10+ Zitate … aus “Gender – Von Gender-Mainstreaming zur Akzeptanz sexueller Vielfalt”

Ich habe kürzlich das neu erschienene Buch „Gender“ von Christoph Raedel gelesen. Ich staune ob seiner Engelsgeduld und bin froh, dass er diese wirklich unangenehme Recherchearbeit geleistet hat. Hier sind 10 Zitate aus dem Buch:

  1. Genitalien sind bedeutungslos dafür, wie ich mich verstehe (und inszeniere); die Fantasie schiebt sich erkenntniskritisch vor die Faktizität, wir haben es hier auf eine bestimmte Weise also mit einer postfaktischen Position zu tun. Denn die behauptete und inszenierte Geschlechtsidentität (gender) ist hier radikal losgelöst vom anatomischen Geschlecht (sex) zu denken. (25)
  2. Weitreichende Vorschriften werden nicht mehr nach parlamentarischer Debatte von gewählten Volksvertretern verabschiedet, sondern nach Beratung in geschlossenen Expertengremien der Durchsetzung von Verwaltungsbehörden überlassen. (35)
  3. Das gewünschte Ergebnis ist die (nahezu) Vollerwerbstätigkeit sowie die paritätische Verteilung der Hausarbeit auf Männer und Frauen bei gleichzeitiger (ganztägiger) Fremdbetreuung für Kinder vom ersten Lebensjahr an.  Um dieses Ziel zu erreichen, müssen angesichts der starken Beharrungskräfte, die in Partnerschaften wirksam zu sein scheinen, die gesetzlichen Stellschrauben entsprechend angezogen werden. (50)
  4. Dem staatlichen Recht wird also die Möglichkeit bestritten, überhaupt Bewertungen aussprechen und Unterscheidungen vornehmen zu dürfen. Unklar bleibt, welche Mittel der staatlichen Rechtsordnung dann überhaupt noch bleiben, z. B. Sex mit Minderjährigen, Kinderehen oder Inzesthandlungen als illegitime Ausdrucksformen von Sexualität zu behandeln, wenn alle Menschen das uneingeschränkte Recht haben, in ihrer individuellen geschlechtlichen Identität und Orientierung respektiert zu werden. (56)
  5. Dieses Beharren auf absolute (d. h. keiner Bewertung zugängliche) Gleichbehandlung führt … faktisch zur Privilegierung sexueller Minderheiten… (57)
  6. In einer Welt, die eine Vielfalt an Begabungen hervorbringt und darin jeden  Einzelnen in irgendeinen Bereich in einer bestimmten Weise vor anderen auszeichnet, hat jeder Mensch in irgendeinem Bereich zunächst einmal weniger Aussicht darauf, ein nur begrenzt verfügbares Gut erlangen zu können. Es gibt kein Menschenrecht darauf, nicht der Erfahrung ausgesetzt zu sein, ungünstiger als andere behandelt zu werden. (61)
  7. Die Vorstellung von der Seele, die sich im ‚falschen Körper‘ befindet, setzt einen schroffen Dualismus von Körper und Geist voruas, wie er bereits in der Antike von gostisch beeinflussten Gruppen vertreten wurde. Die Einheit der menschlichen Person als ein sowohl geistiges als auch leibliches Wesen wird hier preisgegeben. (83)
  8. Es soll ein einklagbares Recht sein, in allem, was mit dem Geschlechtsleben zu tun hat, von normativen Wertungen freigestellt zu sein. Die Deutungshoheit über die geschlechtliche Identität liegt allein beim Betroffenen. (84)
  9. ‚Keine Toleranz für die Intoleranten‘ – das ist genau das richtige Motto, wenn es um Feinde unserer demokratischen Grundordnung geht. Hier aber wird es gegen Bürger gewendet, die nicht zu akzeptieren bereit sind, dass der Grundsatz des moralischen Relativismus an die Stelle unserer durchaus wertegebundenen staatlichen Grundordnung tritt, die einen solchen Relativismus gerade nicht voraussetzt, sondern sich am Leitbild von Ehe und Familie orientiert. (92)
  10. Vielfalt braucht die Abweichung von der Dominanzkultur; daher gilt jede Entscheidung für die Abweichung davon als selbstbestimmt, jede Entscheidung zugunsten der Dominanzkultur dagegen als Anzeichen für einen ‚Einordnungszwang‘, der die Würde des Menschen verletzt. (95)
  11. In der pansexualisierten Welt der Sexualpädagogik ist nie Sex als solcher das Problem, sondern allein die möglicherweise missachtete Selbstbestimmung. (99)
  12. Das subjektive Unbehagen wird zur Basis eines Menschenrechts darauf, eine Toilette der gewählten Geschlechtsidentität entsprechend zu wählen. Mit der Schubkraft der Menschenrechte wird das Recht auf die Entfaltung der eigenen Persönlichkeit gegen die Persönlichkeitsrechte aller anderen vor einer solchen Entscheidung unvermeidlich Betroffenen in Stellung gebracht. (108)
  13. Wo Sprache verschleiert, ist sie nicht länger Mittel der Kommunikation, die Menschen verbindet, sondern Werkzeug der Spaltung. (112)
    http://hanniel.ch/2017/12/08/10-zitate-aus-gender-von-gender-mainstreaming-zur-akzeptanz-sexueller-vielfalt

Von Raedel sind ausserdem erschienen:

Evangelikale Zukunft

In den Nachkriegsjahren haben sich die Evangelikalen um zwei Kernüberzeugungen gesammelt, nämlich die volle Autorität der inspirierten Schrift und die Zentralität von Jesu stellvertretendem Sühnetod (S. 5). Dem folgte eine anhaltende Schwächephase durchsteigende Gleichgültigkeit gegenüber biblischer Lehre. „Das Christentum wurde zunehmend auf private, innere, therapeutische Erfahrung reduziert.“ (S. 8) Zudem wurde der Glaube von der lokalen Gemeinde losgelöst. „Der Glaube wurde individualistisch, selbst-fokussiert und konsumorientiert“ (S. 11). Das zweite große Segment seit den 1980er-Jahren bilden die sogenannten „Marketers“. Sie holten mit dem Argument „wir behalten die alte Botschaft, verpacken sie einfach neu“ Businessstrategien in die Kirche. Wells vergleicht Gemeinden mit den Einkaufszentren: Wir holen uns, wann wir es wollen, das, wozu wir gerade Lust haben. Dies bereitete den Boden für eine nächste Generation, die Emergenten. Sie sind besonders skeptisch gegenüber Macht und Strukturen. Sie schließen sich in losen Netzwerken zusammen. Was von den „Marketers“ inhaltlich ausgehöhlt worden war, besetzen sie mit einem Sammelsurium von neuen Inhalten. Sie experimentieren mit anderen Gottesdienstformen. Die Diagnose stimmt nachdenklich: „Ich weiß nicht, was die evangelikale Zukunft sein wird, aber ich bin sicher, dass der Evangelikalismus keine gute Zukunft hat“ (S. 21). Zumindest dann, wenn keine Kursänderung gelingt.
Courage to be Protestant: Truth-lovers, Marketers and Emergents in the Post-modern World (Englisch) Gebundene Ausgabe – 18. April 2008 von David F Wells

 

Rückkehr zum Aberglauben

Al Mohler warnt anläßlich der aktuellen Berichterstattung über magische Opferrituale mit Kindstötungen durch Hexenmeister im von Dürre bedrohten afrikanischen Uganda vor der Selbsberuhigung, daß es in unserer reichen westlichen Gesellschaften keine Anwendung okkulter Rituale mehr gibt. [auszugsweise Übersetzung ins Deutsche von mir]
>>“Medizinmänner opfern Kinder im von Dürre heimgesuchten Uganda“
Die Geschichte stammt aus Uganda, und der Reporter erzählt uns, dass es sowohl in Uganda als auch in mehreren benachbarten afrikanischen Ländern ein Wiederaufleben der Opferungen sowohl von Kindern als auch von Frauen gegeben hat.
Aber an diesem Punkt können Sie fast spüren, dass viele Amerikaner jetzt sagen würden: „Nun ich weiß, dass das Okkulte weiter präsent ist. Es ist auch eine ständige Herausforderung in einigen Teilen der Welt. Die genannten Länder waren aber alle in Afrika. Aber natürlich nicht im hyper-modernen, sehr säkularen Amerika von heute.
Falls Sie das auch so sehen, werden Sie jetzt Anlaß haben ein wenig demütiger zu werden: Eine der zentralsten Figuren im sozialen Leben der amerikanischen Hauptstadt Washington DC hat kürzlich ein Buch mit geschrieben, in dem sie über ihre anhaltende Faszination und ihre Teilnahme am Okkulten sehr offen berichtet. Diese Figur ist Sally Quinn, eine Autorin und ein bekanntes Mitglied der High Society. Sie ist die Ex-Frau von Ben Bradlee, dem langjährigen Herausgeber der Washington Post. Jetzt hat sie ein Buch mit dem Titel „Finding Magic“ geschrieben, in dem sie öffentlich über ihre okkulte Seite spricht.
In einem kürzlich veröffentlichten Profil von Sally Quinn zur Veröffentlichung ihres neuen Buches, berichtete das Washingtonian Magazine:
„Über die besonderen Anekdoten hinaus ist dieses Buch Quinns Coming-Out als leidenschftliche Gläubige des Übernatürlichen“ …
Sally Quinn dokumentiert ihre Teilnahme am Okkulten insofern, als sie in ihren eigenen Worten sagt, SIE HABE DREI FLÜCHE AUF PERSONEN GELEGT, DIE ANSCLIEßEND ZIEMLICH SCHNELL STARBEN.
Was hier so wichtig ist: dass wir hier eine Person haben, die im Zentrum des gesellschaftlichen Lebens von Washington DC steht, der Hauptstadt der Vereinigten Staaten von Amerika und immer noch steht. Und jetzt spricht sie in ihren eigenen Worten öffentlich über ihre Erfahrungen mit dem Okkulten. Das sagt natürlich sehr viel über Sally Quinn aus, aber auch viel über die High Society in Washington DC und nach einiger Reflexion auch viel über uns selber.
Die interessanteste Dimension dieses Berichts ist, dass diese Rückkehr zum Aberglauben mitten in der vermeintlich gleichzeitigen Wende zu einem säkularen Weltbild kommt. Aber was wir immer wieder sehen können ist, dass ein säkulares Weltbild niemals a) säkular für lange oder b) so säkular ist, wie viele behaupten. …
Das ultimative Problem hier ist, dass das, was man über die säkulare Weltanschauung wieder einmal sagen kann: Sie ist ein Vakuum. Und ein Vakuum existiert nie sehr lange. Ein Vakuum ist zerbrechlich, und irgendwann wird es von etwas anderem gefüllt werden. Und was wir jetzt sehen, ist, dass es, wenn es nicht vom biblischen authentischen Christentum gefüllt wird, vielleicht von etwas anderem, vielleicht von der New Age Spiritualität, vielleicht vom Aberglauben und vielleicht sogar dem Okkulten gefüllt wird.
Quelle: http://www.albertmohler.com/2017/10/10/briefing-10-10-17/

Bild könnte enthalten: eine oder mehrere Personen, Brille und Text

Vergessliche Menschheit

Jeden Herbst wenn in der Karibik die Stürme toben, jede Monsunzeit, wenn in Asien weite Landstriche unter Wasser stehen, wecken die Medien Angst vor zunehmenden Umweltkatastrophen. Schnell werden diese Meldungen politisch instrumentalisiert. Die mit dramatischen Schlagzeilen geweckten Ängste sollen dazu bereit machen, schmerzhafte und oft auch ideologisch gefärbte Forderungen durchzusetzen. Momentan ist bei jedem Sturm, jeder Überschwemmung und jedem Erdbeben zu hören: „Die Klimaerwärmung ist schuld.“ Die Story steht immer schon fest, ganz gleich ob ein Sturm tobt, der Regen ausbleibt oder ob ein besonders warmer Sommer zurückliegt. Ausgeklammert werden dann zumeist andere mögliche Ursachen. Selten wird auch daran erinnert, dass Naturkatastrophen zur Menschheitsgeschichte gehören seit sie schriftlich festgehalten wurde.
In einer Art selektiver Wahrnehmung werden gegenwärtige Ereignisse immer wesentlich intensiver wahrgenommen und gewertet als gleiche Geschehnisse der Vergangenheit. Dadurch haben die Menschen jeder Generation den Eindruck, in einer ganz besonders dramatischen oder auch fortschrittlichen Zeit zu leben. Man vergisst eben schnell und überschätzt gewöhnlich seine eigene Epoche.
Christlichen Endzeit- Spekulanten fällt es deshalb leicht, immer wieder neu den Eindruck zu erwecken, die ultimative Krise der Welt stehe unmittelbar bevor und damit die ersehnte Wiederkunft Jesu. Fast immer hat man den Eindruck, gerade in der Gegenwart erlebe man eine große Häufung politischer Krisen, wirtschaftlicher Probleme, kulturellen Verfalls, militärischer Bedrohung usw. – Erst der abwägende Blick in die Vergangenheit hilft dann, wirklich begründete Aussagen machen zu können und nicht immer wieder zu vorschnell in Panik zu geraten.
Am 1.September 1962 erschütterte ein Jahrhundertbeben Persien / Iran. Es war das stärkste Erdbeben, das die Region in den letzten 2500 Jahren erlebte. Selbst in Teheran verließen die Menschen fluchtartig ihre Häuser als das Beben gegen 20.20 Uhr die Erde erschütterte. Obwohl sich das Epizentrum rund 230 km weiter westlich befand wurden auch in der persischen Hauptstadt viele Gebäude schwer beschädigt. 160 Ortschaften wurden weitgehend zerstört. 12 000 Menschen fanden den Tod. Monatelang dauerten die Aufräumarbeiten der leidenden Bevölkerung. Weltweit waren die Völker erschüttert und äußerten ihr Mitgefühl.
Heute sind die erschreckenden Bilder von damals weitgehend vergessen und man fühlt sich schockiert über 112 Tote durch den Wirbelsturm „Irma“ (September 2017). – Dieses Unwetter war durchaus schlimm, aber es ist nicht das Ende der Welt und es ist auch nicht immer bedrohlicher als in vergangenen Jahrzehnten.
„Und der HERR sprach in seinem Herzen: Ich will künftig den Erdboden nicht mehr verfluchen um des Menschen willen, obwohl das Trachten des menschlichen Herzens böse ist von seiner Jugend an; auch will ich künftig nicht mehr alles Lebendige schlagen, wie ich es getan habe. Von nun an soll nicht aufhören Saat und Ernte, Frost und Hitze, Sommer und Winter, Tag und Nacht, solange die Erde besteht!“ (1.Mose 8, 21f.) Michael Kotsch

Las Vegas und die Frage nach dem Bösen

Das Böse ist eine Tatsache. Und das Böse ist eine theologische Kategorie. Die säkulare Weltanschauung kann das Wort nicht mit Stimmigkeit oder Sinn verwenden. Die Anerkennung der Tatsache, daß es das Böse gibt erfordert die Bejahung eines moralischen Urteils und einer moralische Wirklichkeit über dem menschlichen Urteil. Wenn wir nur zufällige Wesen in einem zufälligem Universum sind, kann nichts wirklich böse sein. Das Böse weist auf ein notwendiges moralisches Urteil hin, das von einer moralischen Autorität gemacht wird, die größer ist als wir – eine transzendente und übernatürliche moralische Autorität: Gott.
Hochschulprofessoren erzählen uns, dass der moralische Relativismus eine Generation von Amerikanern hervorgebracht hat, die es ablehnen, irgendetwas böse zu nennen und sogar die Existenz moralischer Tatsachen verleugnen. Justin P. McBrayer, der am Fort Lewis College in Colorado unterrichtet, schrieb in der New York Times dass „viele Studenten im College-Alter nicht an moralische Tatsachen glauben.“
Das ist wirklich beängstigend, aber McBrayer argumentiert, dass, wenn die Schüler auf dem College ankommen, ihnen schon wieder und wieder gesagt wurde, dass es keine moralischen Tatsachen gibt – dass nichts objektiv richtig oder falsch ist.
Nur die christliche Weltanschauung, die in der Bibel basiert, kann erklären, warum moralische Tatsachen existieren und wie wir sie erkennen können. Nur die biblische Weltanschauung erklärt, warum die sündige Menschheit solch schreckliche moralische Ungerechtigkeiten begeht. Die christliche Weltanschauung verspricht auch, dass Gott einen endgültigen Akt des moralischen Urteils herbeiführen wird, der das letzte Wort zu Recht und Unrecht sein wird – als Tatsachen, nicht nur Spekulationen. Das Evangelium Christi weist uns auf die einzige Art der Rettung aus der Tatsache unseres eigenen Bösen und unserer Schuld hin.
Wir fühlen mit den Familien und Gemeinden, die jetzt trauern, und wir beten für sie und für die, die jetzt auch ums Überleben kämpfen.
Es ist sowohl entlarvend als auch beruhigend, dass säkular orientierte Menschen, die mit moralischem Schrecken konfrontiert sind, wie wir es jetzt in Las Vegas sehen, immer noch vom Bösen als einer moralischen Tatsache sprechen können – auch wenn sie weiterhin moralische Tatsachen in den Klassenzimmern und Gerichtssälen leugnen. Niemand kann leugnen, dass der Schrecken in Las Vegas durch eine Handlung zustande kam, die böse war, das pure Böse, das Böse als eine Tatsache.
Ich denke an die Worte des Propheten Jesaja: „Wehe denen, die Böses gut und Gutes böse nennen, die Finsternis zu Licht und Licht zu Finsternis erklären, die Bitteres süß und Süßes bitter nennen!“ [Jesaja 5,20 Schlachter 2000]
#almohler #albertmohler #christianworldview

Bild könnte enthalten: eine oder mehrere Personen, Brille und Text
 http://www.albertmohler.com/2017/10/03/briefing-10-03-17
http://www.albertmohler.com/2017/10/03/briefing-10-03-17/

Weltuntergang 23.September

Manchmal bekomme ich die Krise, wenn ich höre, wie Christen nicht nur dem Evangelium vertrauen, sondern auch alles mögliche Andere mit derselben Begeisterung glauben. Viele übernehmen weitgehend kritiklos die wildesten Spekulationen und abenteuerlichsten Versprechungen. Gutgläubig folgen sie selbsternannten Spezialisten, Propheten und Heilern. Wenn sich eine Sache nur einigermaßen plausibel anhört oder wenn sie den eigenen Wunschvorstellungen entspricht, dann lassen sich viele Christen auch für vollkommen falsche Idee begeistern. Im Kern war das natürlich schon immer so. Durch die Möglichkeiten der Massenkommunikation können christliche Spekulanten ihre Gedanken heute nur viel schneller und weiter verbreiten.
Wieder einmal lachen die Medien und viele Nichtgläubige über Christen, die für den 23.September 2017 den Untergang der Welt vorhergesagt hatten. Die eigentlichen Gründe für diese Prophetie sind weitgehend uninteressant. Wenn man nur genügend sucht, findet man immer irgendeinen Bibelvers oder eine spezielle Planetenkonstellation, die man für die eigenen Spekulationen heranziehen kann – jedes Jahr neu.
Für den 23.September 2017 sprechen aus Sicht der Weltuntergangs- Propheten ganz verschiedene Gründe:
1. „Eine besondere Rolle nimmt der Planet Jupiter ein, welcher als größter Planet des Sonnensystems auch als Königsplanet bezeichnet wird. Der Planet Jupiter wird sich, ausgehend vom Sternenbild Löwe, vom November 2016 bis zum 23. September 2017 ausschließlich innerhalb des Sternenbildes Virgo aufhalten, sozusagen im Bauch der Jungfrau. Der Planet Jupiter, welcher zu den hellsten Objekten am Nachthimmel zählt, wird sich während diesen 42 Wochen wie ein Baby im Mutterleib hin und her bewegen („sie war schwanger und schrie vor Schmerzen in ihren Geburtswehen“). Bei dieser Planetenkonstellation soll es sich, so wird behauptet, um eine Erfüllung von Offenbarung 12,1-2 handeln: „Dann erschien ein großes Zeichen am Himmel: eine Frau, mit der Sonne bekleidet; der Mond war unter ihren Füßen und ein Kranz von zwölf Sternen auf ihrem Haupt. Sie war schwanger und schrie vor Schmerz in ihren Geburtswehen.“
2. Der 23. September sei der letzter Tag der Menschheit, weil an diesem Tag die letzte Sonnenfinsternis in den USA genau 33 Tage zurück liegt. Jesus sei schließlich 33 Jahre alt geworden, beteuert David Meade, frommer Christ und Autor eines Buches mit dem Titel „Ankunft von Planet X 2017“.
3. Am 23. September soll sich, nach Berechnungen der selbst ernannten Experten, der mysteriöse Planet Nibiru, auch Planet X genannt, in die Erdkugel bohren. Dieses Datum soll auch durch merkwürdige Kornkreise in Großbritannien und durch geheimnisvolle Informationen aus den großen Pyramiden von Gizeh bestätigt worden sein. – Das kleine Problem dabei ist nur: Nibiru existiert gar nicht.
4. Manche verweisen auch auf besondere Jubiläen im Zusammenhang mit der Geschichte des Staates Israel und deuten diese auf einen bevorstehendes Weltende: z.B. im Jahr 2017 (50 Jahre Jerusalem fast ganz in jüdischer Hand) und 2018 (70 Jahre Israel). Außerdem entspräche das Jahr 2017 nach jüdischer Zählung dem Jahr 5777. Diese Zahl wiederum ließe sich aus Prophezeiungen Daniels ableiten. Darüber hinaus sei das dreimalige 7 in dieser Jahreszahl ein Hinweis auf ein besonderes weltgeschichtliches Ereignis, weil 3 und 7 heilige Zahlen der Bibel seien.
Zwischenzeitlich beginnen einige der engagierten Endzeit- Propheten schon wieder zurück zu rudern und sprechen davon, dass die morgige Bundestagswahl vielleicht einen besonderen Umbruch mit sich bringen werde, auf den sich diese kosmischen und biblischen Weissagungen beziehen sollen.
Christen müssen sich immer wieder deutlich von politischen und prophetischen Spekulationen distanzieren. Tun sie das nicht, schaden sie der Glaubwürdigkeit des Wortes Gottes, entwerten biblische Prophetie und machen die christliche Gemeinde vor ihrer Umwelt absolut lächerlich.
Gottes Wort ist wahr in allen seinen Aussagen, auch in seinen prophetischen Äußerungen für die Zukunft. – Von menschlichen Spekulationen, auch wenn sie fromm oder plausibel klingen, kann man das nicht sagen. – Lasst uns davon lernen für die nächsten wilden Prognosen und Prophetien, die mich Sicherheit nicht lange auf sich warten lassen! Michael Kotsch
https://www.facebook.com/michael.kotsch.9/posts/1066753466797764

 

„Ihr Froschretter“ – Wenn Frösche wichtiger sind als Christen im Nahen Osten

Den meisten Deutschen und den meisten deutschen Politikern und Journalisten ist das Retten von Fröschen wichtiger als das Retten von Christen im Nahen Osten, wie Christen im Nahen Osten ironisch feststellen. In der ZEIT hat Evelyn Finger den Klagen von Christen im Nahen Osten Recht gegeben: „Alles ist dem Westen wichtiger als wir“ [Evelyn Finger: Ihr Froschretter! In: DIE ZEIT vom 12. April 2017].
Finger schreibt:
„Am Palmsonntag sagte deshalb der syrisch-orthodoxe Bischof von Mossul, Nicodemus Daoud Matti Sharaf: ‚Der Westen schert sich mehr um Frösche als um uns.‘ Das ist polemisch, aber wahr. Denn die UN, die EU, die Nato haben es versäumt, nach dem Aufstieg der Terrormiliz IS zügig über militärisch gesicherte Schutzzonen zu reden. Bis heute gibt es keine.“
Die Weltweite Evangelische Allianz hat dies – bis hin zum Generalsekretär der UN persönlich – seit Auftreten des IS gefordert. Es gab aber leider noch nicht mal eine nichts sagende, nette Reaktion seitens der UN.
Finger fährt fort:
„Es dauerte viel zu lange, bis die Christen des Nahen Ostens als verfolgte Gruppe anerkannt wurden – selbst von den USA, die 2014 immerhin den Vormarsch des IS auf die Flüchtlingsstadt Erbil stoppten. In Washingtons demokratischen Thinktanks finden viele, Christenverfolgung sei ein Thema für Fox News, also für Rechtsaußen. In Europa haben Kirchenvertreter Angst, als Rechte missverstanden zu werden, wenn sie sich für Christen einsetzen. So ist das Thema tatsächlich bei den Rechten gelandet, die es freudig instrumentalisieren und ihrerseits den Religionskrieg zwischen Christen und Muslimen prophezeien. Ist es wirklich so schwer, über das Drama der Christen zu reden und gleichzeitig klarzumachen, dass verfolgte Sunniten, Schiiten, Aleviten, Atheisten nicht minder schutzwürdig sind?“
Ja, das ist die entscheidende Frage, die sich etwa auch für die meisten Parteien im Bundestag stellt.
Finger schreibt zu Recht:
„Für die Überlebenden der Anschläge klingen Worte der Betroffenheit längst nach Lüge. Sie sagen: Das christliche Europa lässt uns Christen im Stich. Man kann nun aus sicherer Distanz entgegnen, das sogenannte Abendland sei doch bloß eine Fiktion der AfD, und Hilfe speziell für verfolgte Christen sei unchristlich, weil Jesus die Nächstenliebe nicht für seine Anhänger reserviert hat. Die Verfolgten verstehen trotzdem nicht, warum ihre Mitchristen im Westen nicht wenigstens laut für sie streiten.“
Richtig, Deutschland ist kein christlicher Staat, der sich als Schutzmacht von Christen in anderen Ländern versteht. Aber als säkularer Staat darf er auch nicht die Menschenrechtsverletzungen an Christen ignorieren, nur um nicht den Verdacht zu nähren, er könne als christlich (miss-)verstanden werden. Das wäre so, als wenn christliche Feuerwehrmänner und -frauen Angst hätten, Christen das Leben zu retten, weil man das als Parteinahme verstehen könnte.
http://www.thomasschirrmacher.info/theologie/christenverfolgung/ihr-froschretter-wenn-froesche-wichtiger-sind-als-christen-im-nahen-osten

AfD – Wenig glaubwürdig

Stellenweise liest sich das Wahlprogramm der AfD aus christlicher Sicht wirklich gut. Immerhin ist die AfD die einzige Partei, die sich öffentlich für die besondere Förderung der Ehe zwischen einem Mann und einer Frau stark macht. Nur die AfD will mehr Förderung von Eltern, die ihre Kleinkinder selber erziehen, statt sie staatlichen Stellen zu überlassen. Auch war die AfD in den vergangenen Jahren die erste Partei, die offen darauf aufmerksam gemacht hat, dass Flüchtlinge nicht unbegrenzt aufgenommen werden können.
Allerdings sollte man nicht vergessen, dass starke Sprüche aus der Opposition immer wesentlich einfacher sind als handfeste Regierungsarbeit, wie das Beispiel der einstmals gefeierten „Piraten“ oder der „Republikaner“ zeigt.
Trotz mancher positiver Ideen sind mir viele Vertreter der AfD allerdings zu wenig glaubwürdig.
1. Die AfD propagiert ein traditionelles Familienbild von Vater, Mutter Kind. Ihre Spitzenkandidatin für die Bundestagswahl, Alice Weidel, aber lebt in einer unehelichen lesbischen Beziehung. Frauke Petry, eine weitere Top- Frau der AfD verlässt ihren Mann und zieht, noch verheiratet, mit ihrem neuen Freund zusammen. Offensichtlich lebt man im Privaten etwas ganz anders, als man in Reden öffentlich propagiert. Solche Personen sind für mich nicht glaubwürdig, wenn sie sich für Ehe und Treue aussprechen.
2. Manche AfD- Mitglieder propagieren christliche Werte und bewerben die Partei als christlich geprägte Partei. Auf der Ebene der Bundesleitung und auch auf der der meisten Länder wird die AfD allerdings von Atheisten und bloßen Namenschristen dominiert. Umfragen zufolge stammen viele AfD- Wähler im Osten aus der Partei Die Linke und stehen dem Glauben sehr kritisch gegenüber. Gerade dort aber ist die AfD am stärksten.
3. Auch wenn die Bibel im Neuen Testament nicht sehr viel über das politische Engagement von Christen sagt, eines wird ganz deutlich hervorgehoben: Gläubige sollen für die Herrschenden beten, sich ihnen unterordnen und sie ehren (z.B. 1Tim 2,1f; 1Petr 2,17).
Im gegenwärtigen Wahlkampf aber machen sehr viele AfD Anhänger genau das Gegenteil. Gerade bei Auftritten der Bundeskanzlerin fallen AfD Sympathisanten regelmäßig dadurch auf, dass sie mit Tomaten werfen und dass sie durch Sprechchöre, Buhrufe oder Trillerpfeifen die Veranstaltungen massiv stören. Dabei handelt es sich, wie offen zugegeben wird, nicht um Einzelfälle, sondern um Aktionen, die von der AfD- Leitung organisiert wurden. „Bei der AfD gehört es zum Pflichtprogramm, zu Veranstaltungen mit Regierungspolitikern zu fahren“, sagte der persönliche Referent von AfD-Spitzenkandidat Alexander Gauland, René Springer, der „Zeit“. Daraus müsse man kein Geheimnis mehr machen. Hauptziel sei es, Merkel klarzumachen, wie viel Ablehnung ihr entgegenschlage, erklärte Springer. Hinzu komme: „Die Parteifreunde sagen: Wenn wir schon in den Medien nicht vorkommen, dann stellen wir uns hin und protestieren lautstark – so wird man schon über uns berichten.“ – Zwischenzeitlich ging das sogar so weit, dass die Partei- Chefin Frauke Petry ihre Truppen zurückgerufen hat, um die bürgerlichen Wähler nicht zu verschrecken.
4. Auch die Stellung der AfD zu Flüchtlingen ist undurchsichtig. Hat man zuerst gegen eine große Zahl von Flüchtlingen und gegen straffällig gewordene Ausländer protestiert, wird zwischenzeitlich in der Partei darüber diskutiert, das Asylrecht generell abzuschaffen und Abschiebequoten einzuführen. – Dann werden Leute, die sich stark gegen Juden und gegen Israel äußern lange Zeit in der Partei geduldet, ohne eindeutig Stellung zu beziehen. – Frau Alice Weidel will Deutschland vor Frau Merkel retten, wohnt selbst aber in der Schweiz. – Auch ist es nicht sehr glaubwürdig, wenn Frau Weidel jede Information über eine von ihr angestellte syrische Asylbewerberin erst einmal leugnet. Das hört sich ganz nach dem altgewohnten Politikerauftreten an, das alle Deutschen hinlänglich kennen. – Glaubwürdigkeit sieht aus meiner Perspektive anders aus.
Zweifellos wird auch in den übrigen Parteien das eine gesagt und das andere getan. Regelmäßig werden Versprechungen gemacht und dann nicht eingehalten. Begriffe wie „Familie“ werden still und heimlich umdefiniert, um eine gesellschaftliche Umerziehung zu verschleiern. – Wenn aber die AfD als moralische Erneuerung antritt, als ehrlich, offene Kraft, die gerade nicht agieren will wie andere Parteien, dann muss man leider feststellen, dass sie diesem Anspruch nicht gerecht wird. Am Ende scheint es doch wieder nur um Macht und Ideologie zu gehen.
Natürlich können Christen auch die AfD wählen. Man sollte aber genau wissen welchen Menschen man damit seine Stimme gibt und was dann im Namen der Wähler gemacht wird. – Informationen über die AfD sollte man auch nicht nur aus den Werbeabteilungen der Partei oder deren Wahlhelfern beziehen, weil man alles andere schnell als böswillige Fälschung erklärt, ohne es jeweils genau geprüft zu haben.
Wer als Christ aber regelrecht für irgendeine politische Partei „missioniert“ sollte sich ernsthaft überlegen, wem seine eigentliche Loyalität gehört. https://www.facebook.com/michael.kotsch.9
 

Christ und Politik

Die Debatte um Parteipolitik und Christsein und Verantwortung des Christen für Gesellschaft und Kulturkreis wurde hier auf Facebook schon x-Mal geführt. Zur Erinnerung:
1. Staaten, die mit Bibel und Evangelium regieren wollen, wird es nie geben! Und wenn so eine Chimäre als Regierung oder als demokratisches Parteiensystem oder als Monarchie dennoch irgendwie „entstehen“ sollte, ist das Gebilde dann nie (!) christlich, sd. eher anti-christlich vom Wesen her. Biblisch-christlich strukturierte Staatsregierungen darf es nämlich irdisch nicht geben! Christen in der Politik und in Regierungen, das JA! Aber irdisch darf es keine christlich-theokratischen Regierungsstrukturen geben, das NEIN, NIE!
2. Strikt an der Bibel orientierte politische Parteien kann es daher schlechterdings nicht geben, nur politische Parteien, die mit einer bestimmten Schnittmenge das christlich-biblische Ethos des menschlichen Zusammenlebens teilen. Mehr geht nicht! Daher muss mir als Christ in einer Demokratie nicht alles an einer politischen Partei oder Regierung gefallen, bevor ich mein Wahlrecht ausübe. Eine Partei und Regierungen sind nie Gemeinde Christi, sd. nur je eine irdische Entität, um den Rahmen zu bilden, als Christ in einem Staat und Kulturkreis gut leben zu können. Gibt es solche Vorteile der Demokratie für Christen nicht, müssen sie sich in anderen Gesellschaftsformen zurechtfinden (vgl. Paulus und Petrus und die Gemeinden unter Nero usw.).
3. Weil 1. und 2. wahr und stimmig sind, werden politische Parteien und staatliche Regierungen keine ethischen und sozialen Überzeugungen teilen können, die exklusiv und nur die Gemeinde Jesu auszeichnen. Wäre das möglich, müssten dazu säkulare politische Strukturen und Systeme aus Menschen bestehen, die mit dem Heiligen Geist versiegelt wurden, die gläubig wären, und die aus Wiedergeborenen bestehen. Das aber gibt es nicht, es sei denn als Blendwerk des Teufels. Man kann nämlich keine erlösten Strukturen mit unerlösten Menschen aufbauen. Parteien und Regierungen können daher nur ganz grob abbilden, was Gottes Ethos verlangt. Daher darf man diesen Ethos exklusiv unter Wiedergeborenen auch von keiner einzigen Partei einer Demokratie oder Republik erwarten, da sie diese Richtlinien Gottes nicht teilen können. Sie könnten es schlicht und einfach NICHT!
4. Daher sind alle Parteien und Regierungen nie gemeinde-ähnlich! Das wäre unmöglich (… oder teuflisch)! Also brauchen wir als Christen diese hohen Kriterien auch von keiner Partei zu erwarten, dass sie so agieren und handeln müsste, bevor ich sie demokratisch wähle. Das wäre Utopie! Die real existierenden politischen Parteien sind und bleiben immer weltlich. Sie können nichts anderes sein. Manche von ihnen teilen mehr oder weniger christliche Werte, das ja, die in Politik und Gesetzgebung umgesetzt werden, andere tun das aber nicht, weil sie einer anderen Weltanschauung folgen. So what? Christen leben in allen Gesellschaften und politischen Systemen so, dass dem Evangelium möglichst kein selbstverschuldeter Schade entsteht und die Gemeinden unbehelligt ihr Christsein bekennen und ausleben können.
5. Wer nun sein demokratisch verbrieftes Wahlrecht als Christ nutzt (was jeder tun sollte – die Obrigkeit nach Röm. 13 gestattet uns als Staatsbürger das auszuüben!), der wägt die Parteiprogramme ab und wählt dasjenige irdische System, das die besten Möglichkeiten bietet ,, als Christengemeinde ein friedvolles, freies und unbedrängtes Leben zu gestalten, ggfs. mit allen dazugehörigen kulturellen Vorzügen (Gesetzgebung, Bildung, Wohlstand, Schutz usw.). Alle Parteien sind inhaltlich suboptimal ausgerichtet. Also wählt man die Partei, die die Anliegen des christlichen Glaubens fördert, zumindest sie nicht behindert, relativiert oder zerstört. Wir wählen als Christen aber immer nur Vertreter eines irdischen, unvollkommenen Systems, bilden dabei weder das „Reich Gottes“, noch die Gemeinde Jesu Christi!!! Diese Einsicht befreit und macht gelassen. Gott sitzt im Regimente und führet alles wohl!
6. Aus diesen genannten Gründen können Politiker nicht wie Christen leben, versiegelt mit dem heiligen Geist, zu einem geheiligten Leben befähigt, es sei denn sie wären Christen. Die meisten sind es nicht. Wieso also müssen diese Parteienvertreter und Regierenden leben, als wären sie Christen? Sie können das ja gar nicht tun, in keiner Partei. Sonst wäre das Christsein nur eine antrainierbare moralische Religion. Wieso erwarten wir von säkularen, unerlösten Menschen, dass sie leben wie es dem christlichen Ethos entspricht? Absurde Erwartungen, die keiner erfüllen kann. Wenn Politiker mithilfe des Primus Usus Legis einigermaßen nach den Geboten Gottes zu leben bemüht sind, ist das gut. Erwarten darf man das aber nicht. Also, in allen Parteien werden unerlöste Menschen zur Wahl stehen, die die Gebote Gottes nicht befolgen. Etwas anderes darf man nicht erwarten. Wer das anders sieht, kennt das Wesen des Christseins nicht, das nicht durch moralische Aktionen besteht, sd. ein neuer Mensch ist (Gal. 2,18-20).
Viel Freiheit und Gelassenheit beim Wählen an der kommenden Bundestagswahl! Christen haben die volle Freiheit dazu, mit Vernunft und geeichtem Gewissen, wählen zu gehen.  Berthold Schwarz
https://www.facebook.com/berthold.schwarz.5

Spiegel-Autor Peter Wensierski und seine irrige These, AfD, Evangelikale und konservative Katholiken seien natürliche Verbündete

Im Bundestagswahlkampf bildet sich eine Allianz zwischen AfD und frommen Christen, schreiben Valerie Höhne und Peter Wensierski im „Spiegel“ 29/2017.
Was einen gleich stutzig macht: Die AfD ist nicht dort am stärksten, wo Evangelikalenhochburgen liegen, wie Siegen oder Stuttgart. Stutzig macht ebenso der Umstand, dass die Parteien rechts von der CDU einschließlich der AfD nirgends mehr Zulauf haben als in den Neuen Bundesländern. Hier gibt es vielerlei Studien und Hypothesen, woran das liegen könnte, keine aber vermutet auch nur im Entferntesten, dass das an evangelikalen Christen läge. Der Umstand, dass die AfD dort von niemand mehr Stimmen abzieht als von der Linkspartei, unterstreicht dies nur.
Irgendeinen offiziellen Beleg für eine solche Allianz gibt es nicht. Weder signalisiert die AfD eine solche Nähe noch die offiziellen Vertretungen der Evangelikalen (oder etwa auch der Freikirchen). Im stattfindenden Wahlkampf ist keinerlei Tendenz dieser Art auszumachen. Weiterlesen