Die Orientierung verloren

Ein Mann in einem Heißluftballon hat die Orientierung verloren. Er geht tiefer und sichtet eine Frau am Boden. Er sinkt noch weiter ab und ruft: „Entschuldigung, können Sie mir helfen? Ich habe einem Freund versprochen, ihn vor einer Stunde zu treffen; und ich weiß nicht wo ich bin.“
Die Frau am Boden antwortet:
„Sie sind in einem Heißluftballon in ungefähr 10m Höhe über Grund. Sie befinden sich auf dem 49.Grad, 28 Minuten und 11 Sekunden nördlicher Breite und 8.Grad, 28 Minuten und 58 Sekunden östlicher Länge.“
„Sie müssen Ingenieurin sein“ sagt der Ballonfahrer. „Bin ich“, antwortet die Frau, „woher wissen Sie das?“
„Nun“, sagt der Ballonfahrer, „alles was Sie mir sagten ist technisch korrekt, aber ich habe keine Ahnung, was ich mit Ihren Informationen anfangen soll, und Fakt ist, dass ich immer noch nicht weiß, wo ich bin. Offen gesagt, waren Sie keine große Hilfe. Sie haben höchstens meine Reise noch weiter verzögert.“
Die Frau antwortet: „Sie müssen im Management tätig sein.“
„Ja,“ antwortet der Ballonfahrer, „aber woher wissen Sie das?“
„Nun,“ sagt die Frau, „Sie wissen weder, wo Sie sind, noch wohin Sie fahren. Sie sind aufgrund einer großen Menge heißer Luft in Ihre jetzige Position gekommen. Sie haben ein Versprechen gemacht, von dem Sie keine Ahnung haben, wie Sie es einhalten können und erwarten von den Leuten unter Ihnen, dass sie Ihre Probleme lösen. Tatsache ist, dass Sie nun in der gleichen Lage sind, wie vor unserem Treffen, aber merkwürdigerweise bin ich jetzt irgendwie schuld!“
Die Wahrheit ist oft leichter zu ertragen, wenn sie mit etwas Humor angereichert ist. Wir Menschen haben die Angewohnheit, andere für unsere Dilemmas und Probleme verantwortlich zu machen. So ist es schon von Anfang an gewesen. Adam gab Eva die Schuld. Adam deutete sogar an, daß Gott schuld sei, weil Gott ihm Eva gegeben hatte. Als Antwort auf diese Kritik beschuldigte Eva die Schlange. Und wie wir alle wissen, glaubt Satan, der Teufel, daß Gott hart und lieblos ist.
Eine der Lektionen, die wir als Christen lernen, besteht darin, daß Reue kein einmaliges Ereignis in unserem Leben ist. Gott arbeitet mit uns, er heiligt uns, und sein Werk ist ein fortwährendes Werk der Verwandlung und täglichen Erneuerung (2.Kor.4, 16). Gott kennt den Menschen sehr gut und weiß auch von seinen Sünden.
Er liebt uns trotzdem. Nur Gott kann das tun.
Sünde ist eine universelle Abartigkeit (Deformierung), die alle Menschen betrifft (Römer 3,9-23). Sünde identifiziert uns, sie plagt und versklavt uns. Nachdem der Mensch gesündigt hat, ist es für ihn unmöglich, sich selber heilig und vollkommen zu machen. wir können uns selber nicht gut genug machen. Nur Gott kann das. Jede Facette und jede Eigenschaft Gottes ist heilig. Gott ist Licht und keine Finsternis ist in ihm (1.Joh.1,5-2,10).
Menschen können keinen heiligen, gerechten Charakter bilden, egal wie sehr sie es versuchen oder wie lange sie daran arbeiten. Wegen des Kreuzes und des leeren Grabes können wir Gott kennen lernen und eine persönliche Beziehung zu ihm haben. Keine eigenen Werke machen uns gerecht vor Gott.
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Das Kreuz mit dem Kreuz Ärgernis und Heilsereignis

Dass Jesus am Kreuz starb, steht in der Diskussion um das Kreuz nicht zur Debatte. Es steht allerdings immer wieder zur Debatte, warum Jesus am Kreuz starb. Der Glaube daran, dass Jesus stellvertretend für die Sünde der Menschen am Kreuz gestorben ist, wird immer wieder abgelehnt.
Der ehemalige Fernsehpfarrer Jürgen Fliege sagt: „Ich will meine Sünden behalten!“
Robert Zollitzsch, Vorsitzender der katholischen Deutschen Bischofskonferenz, sagt auf die Frage, ob Jesus tatsächlich für die Sünden am Kreuz gestorben sei: „Nein“, Gott brauche kein Sündopfer, er habe seinen Sohn „in Solidarität mit uns bis in die letzte Todesnot hineingelassen, um zu zeigen: So viel seid ihr mir wert, ich gehe mit euch, ich bin ganz bei euch in jeder Situation.“ (Hess. Rundfunk, Karsamstag 2009).
Nikolaus Schneider, Präses der EKD-Synode, antwortete auf die Anfrage von Welt Online, ob der Tod Jesu ein Sühnetod war: „Er war es nicht!“
Der Benediktinerpater Anselm Grün, viel gelesener Autor spiritueller Bücher und beliebter Lebensberater, schreibt in seinem Buch Erlösung (Kreuz Verlag, 2004, S .7) über das Sühneopfer von Jesus Christus: »In manchen Köpfen schwirrt noch immer die Idee herum, dass Gott seinen Sohn sterben lässt, um unsere Sünden zu vergeben. Doch was ist das für ein Gott, der den Tod seines Sohnes nötig hat, um uns vergeben zu können? « Ist es wirklich wahr, dass »Der Tod Jesu war nicht notwendig, damit Gott sich mit uns versöhnt und uns vergibt.« Weiterlesen

Warum musste Jesus sterben?

Immer noch ist das Kreuz das Symbol des christlichen Glaubens schlechthin. Doch war es keineswegs das erste. Die ersten Christen verwandten das Fisch-Symbol oder eine Taube als Erkennungsmerkmal. Erst ab dem 3. Jahrhundert setzte sich das Kreuz als offizielles Symbol durch. Das überrascht, denn beim Wort „Kreuz“ lief es jedem Römer kalt den Rücken herunter. Die Hinrichtungsart des Kreuzigens zögerte den Tod bewusst so lange hinaus, bis das Opfer ein Maximum an Qualen erlitten hatte. Kein römischer Bürger durfte gekreuzigt werden. Das Kreuz als Mittelpunkt Warum also das Kreuz als zentrales Symbol? Ein kurzer Blick ins Neue Testament zeigt: Der Kreuzestod Jesu steht im Mittelpunkt der Botschaft und Verkündigung. Die vier Evangelien sind „Passionsgeschichten mit verlängerter Einleitung“ (M. Kähler). Weiterlesen

Hat Ostern sich gelohnt?

Der dänische Schriftsteller Jens Peter Jacobsen wurde vor allem durch sein Buch „?Die Pest von Bergamo“ bekannt. Eindrücklich beschreibt er, wie eine Stadt von einer Seuche heimgesucht wird. Die Menschen haben den Tod vor Augen. Sie wissen genau um ihr baldiges Ende. Aber statt sich zu besinnen, stürzen sie sich in grenzenlosen Sinnestaumel, in Ausschweifungen und Gelage. Weiterlesen

Gekreuzigt, gestorben und begraben …

Am Ende seines öffentlichen Auftretens steht Jesus vor der Entscheidung, ob er nach Galiläa zurückkehren oder nach Jerusalem hinaufgehen soll. Lukas teilt mit, dass Jesus sich fest entschlossen nach Jerusalem begab (Lk 9,51). Markus erwähnt, dass Jesus seinen Jüngern klar machte, was Gott mit ihm vorhatte: „Der Menschensohn muss vieles erleiden und verworfen werden“ (Mk 8,31). Johannes charakterisiert diese Situation mit den Worten: „Jesus wusste, dass seine Stunde gekommen war …“ (Joh 13,1). Weiterlesen

Das Abendmahl

Das Abendmahl ist   durch Jesus Christus eingesetzt worden in der Nacht, da Er verraten wurde. Die Synoptiker berichten darüber in Mt 26,26-30; Mk 14,22-26; Lk 22,19-20. Johannes erwähnt das Mahl nicht. Manche meinen zwar, in Joh 6 einen Hinweis auf das Abendmahl zu finden. Dieser Abschnitt hat aber keine Beziehung zum Abendmahl. Die Symbole, auch Elemente oder Zeichen genannt, sind Brot und Wein. Beide werden von allen Teilnehmern genommen. Interessant sind dabei die Worte Jesu. Beim Brot sagt er nur: „Nehmet, esset!“ – aber beim Kelch: „Trinket alle daraus!“

Mt 26,27 „Und er nahm den Kelch und dankte, gab ihnen den und sprach: Trinket alle daraus;“
Mk 14,23 „Und er nahm den Kelch, dankte und gab ihnen den; und sie tranken alle daraus.“ Weiterlesen

Jesu Schweigen

Zu diesem Zeitpunkt wurde Jesus auf dem Balkon des Prätoriums – direkt neben Pilatus stehend – wahrscheinlich von römischen Soldaten bewacht. Matthäus schreibt: »Und als er von den Hohenpriestern und den Ältesten angeklagt wurde, antwortete er nichts. Da spricht Pilatus zu ihm: ”ºHörst du nicht, wie vieles sie gegen dich vorbringen? ”¹ Und er antwortete ihm auch nicht auf ein einziges Wort, so dass der Statthalter sich sehr verwunderte« (Matthäus 27,12-14). Pilatus wusste sehr wohl, dass Jesus sich keines der Vergehen hatte zuschulden kommen lassen, derer sie ihn anklagten. Er konnte erkennen, dass die Ratsmitglieder von Neid getrieben wurden (V. 18). Er hatte Jesus verhört und keine Schuld an ihm gefunden. Er hatte bereits in der Öffentlichkeit Jesu Unschuld verkündet. Der Fall hätte abgeschlossen werden können. Pilatus hätte Jesus freilassen und die aufgebrachte Menge zerstreuen sollen. Er fürchtete aber noch immer zu sehr die politischen Auswirkungen, die eine Kränkung des Hohen Rats mit sich gebracht hätte. In zahllosen gegen Verbrecher geführten Prozessen war Pilatus der Richter gewesen. Er hatte Hunderte – vielleicht sogar Tausende – angeklagter Verbrecher gesehen. Sie alle – unschuldige und schuldige gleichermaßen – hatten bei jeder Gelegenheit nachdrücklich ihre Unschuld beteuert. Niemals zuvor war Pilatus jemandem begegnet, auf den das Urteil »unschuldig« so vollkommen zutraf und der dennoch darauf verzichtete, zu seiner Verteidigung zu sprechen. Pilatus war über das gelassene und majestätische Schweigen Jesu erstaunt und verwundert. Im Grunde wünschte er, dass Jesus es seinen Anklägern verbal gehörig zurückgab. Doch Jesus blieb still. Was gab es noch zu sagen? Wer sollte noch überzeugt werden? Bei welchen der vorliegenden Anklagen lohnte sich die Beantwortung noch? Pilatus hatte ihn bereits von jedem Fehlverhalten freigesprochen. Und auch die Mitglieder des Hohen Rats wussten von seiner Unschuld – selbst wenn sie weiterhin entschlossen waren, ihn zu töten. Weil es an dieser Stelle nichts bewirkt hätte, wenn Jesus zu seiner Verteidigung gesprochen hätte, schwieg er. Erneut stellte dies alles eine vollkommene Erfüllung des göttlichen Plans dar. Hunderte Jahre zuvor schrieb Jesaja davon, dass Christus sich selbst opfern würde: »Er wurde misshandelt, aber er beugte sich und tat seinen Mund nicht auf wie das Lamm, das zur Schlachtung geführt wird, und wie ein Schaf, das stumm ist vor seinen Scherern; und er tat seinen Mund nicht auf« (Jesaja 53,7). John F. MacArthur „Tatort Golgatha.Gedanken über das Leiden und Sterben Jesus CLVBielefeld, 2004 ISBN3-89397-958-I  www.factum-magazin.de 2/08 http://schwengeler.ch/wFactum_de/aktuelles_heft/aktuelles_heft.php

Das Leben des Pilatus

Über die Zeit vor seinem Wirken, seine Herkunft, Familie etc., ist nicht viel bekannt. Man kennt nicht einmal seinen Vornamen. Das „Pontius“ in seinem Namen ist ein sogenannter „nomen gentile“, also ein Geschlechtsname. Dieser nomen gentile weist darauf hin, dass Pilatus aus dem samnitischen Geschlecht stammt. Der Beiname „Pilatus“ wird verschieden interpretiert. Die Spanne reicht von „der Haarige“, über „Hut der Freiheit“ bis „der Speerträger“. Eine weitere Sache, die wir über Pilatus wissen, ist, dass er dem Ritterstand angehörte. Es war üblich, dass der Prokurator von Judäa aus dem Ritterstand kam, so wie wahrscheinlich auch alle anderen Prokuratoren. Darüber hinaus wissen wir noch, dass er verheiratet war (Mt 27,19). Bei einigen apokryphen Schriften und Kirchenvätern werden verschiedene Namen gehandelt, die alle nicht gesichert sind.

Die Zeit in Judäa

Er war der fünfte Statthalter der Provinz Judäa. Er trat die Nachfolge des Valerus Gratus an. Sowohl Pilatus als auch Gratus waren Schützlinge des mächtigen Sejan. Dieser vertrat eine Politik der Strenge gegen die Juden, was sich auch auf die Art der Herrschaft der beiden Prokuratoren auswirkte. Pilatus wurden zuweilen sogar antisemitische Züge angekreidet. Datiert wird seine Regierungszeit auf 27 – 37 n. Chr.20. Durch sein Handeln zog er sich immer wieder den Zorn der Juden auf sich, sei es nun, um zu provozieren, oder teilweise aus Unwissenheit. Er galt als bestechlich und gewalttätig. Hier eine Darstellung der gröbsten Skandale während der Amtszeit des Pilatus. Weiterlesen

Die Auferstehung Jesu

Die Auferstehung Jesu aus der Sicht eines Historikers

„Ist Christus nicht auferstanden, so ist euer Glaube eine Illusion…dann seid ihr noch in euren Sünden…dann laßt uns essen und trinken, denn morgen sind wir tot.“ So schrieb Paulus an die Christen in Korinth (1.Korinther 15,14.17.32).

Ohne die Auferstehung Jesu gäbe es keinen christlichen Glauben. Ohne die Auferstehung Jesu gäbe es keine christliche Hoffnung, auch nicht auf die Vergebung unserer Sünden. Was kann ein (Alt-)Historiker über diese Auferstehung sagen? Kann er überhaupt etwas dazu sagen? Sollte er überhaupt etwas dazu sagen? Schließlich ist das Ganze doch eine Glaubenssache – oder nicht? Beruht der christliche Glaube etwa auf (fragwürdigen?) historischen Behauptungen? Den Schreibern des Neuen Testaments und den ersten Christen war die historische Frage wichtig, deshalb ist später der Name von Pontius Pilatus als einziger Name neben dem von Jesus Christus ins Glaubensbekenntnis aufgenommen worden. „Gekreuzigt unter Pontius Pilatus“, d.h. nicht irgendwann, irgendwo, irgendwie, sondern in der Zeit der Statthalterschaft von Pilatus in Judäa (26-36 n.Chr.). Weiterlesen

Warum Ostern gefeiert wird

Ostern ist das älteste christliche Fest. Es hat zentrale Bedeutung, weil Jesus in dieser Zeit von den Toten auferweckt wird und aufersteht. Die Feier seiner Auferstehung ist der Höhepunkt der Ostertage. Der Ostertag überforderte zunächst die ersten Christen. Die Enttäuschung von Petrus, Johannes, Jakobus war bodenlos, die Frustration grenzenlos und die Angst machte haltlos. Zum Osterjubel gab es zunächst überhaupt keinen Grund. Sie konnten Jesus noch nicht den sehen, der auferstanden war, sondern nur den, der sie hatte sitzen lassen. Nicht Auferstehung hiess ihre Devise, sondern Aufstehen und Abhauen.

Osterbotschaft – kein Betrug

Die Jünger konnten und wollten sich mit dem Scheitern ihrer Hoffnungen nicht abfinden und haben das grösste Täuschungsmanöver der Weltgeschichte in Szene gesetzt, sagen manche Kritiker. Diese Behauptung ist unwahrscheinlich: Die Jünger Jesu, die ihn nach seinem Tod schon verlassen und verleugnet hatten, haben sich durch diese Botschaft von der Auferstehung ungeheuren Unannehmlichkeiten ausgesetzt, die in einigen Fällen im Märtyrertod gipfelten. Dafür lohnt kein Betrug. Die Osterberichte in der Bibel wirken gerade darin sehr authentisch, weil sie von dem Zweifel und der fehlenden Bereitschaft der ehemaligen Jünger berichten, die Tatsache anzuerkennen, dass Jesus wieder unter ihnen war. Schliesslich war er gekreuzigt worden und in der schlimmsten Stunde seines Lebens hatten sie ihn alleingelassen. Jesus hatte alle Not, sich gegenüber der Skepsis der Jünger durchzusetzen. Sie waren bereit, alles möglich zu akzeptieren: dass es sich um einen Geist oder einen Gärtner handele, oder dass Jesu Leichnam gestohlen worden sei, nur das eine nicht, dass ihr Meister von den Toten auferstanden war. Es bestand also keinerlei Bereitschaft zum Betrug. Mit Ostern bekam das Hoffen der ersten Christen ein sicheres Fundament und viel Grund zur Freude. Deshalb kann Ostern durch nichts ersetzt werden. Wenn es darum geht, wie der Tod überwunden wird, ist Ostern ohne Vergleich und ohne Entsprechung. Hauskreis-Thema