Erntedankfest – Gott lässt wachsen das Gewächs der Gerechtigkeit

Johannes Calvin zu 2. Korinther 9,10 „‚Gott wird vermehren euren Samen und wachsen lassen das Gewächs eurer Gerechtigkeit‘. Damit sind wiederum die Almosen gemeint. Ein ‚Gewächs der Gerechtigkeit‘ ist das genaue Gegenteil der Einkünfte, welche die meisten Menschen in Kellern, Scheunen und Vorratskammern aufspeichern, wobei sie mit allem, was sie sammeln und zusammenraffen, nur sich selbst bereichern und ausstopfen wollen. Der ‚Same‘ ist nun bloß das Material zum Wohltun, welches Gott darreicht; das ‚Gewächs‘ ist die Tat selbst. ‚Gewächs der Gerechtigkeit‘ heißt aber die liebevolle Spende, weil es ein wesentliches Stück der Gerechtigkeit ist, dem Nächsten beizustehen.“ http://www.reformiert-info.de/6032-0-300-10.html
Erntedank kurze Geschichte eines Feiertages
Erntefeste gibt es seit der Antike. In der christlichen Kirche werden sie seit dem 3. Jahrhundert gefeiert. Allerdings gab es wegen der verschiedenen Erntezeiten in den Klimaregionen lange Zeit keinen einheitlichen Termin für das Fest.
Seit dem 16. Jahrhundert wird Erntedank in den evangelischen Gemeinden am Michaelistag am 29. September oder an einem benachbarten Sonntag begangen.
1773 wurde in Preußen das Erntedankfest offiziell eingeführt und auf den Sonntag nach Michaelis festgelegt. Bis heute begeht die Evangelische Kirche in Deutschland an diesem Tag das Erntedankfest, mitunter weichen Gemeinden aber auch von dem Termin ab.
Die Bibel kennt das Wochenfest, Hebräisch Schawuot, als Fest der Ernte (2. Mose 23,16), als Tag der Erstfrüchte im Frühjahr (4. Mose 28,26).
Im Herbst wurde im Anschluss an die Getreide- und die Weinernte das Laubhüttenfest (Sukkot), auch „Fest des Einsammelns“ genannt (2. Mose 23,16-19; 34,22), sieben Tage lang gefeiert (5. Mose 16,13-15). http://www.reformiert-info.de/7566-0-300-10.html

Zum Thema Nachfolge gibt es dazu noch etwas zu sagen?

Sicher, wie es der alte Dr. Johnson, Samuel Johnson, gesagt hat: People need more often to be reminded that they need to be instructed. Wir müssen öfter an etwas erinnert als in etwas instruiert werden.
Nachfolge macht uns nicht zu Söhnen, sondern weil wir Söhne sind, werden wir zu Nachfolgern Jesu. Martin Luther.
Gerade je fortgeschrittener jemand in der Nachfolge ist, desto mehr wird er entdecken, dass er der Versöhnung und Gnade bedarf. Kierkegaard
Nichts kann einen so zum Nachfolger Christi machen wie die Sorge um den Nächsten. Johannes Chrysostomus
„Man kann nicht Nachfolger Jesu sein und dann ein frommer Einsiedler werden.“ Friedrich von Bodelschwingh
Jeder tritt allein in die Nachfolge, aber keiner bleibt allein in der Nachfolge. Bonhoeffer
„Nachfolger Jesu müssen Menschen der Barmherzigkeit sein, denn sie haben Barmherzigkeit gefunden und Barmherzigkeit hat sie gefunden.“ Charles Haddon Spurgeon
In der Nachfolge Jesu geht keine Anstrengung verloren, deshalb geh weiter! Corrie ten Boom

Der Gefühlschrist

Was ist ein Gefühlschrist? Er ist jemand, der sich von seinen Gefühlen leiten lässt, anstatt vom Verstehen des Wortes Gottes. Der Gefühlschrist ist nur dann zum Gottesdienst, Gebet oder Bibelstudium zu bewegen, wenn er sich danach fühlt. Sein geistliches Leben ist nie stärker, als seine momentanen Gefühle. Wenn er gerade geistlich „gut drauf“ ist, dann ist er ein Wirbelwind an Glaubensaktivität. Wenn er niedergeschlagen ist, ist er geistlich untätig. Er ist ständig auf der Suche nach neuen geistlichen Erfahrungen und deutet auf deren Grundlage das Wort Gottes. Seine „inneren Gefühle“ werden zum letztendlichen Maßstab für die Wahrheit. […] Der Gefühlschrist geht fröhlich seines Weges, bis er die Mühsal nicht so erfreulicher Probleme zu spüren bekommt und daran zerbricht. Meistens bleibt er dann an einer „Beziehungstheologie“ hängen. Das ist einer der übelsten Flüche der heutigen Christenheit […]
Sproul, Robert, Charles, Der Gefühlschrist, in: Bibelstudium für Einsteiger. Eine Einführung in das Verstehen der Heiligen Schrift, Deutsche Ausgabe, Oerlinghausen 2009, S. 26-27.
http://christusallein.com/2011/10/17/der-gefuhlschrist/

Gott erreicht man nicht zu Fuß

„Gott ist nicht im Raum wie die Körper, noch wird er durch Schranken eingeschlossen. Man kann daher zu ihm, der überall gegenwärtig und überall ganz ist, nicht mit den Füßen gehen, sondern nur mit dem Herzen; dieses aber wird nicht nach dem beurteilt, was es weiß, sondern nach dem, was es liebt; denn einzig danach, ob man Gutes oder Schlechtes liebt, entscheidet sich, ob einer ein guter oder schlechter Mensch ist.“ (Augustinus)
Wenn Gott Geist ist und allgegenwärtig, kann und braucht man ihn nicht lange zu suchen. Ganz gleich wo man sich hinwendet ist er immer schon da oder eben auch nicht. Gott ist gleich in der Dimension nebenan. Dahin kommt man allerdings nicht auf den Füßen und auch nicht mit dem Auto, sondern nur mit dem Herzen. Philosophie und Naturwissenschaft haben bei der Erkenntnis Gottes ihre Grenzen.
Ob das eigene Innere, die persönliche Willensinstanz offen für Gott ist, kann man nach Augustinus daran sehen, was ein Mensch liebt. Liebt er zuallererst sich selbst, den Besitz oder das Ansehen, hat er keinen Blick für Gott. Dann kann er ihn weder mit den Augen, noch mit dem Herzen erkennen. Nur der Mensch, der sich nach mehr sehnt, der Hunger hat nach Erfüllung, Ewigkeit und echter Annahme ist bereit dafür die Stimme Gottes zu hören. Von Michael Kotsch

 

Mit dem Herzen hören

Er weckt mich alle Morgen,
er weckt mir selbst das Ohr.
Gott hält sich nicht verborgen,
führt mir den Tag empor.
Dass ich mit seinem Worte begrüß
das neue Licht.
Schon an der Dämmrung Pforte
ist er mir nah und spricht.
Er spricht wie an dem Tage,
da er die Welt erschuf.
Da schweigen Angst und Klage,
nichts gilt mehr als sein Ruf.
Das Wort der ewgen Treue,
die Gott uns Menschen schwört,
erfahre ich aufs Neue so,
wie ein Jünger hört. (Jochen Klepper)

Über Gebet

„Denn bisher haben wir die ganze Frage [des Gebets] auf falsche Weise und auf falscher Ebene angepackt. Die bloße Frage: „Ist Beten wirksam?“ bringt uns von Anfang an in eine falsche Geistesverfassung. „Wirksam“ – als ob es sich um Magie oder eine Maschine handelte – um etwas, das automatisch funktioniert! Das Gebet im Sinne einer Bitte um etwas bildet nur einen kleinen Teil des Gebets überhaupt; Bekenntnis und Buße sind seine Schwelle, Anbetung sein Heiligtum, Gegenwart, Schau und Genuß Gottes sein Brot und Wein. Dass er Gebete erhört, ist eine Folge – und nicht unbedingt die wichtigste – dieser Offenbarung.
C.S.Lewis „Von der Wirksamkeit des Betens“

„Was machen wir also, wenn wir diese Schwäche unseres sterblichen Körpers fühlen?

John Stott schreibt in einem, vor kurzem Postum veröffentlichten Büchlein:
„Was machen wir also, wenn wir diese Schwäche unseres sterblichen Körpers fühlen? Wir beten, wie Paulus, dass wir von diesem ‚Stachel im Fleisch‘ befreit würden, und dass Gott uns davon erlöst. Unsere Migräne mag verschwinden, unsere körperlichen Gebrechen mögen geheilt werden, unsere psychologischen Ängste mögen von uns genommen werden, aber es mag auch sein, dass sie bleiben. Ich glaube, dass uns sowohl die Bibel als auch unsere Erfahrungen diese bittere Lektion beibringen: dass Gott uns oft bewusst in unserer Schwäche belässt, sodass seine Kraft auf uns ruhen möge.‟ (Stott, John, Problems of Christian Leadership, Downers Grove: IVP 2014, S.23f)
Manchmal denken wir, gerade als christliche Leiter, dass Schwäche etwas ist, was Gott Unehre macht. Und wir verbieten sie uns, schleppen uns mit schreiender Seele oder zerrütteter Gesundheit auf die Kanzel und ins seelsorgerliche Gespräch, weil wir keine andere Möglichkeit sehen – und vorher, währenddessen und am Schluss beten wir, dass Gott die Schwachheit von uns nehmen mag – es ist doch zu seiner Ehre.
Genau, sagt Gott dann oft, zu meiner Ehre, und damit meine Kraft sichtbar wird, du mehr darauf vertraust, bleibt Schwachheit auf dieser Seite der Herrlichkeit Teil der menschlichen Erfahrung.
God Bless, Restless Evangelical
P.S. Das Originalzitat:
„What then do we do if we feel this weakness of our mortal flesh? Like Paul, we pray that we may be delivered from a thorn in the flesh, and God may deliver us. Our headaches may pass, our physical infirmities may be healed, our psychological shyness may be taken away from us, but they may not. I believe that Scripture and experience both teach this rather unpalatable lesson: that God often deliberately keeps us in weakness in order that his power may rest upon us.‟ http://restless-evangelical.blogspot.de/2014/11/happchen-weise-42.html

Gott Kennt Mich

„Worauf es also hauptsächlich ankommt, ist letzen Endes nicht die Tatsache, dass ich Gott kenne, sondern die größere und grundlegendere Tatsache, dass Er mich kennt. Ich stehe in den Linien seiner Handfläche und bin nie aus seinem Sinn verschwunden. All meine Kenntnis von ihm ist abhängig von seinem beständigen Willen, mich zu kennen. Ich kenne ihn, weil Er zuerst mich erkannt hat und fortfährt, mich zu kennen. Er kennt mich wie ein Freund, der mich liebt. Es gibt keinen Augenblick, in dem seine Augen nicht auf mir ruhen oder in dem seine Aufmerksamkeit von mir abgelenkt wäre, und daher keine Sekunde in der seine Sorge um mich schwankend würde.
Dieses Wissen hat große Bedeutung. In ihm liegt unglaubliches Wohlbefinden – ein Wohlbefinden wohlgemerkt, das vorantreibt, nicht schwächt – zu wissen, dass Gott ständig Kenntnis von mir nimmt und in Liebe über mich zu meinem Besten wacht. Es ist enorm erleichternd, zu wissen, dass seine Liebe zu mir absolut realistisch ist, dass ihm jederzeit auch das Schlimmste von mir bekannt ist, so dass nichts nachträglich zutage treten kann, was ihn über mich eines Schlechteren belehren und seine Entscheidung für mich rückgängig machen könnte.
Es kann für uns bestimmt ein guter Anlass zur Demut sein, zu bedenken, dass Er all die Sachen über uns weiß, die nicht ganz in Ordnung sind, und die unsere Mitmenschen (Gott sei Dank) nicht wissen. Und dabei sieht Er mehr Verderbtheit in mir, als ich selbst wahrnehmen kann – dabei würde das, was ich sehe, ja eigentlich schon reichen.
Gleichfalls müsste es einen großen Antrieb für uns darstellen, wenn wir uns überlegen, dass Gott aus irgendeinem unerfindlichen Grund uns zu Freunden wünscht, dass Er Verlangen hat, mein Freund zu sein, und aus diesem Grund seinen Sohn für mich in den Tod schickte.“
J I Packer, Gott Erkennen.

Gebet

Höchster König des Himmels, Herr der Jahre, souverän über Zeit und Geschichte,
gib uns überwältigende Erkenntnis dessen, wer du bist,
so dass unser Vertrauen unerschütterlich feststeht.
Gewähre uns ein ausreichendes Verständnis der Zeichen der Zeit, in der wir leben,
damit wir wissen, wie wir Dir in unserer Generation dienen
und noch viel wahrhaftiger dein Volk in dieser Welt repräsentieren können.
Zu diesem Zweck, o Herr, belebe uns wieder
und ziehe uns näher zur dir selbst und zueinander.
Wo wir in falscher Zufriedenheit dahindümpeln, säe in uns eine heilige Ruhelosigkeit;
Wo Entmutigung niederdrückt, gewähre uns neue Frische in unsere Herzen.
Für deine Sache stärke uns als Salz und Licht,
damit wir in deinem Frieden aufblühen können.
In Namen Jesus‘, Amen.
Aus: Os Guinness, Renaissance: The Power of the Gospel However Dark the Times. (freie Übertragung)
http://hanniel.ch/2014/09/14/gebet-gib-uns-die-ueberwaeltigende-erkenntnis-dessen-der-du-bist/

Gedanken über das Kreuz

Was anbefohlen, anvertraut,
ins Herz gelegt und angestaut,
gewinnt Gestalt, wird in mir laut:
Ich steh’ auf den Dächern, bekenne den Einen
und ihr, die ihr’s mitkriegt, würdet wohl weinen,
würdet ihr einsehen, worum es hier geht!
Doch jeder hört es und keiner versteht.
Und keiner erkennt, obwohl’s jeder sieht!
Die Welt will das Kreuz gerne missversteh’n.
Und „Jesus war nur ein Mensch unter vielen,
mit Größenwahnsinn und krassen Ideen“.
Ihr seht das Kreuz und blickt nicht den Sinn.
Denk’ länger, sei ehrlich, schau nochmal hin!
Es ist nur ein Gott und ein Weg zu Ihm!
Der Weg ist Sein Sohn, der kam, uns zu dienen.
Wie unverdient, doch von vielen verachtet.
Denk nach: Er wurde für dich geschlachtet!
Entmachtet hat Jesus den Tod am Kreuz,
missachtete jedes Naturgesetz
und blieb nicht im Grab – ich verkündige stolz:
Er hat sich zurück auf den Thron gesetzt!
Wirklich würdig ist einer nur.
Er ging den Weg des Leides allein.
Und würd’ ich dich fragen, was sagst du mir?
Gott würde gern Dein Retter sein!
Er sah sie alle und alle sahen Ihn.
Die Liebe zu Menschen zwang Gott in die Knie
und nichts hielt Ihn ab, so tief zu gehen,
um in tiefster Demut den Kranken zu dienen,
die in Ihm den Sohn des Höchsten erkannten.
Denn ohne Worte, doch wortgewandt
verband Er sorgsam ihre Wunden
mit Banden der Liebe und in Sekunden
heilte, was als unheilbar empfunden.
Verschwunden war Trauer und Schmerz zugleich,
als Gott begann, zu bauen Sein Reich
in Herzen, die sehen, wer Jesus ist:
der Einzige Weg vom Dunkel ins Licht!
Von: Fabian www.neuzeitpoeten.de