Weihnachten: Spürste noch wat?

Fragt Kirchenpräsident Martin Heimbucher
Für viele nur schemenhaft wahrnehmbar: Zeichen der Liebe, die Grundgedanken von Weihnachten
Oh du stressige Weihnachtszeit: Zwischen Festessen und Bescherung geht das Gespür für die Idee von Weihnachten oft verloren.
„Und, wie isset – spürste noch wat?“ Ein Berliner fragt einen Berliner.
Harald Juhnke war’s. Der Entertainer fragte den Chansonier Klaus Hoffmann: „Und, Klaus, wie isset, wennze deene Lieder singst, spürste noch wat?“
Das kann man sich als Pastor schon auch mal fragen. Nicht nur zur Weihnachtszeit. Aber da besonders. „Spürst du noch was?“ Auch beim dritten „O du fröhliche“ am Heiligen Abend? Beim Gitarrenspiel neben dem Christbaum im Altenheim? Bei dem Stress, die familiären Verpflichtungen auf die Reihe zu bringen?
„Spürst du noch was?“ An Weihnachten kommt Gott in einem Kind zur Welt, um genau diese Frage an uns zu richten: Erinnerst du dich noch an den Tag, als dir selber einmal ein Neugeborenes in den Arm gelegt wurde? Als sofort dein Beschützerinstinkt wach war. Und deine Sorge: Was braucht dieses Kind, um ins Leben zu finden, welche spürbaren Zeichen der Liebe? Und deine Ahnung: Ja, genau so ein Kind bin ich selber einmal gewesen. Hilflos. Ganz und gar angewiesen auf das Wohlwollen jener Hände, die mich tragen.
Gott kommt als ein neugeborenes Kind in diese Welt, um solches Mitgefühl in uns zu wecken. Gott wird Mensch, auf dass wir alle zu Menschen werden. Menschen, die noch spüren, was es heißt, ein Mensch zu sein. Gott rührt uns tief an, indem er als ein Kind in die Welt kommt und unsere Liebe weckt.
Und manchmal spricht Gott sogar Berlinerisch. Wenn uns einer von der Seite antippt und fragt: „Und, wie isset – spürste noch wat?“ Kirchenpräsident Dr. Martin Heimbucher   http://www.reformiert-info.de/19129-0-12-2.html

 

Bibel in gerechter Sprache auf dem Kölner Kirchentag

(Bonn, 04.06.2007) Der evangelikale Theologe und Religionssoziologe Thomas Schirrmacher wird auf dem Kölner Kirchentag am Freitag ab 11:00 Uhr mit der Mitherausgeberin der Bibel in gerechter Sprache, der führenden feministischen Theologin Helga Kuhlmann über die richtige Art der Bibelauslegung diskutieren. Im Rahmen der „Werkstatt Weltanschauungen“ werden die beiden Theologieprofessoren unter der Überschrift „Bibel und Fundamentalismus“ darlegen, wer „der Bibel treu“ die Schrift auslegt. Beide Vertreter werden als Systematische Theologen/in das grundsätzliche Verhältnis zwischen Bibel und Theologie darlegen und gelten in ihrer Sicht als exponierte Vertreter. Schirrmacher, der unter dem Namen der „Evangelischen Allianz“ angekündigt ist, gilt als einer der führenden Verfechter der historischen Glaubwürdigkeit des Alten und Neuen Testamentes und des bleibenden Offenbarungscharakters der Bibel und geht davon aus, dass die Schrift als Ganzes ein ständiges letztes Korrektiv aller Theologie sein muss. Kuhlmann, Mitautorin des Feministischen Wörterbuches, geht umgekehrt davon aus, dass die Schrift selbst die Geschichte der Auseinandersetzung mit ihr selbst dokumentiert und Theologie eine kritische Funktion im Umgang mit den alten Texten haben muss. Eingeführt wird die Diskussion von einem Vortrag des Leiters der Ev. Zentralstelle für Weltanschauungsfragen der EKD, Dr. Reinhard Hempelmann, über die „Faszination einer wortwörtlichen Bibelinterpretation“.

Programmheft S. 106, Veranstaltungszeit und -ort: Freitag, den 08.06.2007, 11:00-13:00 Uhr, St. Gertrud, Krefelder St. 45, Köln (Nähe U-Bahn/S-Bahn/RB Bahnhof „Hansaring“) http://stadtplan.koeln.de/map.asp?strasse=krefelder+stra%DFe+45