Yoga – Hinduismus als Wellness

Längst hat sich Yoga von einer exotischen Sportart einiger Esoterik- Freaks zu einem angesagten Modetrend entwickelt. Glaubt man den Statistiken, dann praktizieren gegenwärtig rund 3,5 Millionen Deutsche mehr oder weniger regelmäßig Yoga. Das sind weit mehr als alle evangelikalen Christen zusammengenommen, schätzungsweise 1 Millionen. Yoga bietet vorgeblich alles wonach sich viele gestresste, konsumorientierte, spirituell suchende Menschen sehnen. Ihnen wird neben Gesundheit auch innerliche Ausgeglichenheit, geistlicher Friede, Entspannung und ein „achtsames“ Lebensgefühl versprochen. Längst werden allein im deutschen Yoga- Geschäft jährlich über eine Milliarde Euro umgesetzt, vor allem durch Kurse und Kleidung.
„Yoga […] ist eine aus Indien stammende philosophische Lehre, die eine Reihe geistiger und körperlicher Übungen bzw. Praktiken wie […] Meditation und Askese umfasst. Der Begriff Yoga kann sowohl „Vereinigung“ oder „Integration“ bedeuten, als auch im Sinne von „Anschirren“ und „Anspannen“ des Körpers an die Seele zur Sammlung und Konzentration bzw. zum Einswerden mit dem Bewusstsein verstanden werden.“ (Wikipedia)
Als gläubiger Christ sollte man nicht vergessen, dass es sich bei Yoga nicht einfach um eine beliebige Sportart handelt. Yoga ist ein hinduistischer Weg zur Erlösung, zur ultimativen Vereinigung der Seele mit dem göttlichen Alleinen (Brahman). Die anfänglich im Vordergrund stehenden gymnastischen Übungen dienen dabei lediglich der Einführung, der totalen Kontrolle des Körpers, mit dem Ziel ihn als Hindernis des Geistes schlussendlich auszuschalten. Ist man in diesem Bereich weiter fortgeschritten, dann soll man mit dem Studium der Bhagavad Gita (wichtige religiöse Schrift des Hinduismus) beginnen, mit Meditation und Mantra- Singen, das in den meisten Yoga- Zentren regulär angeboten wird. Ohne je bewusst eine Mitgliedschaft eingegangen zu sein, öffnet sich der Yoga- Übende mental für den Hinduismus. Bei dem einen stärker, bei dem anderen schwächer verändern sich mit der Zeit die persönliche Weltsicht, sowie die religiösen und ethischen Vorstellungen.
Christen brauchen angesichts des aktuellen Yoga- Trends den Mut, hinduistischer Wellness eine glaubwürdig gelebte, echte Frömmigkeit entgegenzuhalten. Gottes in der Bibel offenbarte Alternative einer ganzheitlichen Erneuerung des Menschen ist weitaus glaubwürdiger und bewährter als Yoga. Synkretistische Vermischungen zwischen Yoga und christlichem Glauben werden beides entwerten und das Erleben eines real eingreifenden Gottes verwischen. Michael Kotsch

Gefährdete Meinungsfreiheit

Momentan wird Bundesbildungsministerin Karliczek mit üblen Ausdrücken diffamiert, nur weil sie eine genauere Studie über die Entwicklung von Kindern in gleichgeschlechtlichen Partnerschaften fordert und bemerkt, dass die „Ehe für alle“ 2017 wohl etwas überstürzt eingeführt wurde. Allein diese durchaus vernünftigen und berechtigten Fragen zu stellen, wird in wütenden Stellungnahmen mit Empörung zurückgewiesen. Unter anderem wurde der Ministerin vorgeworfen, sie habe eine „hinterwäldlerische Haltung“ und eine „ärgerliche Realitätsverweigerung“. Ohne näher auf ihre Gründe einzugehen, wird lautstark festgestellt, dass es sich ganz sicher um „Vorurteile in unsachgemäße Scheinargumente“ handeln müsse, wenn jemand die „Ehe für Alle“ kritisiere. Wie leider kaum anders zu erwarten wurden die Anfragen der Ministerin dann auch als „diskriminierender Unsinn“ diffamiert. – Allein, wer es in der Öffentlichkeit wagt, Bedenken gegen die vielfach beworbene Gender- Agenda zu äußern, wird heute sofort ausgebuht und lächerlich gemacht.
Hier kann jeder ein Musterbeispiel weltanschaulicher Agitation beobachten. Als die Befürworter homosexueller Partnerschaften und Gender- Veränderungen vor wenigen Jahrzehnten noch in der absoluten Minderheit waren, beklagten sie die vorgebliche Ungerechtigkeit, dass ihre Meinung nicht akzeptiert, sondern sogar unterdrückt würde. Vorgeblich wollte man sich damals damit zufriedengeben, als Minderheit akzeptiert zu werden. Natürlich würde man Andersdenkende auch weiterhin akzeptieren, wurde damals sofort zugesichert.
Sobald sich Gender- Vertreter aber an den Hebeln der Macht und in öffentlicher Funktion wissen, ist es mit der Akzeptanz anderer Meinungen schnell vorbei. Selbst sachliche Argumente sollen heute verboten oder lächerlich gemacht werden. Schon längst geht es eben nicht mehr um eine Suche nach Wahrheit und objektiven Daten, sondern um die Durchsetzung seiner eigenen Ideologie. Alle Fragen und Fakten, die nicht zu diesem Modell passen, werden dann verdrängt. Wissenschaftliche Forschung hat sich schon längst auf diesen Trend eingestellt. Weil Gender- Vertreter viele Fördergelder verteilen, weiß zwischenzeitlich jeder Wissenschaftler, dass Ergebnisse, die nicht in die schöne neue Gender- Gesellschaft passen, nie veröffentlicht werden. Und wenn sie trotzdem bekannt werden, ist die Karriere des Forschers unwiederbringlich geschädigt. Ergebnisoffene Studien sind, was alle Gender- Fragen angeht, deshalb momentan eine absolute Seltenheit.
Christen sollten angesichts einer zunehmend ideologisierten Gesellschaft vorsichtig sehr sein, um nicht selber vom Gender- Mainstream mitgerissen zu werden. Nötiger als je ist eine Verankerung gläubiger Menschen in ihrer Beziehung zu Gott und ihrem absoluten Vertrauen in die Bibel als zuverlässiger Mitteilung Gottes. Massive Beeinflussungs- Kampagnen in Medien, Schulen und Universitäten lassen zunehmend auch überzeugte Christen auf den aktuellen Zeitgeist einschwenken. Immer häufiger sind heute theologische Argumentationen zu hören, die am Ende nur noch das Ziel haben, die „ärgerlichen Aussagen“ der Bibel über Homosexualität und Gender zu entkräften oder elegant wegzuerklären. Damit allerdings verliert der Glaube seine geistliche Orientierungs- und Veränderungskraft.
https://www.facebook.com/michael.kotsch.9/posts/1374158562723918

 

Fünf Arten, wie Menschen sich selbst anbeten

Timothy Keller erklärte einmal: Wenn dein Gott niemals anderer Meinung ist als du, dann kann es sein, dass du eine idealisierte Version deiner selbst anbetest. Es zeigt sich, dass die Götter, die Menschen in ihrem Kopf entwerfen, ungefähr genauso denken, wie die Menschen selbst. Hier sind fünf Arten, wie sich Menschen ihren eigenen Gott kreieren.
1. Sie lehnen die Existenz Gottes ab.
Menschen verbannen es aus ihrem Denken, dass der eine wahre Gott wirklich existieren könnte, der sie geschaffen hat und der bestimmte Normen auferlegt, die sie einhalten müssen. Die Götter ihrer Vorstellungskraft haben überhaupt keine Probleme mit ihren persönlichen Glaubensüberzeugungen und Handlungen. So zu denken ändert nichts an dem wirklichen Gott, aber es wird die gegenwärtige und ewige Beziehung dieser Menschen mit Gott beeinflussen.
2. Sie bestimmen, wie ihre Gottheit zu sein hat.
Menschen geben dem Gott, den sie sich selbst ausdenken, Eigenschaften und Mächte, von denen sie denken, dass er/sie/es sie haben sollte. Sie bestimmen auch, welche Eigenschaften ihr Gott nicht haben sollte, einschließlich des Rechts, irgendetwas von ihnen zu verlangen, das sie nicht tun wollen.
3. Sie entscheiden im Voraus, was nach ihrem Tod passieren sollte.
Viele Menschen entscheiden sich, an ein Leben nach dem Tod zu glauben, das ihrem persönlichen Gefühl von Fairness und Gerechtigkeit entspricht. Wenn sie die biblische Lehre über die Realität der Hölle nicht mögen, entwerfen sie in ihrem Verstand vielleicht eine Ewigkeit, in der jeder in irgendeiner Form von Paradies lebt, außer natürlich die wirklich bösen Menschen.
4. Sie leugnen Beweise für Gott in der Schöpfung und in der Bibel.
Menschen wenden sich von Gottes Offenbarung seiner Selbst in der Schöpfung und in der Bibel ab, und entscheiden sich, alternative Erklärungen zu glauben, wie die Welt und die Menschen entstanden sind. Obwohl die Erde gefüllt ist von zahllosen unterschiedlichen Kreaturen und Stoffen, die alle auf einen obersten Konstrukteur hinweisen, ziehen es viele Menschen vor, die Existenz der Welt dem Zufall zuzuschreiben. Statt die Wahrheitsansprüche, die historische Genauigkeit und die göttliche Inspiration der Bibel zu untersuchen, lehnen sie die Bibel vorschnell als die Schrift von Menschen ab, die eine Mischung aus Wahrheit und Mythos enthielte.
5. Sie weigern sich, sich irgendeiner Autorität unterzuordnen, außer der, der sie sich unterordnen wollen
Um selbstbestimmt zu sein, können Menschen nicht zulassen, dass andere ihnen sagen, was sie zu tun haben. Sie müssen die Kapitäne ihres eigenen Schiffes sein, ohne irgendjemandem rechenschaftspflichtig zu sein, weder Ehepartner, Vorgesetztem, Regierung noch Schöpfer.
Gott will und befiehlt, dass jeder ihn allein anbetet (5Mo 6,13; Lk 4,8). Die Götter unserer Vorstellung haben keine Macht, uns zu lieben oder uns von irgendetwas zu retten, uns selbst eingeschlossen. Trachte danach, den einen wahren Gott zu kennen und zu lieben, der uns in seinem Ebenbild geschaffen und seinen Sohn in die Welt gesandt hat, um uns zu erlösen und zu einer richtigen Beziehung mit ihm wiederherzustellen.
Le Ann Tree ist seit 34 Jahren mit ihren Mann Andy verheiratet und hat vier Kinder. Sie hat vor kurzem ihren dreißigjährigen Traum erfüllt und einen Master of Arts in Theological Studies erworben. Sie mag es, über Gottes rettende Gnade in Christus zu reden, Zeit mit Familie und Freunden zu verbringen und zu boogieboarden, besonders wenn die Sonne scheint und die Wellen sanft sind. Dieser Artikel erschien zuerst bei Core Christianity. Übersetzung und Wiedergabe mit freundlicher Genehmigung.
https://www.evangelium21.net/ressourcen/fuenf-arten-wie-menschen-sich-selbst-anbeten?fbclid=IwAR3-BQVpiG-94S-GLSdmFxdSkjLab_2gPyX9rzL7wQmTxdejTB81zWl5wFc

 

Frieden sieht anders aus

Viele der Beteiligten im Nahostkonflikt sind nicht ernsthaft an einer Lösung der Streitigkeiten interessiert. Bei ihren Geldgebern in Europa und Nordamerika beteuern palästinensische Politiker seit Jahrzehnten ihren Friedenswillen. In Wirklichkeit aber leben sie weit besser mit dem gegenwärtigen Zustand als mit einem wirklichen Frieden, der einen zukünftigen Staat Palästina sehr bald aus einem Weltinteresse verdrängen würde.
Fast alle palästinensischen Spitzenpolitiker sind durch ihren Job superreich geworden und verfügen über volle Auslandskonten; vor allem durch das Geld, das ihnen vom Ausland überwiesen wurde. Statt die immensen Hilfszahlungen in effektive Entwicklungsprojekte zu stecken, werden die Familien von Selbstmordattentätern finanziert, Tunnel zum Waffentransport nach Israel gebaut, Raketen für Terrorangriffe angeschafft und die eigene Großfamilie versorgt.
Wenn man wirklich Frieden wollte, könnte man in den Medien Verständnis für Israel wecken oder zumindest Fake- Meldungen von israelischen Übergriffen klarstellen. Doch genau das Gegenteil passiert: Sehr viel Geld wird investiert, um in der eigenen Bevölkerung den Hass auf Israel zu schüren. Jeden Tag werden im palästinensischen Radio, Fernsehen und Internet wilde Verschwörungstheorien über die „jüdische Weltverschwörung“ verbreitet. In vielen Fällen greift man dabei auf die altbekannten Propagandalügen der Nationalsozialisten zurück und bewirbt sogar Hitlers „Mein Kampf“. So wird es nie zu einem Frieden kommen. Aber wie gesagt, viele palästinensische Verantwortungsträger wollen das auch gar nicht, weil ihr Einkommen und ihre Stellung durch einen latenten Kriegszustand viel angenehmer ist als bei einem wirklichen Frieden.
Auch mache sehr konservative Israeli freuen sich insgeheim über jeden palästinensischen Übergriff, weil das ihre Position zu bestärken scheint, dass Friede mit Arabern nie möglich sein wird und dass harte Maßnahmen gegen Palästinenser so halt notwendig sind. – Allerdings darf man dabei nie vergessen, dass in Israel Meinungsfreiheit herrscht und sich die Bürger viel leichter ein ausgewogenes Bild machen können, wenn sie es denn wollen. In den Palästinensergebieten wird die Opposition zumeist schnell unterdrückt oder derjenige wirtschaftlich ruiniert, der öffentlich äußert, dass die Israeli einen berechtigten Anspruch auf ich Land und auf Frieden haben könnten.
Wahrscheinlich wird es erst dann wirklichen Frieden geben, wenn Gott in dieser Region aktiv eingreift.
„Wünschet Jerusalem Frieden! Es möge wohlgehen denen, die dich lieben! Es möge Friede sein in deinen Mauern und Glück in deinen Palästen! Um meiner Brüder und Freunde willen will ich dir Frieden wünschen.“ (Psalm 122, 6ff.) Michael Kotsch

Aufruf an evangelische Christen

Das Netzwerk Bibel und Bekenntnis hat am 3. November 2018 einstimmig einen Aufruf beschlossen. Hier der Wortlaut:
Aufruf an evangelische Christen
Jesus Christus spricht: „Himmel und Erde werden vergehen; aber meine Worte werden nicht vergehen.“ (Matthäus 24,35) Auf diese Zusage vertrauen wir und wollen dem dreieinigen Gott allein die Ehre geben. Zugleich belasten uns schwere Fehlentscheidungen von Synoden und Kirchenleitungen der evangelischen Kirchen in den letzten Jahren und veranlassen uns erneut, an alle Christen, insbesondere an Gemeindeleitungen, Pfarrer, Pastoren, Verantwortliche in christlichen Werken und Verbänden zu appellieren. In den evangelischen Kirchen werden die Grundlagen des Glaubens zunehmend demontiert.

In Frage gestellt wird insbesondere:

  • die Autorität der Bibel als Wort Gottes und höchste Norm für Glauben, Leben und Lehre,
  • dass Jesus Christus der einzige Weg zum Heil ist und das Evangelium darum allen Menschen verkündet werden muss,
  • dass Gott durch den stellvertretenden Tod Jesu am Kreuz und durch seine Auferweckung die Welt mit sich versöhnt hat und uns bittet, die Versöhnung im Glauben persönlich zu ergreifen,
  • dass zur Offenbarung Gottes die Gottebenbildlichkeit des Menschen und die Polarität und Gemeinschaft von Mann und Frau gehören,
  • dass die Gebote Gottes auch heute die gültigen Maßstäbe für das Leben der Christen und der Gemeinden sind.

Deshalb rufen wir zum Widerspruch und zum mutigen Bekenntnis auf. Wir müssen nicht resignieren. Der Herr Jesus Christus ist für uns am Kreuz gestorben und auferstanden. Er lebt und wirkt. Er wird in Herrlichkeit wiederkommen. Durch ihn allein werden wir aus der Macht der Sünde und der ewigen Verdammnis gerettet und haben Frieden mit Gott. Wir sind nicht allein. Wir können uns in den Gemeinden gegenseitig ermutigen und ermahnen, die Bibel als Wort Gottes anzuerkennen, an dem sich unser Glaube, unser Leben und alle christliche Lehre zu orientieren haben. Aus Liebe und Dankbarkeit folgen wir Jesus Christus nach, leben aus der Vergebung der Sünden und wollen die Gebote Gottes halten.

  1. Wir bitten alle Christen eindringlich: Bekennt euch in Kirche und Gesellschaft dazu, dass die Bibel Gottes Wort ist, völlig zuverlässig und darum Maßstab für Glauben, Leben und Lehre! Vertraut Gottes Zusagen und gehorcht seinen Geboten!
  2. Wir bitten Pfarrer, Pastoren und Gemeindeleitungen eindringlich: Setzt euch dafür ein, dass in den Gemeinden die Autorität der Bibel als Wort Gottes anerkannt wird und dass in den heute kontroversen Fragen biblische Positionen gelehrt werden! Erklärt öffentlich, dass ihr keine Segnung oder Trauung gleichgeschlechtlicher Paare durchführen werdet.
  3. Wir bitten ehrenamtliche und hauptamtliche Leiter von christlichen Verbänden und Werken eindringlich: Bekennt euch durch öffentliche Stellungnahmen zur Autorität der Bibel als Wort Gottes und in den heute kontroversen Fragen zu biblischen Positionen! Nehmt so eure Leitungsaufgabe wahr und gebt nach innen und außen Orientierung!
  4. Wir bitten alle Verantwortlichen in Kirchen, Gemeinden, Gemeinschaften, Verbänden und Werken, die sich zur Autorität der Bibel als Wort Gottes bekennen und in den heute kontroversen Fragen öffentlich biblische Positionen beziehen, eindringlich: Verbindet euch lokal, regional und überregional in geeigneten Organisationsformen, um euch gegenseitig zu unterstützen, die Gemeinden zu stärken und gegenüber Kirchenleitungen sowie in der Gesellschaft gemeinsam Stellung zu beziehen! Fördert die einladende Verkündigung des Evangeliums durch alle Formen der persönlichen und öffentlichen Evangelisation!

Wir wollen uns gegenseitig in der öffentlichen Auseinandersetzung stärken. Zu verschiedenen Zeiten sind öffentliche Stellungnahmen zu unterschiedlichen Themen nötig. Nachdem der Staat und viele Kirchenleitungen gleichgeschlechtliche Partnerschaften als Ehe anerkannt haben, halten wir es heute für notwendig, dass Gemeindeleitungen öffentlich erklären, dass sie gleichgeschlechtliche Partnerschaften trotzdem nicht segnen oder trauen werden, weil sie dem Wort Gottes vertrauen und gehorchen.
Wir schätzen die Freiheit, die wir in unserem Land haben. Wir bitten Gott und arbeiten dafür, dass diese Freiheit erhalten bleibt. Allerdings hat Jesus seinen Nachfolgern nicht versprochen, dass sie ihren Glauben immer unter komfortablen Rahmenbedingungen leben können. Wenn uns die Freiheit nicht mehr zugestanden wird, wollen wir trotzdem Gott mehr gehorchen als den Menschen. (Apostelgeschichte 5,29) Jesus Christus hat uns zugesagt: „Ich bin bei euch alle Tage bis an der Welt Ende“ (Matthäus 28,20). Darauf verlassen wir uns. Soli Deo Gloria!

Aufruf an evangelische Christen

Freundschaft in der Postmoderne!?

Der Mensch ist ein Gemeinschaftswesen. Nicht nur, dass wir für unser irdisches Überleben auf zahllose andere Menschen angewiesen sind, die uns mit Nahrung, Medizin und Wissen versorgen; wir brauchen Gemeinschaft auch rein seelisch. Menschen, die lange vollkommen allein und zurückgezogen leben werden häufig seltsam oder depressiv. In gewisser Weise hilft es schon, andere Menschen einfach zu sehen oder ihnen im Alltag zu begegnen. Eigentlich aber sucht jeder nach Personen, die sich wirklich für einen interessieren, nach echten Freunden.
Christen haben in dieser Angelegenheit einen doppelten Vorteil. Zum einen wissen sie, dass sie nie wirklich verlassen und allein sind, weil Jesus Christus versprochen hat, immer bei ihnen zu sein. Zum anderen haben sie eine große, weltweite Familie von geistlichen Geschwistern. Und wenn es auch schon einmal Stress in dieser Familie gibt, weil man sich eben doch nicht nur liebt, so gehört man doch irgendwie zusammen. Viele erfahren dass, wenn sie neu an einen Ort ziehen oder wenn sie in einem fremden Land plötzlich auf Glaubensgeschwister stoßen. Ziemlich schnell hat man einen gemeinsamen Draht und versteht sich irgendwie.
In den von der Postmoderne gezeichneten Staaten des Westens hingegen wollen viele Menschen vollkommen ungebunden und individualistisch sein. Gleichzeitig sehnen sich aber auch diese Menschen nach Gemeinschaft, selbst dann, wenn sie offensichtlich künstlich ist.
Seit 2003 werden in den USA über Internet „imaginäre Freundschaften“ angeboten. Je nach Preisklasse bekommt man Mails, SMS, Postkarten, Bilder oder sogar Anrufe seiner „neuen Freundin“. Viele halten dieses Programm für besser, als gar keine Beziehungen zu haben. Für 50 Dollar im Monat bekommt man eine ganze Reihe von elektronischen Nachrichten aufs Handy. Für 14,99 Dollar schickt einem die künstliche Freundin eine Schachtel Pralinen oder Ähnliches nach Hause. Am Ende der Vertragszeit wird man von freundlich gefragt, ob man es denn noch einmal miteinander versuchen soll, oder ob man sich als gute Bekannte voneinander trennt.
Ein japanischer Anbieter offeriert Anrufe und Nachrichten auf dem Smartphone. Meldet man sich bei der virtuellen Freundin aber zu selten oder verweigert man ihr kleine, natürlich kostenpflichtige Geschenke, schweigt sie oder schickt beleidigte Mails.
Diese Angebote sollen nicht nur dem Abonnenten eine persönliche Freundschaft vorgaukeln, sondern auch Kollegen oder Nachbarn, die man gelegentlich einen Blick auf eine der Nachrichten werfen lassen kann.
Über das reale Alter und Geschlecht der imaginären Freunde erfährt der Nutzer natürlich nichts. Das könnte der schönen Illusion ja auch erheblich schaden.
Auch in Deutschland sind sogenannte Single- Tapeten erhältlich, auf der wahlweise ein Mann oder eine Frau sitzt und den Bewohner anlächelt. Es wird damit geworben, dass diese Mitbewohner „jederzeit verfügbar sind, aber kein schmutziges Geschirr herumstehen lassen oder wegen des Fernsehprogramms streiten“. Für 6,99 Dollar kann man in den USA die CD „Amazing Instant Mate“ kaufen. Sobald man nach Hause kommt empfängt einen der Pseudo- Lebensgefährte mit netten Worten wie: „Hallo Schatz, wie war dein Tag?“ oder „Ich bin so froh, dass du wieder da bist.“ Während man den Mantel aufhängt und dass Essen in die Mikrowelle stellt bekommt man zu hören: „Du bist das Beste, was mir jemals passiert ist.“ Oder „Willst du eine Fußmassage?“. Sogar für das Bett kann man ein lebensgroßes Kissen mit verschiedenen Schauspielerporträts kaufen, um sich nachts an ihnen zu kuscheln. Für etwas mehr Geld flüstern sie einem dann vor dem Einschlafen auch noch ein paar nette Worte ins Ohr.
Partnerschaft und Freundschaft wie Gott sie sich denkt kann durch solche Angebote natürlich nicht ersetzt werden. Irgendwie bleibt der Nutzer dabei innerlich leer zurück. Gott kann echte Freunde schenken, die wirklich an einem interessiert sind. Er kann auch helfen die Schwierigkeiten zu bewältigen, die häufig in echten Beziehungen auftreten. Der innigste und vertrauteste Freund für den Gläubigen aber ist Jesus Christus, der jeden Menschen unendlich liebt und ihn besser versteht als er sich selbst. Michae Kotsch

Denis Mukwege hilft Vergewaltigungsopfern im Kongo – allen Bedrohungen zum Trotz. Für diesen Kampf erhält er den Friedensnobelpreis. Dieses Jahr wurden die Friedensnobelpreise an genau die richtigen Persönlichkeiten verliehen.

„Der Mann, der wohl am besten weiss, was diese Bezeichnung für die betroffenen Frauen bedeutet, tigert an diesem Morgen auf und ab. Mehrmals blickt Chefarzt Denis Mukwege auf die Dutzenden Frauen, die sich noch vor dem ersten Sonnenstrahl am Zaun der Klinik versammelt haben. Seine Statur einem Bodybuilder gleich, unter seinen dunklen Augen zeichnen sich die Tränensäcke ab. Seine Stimme ist ruhig, als er von den Tausenden Frauen spricht, die in den vergangenen Jahren an seine Pforte pochten.
Mehr als 50’000 waren es seit der Eröffnung des Spitals 2008. Er erzählt ruhig ihre Geschichten, erzählt, wie sie von Milizen, Rebellen, Soldaten geschnappt und stundenlang vergewaltigt wurden, erzählt von den vergewaltigten Säuglingen, die noch in seinen Armen starben; erzählt von den Mädchen, denen in den Bauch geschossen wurde. Und Gynäkologe Mukwege versucht zu nähen, was zu nähen ist; zu pflegen, was zu pflegen ist; zu trösten, was zu trösten ist. «Ich versuche, die verstümmelten Körperteile wiederherzustellen.» Mitunter dauert es Jahre und sind mehrere Operationen nötig, bis der Arzt zu seinem Ziel kommt.
Auf der Stippvisite erzählt eine Frau an diesem Morgen, wie sie von «dem Mann, der die Frauen repariert» gelernt hat, sich nicht mehr «Opfer», sondern «Überlebende» zu nennen. Ein wichtiger Schritt in einer Welt, in der die Ehemänner bloss selten ihre geschändeten Frauen zurücknehmen.
Drei Jahre später ist der heute 63-Jährige am Freitag für seinen Einsatz in Oslo mit dem Friedensnobelpreis ausgezeichnet worden; dies, nachdem er bereits mehrere Jahre in Folge als Favorit gehandelt worden war. Die Jury bezeichnete Mukwege als «Symbol im Kampf gegen sexuelle Gewalt in bewaffneten Konflikten». Zusammen mit der Menschenrechtsaktivistin Nadia Murad habe er «auf seine Weise dazu beigetragen, sexuelle Gewalt besser sichtbar zu machen, sodass die Täter zur Rechenschaft gezogen werden können».
Mit seinem Engagement schuf sich der tiefgläubige Arzt in seiner Heimat aber auch Feinde: Einen Monat nachdem er 2012 in einer Rede vor der UNO-Generalversammlung angeprangert hatte, dass die Regierung der Demokratischen Republik Kongo zu wenig gegen Massenvergewaltigung tue, wurden seine Kinder vorübergehend als Geiseln genommen. Kurz darauf dringen Schwerbewaffnete in sein Haus ein. Ein enger Mitarbeiter, der die Täter von dem Arzt ablenkt, wird erschossen. Mukwege flieht nach Belgien: «Zum ersten Mal in meinem Leben hatte ich das Gefühl, dass ich diese Arbeit nicht mehr fortsetzen konnte», sagte er rückblickend, als ihm 2017 der Aurora-Preis verliehen wurde.
Bleiben kann er nicht: Es seien Briefe der Frauen gewesen, die ihn drei Monate später zur Rückkehr bewegt hätten. «Sie verkauften Obst, um mir zu helfen. Das hat mich sehr berührt.» Diese Kongolesinnen hätten nicht einmal einen Dollar pro Tag verdient und seien trotzdem bereit gewesen, alles zu geben. Zurück in der Universitätsstadt Bukavu, lebt er heute in einer mit Stacheldraht gesicherten Anlage; steht unter Personenschutz von UNO-Truppen. «Ich will nicht zum Märtyrer werden.» Baz.ch
Keine Beamten, die gegen guten Lohn einfach das tun wofür sie angestellt sind, keine NGO, die vor allem Propaganda in eigener Sache machen, keine Potentaten, die eines Tages ihre blutigen Kriege beenden weil sie am ökonomischen Ende der Fahnenstange sind, keine Präsidenten, die irgendwie sympathisch sind, mehr nicht.
Diesmal sind es wirklich Leute, die unter Einsatz ihres eigenen Lebens etwas Menschlichkeit in die Hölle ihrer eigenen Länder bringen. An alle, die das Christentum für Kreuzzüge und Hexenverfolgung: Das ist, was christlicher Glaube aus einem Menschen machen kann. Totale Nächstenliebe. www.soulsaver.de/

Hier wird das Publikum in die Irre geführt.

Der diesjährige Chemie-Nobelpreis wurde an drei Forscher vergeben, die bahnbrechende Erfolge mit „gerichteter Evolution“ erreicht haben. Der Begriff „gerichtete Evolution“ ist eigentlich ein Widerspruch in sich, da natürliche Evolution ungerichtet verläuft, wie von Evolutionstheoretikern selbst immer wieder betont wird. Auch wenn die (Wissenschafts-)Presse die Vergabe des Nobelpreises mit „Nachahmung von Evolution“ kommentiert, kann dies nicht darüber hinwegtäuschen, dass die Wissenschaftler nur in einem eingeschränkten Sinne den evolutiven Mutations-Selektions-Mechanismus imitiert haben. Ihre Erfolge beruhen vor allem auf einer intelligenten, zielorientierten Herangehensweise. Der Vergleich mit natürlicher Evolution ist daher irreführend.

„Der diesjährige Chemie-Nobelpreis geht an drei Forscher, die die Prinzipien der biologischen Evolution für die Entwicklung neuer Enzyme und Antikörper nutzbar gemacht haben.“1 So oder ähnlich wurde am 3. Oktober die Vergabe des Chemie-Nobelpreises an drei Forscher gemeldet. Frances H. Arnold, George P. Smith und Sir Gregory P. Winter haben Methoden entwickelt, die als „gerichtete Evolution“ bezeichnet werden. Manche Pressemeldungen dazu erweckten den Eindruck, als könnten funktionale Proteine von alleine durch natürliche Prozesse entstehen und die Forscher hätten diese Prozesse nur nachgeahmt und beschleunigt.2

Wie funktioniert „gerichtete Evolution“? Es geht darum, Proteine mit gewünschten Eigenschaften herzustellen bzw. zu optimieren (z. B. in Waschmitteln, in der Lebensmittelherstellung, in der Textilindustrie oder in der Tierernährung). Dazu werden bereits vorhandene, funktionale Proteine herangezogen und künstlich in großer Zahl mutiert und die gewünschten Mutanten ausgelesen. Die frisch gebackene Nobelpreisträgerin Frances Arnold ging dabei wie folgt vor: Sie isolierte ein proteinkodierendes Gen und produzierte eine große Menge an Mutanten in einem Reagenzglas mithilfe eines Enzyms, das das Gen kopiert. Für diesen Kopiervorgang wird durch Wahl des Enzyms und des Versuchsablaufs der ganze Prozess so angelegt, dass durch Kopierfehler Varianten des Gens entstehen. Die mutierten Genkopien werden in Bakterien integriert, welche die entsprechenden Proteinvarianten produzieren. Auf diese ausgeklügelte Weise werden die Mutationsrate und damit die Vielfalt der Proteinvarianten stark erhöht. Anschließend untersuchte die Forscherin die Funktion der so erzeugten verschiedenen Proteine. Diejenigen Varianten, die die gewünschte Funktion am besten erfüllten, wurden selektiert (ähnlich wie Evolution durch Selektion der Bestangepassten).

Dieser Prozess der Erzeugung von Varianten mit nachfolgender Selektion auf die gewünschte Funktion wurde mehrfach mit den jeweils am besten funktionierenden Genen des vorhergehenden Zyklus wiederholt. Die beste Proteinvariante wurde also ausgewählt und das entsprechende variierte Gen aus den Bakterien isoliert. Dann wurden mit dieser Genvariante mit derselben Prozedur erneut Mutationen in einem Reagenzglas erzeugt und eine große Menge an Mutanten der zweiten Generation produziert. Diese neuen Mutanten wurden wieder in Bakterien platziert, diese produzierten die neuen Proteinvarianten, die besten wurden wieder ausgelesen usw. Auf diese Weise wurden im Laufe vieler Generationen spezialisierte Proteine erzeugt. In manchen Fällen gelang es sogar, Proteine mit einer neuen Funktion zu erzeugen, wobei aber auch in diesen Fällen ein bereits existierendes Gen bzw. das entsprechende Genprodukt, das Protein, optimiert wurde.

Der Mutations- und Ausleseprozess ist es, der mit gewissen Einschränkungen mit natürlicher Evolution verglichen werden kann. Allerdings gibt es erhebliche Unterschiede. Die beiden wichtigsten sind: 1. Die Nachahmung der Evolution startet mit natürlich vorkommenden, bereits funktionalen Proteinen; diese werden nicht durch evolutive oder Evolutions-analoge Prozesse erzeugt, sondern aus Lebewesen entnommen. 2. Die Auslese erfolgt auf ein vorgegebenes Ziel hin. Genau das kann aber in der natürlichen Evolution nicht vorausgesetzt werden und wird dort sogar ausdrücklich bestritten. Bei der „gerichteten Evolution“ ist also anders als bei natürlicher Evolution Planung entscheidend im Spiel.

Ein weiterer wichtiger Unterschied besteht darin, dass nur durch entsprechende Prozesssteuerung sehr hohe Mutationsraten, die dem 10.000- bis Million-fachen der natürlichen Rate entsprechen, eine genügend große Anzahl von Mutationen erzeugt werden kann, um unter diesen die seltenen (eine einzige unter einer Milliarde) positiven Mutanten zu finden. Außerdem muss ein schnelles und effektives Screening erfolgen, damit die seltenen positiven Mutanten erkannt und ausgelesen werden können. Nicht zuletzt funktioniert das Ganze nur mit sorgfältig ausgewählten Reaktionsbedingungen, dem intelligent ausgewählten Einsatz von gentechnischen Werkzeugen (Werkzeuge, die selbst intelligent gestaltet sind) und einer optimale Auswahl von Varianten für das gewünschte Ziel. Nicht umsonst wurde nun für diese bahnbrechenden Forschungen ein Nobelpreis vergeben und zwar sicher nicht dafür, dass nur ein an sich geist- und zielloser Prozess – natürliche Evolution – nachgeahmt wurde. Damit kommen wir zu einem weiteren Punkt.

Begriffliches Verwirrspiel. Der Begriff „gerichtete Evolution“ ist ein Widerspruch in sich (contradictio in adjecto), so wie zum Beispiel „hölzernes Eisen“ und täuscht etwas vor, das es gar nicht gibt. Denn mit Evolution (im stammesgeschichtlichen Sinne) ist ein Prozess gemeint, der ohne Zielvorgabe und Steuerung verläuft, eben ungerichtet. Das liegt daran, dass Mutationen ungerichtet sind, aber auch die Selektionsbedingungen keinem Ziel folgen und nicht geplant sind. Evolution kann aber nicht zugleich gerichtet und ungerichtet sein. Letztlich sind Proteine, die durch „gerichtete Evolution“ entstanden sind, durch intelligentes Design entwickelt worden, wobei der Mutationsprozess und zielorientierte Auslese intelligent eingesetzt werden. Nicht umsonst wird auch von „bioengineering“ gesprochen.

Mit dem Begriff „gerichtete Evolution“ soll ein Unterschied zum sogenannten „rationalem Design“ zum Ausdruck gebracht werden. Damit bezeichnet man die Strategie, gezielt Moleküle zu synthetisieren, auf der Basis der Kenntnisse über dieses Molekül. Auch „rationales Design“ impliziert einen Widerspruch in sich, da er suggeriert, es gebe auch „nichtrationales Design“; das aber wäre ebenfalls ein „hölzernes Eisen“ und widerspricht der üblichen Bedeutung von „Design“.

Grenzen gerichteter Evolution. Änderungen erfolgen nur, wenn einzelne Mutationen (seien sie künstlich erzeugt oder in der Natur auftretend) bereits einen Vorteil ermöglichen und daher ausgelesen werden können. Die Entstehung neuer Proteindomänen oder neuer Proteinfolds erfordert jedoch gemäß experimenteller Daten zahlreiche Änderungen gleichzeitig. Der Biochemiker Michael Behe hat in seinem Buch „The Edge of Evolution“ (Behe 2007) aufgrund von Forschungen zu E. coli-, Malaria- und HIV-Mutationen gezeigt, dass Änderungen auch in evolutionären Zeiträumen nicht zu erwarten sind, wenn nur drei (oder mehr) passende Zufallsmutationen gleichzeitig auftreten müssten.3 Wichtig ist also: Bei gerichteter Evolution geht es um Optimierung, nicht um Innovationen.

Tatsächlich können die Wissenschaftler mit gerichteter Evolution in Bezug auf Optimierung mehr erreichen als die Natur. Beispielsweise produzierte Arnold eine Variante eines proteinabbauenden Enzyms mit 10 Mutations- und Selektionszyklen, das in einem organischen Lösungsmittel mehr als 200 mal stabiler war als die natürliche Variante. Wissenschaftler können mehr erreichen als zukunftsblinde Evolution, weil sie sich für ein Ziel entscheiden: In der ersten Runde können sie ein mutiertes Gen mit z.B. zwei gleichzeitig auftretenden Mutationen erhalten. Wenn dieses neue Gen ausgewählt und mutiert wird, können zwei weitere Mutationen und damit insgesamt vier Mutationen im ursprünglichen Gen erhalten werden. Doch all das betrifft – um es nochmals zu betonen – die Optimierung einer bestehenden Struktur  bzw. eines funktionalen Proteins – nicht die Schaffung qualitativ neuer Strukturen oder Proteine.4

Dank. Ich danke Prof. Dr. Matti Leisola, der selbst auf dem Gebiet der Biotechnologie gearbeitet hat, und Dr. Harald Binder für wertvolle Hinweise. Matti Leisola hat ebenfalls eine Stellungnahme zur Vergabe des Nobelpreises verfasst: https://evolutionnews.org/2018/10/how-the-2018-nobel-laureates-in-chemistry-harnessed-intelligent-design/

Weitere Stellungnahme des Discovery-Instituts: https://evolutionnews.org/2018/10/its-not-evolution-a-nobel-prize-award-for-engineering-enzymes/

Anmerkungen

[1] https://www.wissenschaft.de/gesundheit-medizin/chemie-nobelpreis-fuer-gelenkte-evolution

[2] Z. B.: „Sie bauen die Natur im Schnelldurchlauf nach“ (https://www.zeit.de/wissen/2018-10/nobelpreis-in-chemie-fuer-proteinforscher-frances-arnold-george-smith-und-sir-gregory-winter); „die Prinzipien der biologischen Evolution für die Entwicklung neuer Enzyme … nutzbar gemacht“ (http://www.scinexx.de/newsletter-wissen-aktuell-23225-2018-10-04.html); „Demnach baut ihr Werk auf niemand Geringerem auf als auf Charles Darwin, dem Begründer der Evolutionstheorie“ (https://www.sueddeutsche.de/wissen/nobelpreis-fuer-chemie-so-kam-die-evolution-ins-reagenzglas-1.4154859)

[3] Vgl. Romero PH & Arnold FH (2009) Exploring Protein Fitness Landscapes by Directed Evolution. Nat. Rev. Mol. Cell Biol. 10, 866-875. „Man muss sehr lange warten, bis vier oder fünf spezifische Mutationen auftreten, die eine gewünschte Funktion erfüllen. In einer Bakterienpopulation wie E. coli kann die Wartezeit auf vier Mutationen 1015 Jahre betragen, wenn man die global anzunehmenden Populationsgrößen zugrunde legt. (Das Universum ist nach üblicher Auffassung nur 1014 Jahre alt.)“ (in Übersetzung); siehe auch: Reeves MA, Gauger AK & Axe DD (2014) Enzyme families — Shared evolutionary history or shared design? A study of the GABA-aminotransferase family. BIO-Complexity 2014 (4):1−16.

[4] Mit den Möglichkeiten der Wissenschaftler im Vergleich zu natürlichen Vorgängen befassen sich B. Kozulik & M. Leisola im Artikel „Have Scientists Already Been Able to Surpass the Capabilities of Evolution?“ (http://vixra.org/abs/1504.0130). Sie schreiben im Vorwort: „Die im Titel dieser Arbeit gestellte Frage wird für manche Leser paradox, rätselhaft oder einfach dumm klingen. Sie werden denken: Wenn Wissenschaftler wie alle anderen lebenden Organismen das Produkt der Evolution sind, wie konnten sie dann ihre „Fähigkeiten“ überbieten, wenn wir doch nicht einmal in der Lage sind, einen einzigen wirklich neuen lebenden Organismus zu produzieren? Wie kann es wahr sein, dass die Wissenschaftler, nachdem sie nur eine kurze Strecke auf dem Weg zur Schaffung eines neuen lebenden Organismus zurückgelegt haben, bereits mehr als die Evolution leisten konnten? Und wenn eine Gruppe von Wissenschaftlern dies tatsächlich erreicht hat, wie kommt es dann, dass sie für ihren Publikationen keine Anerkennung für eine so große Leistung erhalten haben? Das Ziel dieses Artikels ist es, zu zeigen, dass die Antwort auf die Titelfrage „ja“ ist.“ Autor dieser News: Reinhard Junker
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Revolution oder Reformation? Auseinandersetzung mit der 1968er-Ideologie

In diesem Jahr jährt sich die kulturelle und sexuelle Revolution von 1968 zum fünfzigsten Mal. Von einem Jubiläum kann man nicht sprechen, weil es nichts zu feiern gibt: Die Ideologie der Achtundsechziger hat unsere westliche Gesellschaft zerstört und zerstört sie weiterhin.
Anhand einer tabellarischen Gegenüberstellung der Aussagen der Achtundsechziger mit dem biblischen Christentum sei der Gegensatz deutlich gemacht. Es ist mir klar, dass eine solche Form der Auseinandersetzung holzschnittartig und Stückwerk bleiben muss. Trotzdem soll sie Grundlinien aufzeigen: erstens anhand des Themenbereiches Religion, zweitens anhand der unterschiedlichen Politik, drittens anhand der verschiedenen Sichtweisen auf die Sexualität und viertens anhand der differierenden Werte.
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Revolution oder Reformation? Auseinandersetzung mit der 1968er-Ideologie

 

Keiner kennt die Wahrheit! Die Wahrheit besteht aus Lügen, die als angenehm empfunden werden.

Laut einer Legende aus dem 19. Jahrhundert treffen sich eines Tages die Wahrheit und die Lüge. Die Lüge sagt zur Wahrheit: „Heute ist ein wunderbarer Tag“! Die Wahrheit sieht in den Himmel und seufzt, denn der Tag war wirklich schön. So verbringen sie viel Zeit zusammen und kommen letztendlich an einem Brunnen vorbei.
Die Lüge sagt zur Wahrheit: “ Das Wasser ist sehr schön, lass uns gemeinsam ein Bad nehmen!“ Die Wahrheit, wieder einmal skeptisch, testet das Wasser und entdeckt, dass es wirklich sehr schön ist. Sie ziehen sich aus und fangen an zu baden.
Plötzlich springt die Lüge aus dem Wasser, zieht die Kleider der Wahrheit an und rennt weg. Die wütende Wahrheit kommt aus dem Brunnen und rennt überall hin, um die Lüge zu finden und ihre Kleider zurück zu bekommen.
Die Welt, die die Wahrheit nun nackt sieht, wendet ihren Blick weg, mit Verachtung und Wut.
Die arme Wahrheit kehrt in den Brunnen zurück und verschwindet für immer versteckt darin, welch Schande.
Seitdem reist die Lüge um die Welt, gekleidet wie die Wahrheit, die den Bedürfnissen der Gesellschaft gerecht wird, weil die Welt auf keinen Fall den Wunsch hat, der nackten Wahrheit zu begegnen.
Ein Beispiel, warum Christen die Wahrheit nicht mehr wollen: Die Lehre der Hölle
Albert Mohler, US-amerikanischer Präsident des Southern Baptist Theological Seminary, meldete sich zu Wort über die erneut aufgeflammte Debatte um die Lehre der Hölle. Für die meisten Menschen der postmodernen Welt ist die Vorstellung einer Hölle undenkbar. Laut Os Guinness haben die westlichen Staaten ein “Maß an Pluralisierung erreicht, das dazu geführt hat, dass die Entscheidungsfreiheit verinnerlicht wurde. Entscheidungsfreiheit ist ein Wert in sich selbst geworden oder sogar eine Priorität. Modern zu sein, bedeutet, süchtig nach Wahlfreiheit und Wandel zu sein,“ so Mohler.
Natürlich haben sich die modernen Menschen dafür entschieden, dass es keine Hölle gibt. Mohler führt die Worte von David Wells an, der treffend sagte: „Der Strom der historischen Orthodoxie, der einst die evangelikale Seele bewässerte, wird heute von einer Weltlichkeit verdammt, die viele aufgrund der kulturellen Unschuld, in der sie sich präsentiert, gar nicht als Weltlichkeit erkennen… Heute haben wir weniger biblische Glaubwürdigkeit, weniger Interesse an der Wahrheit, weniger Ernsthaftigkeit und weniger Raum, unserer Generation das Wort Gottes in einer Weise zu verkünden, die eine Alternative zu ihrer Denkweise anbietet.“
In früheren Zeiten lehnten die Evangelikalen Lehren wie den Universalismus, die Allversöhnung, Inklusivismus, Evangelisieren nach dem Tod und Annihilationismus (Auslöschen der Seele nach dem Tod) ab. Mohler sieht die Ursache für diese Entwicklung in dem Einfluss kultureller Trends und des Zeitgeists auf die christliche Theologie. „Das Christentum, das man von seiner anstößigen Theologie befreit, wird auf eine ‚Spiritualität‘ unter vielen reduziert,“ so Mohler.
Mohler kommt zu dem Schluss: „Es wäre sicherlich einfacher, säkulare Menschen zu überzeugen, an einen Gott zu glauben, der niemals irgendeine Person, die das ewige Gericht verdient, richten würde, als sie zu überzeugen, an den Gott zu glauben, der von Jonathan Edwards oder Charles Spurgeon verkündet wurde.“
Laut Mohler müssen wir die Wahrheit des christlichen Glaubens mutig und klar verkünden. Die Hölle und ewige Verdammnis sind Realitäten, die klar in der Bibel gelehrt werden. Die Bedrohung der Hölle zu verneinen, bedeutet das Evangelium zu verdrehen.