Denis Mukwege hilft Vergewaltigungsopfern im Kongo – allen Bedrohungen zum Trotz. Für diesen Kampf erhält er den Friedensnobelpreis. Dieses Jahr wurden die Friedensnobelpreise an genau die richtigen Persönlichkeiten verliehen.

„Der Mann, der wohl am besten weiss, was diese Bezeichnung für die betroffenen Frauen bedeutet, tigert an diesem Morgen auf und ab. Mehrmals blickt Chefarzt Denis Mukwege auf die Dutzenden Frauen, die sich noch vor dem ersten Sonnenstrahl am Zaun der Klinik versammelt haben. Seine Statur einem Bodybuilder gleich, unter seinen dunklen Augen zeichnen sich die Tränensäcke ab. Seine Stimme ist ruhig, als er von den Tausenden Frauen spricht, die in den vergangenen Jahren an seine Pforte pochten.
Mehr als 50’000 waren es seit der Eröffnung des Spitals 2008. Er erzählt ruhig ihre Geschichten, erzählt, wie sie von Milizen, Rebellen, Soldaten geschnappt und stundenlang vergewaltigt wurden, erzählt von den vergewaltigten Säuglingen, die noch in seinen Armen starben; erzählt von den Mädchen, denen in den Bauch geschossen wurde. Und Gynäkologe Mukwege versucht zu nähen, was zu nähen ist; zu pflegen, was zu pflegen ist; zu trösten, was zu trösten ist. «Ich versuche, die verstümmelten Körperteile wiederherzustellen.» Mitunter dauert es Jahre und sind mehrere Operationen nötig, bis der Arzt zu seinem Ziel kommt.
Auf der Stippvisite erzählt eine Frau an diesem Morgen, wie sie von «dem Mann, der die Frauen repariert» gelernt hat, sich nicht mehr «Opfer», sondern «Überlebende» zu nennen. Ein wichtiger Schritt in einer Welt, in der die Ehemänner bloss selten ihre geschändeten Frauen zurücknehmen.
Drei Jahre später ist der heute 63-Jährige am Freitag für seinen Einsatz in Oslo mit dem Friedensnobelpreis ausgezeichnet worden; dies, nachdem er bereits mehrere Jahre in Folge als Favorit gehandelt worden war. Die Jury bezeichnete Mukwege als «Symbol im Kampf gegen sexuelle Gewalt in bewaffneten Konflikten». Zusammen mit der Menschenrechtsaktivistin Nadia Murad habe er «auf seine Weise dazu beigetragen, sexuelle Gewalt besser sichtbar zu machen, sodass die Täter zur Rechenschaft gezogen werden können».
Mit seinem Engagement schuf sich der tiefgläubige Arzt in seiner Heimat aber auch Feinde: Einen Monat nachdem er 2012 in einer Rede vor der UNO-Generalversammlung angeprangert hatte, dass die Regierung der Demokratischen Republik Kongo zu wenig gegen Massenvergewaltigung tue, wurden seine Kinder vorübergehend als Geiseln genommen. Kurz darauf dringen Schwerbewaffnete in sein Haus ein. Ein enger Mitarbeiter, der die Täter von dem Arzt ablenkt, wird erschossen. Mukwege flieht nach Belgien: «Zum ersten Mal in meinem Leben hatte ich das Gefühl, dass ich diese Arbeit nicht mehr fortsetzen konnte», sagte er rückblickend, als ihm 2017 der Aurora-Preis verliehen wurde.
Bleiben kann er nicht: Es seien Briefe der Frauen gewesen, die ihn drei Monate später zur Rückkehr bewegt hätten. «Sie verkauften Obst, um mir zu helfen. Das hat mich sehr berührt.» Diese Kongolesinnen hätten nicht einmal einen Dollar pro Tag verdient und seien trotzdem bereit gewesen, alles zu geben. Zurück in der Universitätsstadt Bukavu, lebt er heute in einer mit Stacheldraht gesicherten Anlage; steht unter Personenschutz von UNO-Truppen. «Ich will nicht zum Märtyrer werden.» Baz.ch
Keine Beamten, die gegen guten Lohn einfach das tun wofür sie angestellt sind, keine NGO, die vor allem Propaganda in eigener Sache machen, keine Potentaten, die eines Tages ihre blutigen Kriege beenden weil sie am ökonomischen Ende der Fahnenstange sind, keine Präsidenten, die irgendwie sympathisch sind, mehr nicht.
Diesmal sind es wirklich Leute, die unter Einsatz ihres eigenen Lebens etwas Menschlichkeit in die Hölle ihrer eigenen Länder bringen. An alle, die das Christentum für Kreuzzüge und Hexenverfolgung: Das ist, was christlicher Glaube aus einem Menschen machen kann. Totale Nächstenliebe. www.soulsaver.de/

Hier wird das Publikum in die Irre geführt.

Der diesjährige Chemie-Nobelpreis wurde an drei Forscher vergeben, die bahnbrechende Erfolge mit „gerichteter Evolution“ erreicht haben. Der Begriff „gerichtete Evolution“ ist eigentlich ein Widerspruch in sich, da natürliche Evolution ungerichtet verläuft, wie von Evolutionstheoretikern selbst immer wieder betont wird. Auch wenn die (Wissenschafts-)Presse die Vergabe des Nobelpreises mit „Nachahmung von Evolution“ kommentiert, kann dies nicht darüber hinwegtäuschen, dass die Wissenschaftler nur in einem eingeschränkten Sinne den evolutiven Mutations-Selektions-Mechanismus imitiert haben. Ihre Erfolge beruhen vor allem auf einer intelligenten, zielorientierten Herangehensweise. Der Vergleich mit natürlicher Evolution ist daher irreführend.

„Der diesjährige Chemie-Nobelpreis geht an drei Forscher, die die Prinzipien der biologischen Evolution für die Entwicklung neuer Enzyme und Antikörper nutzbar gemacht haben.“1 So oder ähnlich wurde am 3. Oktober die Vergabe des Chemie-Nobelpreises an drei Forscher gemeldet. Frances H. Arnold, George P. Smith und Sir Gregory P. Winter haben Methoden entwickelt, die als „gerichtete Evolution“ bezeichnet werden. Manche Pressemeldungen dazu erweckten den Eindruck, als könnten funktionale Proteine von alleine durch natürliche Prozesse entstehen und die Forscher hätten diese Prozesse nur nachgeahmt und beschleunigt.2

Wie funktioniert „gerichtete Evolution“? Es geht darum, Proteine mit gewünschten Eigenschaften herzustellen bzw. zu optimieren (z. B. in Waschmitteln, in der Lebensmittelherstellung, in der Textilindustrie oder in der Tierernährung). Dazu werden bereits vorhandene, funktionale Proteine herangezogen und künstlich in großer Zahl mutiert und die gewünschten Mutanten ausgelesen. Die frisch gebackene Nobelpreisträgerin Frances Arnold ging dabei wie folgt vor: Sie isolierte ein proteinkodierendes Gen und produzierte eine große Menge an Mutanten in einem Reagenzglas mithilfe eines Enzyms, das das Gen kopiert. Für diesen Kopiervorgang wird durch Wahl des Enzyms und des Versuchsablaufs der ganze Prozess so angelegt, dass durch Kopierfehler Varianten des Gens entstehen. Die mutierten Genkopien werden in Bakterien integriert, welche die entsprechenden Proteinvarianten produzieren. Auf diese ausgeklügelte Weise werden die Mutationsrate und damit die Vielfalt der Proteinvarianten stark erhöht. Anschließend untersuchte die Forscherin die Funktion der so erzeugten verschiedenen Proteine. Diejenigen Varianten, die die gewünschte Funktion am besten erfüllten, wurden selektiert (ähnlich wie Evolution durch Selektion der Bestangepassten).

Dieser Prozess der Erzeugung von Varianten mit nachfolgender Selektion auf die gewünschte Funktion wurde mehrfach mit den jeweils am besten funktionierenden Genen des vorhergehenden Zyklus wiederholt. Die beste Proteinvariante wurde also ausgewählt und das entsprechende variierte Gen aus den Bakterien isoliert. Dann wurden mit dieser Genvariante mit derselben Prozedur erneut Mutationen in einem Reagenzglas erzeugt und eine große Menge an Mutanten der zweiten Generation produziert. Diese neuen Mutanten wurden wieder in Bakterien platziert, diese produzierten die neuen Proteinvarianten, die besten wurden wieder ausgelesen usw. Auf diese Weise wurden im Laufe vieler Generationen spezialisierte Proteine erzeugt. In manchen Fällen gelang es sogar, Proteine mit einer neuen Funktion zu erzeugen, wobei aber auch in diesen Fällen ein bereits existierendes Gen bzw. das entsprechende Genprodukt, das Protein, optimiert wurde.

Der Mutations- und Ausleseprozess ist es, der mit gewissen Einschränkungen mit natürlicher Evolution verglichen werden kann. Allerdings gibt es erhebliche Unterschiede. Die beiden wichtigsten sind: 1. Die Nachahmung der Evolution startet mit natürlich vorkommenden, bereits funktionalen Proteinen; diese werden nicht durch evolutive oder Evolutions-analoge Prozesse erzeugt, sondern aus Lebewesen entnommen. 2. Die Auslese erfolgt auf ein vorgegebenes Ziel hin. Genau das kann aber in der natürlichen Evolution nicht vorausgesetzt werden und wird dort sogar ausdrücklich bestritten. Bei der „gerichteten Evolution“ ist also anders als bei natürlicher Evolution Planung entscheidend im Spiel.

Ein weiterer wichtiger Unterschied besteht darin, dass nur durch entsprechende Prozesssteuerung sehr hohe Mutationsraten, die dem 10.000- bis Million-fachen der natürlichen Rate entsprechen, eine genügend große Anzahl von Mutationen erzeugt werden kann, um unter diesen die seltenen (eine einzige unter einer Milliarde) positiven Mutanten zu finden. Außerdem muss ein schnelles und effektives Screening erfolgen, damit die seltenen positiven Mutanten erkannt und ausgelesen werden können. Nicht zuletzt funktioniert das Ganze nur mit sorgfältig ausgewählten Reaktionsbedingungen, dem intelligent ausgewählten Einsatz von gentechnischen Werkzeugen (Werkzeuge, die selbst intelligent gestaltet sind) und einer optimale Auswahl von Varianten für das gewünschte Ziel. Nicht umsonst wurde nun für diese bahnbrechenden Forschungen ein Nobelpreis vergeben und zwar sicher nicht dafür, dass nur ein an sich geist- und zielloser Prozess – natürliche Evolution – nachgeahmt wurde. Damit kommen wir zu einem weiteren Punkt.

Begriffliches Verwirrspiel. Der Begriff „gerichtete Evolution“ ist ein Widerspruch in sich (contradictio in adjecto), so wie zum Beispiel „hölzernes Eisen“ und täuscht etwas vor, das es gar nicht gibt. Denn mit Evolution (im stammesgeschichtlichen Sinne) ist ein Prozess gemeint, der ohne Zielvorgabe und Steuerung verläuft, eben ungerichtet. Das liegt daran, dass Mutationen ungerichtet sind, aber auch die Selektionsbedingungen keinem Ziel folgen und nicht geplant sind. Evolution kann aber nicht zugleich gerichtet und ungerichtet sein. Letztlich sind Proteine, die durch „gerichtete Evolution“ entstanden sind, durch intelligentes Design entwickelt worden, wobei der Mutationsprozess und zielorientierte Auslese intelligent eingesetzt werden. Nicht umsonst wird auch von „bioengineering“ gesprochen.

Mit dem Begriff „gerichtete Evolution“ soll ein Unterschied zum sogenannten „rationalem Design“ zum Ausdruck gebracht werden. Damit bezeichnet man die Strategie, gezielt Moleküle zu synthetisieren, auf der Basis der Kenntnisse über dieses Molekül. Auch „rationales Design“ impliziert einen Widerspruch in sich, da er suggeriert, es gebe auch „nichtrationales Design“; das aber wäre ebenfalls ein „hölzernes Eisen“ und widerspricht der üblichen Bedeutung von „Design“.

Grenzen gerichteter Evolution. Änderungen erfolgen nur, wenn einzelne Mutationen (seien sie künstlich erzeugt oder in der Natur auftretend) bereits einen Vorteil ermöglichen und daher ausgelesen werden können. Die Entstehung neuer Proteindomänen oder neuer Proteinfolds erfordert jedoch gemäß experimenteller Daten zahlreiche Änderungen gleichzeitig. Der Biochemiker Michael Behe hat in seinem Buch „The Edge of Evolution“ (Behe 2007) aufgrund von Forschungen zu E. coli-, Malaria- und HIV-Mutationen gezeigt, dass Änderungen auch in evolutionären Zeiträumen nicht zu erwarten sind, wenn nur drei (oder mehr) passende Zufallsmutationen gleichzeitig auftreten müssten.3 Wichtig ist also: Bei gerichteter Evolution geht es um Optimierung, nicht um Innovationen.

Tatsächlich können die Wissenschaftler mit gerichteter Evolution in Bezug auf Optimierung mehr erreichen als die Natur. Beispielsweise produzierte Arnold eine Variante eines proteinabbauenden Enzyms mit 10 Mutations- und Selektionszyklen, das in einem organischen Lösungsmittel mehr als 200 mal stabiler war als die natürliche Variante. Wissenschaftler können mehr erreichen als zukunftsblinde Evolution, weil sie sich für ein Ziel entscheiden: In der ersten Runde können sie ein mutiertes Gen mit z.B. zwei gleichzeitig auftretenden Mutationen erhalten. Wenn dieses neue Gen ausgewählt und mutiert wird, können zwei weitere Mutationen und damit insgesamt vier Mutationen im ursprünglichen Gen erhalten werden. Doch all das betrifft – um es nochmals zu betonen – die Optimierung einer bestehenden Struktur  bzw. eines funktionalen Proteins – nicht die Schaffung qualitativ neuer Strukturen oder Proteine.4

Dank. Ich danke Prof. Dr. Matti Leisola, der selbst auf dem Gebiet der Biotechnologie gearbeitet hat, und Dr. Harald Binder für wertvolle Hinweise. Matti Leisola hat ebenfalls eine Stellungnahme zur Vergabe des Nobelpreises verfasst: https://evolutionnews.org/2018/10/how-the-2018-nobel-laureates-in-chemistry-harnessed-intelligent-design/

Weitere Stellungnahme des Discovery-Instituts: https://evolutionnews.org/2018/10/its-not-evolution-a-nobel-prize-award-for-engineering-enzymes/

Anmerkungen

[1] https://www.wissenschaft.de/gesundheit-medizin/chemie-nobelpreis-fuer-gelenkte-evolution

[2] Z. B.: „Sie bauen die Natur im Schnelldurchlauf nach“ (https://www.zeit.de/wissen/2018-10/nobelpreis-in-chemie-fuer-proteinforscher-frances-arnold-george-smith-und-sir-gregory-winter); „die Prinzipien der biologischen Evolution für die Entwicklung neuer Enzyme … nutzbar gemacht“ (http://www.scinexx.de/newsletter-wissen-aktuell-23225-2018-10-04.html); „Demnach baut ihr Werk auf niemand Geringerem auf als auf Charles Darwin, dem Begründer der Evolutionstheorie“ (https://www.sueddeutsche.de/wissen/nobelpreis-fuer-chemie-so-kam-die-evolution-ins-reagenzglas-1.4154859)

[3] Vgl. Romero PH & Arnold FH (2009) Exploring Protein Fitness Landscapes by Directed Evolution. Nat. Rev. Mol. Cell Biol. 10, 866-875. „Man muss sehr lange warten, bis vier oder fünf spezifische Mutationen auftreten, die eine gewünschte Funktion erfüllen. In einer Bakterienpopulation wie E. coli kann die Wartezeit auf vier Mutationen 1015 Jahre betragen, wenn man die global anzunehmenden Populationsgrößen zugrunde legt. (Das Universum ist nach üblicher Auffassung nur 1014 Jahre alt.)“ (in Übersetzung); siehe auch: Reeves MA, Gauger AK & Axe DD (2014) Enzyme families — Shared evolutionary history or shared design? A study of the GABA-aminotransferase family. BIO-Complexity 2014 (4):1−16.

[4] Mit den Möglichkeiten der Wissenschaftler im Vergleich zu natürlichen Vorgängen befassen sich B. Kozulik & M. Leisola im Artikel „Have Scientists Already Been Able to Surpass the Capabilities of Evolution?“ (http://vixra.org/abs/1504.0130). Sie schreiben im Vorwort: „Die im Titel dieser Arbeit gestellte Frage wird für manche Leser paradox, rätselhaft oder einfach dumm klingen. Sie werden denken: Wenn Wissenschaftler wie alle anderen lebenden Organismen das Produkt der Evolution sind, wie konnten sie dann ihre „Fähigkeiten“ überbieten, wenn wir doch nicht einmal in der Lage sind, einen einzigen wirklich neuen lebenden Organismus zu produzieren? Wie kann es wahr sein, dass die Wissenschaftler, nachdem sie nur eine kurze Strecke auf dem Weg zur Schaffung eines neuen lebenden Organismus zurückgelegt haben, bereits mehr als die Evolution leisten konnten? Und wenn eine Gruppe von Wissenschaftlern dies tatsächlich erreicht hat, wie kommt es dann, dass sie für ihren Publikationen keine Anerkennung für eine so große Leistung erhalten haben? Das Ziel dieses Artikels ist es, zu zeigen, dass die Antwort auf die Titelfrage „ja“ ist.“ Autor dieser News: Reinhard Junker
http://www.genesisnet.info/?Aktuelles=1

Revolution oder Reformation? Auseinandersetzung mit der 1968er-Ideologie

In diesem Jahr jährt sich die kulturelle und sexuelle Revolution von 1968 zum fünfzigsten Mal. Von einem Jubiläum kann man nicht sprechen, weil es nichts zu feiern gibt: Die Ideologie der Achtundsechziger hat unsere westliche Gesellschaft zerstört und zerstört sie weiterhin.
Anhand einer tabellarischen Gegenüberstellung der Aussagen der Achtundsechziger mit dem biblischen Christentum sei der Gegensatz deutlich gemacht. Es ist mir klar, dass eine solche Form der Auseinandersetzung holzschnittartig und Stückwerk bleiben muss. Trotzdem soll sie Grundlinien aufzeigen: erstens anhand des Themenbereiches Religion, zweitens anhand der unterschiedlichen Politik, drittens anhand der verschiedenen Sichtweisen auf die Sexualität und viertens anhand der differierenden Werte.
Weiterlesen siehe Link

Revolution oder Reformation? Auseinandersetzung mit der 1968er-Ideologie

 

Keiner kennt die Wahrheit! Die Wahrheit besteht aus Lügen, die als angenehm empfunden werden.

Laut einer Legende aus dem 19. Jahrhundert treffen sich eines Tages die Wahrheit und die Lüge. Die Lüge sagt zur Wahrheit: „Heute ist ein wunderbarer Tag“! Die Wahrheit sieht in den Himmel und seufzt, denn der Tag war wirklich schön. So verbringen sie viel Zeit zusammen und kommen letztendlich an einem Brunnen vorbei.
Die Lüge sagt zur Wahrheit: “ Das Wasser ist sehr schön, lass uns gemeinsam ein Bad nehmen!“ Die Wahrheit, wieder einmal skeptisch, testet das Wasser und entdeckt, dass es wirklich sehr schön ist. Sie ziehen sich aus und fangen an zu baden.
Plötzlich springt die Lüge aus dem Wasser, zieht die Kleider der Wahrheit an und rennt weg. Die wütende Wahrheit kommt aus dem Brunnen und rennt überall hin, um die Lüge zu finden und ihre Kleider zurück zu bekommen.
Die Welt, die die Wahrheit nun nackt sieht, wendet ihren Blick weg, mit Verachtung und Wut.
Die arme Wahrheit kehrt in den Brunnen zurück und verschwindet für immer versteckt darin, welch Schande.
Seitdem reist die Lüge um die Welt, gekleidet wie die Wahrheit, die den Bedürfnissen der Gesellschaft gerecht wird, weil die Welt auf keinen Fall den Wunsch hat, der nackten Wahrheit zu begegnen.
Ein Beispiel, warum Christen die Wahrheit nicht mehr wollen: Die Lehre der Hölle
Albert Mohler, US-amerikanischer Präsident des Southern Baptist Theological Seminary, meldete sich zu Wort über die erneut aufgeflammte Debatte um die Lehre der Hölle. Für die meisten Menschen der postmodernen Welt ist die Vorstellung einer Hölle undenkbar. Laut Os Guinness haben die westlichen Staaten ein “Maß an Pluralisierung erreicht, das dazu geführt hat, dass die Entscheidungsfreiheit verinnerlicht wurde. Entscheidungsfreiheit ist ein Wert in sich selbst geworden oder sogar eine Priorität. Modern zu sein, bedeutet, süchtig nach Wahlfreiheit und Wandel zu sein,“ so Mohler.
Natürlich haben sich die modernen Menschen dafür entschieden, dass es keine Hölle gibt. Mohler führt die Worte von David Wells an, der treffend sagte: „Der Strom der historischen Orthodoxie, der einst die evangelikale Seele bewässerte, wird heute von einer Weltlichkeit verdammt, die viele aufgrund der kulturellen Unschuld, in der sie sich präsentiert, gar nicht als Weltlichkeit erkennen… Heute haben wir weniger biblische Glaubwürdigkeit, weniger Interesse an der Wahrheit, weniger Ernsthaftigkeit und weniger Raum, unserer Generation das Wort Gottes in einer Weise zu verkünden, die eine Alternative zu ihrer Denkweise anbietet.“
In früheren Zeiten lehnten die Evangelikalen Lehren wie den Universalismus, die Allversöhnung, Inklusivismus, Evangelisieren nach dem Tod und Annihilationismus (Auslöschen der Seele nach dem Tod) ab. Mohler sieht die Ursache für diese Entwicklung in dem Einfluss kultureller Trends und des Zeitgeists auf die christliche Theologie. „Das Christentum, das man von seiner anstößigen Theologie befreit, wird auf eine ‚Spiritualität‘ unter vielen reduziert,“ so Mohler.
Mohler kommt zu dem Schluss: „Es wäre sicherlich einfacher, säkulare Menschen zu überzeugen, an einen Gott zu glauben, der niemals irgendeine Person, die das ewige Gericht verdient, richten würde, als sie zu überzeugen, an den Gott zu glauben, der von Jonathan Edwards oder Charles Spurgeon verkündet wurde.“
Laut Mohler müssen wir die Wahrheit des christlichen Glaubens mutig und klar verkünden. Die Hölle und ewige Verdammnis sind Realitäten, die klar in der Bibel gelehrt werden. Die Bedrohung der Hölle zu verneinen, bedeutet das Evangelium zu verdrehen.

Eine kapitalistische Lösung

Das Thema Flüchtlinge und Migration lässt die Deutschen nicht in Ruhe. Nicht zuletzt der Bilderstrom von Schwarzafrikanern auf Schlauchbooten im Mittelmeer sorgt dafür. Wohl an die zweitausend von ihnen sind in diesem Jahr bisher vor der libyschen Küste ertrunken. Die Regierungen von Malta und Italien wehren sich aber immer stärker gegen die Neuaufnahme von Geretteten. Der deutsche Kapitän des Flüchtlingshilfsschiffes „Lifeline“, der in Malta vor Gericht steht, empörte sich: „Was ist das für eine Welt, in der die Retter zu Tätern gemacht werden? Was ist das für eine Welt, in der stärker gegen das Retten als gegen das Sterben vorgegangen wird?“ Und an die Politik gerichtet: „Die EU nimmt das Sterben aus politischen Gründen in Kauf. Das ist widerlich.“
Als widerlichster Politiker der Bundesrepublik gilt zurzeit wohl der Innenminister, gegen ihn und seine Partei gingen kürzlich in München (!) Zehntausende auf die Straße. Oppositionspolitiker wie Sahra Wagenknecht hauen gerne weiter in die Kerbe: „So schön es auch ist, wie die Welt angesichts der in Thailand festsitzenden Jugendlichen zusammenrückt – So traurig ist es, mit welcher Gleichgültigkeit Europa den toten Kindern vor den eigenen Grenzen begegnet. Auf dem Mittelmeer ertrinken täglich Menschen, unter ihnen viele Kinder und Jugendliche. Die Gleichgültigkeit, die sie erfahren, ist erschreckend.“
Die Krise hat natürlich auch die Kirchen auf den Plan gerufen. Der Präses der Evangelischen Kirche im Rheinland, Manfred Rekowski, reiste in diesem Monat in die Gegend südlich von Sizilien und machte sich selbst ein Bild von den privaten Rettungsinitiativen. Auch in seinen Statements mangelt es nicht an kategorischen Forderungen: „Solange es so ist, dass Menschen mit Booten flüchten, müssen wir dafür sorgen, dass diese nicht zu Tode kommen“; das „tausendfache Sterben an der südlichen Grenze Europas“ müsse beendet werden; eine „staatliche europäische Seenotrettung“ muss aufgebaut werden.  Die Politik im Allgemeinen muss sich „neben der Bekämpfung von Fluchtursachen mit sicheren Fluchtrouten befassen“; „Als Friedensnobelpreisträgerin muss die EU hier ihren Beitrag leisten“. So viel Unbedingtheit gab es lange nicht.
Der EKD-Präses Bischof Heinrich Bedford-Strom kommentierte am 19. Juli auf Facebook die Reise seines Kollegen: „Hinter den Kreuzen, die in dem Video bei der Andacht im Hafen sichtbar sind, stehen konkrete Geschichten von Menschen, die ihr Leben verloren haben. Bei den Kindern ist die Vorstellung besonders schwer erträglich. Das dürfen wir nicht hinnehmen. Die Frage, die wir den politisch Verantwortlichen stellen müssen, ist: Was tun sie konkret, um das Sterben zu verhindern? Wenn es darauf keine überzeugende Antwort gibt, und das ist mein Stand, ist die Behinderung der zivilen Seenotretter unverantwortlich…“
http://lahayne.lt/2018/07/26/eine-kapitalistische-losung/

Minimalismus: Ballast abwerfen befreit!

Ein Tourist übernachtete in einem Kloster. Über die armselige Ausstattung der Zellen wunderte er sich, deshalb fragte er einen Mönch: «Wo habt ihr denn eure Möbel?» Der Mönch antwortete mit einer Gegenfrage: «Wo haben Sie denn Ihre?» Darüber wunderte sich der Tourist und sagte: «Meine? Ich bin doch nur auf der Durchreise!» Der Mönch lächelte: «Das sind wir auch.»
Alles was Du besitzt, besitzt irgendwann Dich“ (Zitat aus dem Film „Fight Club“)
Immer mehr Menschen entscheiden sich dafür, ihren Besitz radikal zu reduzieren. Dieser Trend heißt Minimalismus – ein Lebensstil, der sich als Alternative zur konsumorientierten Überflussgesellschaft sieht. Das Ziel ist, Alltagszwängen zu entkommen und dadurch ein selbstbestimmtes, erfülltes Leben zu führen.
Vor allem in unserer westlichen Kultur haben wir über Jahrzehnte gelernt, dass es erstrebenswert ist, viel zu haben. Dass wir umso glücklicher sind, je mehr wir besitzen. Ob das nun Geld und andere materielle Dinge sind – oder auch Ruhm, Ansehen oder eine anderweitig gehobene gesellschaftliche Stellung. Weiterlesen

Homosexuelle Einseitigkeit

Wer bei Google nach Kritik an LGTB- Beziehungen (Lesben, Schwule, Bisexuelle und Transgender) sucht, wird kaum fündig. Ebenso geht es bei der Recherche nach Gewalt in LGTB- oder homosexuellen Beziehungen. Die entsprechenden Suchergebnisse beschäftigen sich ausschließlich mit Kritik an und Gewalt gegen LGTB. Hier gibt es eine erschreckende Einseitigkeit. Bei jedem einzelnen der relevanten Suchergebnisse geht es lediglich darum, dass LGTB noch nicht genug anerkannt sei und, dass es immer noch Menschen gäbe, die diese sexuellen Konzepte ablehnten.

Wer bei Google nach den Stichworten „LGTB“ und „Gewalt“ sucht, dem werden folgende Alternativen oder Spezifizierungen angeboten: „Gewalt gegen Homosexuelle“, „Angriffe auf Homosexuelle“; „Homophobie in Deutschland“, „Übergriffe auf Schwule“ usw. Keine einziger Vorschlag kommt für Gewalt, die von Homosexuellen oder LGTB- Anhängern ausgeht. Hier gibt es ganz offensichtlich eine ideologische Engführung. LGTB- Orientierte haben ein Interesse daran, sich in der Gesellschaft weiterhin lediglich als Opfer darzustellen, nie aber als Täter. Unbestreitbar gibt es nach wie vor eine gewisse Schwulenfeindschaft, die weder den einzelnen Menschen sehen will, noch nachvollziehbare Gründe für die eigene Sichtweise anführt. Gleichzeitig aber gibt es eine massive reale und mediale Gewalt und Diskriminierung von LGTB- Vertretern gegen alle Andersdenkenden. An deutschen Universitäten, bei Behörden oder in den Medien werden solche ideologischen Vereinfachungen nicht nur geduldet, sondern noch gefördert. LGTB- Anhängern wird überall eine Plattform geboten. Kritik an der LGTB- Weltdeutung hingegen wird immer als „Hetze“ oder als generell illegitim diffamiert. Hier braucht es ein Umdenken. Keiner soll den jeweils Andersdenkenden beschimpfen oder lächerlich machen.
Christen sind herausgefordert, ihre Position deutlich zu machen, auch wenn sie deshalb diskriminiert und gemobbt werden. Bei ihren Äußerungen sollen sie aber auch sachlich und nachvollziehbar argumentieren. Es muss deutlich sein, dass ausgelebte Homosexualität oder Transsexualität aus biblischer Sicht ganz eindeutig falsch ist. Gleichzeitig darf nicht verschwiegen werden, dass sexuelles Fehlverhalten aus christlicher Sicht nicht das schlimmste aller Vergehen ist. Einige Sünden sind viel weiter verbreitet z.B. der hemmungslose Materialismus, Eigensucht, Lieblosigkeit, Neid oder Geiz. Gleichzeitig muss aber darauf aufmerksam gemacht werden, dass LGTB- Anhänger nicht automatisch die besseren Menschen sind. Auch von diesen Menschen wird Gewalt und Diskriminierung ausgeübt, vor allem gegen Andersdenkende. Und weil LGTB momentan in der medialen Welt als fortschrittliches Ideal gefeiert wird, gerät auch jede gerechtfertigte Kritik an ihnen viel zu schnell unter Generalverdacht. Michael Kotsch

Studien zeigen: In den USA wird der Bevölkerungsanteil Homosexueller weit überschätzt. Trägt die Medienberichterstattung um prominente Homosexuelle wie Apple-Chef Tim Cook zu dieser Fehleinschätzung bei?
pro-medienmagazin.de

Udo Lindenberg zeigt „Zehn Gebote“ beim Katholikentag

Vom 7. bis 21. Mai in Münster: Udo Lindenberg zeigt „Zehn Gebote“ beim Katholikentag

Udo Lindenbergs "Zehn Gebote" Foto: Patrick Kleibold (Bonifatiuswerk)

Mit seiner „Likörell-Technik“, bei der er die Bilder mit alkoholischen Getränken färbt, malte Panikrocker Udo Lindenberg 14 Bilder. „Udos 10 Gebote“ wurden unter anderem bereits in der Paderborner Gaukirche während des Liborifestes 2017 ausgestellt. (Foto: Patrick Kleibold, Bonifatiuswerk) …
Interessierte können die Ausstellung vom 7. bis 21. Mai von 10 bis 18 Uhr in der Liebfrauen-Überwasserkirche in Münster besichtigen. Beim Katholikentag kann sie am Donnerstag von 13 bis 22 Uhr, am Freitag und Samstag von 8.30 bis 22 Uhr und am Sonntag von 13 bis 21 Uhr angeschaut werden. Der Erlös kommt gemeinnützigen Vereinen und einer Bildungseinrichtung zugute. https://kraftwort.wordpress.com/
Gefunden auf https://www.kirche-und-leben.de/artikel/udo-lindenberg-zeigt-zehn-gebote-beim-katholikentag/:

Christen auf der Abschussliste – Gott als Witzfigur

Ein konkretes Beispiel, wie selbst von großen öffentlichen Medien der Spott über Christen ausgeschüttet wird, ist eine aktuelle Ausgabe der WDR- Wissenschaftssendung „Quarks“ (vom 10.4.2018). Im Kern geht es bei dem kurzen Videoclip um die Entstehung der Geschlechter. In der filmischen Umsetzung stehen sich dabei der kluge Darwin und der dümmliche Gott gegenüber. Gott tritt dabei als dümmliche weibliche Wolke auf, die sich mit dem Erfinder der Evolution über die mutmaßlich beste Methode der Fortpflanzung für den geplanten Menschen berät. Schnell werden dann die Vermehrung nach Bakterienart, das Knospen vieler Pflanzen und die sieben Geschlechter des Wimperntierchens verworfen.
Nachdem Gott lediglich zwei Geschlechter vorschlägt wird ihm / ihr von Darwin vorgeworfen er / sie bevorzuge immer nur dumme simple Lösungen wie Tag und Nacht, Gut und Böse „immer nur schwarz- weiß“. Von Darwins Idee veränderbarer Geschlechter kann ihn Gott gerade noch abbringen. Doch muss sich Gott dann natürlich gegen den Spaß beim Sex und für die Jungfernzeugung aussprechen (mit stilisierter Nonne im Bild). Nachdem Gott den Schauplatz verlassen hat, baut Darwin noch schnell eine wandelbare menschliche Geschlechtlichkeit ein, weil die göttliche Lösung doch sonst zum Scheitern verurteilt wäre. Nach einer eher lächerlichen Darstellung der göttlichen Schöpfung muss die ganze, humoristische Doku natürlich mit einem deutlichen Bekenntnis zur Gender- Ideologie enden.
Eine derart herabwürdigende Darstellung Allahs wäre in Deutschland kaum denkbar. Andere Religionen öffentlich zu kritisieren ist in Deutschland zwischenzeitlich ein allgemein akzeptiertes Tabu, außer wenn es Christen betrifft. Es ist unerträglich, dass große, von Steuergeldern aller Bundesbürger bezahlte Medien wie ARD und ZDF fast durchgehend polemisch und abfällig über Christen und ihre Glaubensüberzeugungen berichten, insbesondere über Evangelikale. Michael Kotsch  https://www.facebook.com/michael.kotsch.9

 

Langeweile, deine Chance!

Weißt du noch, wann du das letzte Mal Langeweile hattest? Ich nicht. Früher natürlich, wenn das Wetter schlecht war, keiner unserer Freunde Zeit hatte, wir nicht Computer spielen oder fernsehen durften…aber heute? Nein.
Woran liegt das eigentlich? Haben wir heute einfach weniger Zeit, weil derBeruf, die Familie oder die Gemeinde zu viel Zeit beanspruchen? Ich glaube nicht. Das Phänomen lässt sich ganz einfach erklären, wenn man sich im Alltag ein bisschen umschaut. In Bus oder Bahn gucken fast alle auf ihr Handy, spielen Spiele oder hören Musik. Längere Wartezeiten im Stau überspielt das Radio. Ist heute Abend nichts los, wird die Lieblingsserie ganz bequem online angemacht und bis spät abends geguckt.
Ist doch super, könnte man meinen. Seit jeher ist Langeweile etwas Schlechtes gewesen. Schon im Mittelalter nannten die Mönche den Mittag, an dem man eine Pause machen konnte, den Mittagsdämon. Denn der verleitete dazu, den Tag nicht richtig zu nutzen – was natürlich nicht in die Philosophie eines Mönches passte. Auch wir erinnern uns an lange Regentage oder Ferientage, an denen nichts los war. Ewig lange Wartezeiten beim Arzt oder lange Zugfahrten.
Wenn wir heute auf die kleinen oder großen Pausen im Alltag verzichten, verzichten wir auch darauf, den Tag zu reflektieren. Über einige Situationen nachzudenken, zu beten oder die Bibel zu lesen. Wir neigen heute immer mehr dazu, den Tag zu verdrängen, anstatt uns abends wieder neu zu fragen, was Gott mir heute gezeigt hat. Wo bin ich heute meinem Schöpfer begegnet? Wofür sollte ich heute um Vergebung bitten? Wir sollten uns die Zeit nehmen, Langeweile zu haben, um den Tag zu „entschleunigen“ und mehr nachzudenken. Wenn wir das tun, haben wir vielleicht auch mehr Zeit für die wirklich wichtigen Dinge.
„Strebe eifrig danach, dich Gott als bewährt zu erweisen, als einen Arbeiter, der sich nicht zu schämen braucht, der das Wort der Wahrheit recht teilt. Die unheiligen, nichtigen Schwätzereien aber meide; denn sie fördern nur noch mehr die Gottlosigkeit.“ (2. Tim 2,15-16) Peter Brosch  josiablog.de/2017/07/langeweile-deine-chance/
Siehe auch:

„Langweile“

Freizeit ist langweilig!?