Archiv für die Kategorie „Zitate“

Widerwärtiger Dünkel

Samstag, 24. Juli 2010

Die Heilsbedeutung des Todes Jesu darf nicht verwässert werden
Offen gestanden: Er widert mich inzwischen nur noch an – dieser zeitgeistbeflissene Dünkel all jener Theologinnen und Theologen, die dem Kreuzestod Jesu den überlieferten Tiefensinn rationalistisch absprechen. Dieses arrogante Kaputtreden der überkommenen Heilsbotschaft, das sich über den Glauben der Väter und Mütter der letzten beiden Jahrtausende so erhaben dünkt, dass es ihn nur noch verabschieden möchte. Dieses Kokettieren mit der intellektuellen Redlichkeit, die Andersdenkenden in Theologie und Kirche zumindest indirekt abgesprochen wird, aber mit merkwürdigen Alternativen zum Ganz- und Heilwerden des Menschen oft kompatibel genug zu sein scheint.
Dieses doktrinäre Drängen nach Entmythologisierung ohne hinreichende Anzeichen dafür, die Sinn-Dimension des angeblich zu Streichenden überhaupt angemessen erfasst und durchdrungen zu haben. Solcher Mangel wäre so lange keine Schuld, als er eine Ahnung von sich selbst hätte. Weil er sich aber verkennt und für lauter Fülle hält, deren Köstlichkeit er auch anderen aufzudrängen habe, darum wird er schuldig an dem Glauben, den er kraftspendend weiterzugeben hätte, schuldig an der Kirche, deren Kerntradition er leichtsinnig verrät, ja, schuldig am Gekreuzigten, dessen Lebenshingabe er nicht mehr nötig zu haben meint. Werner Thiede

http://zeitzeichen.net/streit-ueber-das-suehnopfer/

Mittwoch, 17. März 2010

„Niemand ist so sehr Atheist, daß er nicht die christlichen Feiertage mitfeiern hülfe.” Friedrich Hebbel (1813-63), dt. Dichter

Das Leben ist ein Werden

Freitag, 12. März 2010

Das Leben ist nicht ein Frommsein, sondern ein Frommwerden, nicht eine Gesundheit, sondern ein Gesundwerden, nicht ein Sein, sondern ein Werden, nicht eine Ruhe, sondern eine Übung. Wir sind’s noch nicht, wir werden’s aber. Es ist noch nicht getan oder geschehen, es ist aber im Gang und im Schwang. Es ist nicht das Ende, es ist aber der Weg. Es glüht und glänzt noch nicht alles, es reinigt sich aber alles. Martin Luther

“Die Hoffnung ist – darin sind alle einer Meinung – eine göttliche Tugend,

Mittwoch, 10. Februar 2010

“Die Hoffnung ist – darin sind alle einer Meinung – eine göttliche Tugend, die allein auf Gott acht gibt; Gott aber ist die Gütigkeit selbst und die uns verheißene Barmherzigkeit. Wo nun einer auf etwas anderes hofft als auf die verheißene Barmherzigkeit (d.h. auf Gott), der ist vermessen und hat schon die Hoffnung verloren” (Martin Luther, Operationes in Psalmos).

Was hast Du, das Dein Nachbar nicht hat?

Samstag, 30. Januar 2010

Nichts, wenn das Leben, das Du führst, aus Dir erklärt werden kann. Das Leben, das Dein Nachbar führt, kann aus ihm heraus erklärt werden. Aus seiner Sicht ist der einzige Unterschied: Du bist religiös aber er ist es eben nicht. Das Christsein mag Dein Hobby sein, aber eben nicht seines, und die Art, wie Du lebst, rührt ihn überhaupt nicht. Nichts an Dir lässt ihn aufhorchen, und es gibt nichts Erstrebenswertes in Deinem Leben, wozu er sich nicht auch befähigt fühlt ohne die Unbequemlichkeit, Christ zu werden. Major Ian Thomas

Als Gottes Wort mich zum ersten Mal traf

Sonntag, 17. Januar 2010

„Als Gottes Wort mich zum ersten Mal traf, da hat es mich zum Fremdling auf dieser Erde gemacht. Es hat mich in die lange Reihe der Väter des Glaubens gestellt, die als Fremdlinge im verheißenen Land wohnten (Hebr. 11,9). Abraham glaubt dem Ruf, der ihn aus dem Vaterland ins Land der Verheißung gehen heißt, und erwirbt in hohem Alter nach dem Tod Saras ‚als Fremdling und Beisasse’ in diesem Land ein Erbbegräbnis als einzigen Grundbesitz im gelobten Land (1. Mose 23,4) (Dietrich Bonhoeffer, Predigten, KT 159, 430).

Das Problem ist heute nicht die Atomenergie

Mittwoch, 6. Januar 2010

“Das Problem ist heute nicht die Atomenergie, sondern das Herz des Menschen.” — Albert Einstein

Die Kraft, die im Evangelium liegt, kommt nicht aus der Beredsamkeit des Predigers

Freitag, 25. Dezember 2009

Das Evangelium wird in alle Ohren gepredigt, aber nur an manche dringt es mit Kraft. Die Kraft, die im Evangelium liegt, kommt nicht aus der Beredsamkeit des Predigers, sonst wären es Menschen, die die Seelen bekehren. Sie kommt auch nicht aus der Gelehrsamkeit des Predigers, sonst würde sie in Menschenweisheit bestehen. Wir können predigen, bis uns die Zunge verfault, bis unsere Lunge erlahmt und wir sterben, und doch würde nie eine Seele bekehrt, es sei denn, sie ist getragen von einer geheimnisvollen Kraft – dem Heiligen Geist, der den Willen des Menschen verändert. Oh, meine Herren! Wir könnten statt zu den Menschen genauso gut zu Steinmauern predigen, wenn nicht der Heilige Geist mit dem Wort ist und ihm Kraft gibt, die Seele zu bekehren.
C.H. Spurgeon

Zitat des Tages

Montag, 7. Dezember 2009

»In Deutschland gilt derjenige als viel gefährlicher, der auf den Schmutz hinweist, als der, der ihn gemacht hat.«
Carl von Ossietzky

Die Menschen glauben alles

Samstag, 21. November 2009

“Die Menschen glauben alles, es darf nur nicht in der Bibel stehen.”
Napoleon Bonaparte (1769-1821), französischer Kaiser