Modeindustrie unterzeichnet „Charta gegen Magersucht“

Vertreter der deutschen Modeindustrie haben eine Charta gegen die Magersucht unterschrieben. Sie verpflichten sich dadurch, zukünftig keine extrem dünnen Models für Ihre Modeshows zu engagieren. Ein BodyMassIndex von 18,5 ist für die Mädchen und Frauen ab jetzt die erlaubte Untergrenze (bei Frauen zwischen 16 und 25 Jahren liegt der Normalwert des BMI zwischen 18 und 25). Außerdem werden Mädchen unter 16 Jahren ganz vom Laufsteg verbannt. Diese Vereinbarung soll helfen, den Schlankheitswahn, den vor allem die Modebranche vermittelt, einzudämmen. Anfang der 1990er Jahre begründete ein Nacktfoto von Kate Moss den „Heroin-Style“, die Models wurden nun immer dünner. Die Grenze zur ungesunden Unterernährung wurde verwischt. Manche Fotomodels überlebten diesen Hungerwahn nicht – so schockierte die Nachricht über den frühen Tod der Brasilianerin Ana Carolina Reston (21), die bei Ihrem Tod nur noch 40 Kilo wog die gesamte Branche. In Deutschland leiden schätzungsweise 600 000 Mädchen und Frauen an Magersucht. Stars aus der Film-, Musik- und Modewelt haben ihnen ein falsches Bild von Schönheit eingeimpft. Die ständige Konfrontation mit extrem schlanken Mädchen im Fernsehen und den Fotomagazinen sind zwar nicht der einzige Grund für die Essstörung unter den jungen Frauen. Aber der Zusammenhang ist nicht zu übersehen. Der Profit wird angebetet. Auf Kosten der Seelen von unzähligen Frauen verkauft die Modebranche ein Lebensgefühl, dem man immer nur hinterherrennen, doch nie erreichen kann. Nur selbstbewusste Menschen können diesem Zwang des „immer schöner, reicher und cooler“ standhalten. Dazu muss man aber wissen, dass man so wie man eben aussieht akzeptiert und geliebt ist. Genau das tut unsere Gesellschaft aber schon lange nicht mehr. In unserer Welt zählen nur Muskeln und straffe, gebräunte Haut. Bei Gott ist das ganz anders. Er liebt dich, genau so wie du bist. Um zu Ihm zu kommen, musst du keine 15 Kilo abnehmen. Die äußerlichen Dinge sind hier völlig nebensächlich. Lass dich von der Modeindustrie nicht betrügen! Wahre Schönheit ist ein Herz, dass Gott gefällt!   Geschrieben von Veli

Buchempfehlung Ess-Störungen verstehen und überwinden
Ron Kubsch u. Jörg Berger. Ess-Störungen verstehen und überwinden. Hänssler Verlag, 2006, 96 S., 6,95 €, ISBN: 3775145516.
Beschreibung:
Viele Menschen leiden unter Ess-Störungen, die ein ernst zu nehmendes gesundheitliches Problem darstellen. Das Buch wendet sich an Betroffene, Mitbetroffene und Verantwortliche in der Jugend- und Gemeindearbeit und möchte über Ess-Störungen aufklären und erste Hilfestellungen geben.


Vor 60 Jahren: Die letzten Tage Adolf Hitlers

Hitler -Der Untergang
April 1945: Die deutschen Großstädte liegen in Schutt und Asche, die Alliierten rücken unaufhaltsam vor, die deutsche Wehrmacht meldet große Verluste. Angesichts der nahen Niederlage im 2. Weltkrieg nimmt sich Adolf Hitler am 30.04.1945, 10 Tage nach seinem 56. Geburtstag (20.04.1889 in Braunau, Oberösterreich) zusammen mit seiner langjährigen Freundin Eva Braun im Führerbunker unter der Reichskanzlei das Leben. Die Leichen der am Tag zuvor noch vermählten werden gemäß Hitlers Befehl im Garten der Reichskanzlei mit Benzin übergossen und verbrannt. Noch am selben Tag stürmt die rote Armee das Reichstagsgebäude. Am frühen Morgen des 7.Mai 1945 unterzeichnet Generaloberst Jodl im Alliierten-Hauptquartier in Reims die von General Eisenhower geforderte bedingungslose Kapitulation. Das 1.000-jährige Reich, das Adolf Hitler aufbauen wollte, geht bereits nach 12 Jahren unter. Die letzten Tage Hitlers sind in Bernd Eichingers „Der Untergang“ eindrucksvoll verfilmt. Nicht durch Ironie oder Karikatur, sondern durch Ehrlichkeit entzaubert der Film das Idol der faschistischen Bewegung. Wenn man nicht wüsste, dass der Film Hitlers Untergang historisch präzise darstellt, würde man ihn für absurdes Theater halten: Intelligente, tapfere Generäle führen bis zum bitteren Ende unsinnige und Tod bringende Befehle eines offensichtlich nicht mehr zurechnungsfähigen Führers aus. Warum gehorchen sie ? Nicht aus Angst, nicht aus Überzeugung und nicht allein aus Gehorsam. Für die Leute, die nach dem verlorenen 1.Weltkrieg orientierungs- und hoffnungslos waren, war Hitler der Heilsbringer. Ganz gezielt sprach Hitler die religiösen Bedürfnisse an, wenn er vom „Allmächtigen“, von „Vorsehung“ und „Erlösung“ sprach. In den Filmen und Bildern im Nürnberger Dokumentationszentrum spürt man noch etwas von dem religiösen Charakter der Parteitage. Nur wo die religiösen Bereiche von Menschen leer waren, konnte Hitler sie füllen und sie so sehr missbrauchen. aref.de Geschrieben von Ali