking verfängliche Botschaften. Zwar könne man nicht beweisen, dass Gott nicht existiert, „aber die Wissenschaft macht Gott überflüssig“, sagte er. Gott sei bei der Entstehung der Welt nicht beteiligt gewesen. Sie habe sich nach den Gesetzen der Physik selbst erschaffen. Ein Leben nach dem Tod hielt er für ausgeschlossen. Stephen Hawking, auch schon als intelligentester Mensch der Welt gehandelt, glaubte nicht an Gott.
Sind nun alle an Gott Glaubenden schlicht und einfach dumm und naiv? Tatsächlich stützen sich viele Atheisten auf Hawking ab. Sie meinen: Wenn ein Genie es so sieht, dann gilt es.
Halten wir einmal vier Pfeiler fest, die Atheisten glauben:
1. Das Universum ist von alleine entstanden. Das heisst, die Naturkonstanten haben zufällig den exakt passenden Wert, der Urknall passierte einfach; Atome, Moleküle, Planeten, Galaxien formten sich ganz unverhofft in ihre Komplexität.
2.Information entsteht ohne Intelligenz. Aber: Information – das ist ein geordneter Code mit klarem Zweck – braucht einen intelligenten Sender, keinen Zufallsgenerator. Die DNS des Menschen ist ein Code mit grammatischen Regeln und ausgeklügeltem Zweck.
3. Tote Materie kann von selbst lebendig werden. Atheisten glauben, dass sich Zellen im Chaos der Erd-Entstehung von alleine gebildet haben. Doch schon in einfachsten lebenden Zellen laufen Tausende von Reaktionen ab. Es sind Wunderwerke von hoher Komplexität und es ist noch nicht gelungen, sie im Labor künstlich nachzubauen.
4. Materie hat ein Ich-Bewusstsein entwickelt. Computer schlagen uns im Schachspiel und zeigen uns den Weg. Aber von ihrer Existenz haben sie keine Ahnung. Sie sind tote Maschinen. Atheisten glauben, dass auch unser Gehirn eine seelenlose biochemische „Maschine“ ist – obwohl es sich seiner selbst bewusst ist und zum Beispiel von Moral und Liebe umgetrieben wird.
Ich glaube, dass Universum, Information, Leben, Bewusstsein, Schönheit und Zweck auf einen intelligenten Schöpfer hinweisen. Die Indizien sind so stark, dass ich vom Glauben an den Atheismus abgefallen bin. Rolf Hoeneisen https://www.facebook.com/search/top/?q=rolf%20hoeneisen

Billy Graham

Gestern ist Billy Graham im Alter von 99 Jahren verstorben. Er gilt neben Martin Luther King (mit dem er befreundet war!) als der wichtigste US-Amerikaner des 20. Jahrhunderts. Als Erinnerung an ihn und zum Weitertragen dessen, was ihm wichtig gewesen ist, gibt es heute diesen Beitrag:
Billy Graham erzählte in seinen Evangelisationen manchmal diese Geschichte:
Ein Kind steht in London weinend an einer Straßenkreuzung auf dem Bürgersteig und weint. Niemand beachtet es so richtig. Menschen hasten vorbei, Autos brausen vorüber, die Ampel wird grün und wieder rot. Schließlich entdeckt eine Frau das weinende Kind. Sie stellt ihre Einkaufstasche auf den Boden, bückt sich vor dem Kind, schaut ihm ins Gesicht und fragt: „Was ist denn los?“ Das Kind sagt: „Ich habe mich verlaufen. Ich weiß nicht wo ich bin. Ich sollte doch längst zuhause sein. Aber ich finde den Weg nicht!“ Die Frau trocknet erst einmal die Tränen und fragt: „Weißt Du denn Eure Adresse?“ Das Kind schüttelt traurig den Kopf. Die Frau hebt den Kopf des Kindes und sagt: „Schau Dich doch einmal um. Kannst Du irgendetwas sehen, was Du kennst?“ Und da sagt das Kind: „Da hinten: der Turm mit dem Kreuz auf der Spitze: Das ist unsere Kirche, die ist bei uns um die Ecke.“ Die Frau fragt: „Wenn wir dorthin gehen: Findest Du dann nach Hause?“ Das Kind nickt mit dem Kopf und sagt „Mhm. Ja.“ Da sagt die Frau: „Dann bringe ich Dich jetzt dorthin und von dort gehen wir nach Hause.“
Billy Graham sagte dazu: „Das ist der Grund, warum ich predige. Ich möchte so sein wie diese Frau. Ich möchte den Menschen, die die Orientierung verloren haben helfen, dass sie das Kreuz entdecken und nach Hause finden“
Eine Geschichte von Billy Graham

Es wurde über Lothar Matthäus gepredigt

Verwaltungsgericht in Kassel, 9. Januar, Verhandlung in einem Asylverfahren.
Es geht um die Aufenthaltsgenehmigung eines Iraners, der zum christlichen Glauben konvertiert ist. Wir nennen ihn Malik. Der Richter will wissen, was am Sonntag in der Kirche gepredigt worden ist. Maliks Antwort wird übersetzt:„ Von Lothar Matthäus.“ Das Gelächter im Gerichtssaal will kein Ende nehmen, erst recht nicht, als der Richter nachhakt und fragt, ob Matthäus eine neue Stelle als Trainer oder eine neue Freundin gefunden habe. Beim Iraner ist damit die Verwirrung perfekt. Es braucht viel Klärung, bis sich herausstellt, dass der Dolmetscher falsch übersetzt und Malik von „Luther und Matthäus“ gesprochen hat. Versehentlich hat der Übersetzer aus dem Reformator Luther und dem Evangelisten Matthäus den Fußballer Lothar Matthäus gemacht.
Was wie ein guter Witz klingt, kann einen Menschen in Gefahr bringen. Bei Anhörungen von Asyl­suchenden, die sich wegen ihres Glaubens in der Heimat als verfolgt sehen, dürfte es immer wieder zu solchen Missverständnissen kommen. In Deutschland müssen die Beamten des Bundesamts für Migration und Flüchtlinge (BAMF) herausfinden, wie es um den Glauben der Konvertiten bestellt ist. Insider wie der Berliner Pfarrer Gottfried Martens berichten allerdings von „haarsträubenden Wissenslücken bei Befragern und Übersetzern“, wenn es um den christlichen Glauben geht. Wie gut kennen sie die Materie, die sie abfragen? Ein abgewiesenes Gesuch kann für einen iranischen Christen eine lange Haftstrafe oder sogar das Todesurteil bedeuten. Das BAMF erklärt, man wolle herausfinden, wie intensiv der Betreffende – sollte er zurückkehren – seine Überzeugung in seiner Heimat ausleben werde. Davon hänge es ab, ob für ihn eine tatsächliche Gefahr bestehe oder nicht. Lothar Matthäus? Mir bleibt das Lachen im Halse stecken. Rolf Hoeneisen
https://www.facebook.com/rolf.hoeneisen?fref=pb&hc_location=friends_tab&pnref=friends.all

10+ Zitate … aus “Gender – Von Gender-Mainstreaming zur Akzeptanz sexueller Vielfalt”

Ich habe kürzlich das neu erschienene Buch „Gender“ von Christoph Raedel gelesen. Ich staune ob seiner Engelsgeduld und bin froh, dass er diese wirklich unangenehme Recherchearbeit geleistet hat. Hier sind 10 Zitate aus dem Buch:

  1. Genitalien sind bedeutungslos dafür, wie ich mich verstehe (und inszeniere); die Fantasie schiebt sich erkenntniskritisch vor die Faktizität, wir haben es hier auf eine bestimmte Weise also mit einer postfaktischen Position zu tun. Denn die behauptete und inszenierte Geschlechtsidentität (gender) ist hier radikal losgelöst vom anatomischen Geschlecht (sex) zu denken. (25)
  2. Weitreichende Vorschriften werden nicht mehr nach parlamentarischer Debatte von gewählten Volksvertretern verabschiedet, sondern nach Beratung in geschlossenen Expertengremien der Durchsetzung von Verwaltungsbehörden überlassen. (35)
  3. Das gewünschte Ergebnis ist die (nahezu) Vollerwerbstätigkeit sowie die paritätische Verteilung der Hausarbeit auf Männer und Frauen bei gleichzeitiger (ganztägiger) Fremdbetreuung für Kinder vom ersten Lebensjahr an.  Um dieses Ziel zu erreichen, müssen angesichts der starken Beharrungskräfte, die in Partnerschaften wirksam zu sein scheinen, die gesetzlichen Stellschrauben entsprechend angezogen werden. (50)
  4. Dem staatlichen Recht wird also die Möglichkeit bestritten, überhaupt Bewertungen aussprechen und Unterscheidungen vornehmen zu dürfen. Unklar bleibt, welche Mittel der staatlichen Rechtsordnung dann überhaupt noch bleiben, z. B. Sex mit Minderjährigen, Kinderehen oder Inzesthandlungen als illegitime Ausdrucksformen von Sexualität zu behandeln, wenn alle Menschen das uneingeschränkte Recht haben, in ihrer individuellen geschlechtlichen Identität und Orientierung respektiert zu werden. (56)
  5. Dieses Beharren auf absolute (d. h. keiner Bewertung zugängliche) Gleichbehandlung führt … faktisch zur Privilegierung sexueller Minderheiten… (57)
  6. In einer Welt, die eine Vielfalt an Begabungen hervorbringt und darin jeden  Einzelnen in irgendeinen Bereich in einer bestimmten Weise vor anderen auszeichnet, hat jeder Mensch in irgendeinem Bereich zunächst einmal weniger Aussicht darauf, ein nur begrenzt verfügbares Gut erlangen zu können. Es gibt kein Menschenrecht darauf, nicht der Erfahrung ausgesetzt zu sein, ungünstiger als andere behandelt zu werden. (61)
  7. Die Vorstellung von der Seele, die sich im ‚falschen Körper‘ befindet, setzt einen schroffen Dualismus von Körper und Geist voruas, wie er bereits in der Antike von gostisch beeinflussten Gruppen vertreten wurde. Die Einheit der menschlichen Person als ein sowohl geistiges als auch leibliches Wesen wird hier preisgegeben. (83)
  8. Es soll ein einklagbares Recht sein, in allem, was mit dem Geschlechtsleben zu tun hat, von normativen Wertungen freigestellt zu sein. Die Deutungshoheit über die geschlechtliche Identität liegt allein beim Betroffenen. (84)
  9. ‚Keine Toleranz für die Intoleranten‘ – das ist genau das richtige Motto, wenn es um Feinde unserer demokratischen Grundordnung geht. Hier aber wird es gegen Bürger gewendet, die nicht zu akzeptieren bereit sind, dass der Grundsatz des moralischen Relativismus an die Stelle unserer durchaus wertegebundenen staatlichen Grundordnung tritt, die einen solchen Relativismus gerade nicht voraussetzt, sondern sich am Leitbild von Ehe und Familie orientiert. (92)
  10. Vielfalt braucht die Abweichung von der Dominanzkultur; daher gilt jede Entscheidung für die Abweichung davon als selbstbestimmt, jede Entscheidung zugunsten der Dominanzkultur dagegen als Anzeichen für einen ‚Einordnungszwang‘, der die Würde des Menschen verletzt. (95)
  11. In der pansexualisierten Welt der Sexualpädagogik ist nie Sex als solcher das Problem, sondern allein die möglicherweise missachtete Selbstbestimmung. (99)
  12. Das subjektive Unbehagen wird zur Basis eines Menschenrechts darauf, eine Toilette der gewählten Geschlechtsidentität entsprechend zu wählen. Mit der Schubkraft der Menschenrechte wird das Recht auf die Entfaltung der eigenen Persönlichkeit gegen die Persönlichkeitsrechte aller anderen vor einer solchen Entscheidung unvermeidlich Betroffenen in Stellung gebracht. (108)
  13. Wo Sprache verschleiert, ist sie nicht länger Mittel der Kommunikation, die Menschen verbindet, sondern Werkzeug der Spaltung. (112)
    http://hanniel.ch/2017/12/08/10-zitate-aus-gender-von-gender-mainstreaming-zur-akzeptanz-sexueller-vielfalt

Von Raedel sind ausserdem erschienen:

Evangelikale Zukunft

In den Nachkriegsjahren haben sich die Evangelikalen um zwei Kernüberzeugungen gesammelt, nämlich die volle Autorität der inspirierten Schrift und die Zentralität von Jesu stellvertretendem Sühnetod (S. 5). Dem folgte eine anhaltende Schwächephase durchsteigende Gleichgültigkeit gegenüber biblischer Lehre. „Das Christentum wurde zunehmend auf private, innere, therapeutische Erfahrung reduziert.“ (S. 8) Zudem wurde der Glaube von der lokalen Gemeinde losgelöst. „Der Glaube wurde individualistisch, selbst-fokussiert und konsumorientiert“ (S. 11). Das zweite große Segment seit den 1980er-Jahren bilden die sogenannten „Marketers“. Sie holten mit dem Argument „wir behalten die alte Botschaft, verpacken sie einfach neu“ Businessstrategien in die Kirche. Wells vergleicht Gemeinden mit den Einkaufszentren: Wir holen uns, wann wir es wollen, das, wozu wir gerade Lust haben. Dies bereitete den Boden für eine nächste Generation, die Emergenten. Sie sind besonders skeptisch gegenüber Macht und Strukturen. Sie schließen sich in losen Netzwerken zusammen. Was von den „Marketers“ inhaltlich ausgehöhlt worden war, besetzen sie mit einem Sammelsurium von neuen Inhalten. Sie experimentieren mit anderen Gottesdienstformen. Die Diagnose stimmt nachdenklich: „Ich weiß nicht, was die evangelikale Zukunft sein wird, aber ich bin sicher, dass der Evangelikalismus keine gute Zukunft hat“ (S. 21). Zumindest dann, wenn keine Kursänderung gelingt.
Courage to be Protestant: Truth-lovers, Marketers and Emergents in the Post-modern World (Englisch) Gebundene Ausgabe – 18. April 2008 von David F Wells