Weihnachten: Ge­schen­ke schen­ken – Was sagt die Bibel dazu?

Geschenke haben in der Bibel oft Hintergedanken. „Wenn man in der Bibel mal zum Thema „Geschenk“ nachschlägt, scheint es genauso problembehaftet weiterzugehen: Wir finden Geschenke der Besänftigung (z.B. Jakob an Esau – vgl. 1. Mose 32-33; Josephs Brüder an Joseph – 1. Mose 43) oder Geschenke, die den Beschenkten in eine gewisse Schuld und Verpflichtung führen sollten (z.B. 1. Mose 14,21-23). Geschenke wurden als „Türöffner“ verwendet (1. Mose 24,22; 43,11.26; 2. Könige 5,5; 8,8-9) oder als Zeichen der Ehrerbietung erbracht (1. Könige 10,25). Beliebt waren natürlich auch Bestechungsgeschenke (1. Könige 13,7; 15,19). In den Sprüchen lesen wir dazu: „Das Geschenk macht dem Menschen Raum und verschafft ihm Zutritt zu den Großen.“ (Sprüche 18,16)
… Gerade in der Weihnachtszeit drehen auch wir Christen am Rad des Konsums fleißig mit und die berechtigte Frage kommt auf: Tun wir unserer Familie und Freunden wirklich etwas Gutes, wenn wir sie beschenken? Was geschah, als Gott sein Volk im verheißenden Land etwas mehr von dem Überfluss seiner Gnade hat schmecken lassen (vgl. 5. Mose 8,7-9)? Von Dankbarkeit und Zufriedenheit keine Spur. Dafür überall Götzendienst statt Gottesdienst. Nicht Gottes Liebe sondern der Mammon regierte die Herzen. Wir stehen in derselben Gefahr. Es ist immer schwer für uns Gottes gute Gaben in Dankbarkeit und Anbetung zu genießen. Durch zu viele und unbedachte Geschenke können wir darum mehr Schaden als Nutzen anrichten. Vielleicht ist es deshalb geschickter, sich statt der üblichen Vorsätze „Dieses Jahre schenken wir uns mal Nichts“ oder „Jeder nur eine Kleinigkeit“ zusammen zu tun und die Menschen zu beschenken, die wirklich Hilfe nötig haben.

Rühle schlägt drei Prinzipien des Schenkens vor:

  1. Christen sollen bedingungslos schenken an die, die es brauchen. Es geht um das Stillen von wahrer Bedürftigkeit. (Auch Reiche können in manchen Bereichen bedürftig sein. Es geht nicht nur um Armut.)
  2. In ihrem Schenken soll ihre Freude und Dankbarkeit zu Gott deutlich werden und auf seine Gnade hinweisen. Sie schenken, weil sie beschenkt wurden. Sie schenken, weil sie andere an ihrer Freude und ihrem Segen Anteil geben wollen.
  3. Ein Geschenk kann „Hintergedanken“ haben. Es kommt darauf an, welche. Will ich wirklich etwas Gutes für den Beschenkten oder nur einen Vorteil für mich?
    http://www.josiablog.de/2017/12/geschenke-schenken-was-sagt-die-bibel-dazu/

Frohes Christfest

Es ist doch wirklich schön, dass sich heute und morgen Milliarden mehr oder weniger intensiv an die Menschwerdung Gottes erinnern. Kein Fest weltweit ist dermaßen verbreitet und beliebt wie Weihnachten. Gläubige freuen sich darüber, dass Jesus Christus geboren wurde und Gott damit einen Weg aus Sünde und Verdammnis aufgezeigt hat. – Das kleine Kind in der Krippe war eben gleichzeitig immer auch der allmächtige Herrscher des Universums, das sollte nie vergessen werden.

Die vielen Lichter und Kerzen, die heute entzündet werden erinnern an den Stern von Bethlehem, der den Weisen den Ort der Geburt Jesu verriet (Matthäus 2, 1.9). Der Christbaum ist ein Symbol für den „Baum des Lebens“ aus dem Paradies (1Mose 2, 9; Offenbarung 2, 7; 22,2), der sich gleichzeitig im Kreuz Jesu wiederfindet, durch das ewiges Leben möglich geworden ist. Die Geschenke sollen dabei helfen, sich über das große Geschenk Gottes an alle Menschen zu freuen; die Geburt seines Botschafters, Jesus Christus.

Die Gnade Gottes kam zu uns in dieser Nacht: deshalb heißt sie nun „Weihnacht“, so argumentierte man im Spätmittelalter. Die Gott geweihte Nacht heißt lateinisch „nox sancta“. In den romanischen Sprachen entwickelte sich daraus natale, navidad oder noel. Das Wort „Weihnachten“ soll heute christlich die durch die Geburt Jesu geweihte Nacht bezeichnen. – Lieber ist mir trotzdem die Bezeichnung „Christfest“, weil sie noch deutlicher macht, um wen es heute eigentlich geht.

Das Datum des Christfests (24./ 25. Dezember) spielte auch schon in vorchristlichen Kulten eine herausragende Rolle, weil ab dieser Zeit die Nächte wieder kürzer und die Tage wieder länger werden.

Die Germanen feierten zu dieser Zeit ihr Mittwinterfest oder Julfest, das zugleich ein Toten- und Fruchtbarkeitsfest war. Im vorderasiatischen Mithraskult wurde an diesem Tag die Geburt des indischen Lichtgottes gefeiert. Bei den Ägyptern wurde mit dem Isiskult die Geburt des Horus auf diesen Tag gelegt. Die Römer begingen an diesem Tag feierlich ihre Saturnalien zu Ehren des Gottes Saturn.

In der Zeit der längsten Nächste des Jahres hatten viele Menschen das Gefühl, den dämonischen Mächten besonders ausgesetzt zu sein; deshalb wurde die Zeit nach der Wintersonnenwende (wenn die Tage wieder länger werden) zur besonderen Festzeit, in der der Sieg der Sonne des Lichtes über die Finsternis gefeiert wurde. Die christlichen Gemeinden, die Jesus als „das Licht der Welt“ (Johannes 8, 12) verkündigten, haben dieses Datum aufgegriffen und gegen andere Interpretationen Jesus Christus als was „wahre Licht der Menschen“ proklamiert. Clemens von Alexandria (150-215) sagte von Christus, er sei die „Sonne der Auferstehung“. – Schon Hippolyt versuchte ums Jahr 217, all diese heidnischen Kulte damit zurückzudrängen, indem er das Fest der Geburt Christi auf den 25. Dezember verlegte.

Bereits 360 wurde das Fest der Geburt Jesu am 25.12. in Nordafrika, um 370 in Oberitalien, ab 375 im Orient, nach 380 in Spanien gefeiert. Im 7./8. Jahrhundert setzte sich dieser Festtag auch in Deutschland durch. Mit ihm begann damals das Kalenderjahr; der 1. Januar wurde erst mit Einführung des Gregorianischen Kalenders im 16. Jahrhundert zum Jahresbeginn.

Wie auch immer, das Datum ist letztendlich ziemlich nebensächlich. Ich freue mich heute ganz besonders darüber, dass Gott in Jesus Christus Mensch geworden ist. Das hat auch mein Leben ganz grundsätzlich verändert! https://www.facebook.com/michael.kotsch.9/posts/1118601898279587

 

Heidnisches Weihnachten?

Jedes Jahr im Dezember machen die christlichen Weihnachtsfeinde mobil. Obwohl sie behaupten, ihnen sei das Christfest vollkommen egal, bemühen sie sich, allen anderen die Festfreude madig zu machen. Vorgeblich sei das Weihnachtsfest eine verkappte babylonische, römische oder germanische Götterfeier.
Das gelegentlich bemühte Jule- Fest hat allerdings rein Gar nichts mit Weihnachten zu tun. Baal wurde tausende Kilometer von Deutschland entfernt verehrt. Die Germanen hatten vollkommen andere Gottheiten. Als einige Heiden im 2.Jahrhundert eine Baals- Verehrung im Römischen Reich einführen wollten, wurden sie ausgelacht. Der Versuch wurde schon sehr bald aufgegeben.
Nach fachkundiger Auskunft wurde das Jule- Fest auf das Datum des schon bestehenden Christfestes verlegt nicht umgekehrt „In vorkirchlicher Zeit wurde Jul laut der im 13. Jahrhundert entstandenen Saga von Haakon dem Guten in Skandinavien ursprünglich zur Mittwinternacht begonnen, also zwischen dem 12. und 14. Januar (Jul). gefeiert und dann auf den 25. Dezember verlegt, auf den bereits das Fest der Geburt Jesu Christi festgelegt war.“ https://de.wikipedia.org/wiki/Julfest Es war der Versuch, die christlichen Einflüsse durch heidnische Feiern zu verdrängen.
Vollkommen zurecht weisen eingefleischte Weihnachtsgegner darauf hin, dass am selben Datum (24.-26. Dezember) auch andere Religionen ihre Gedenktage feiern. Doch sagt diese Beobachtung alleine natürlich noch nichts aus. An einem bestimmten Tag können durchaus mehrere, sehr unterschiedliche Feiern abgehalten werden, die nichts miteinander zu tun haben. (Hier z.B. eine Liste all der Ereignisse, an die am 25.Dezember erinnert wird: https://de.wikipedia.org/wiki/25._Dezember)
Bloße äußerliche Ähnlichkeiten oder gleiche Termine sagen über eine inhaltliche Verwandtschaft rein Gar nichts aus. Im Römischen Reich gab es allein rund 120 offizielle Feiertage, auch ohne die hier erwähnten Göttergeburtstage (https://de.wikipedia.org/…/Liste_der_Feste_und_Feiertage_im…). Fast jeder Tag an dem Christen ein Fest feiern wollen würde mit irgendeinem römischen Feiertag kollidieren. Deshalb muss es aber keinen Zusammenhang zwischen diesen beiden Anlässen geben. Wenn ich beispielsweise am Geburtstag von Mao (26.Dezember) eine Weihnachtsfeier plane, muss ich deshalb noch kein Kommunist sein.
Einige Weihnachtskritiker verweisen auch gerne darauf, dass wir in der Bibel nie aufgefordert werden, den Geburtstag Jesu zu feiern. Das ist natürlich vollkommen zutreffend. Dese Beobachtung sagt allerdings auch nichts darüber aus, ob wir heute Weihnachten feiern dürfen oder nicht. In der Bibel steht auch nichts über den Gebrauch deines Gesangbuchs, über Missionsgesellschaften, Gemeinden als eigetragene Vereine oder die Feier der Auferstehung Jesu. All das ist deswegen aber nicht gleich verboten. Es widerspricht eben auch keiner Aussage der Bibel. Natürlich ist das Christfest auch nicht für jeden Gläubigen verpflichten.
In einigen weihnachtsfeindlichen Aufsätzen werden auch seitenlang Bibelverse aus dem Alten Testament zitiert, die vor dem Götzendienst warnte und vor der Verehrung heiliger Bäume. Sicher gelten diese Aussagen auch heute noch. Nur ist mir kein Mensch bekannt, der vor dem Christbaum zu Baal oder dem Sonnengott betet. So etwas gab es auch nie in der Vergangenheit des Weihnachtsfestes. Nur weil irgendwann einmal Anhänger einer anderen Religion für ihre Feste Bäume aufgestellt und fremde Götter angebetet haben, muss heute niemand darauf verzichten, sich mit einem Baum an die Heilstatsachen der Bibel zu erinnern. Übrigens tauchen Bäume im Alten Testament nicht nur in negativem Zusammenhang auf. Das Volk Israel sollte beim Laubhüttenfest grüne Bäumchen und Zweige aufstellen. Gott selbst hatte in den Garten Eden den „Baum des Lebens“ gestellt, der auch in der Offenbarung wieder auftaucht und an den der Christbaum eigentlich erinnern soll.
Viele der immer wiederholten Behauptungen gegen ein christliches Weihnachtsfest beruhen in erster Linie auf reinen Spekulationen, auf ungefilterte Argumente der Zeugen Jehovas und auf den europäischen Nationalismus aus dem 19.Jahrhundert. Diese Vorwürfe wurden erfunden, um den christlichen Glauben aus dem Alltag und der europäischen Fest- Kultur zu entfernen.
Lasst Menschen doch einfach das Christfest feiern und nutzt die Gelegenheit Euch einmal ganz intensiv an die Menschwerdung Gottes zu erinnern, sowie Freude und Nachbarn auf dieses außergewöhnliche Ereignis aufmerksam zu machen.
Frohe Weihnachten! https://www.facebook.com/michael.kotsch.9/posts/881260965347016

Der Cullinan-Diamant ist der größte jemals gefundene Diamant.

Es ist eine wahre Geschichte – egal, wie sehr sie vielleicht nach einem Märchen klingen mag. Ein völlig ahnungsloser Mann stolperte über das, was sich als der grösste Diamant der Welt herausstellte – volle 3’106 Karat, oder über ein halbes kg schwer (621 g). Das geschah in der Premium Mine Nr. 2, nahe Pretoria (Südafrika) im Jahr 1905. Wegen des immensen Wertes dieses Diamanten stellte sich für die Besitzer, die den Transport organsierten, ein riesiges Sicherheitsproblem. Wie konnten sie ihn zu ihrem Hauptquartier nach England bringen? Sie haben eine interessante Lösung für ihr Dilemma gefunden. Detektive auf London wurden dazu aufgeboten, ein Dampfschiff zu bewachen, von dem verbreitet wurde, der kostbare, riesige Edelstein wäre dort an Bord. Die Beschützertruppe platzierte ein Paket im Safe des Kapitäns und bewachte es die ganze Fahrt lang.
In Wirklichkeit war das aber nur ein Ablenkungsmanöver. Der «Stein» auf jenem Schiff war nur ein Bluff, dafür gedacht, mögliche Diebe anzuziehen. Der wirkliche, unschätzbare Diamant wurde in einer gewöhnlichen, einfachen Kartonschachtel nach England geschickt (wenn auch einer eingeschriebenen).
105 Steine wurden aus diesem Diamant geschnitten, bekannt als der Cullinan Diamant. Zwei der grössten davon waren der 530-Karat-Stein, der als «Grosser Stern von Afrika» bekannt wurde und der immer noch 317 Karat schwere Cullinan II, beide gehören zu den britischen Kronjuwelen.
Wenn Sie diese Weihnachten vielleicht ihrer Liebsten einen Ring schenken wollten, dann wissen Sie, wie teuer die begehrten Edelsteine sind. Schon Diamanten mit einem viertel Karat und darunter werden heute für Ringe verwendet – je nach Qualität und Schliff kann ein 1-Karat-Diamant ca. 12’000 Franken kosten. Die Dimension des Cullinan – Diamanten ist im Vergleich einfach bombastisch.
Und trotzdem wurde er in einer einfachen Pappschachtel verschickt –
Was für eine wunderschöne Analogie für das, was vor mehr als 2000 Jahren in Bethlehem, in Judäa geschah! Der König der Könige wurde in einem einfachen Stall geboren, lag in einer Krippe auf Stroh, in einem Futtertrog für Tiere.

‘Ich steh’ an deiner Krippen hier’

So schreibt Dietrich Bonhoeffer aus dem Gefängnis in Tegel über das Weihnachtslied ‘Ich steh’ an deiner Krippen hier’: “Ich hatte mir bisher nicht viel daraus gemacht. Man muss wohl lange allein sein und es meditierend lesen, um es aufnehmen zu können. Es ist in jedem Worte ganz außerordentlich gefüllt und schön. Ein klein wenig mönchisch-mystisch ist es, aber doch gerade nur soviel, wie es berechtigt ist; es gibt eben neben dem Wir doch auch das Ich und Christus, und was das bedeutet, kann gar nicht besser gesagt werden, als in diesem Lied.” (in: Widerstand und Ergebung)

Weihnachten in der Gefängniszelle

Dietrich Bonhoeffer wurde am 5. April 1943 verhaftet und in Berliner Gefängnissen festgehalten, bis man ihn am 9. April 1945 im Konzentrationslager Flossenburg umgebrachte. Zu seinem ersten Weihnachtsfest im Gefängnis schrieb er am 17. Dezember 1943 aus der Zelle:
Vom Christlichen her gesehen, kann ein Weihnachten in der Gefängniszelle ja kein besonderes Problem sein. Wahrscheinlich wird in diesem Hause hier von Vielen ein sinnvolleres und echteres Weihnachten gefeiert werden als dort, wo man nur noch den Namen dieses Festes hat. Daß Elend, Leid, Armut, Einsamkeit, Hilflosigkeit und Schuld vor den Augen Gottes etwas ganz anderes bedeuten als im Urteil der Menschen, daß Gott sich gerade dorthin wendet, wo die Menschen sich abzuwenden pflegen, daß Christus im
Stall geboren wurde, weil er sonst keinen Raum in der Herberge fand — das begreift ein Gefangener besser als ein anderer und das ist für ihn wirklich eine frohe Botschaft, und indem er das glaubt, weiß er sich in die alle räumlichen und zeitlichen Grenzen sprengende Gemeinschaft der Christenheit hineingestellt und die Gefängnismonate verlieren ihre Bedeutung.
Ich werde am Heiligen Abend sehr an Euch alle denken, und ich möchte gern, daß Ihr glaubt, daß auch ich ein paar wirklich schöne Stunden haben werde und mich die Trübsal bestimmt nicht übermannt …http://theoblog.de/weihnachten-in-der-gefaengniszelle/24450

Was ist Advent?

 

Die Frage scheint leicht zu beantworten: Im Advent bereiten wir uns auf Weihnachten vor. So mit ganz viel Deko, Shopping, Plätzchen backen, Christkindlmärkten etc.
Die Weihnachts- bzw. Christkindlmärkte ziehen nicht nur die Kinder auch alle Glühweinnasen an. Lichterketten an den Häusern, den Bäumen und allen Geschenkekrimskrams-glühbratwurstsüssigkeitenbuden, die ihrem unwiderstehlichen Glanz auch einen besonderen Duft zusetzen, den man nicht so schnell wieder los wird.
Er ähnelt in der Hartnäckigkeit dem Aschenbecherduft nach dem Kneipenbesuch. Aber es ist eine ganz besondere Mischung. Warum nur hat sie noch keiner auf Flaschen gezogen oder in Weissblechdosen gepresst? Vielleicht als Deospray unter Druck mit einem Treibmittel versehen? Dieser Duft nach Schokolade und Seife, nach Parfüm und Mandeln, nach Bratwurst, Glühwein, Christstollen und Zuckerwatte, nach Eierkuchen, Plätzchen und Kaffee, nach Tannenwäldchen und Plastebaum, nach Autoscouter und Schmierfett für das Riesenrad, nach Holz und Pommes und Fett und Bier. Ist das Advent?
Jeder 7. Mann und jede 20. Frau wissen einer Studie zufolge nicht, was Advent ist. (Focus 2005)
Advent heißt Ankunft. Adventus domini = Ankunft des Herrn.
Der Advent erinnert an das Kommen Gottes bei uns Menschen. Bethlehem, vor etwa 2000 Jahren: Gott kommt auf die Erde. Auf diese Besondere Ankunft bereiten sich Christen vor. Früher fasteten und beteten sie, verzichteten auf Feste. Denn Advent meint vor allem eine innere Ankunft. Der Dichter Angelus Silesius beschrieb das so: „Wird Christus tausend Mal zu Bethlehem geboren und nicht in dir, du bleibst verloren.“
Dass diese Zeit sich nicht in einer beschaulichen Stimmung erschöpft, machen viele Adventslieder deutlich. „O Heiland, reiß die Himmel auf“ wurde unter dem Eindruck der Hexenprozesse während des Dreißigjährigen Krieges geschrieben. Dort heißt es: „Wo bleibst du, Trost der ganzen Welt, darauf sie all ihr Hoffnung stellt? O Komm, ach komm vom höchsten Saal, komm tröst uns hier im Jammertal.“
Advent heißt: Ich darf singen! Im Herzen jubelt es, wenn ich die alten und neuen Adventslieder mitsumme oder laut singe. Die Engel haben gesungen und die Hirten in Bethlehem haben vielleicht mit gebrummt. Singen, dass Jesus kommt, prägt diese Zeit.


Wer Ohren hat, zu hören, der höre! Matthaeus 11:15

Wenn man einen Radiosender nicht empfangen kann, ist das wohl kaum ein Beweis dafür, dass es diesen Sender nicht gibt. Mehrere Gründe für dieses Versagen sind denkbar. Vielleicht hat man gar kein Radio, kein Empfangsgerät. Oder man hat es überhaupt nicht eingeschaltet.
Oder einen anderen Sender eingestellt. Oder man hält sich in einer Gegend auf, wo die Empfangsqualität so schlecht ist, dass man so gut wie nichts mitkriegt.
Niemand von uns käme aber dabei auf die Idee, den Sender dafür verantwortlich zu machen oder dessen Existenz zu leugnen.
Wir selbst sind auch so ein Empfangsgerät. Ob wir aber unser inneres Radio so eingestellt haben, dass unsere Ohren auch wirklich zu Jesus-Ohren werden?
Ich wünsche es uns allen jedenfalls von Herzen für den kommenden Advent. Schalten wir uns für Jesus ein und gehen wir auf Empfang. Lassen wir uns zur Vorbereitung von der Sehnsucht des Advents anstecken! Erhard Eutebach

 

Verkaufsoffener Sonntag

In Berlin durften seit 2006 die Geschäfte an zehn Sonntagen im Jahr zwischen 13:00 und 20:00 Uhr geöffnet haben, darunter auch an den vier Adventssonntagen. Gegen dieses Gesetz hatten die beiden christlichen Großkirchen vor dem höchsten deutschen Gericht geklagt und Recht bekommen, wonach die gesetzliche Ladenöffnung gegen die Religionsfreiheit der Amtskirche verstoßen habe.
Die Beschäftigten des Einzelhandels als Angehörige der christlichen Mehrheitskultur hätten forthin nicht mehr die Möglichkeit gehabt, Adventssonntage gemäß des christlichen Lebensprinzips gestalten zu können. Nämlich am Nachmittag Zeit für Gemeinschaft in der Familie oder in der Gemeinde, für Singen, Vorlesen oder Nachdenken zu haben. (siehe http://www.welt.de/politik/deutschland/article5390863/Freier-Sonntag-hilft-Religion-mehr-als-Minarettstopp.html)
Dieses Urteil und seine Begründung ist ebenso verlogen, wie die Weihnachtszeit, die wir gestern mit Flamme Nummer 1 eingeläutet haben. Die Kirche wird wohl kaum so naiv gewesen sein, die Verkäufer als treue Kirchgänger vermutet zu haben, die es zu schützen gilt. Vielmehr wird das Motiv darin bestanden haben, schwindenden Mitgliederzahlen entgegenzuwirken. Natürlich nicht mit geistlichen Inhalten, sondern traditionell mit Politischen.
Es soll also ein Rahmen erhalten bleiben, in dem Familienidylle erlebt werden kann. Fragt sich nur, mit welcher Familie. Das gezeichnete Bild entspricht einem Klischee aus grauer Vorzeit, was die Augen vor der alljährlichen Adventskomik verschließt, die regelmäßig im üblichen Schwiegerwahnsinn an Heilig Abend gipfelt.
Doch keimt im Angesicht dieser Familienohnmacht Hoffnung auf, wo uns doch mit dem Haupt der Evangelischen Kirche Deutschland (EKD) Frau Käßmann und der Familienministerin Frau Köhler lebendige Vorbilder gesetzt sind. Schließlich verkörpern sie als treue Ehebrecherin bzw. ledige und kinderlose Emanze den Prototypen einer liebevollen Mutter und Ehefrau. Gestehe dir selbst ein, dass du nicht weißt, warum Weihnachten ein Fest der Freude sein soll, dass es auch keine Familie gäbe, mit der du diese Freude teilen könntest.
Das Problem liegt darin: Dein Jesus wird von Jahr zu Jahr nicht älter. Er bleibt ein Baby in Windeln gewickelt. Er hat das Sprechen nie gelernt, nichtmal stubenrein ist er geworden. Mit so einem Jesus könnte ich auch wenig anfangen.
Nachdem Jesus herangewachsen war, sagte er Folgendes über sich:
Der Sohn des Menschen ist gekommen, um das Verlorene zu retten!“ (Matthäus 18,11)
Das klingt nicht nach verschlafenem Engelschor. Hier redet jemand, der sich einer Mission verschrieben hat und sich dafür die Ärmel hochkrempelt. Und die Bibel bezeugt uns, dass es nicht dabei geblieben ist. Jesus ließ sich schlachten wie ein Lamm, um diesen Auftrag zu erfüllen. Weihnachten setzt somit den Ausgang eines Heldenepos, von dem alle anderen kopiert worden sind.
Wende dich ab von deinen Idolen und kehre um zu dem Original. Lass Jesus erwachsen werden. Lass Ihn dir sagen: „Ich bin für dich gekommen, um dich zu retten!“ Hansi

 

Fragen zu Weihnachten

Name: Jesus. Beruf: Zimmermann. Eltern: Der Heilige Geist und Maria, ein Mädchen vom Lande. Dieser Mann soll Gott selbst gewesen sein? Für viele fällt die Geschichte von Jesus Christus in den Bereich der antiken Märchenwelt. Die Traditionen und die Glaubwürdigkeit der biblischen Berichte.

Feiern wir in diesem Jahr Weihnachten tatsächlich zum 2007. Mal?

Nein, sicher nicht. Als man sich im 6. Jahrhundert unter Papst Johannes I. entschloss, die Zeitrechnung an der Geburt Jesu festzumachen, kam es leider beim Zurückrechnen zu einem Fehler. Es gilt heute als sicher, dass Jesus zwischen 4 und 7 vor unserer Zeitrechnung geboren wurde.

Wenn nun schon in unserer Zeitrechnung ein Fehler vorliegt, was ist denn dann noch alles falsch an dem, was wir heute mit Weihnachten verbinden?

Leider ziemlich viel. Um kaum ein biblisches Ereignis hat sich ein solcher Wulst von Traditionen gebildet. Das eigentliche Wunder von Weihnachten, nämlich dass Gott als Mensch auf diese Erde geboren wurde, geht oft völlig unter. Ein Mythos bezieht sich auf den Stall, in dem Jesus geboren sein soll. Die Bibel berichtet lediglich, dass Joseph und Maria zur Volkszählung nach Bethlehem kamen. Dort wurde dann irgendwann Jesus geboren und in Windeln gewickelt in eine Krippe gelegt. Maria und Joseph hatten in dem Gästezimmer des Hauses keinen Platz mehr gefunden. Ein typisches Bauernhaus in der damaligen Zeit hatte einen grossen Raum, der in zwei Bereiche geteilt war. Auf einer etwas höher gelegenen Ebene war der Wohnbereich, davor war der Raum für die Tiere, die nachts hereingeholt wurden. Im Boden oder in der Wand befanden sich hier Futtertröge. Wenn das Haus noch ein Gästezimmer hatte, so befand sich dies häufig im zweiten Stock. Es ist anzunehmen, dass Joseph und Maria mit der üblichen orientalischen Gastfreundschaft in einem Privathaus aufgenommen wurden. Hier bekam Maria ihr Kind. Weil das Gästezimmer bereits belegt war, blieb die junge Familie in dem grossen Wohnraum der Familie, wo das neugeborene Jesuskind in einen der Futtertröge gelegt wurde.

Warum sind die Evangelien, die doch eher von einfachen Männern geschrieben wurden, in ihrer Berichterstattung historisch glaubwürdig?

Zunächst muss festgehalten werden, dass es unter den Schreibern der Evangelien auch einen Mann wie Lukas gab, der als Arzt durchaus sehr gebildet war. Gerade von ihm stammen ja die ausführlichsten Berichte über die Geburt von Jesus. Und warum sollte ein Bericht unglaubwürdig sein, nur weil der Schreiber keine besondere Schulbildung hatte? Zudem wird die Glaubwürdigkeit der Bibel heute durch etliche archäologische Funde und historische Erkenntnisse unterstrichen.

Auch die Schilderungen der Geburt Jesu?

Ja. Nur ein Beispiel: Lange hiess es, vieles an dem biblischen Bericht entspräche nicht den tatsächlichen, historischen Gegeben ­heiten. Man behauptete etwa, dass Quirinius zwar eine Volkszählung durchgeführt habe, dies sei jedoch zwölf Jahre später geschehen. Mittlerweile weiss man allerdings, dass auch um 7 v. Chr. ein gewisser Quirinius Statthalter von Syrien war und es mehrere Volkszählungen gegeben hat. Die historische Zuverlässigkeit der biblischen Berichte wird durch solche Forschungsergebnisse in den letzten Jahren sehr stark untermauert.

Gibt es ausserbiblische geschichtliche Quellen, die von Jesus berichten?

Konkret zur Geburt von Jesus nicht. Doch dass Jesus gelebt und gewirkt hat, dass seine Jünger auch nach seinem Tod noch an ihn glaubten und behaupteten, er sei auferstanden, wird dagegen auch von antiken Schriftstellern wie Cornelius Tacitus, Flavius Josephus und anderen bestätigt.

Ein weiterer Stolperstein für viele Menschen ist die Jungfrau Maria, die vom Heiligen Geist schwanger geworden sein soll. Warum kann man dieser biblischen Aussage Glauben schenken?

Aus dem gleichen Grund, warum man der Bibel überhaupt glauben und vertrauen kann: Weil man in ihr das Wort des lebendigen Gottes erlebt, wenn man sich darauf einlässt. Die Bibel verschweigt ja übrigens keineswegs, dass die Jungfrauengeburt menschlich nicht vorstellbar ist. Nicht einmal Joseph wollte diese Geschichte glauben. Gott musste sie ihm noch einmal ganz persönlich bestätigen. Auf der anderen Seite wird gerade dadurch unterstrichen, dass Jesus Gott und Mensch zugleich war.

Warum sollte jemand glauben, dass der einzig wahre Gott gerade in Jesus von Nazareth zur Welt kam und nicht in Gestalt eines Buddha oder Dalai Lama?

Jesus selbst wurde einmal gefragt, woran man denn erkennen könne, dass seine Worte nicht seinen eigenen Ideen entsprängen, sondern wirklich von Gott seien. Er antwortete darauf mit einer ganz konkreten Einladung: Wer sich auf seine Worte einlasse, würde erleben, dass sie nicht von einem Menschen, sondern von Gott selbst stammen. Es gibt in der Tat keinen neutralen Glaubwürdigkeitstest und keine Möglichkeit, die Gottheit Jesu und die Zuverlässigkeit der Bibel als unbeteiligter Dritter zu überprüfen. Aber jeder kann für sich selbst den Test machen, indem er sich auf Jesus einlässt.

Was ist das Besondere daran, dass Gott die Gestalt eines Menschen annahm? Warum sollte der allmächtige Gott sich so etwas antun?

Das ist eine gute Frage. Gott hätte es wirklich nicht nötig gehabt, seinen eigenen Sohn als Mensch auf diese Welt zu schicken und ihm hier die ganze Schuld der Menschen aufzuladen! Gott tut dies aus Liebe zu uns. Er hat nach einem Weg gesucht, zugleich seiner Gerechtigkeit und seiner Liebe Ausdruck geben zu können. Das Kreuz, an dem Jesus für uns starb, steht für beides. Hier wird deutlich, dass Gott nicht „fünf gerade sein lassen” kann. Aber auch seine Liebe wird in ihrer ganzen Tiefe sichtbar. (Hauskreisthema)