Facebook – ein soziales Netzwerk?

Facebook – ein soziales Netzwerk?
Wir wollen es gleich auf den Punkt bringen! Es geht um ein einsames arrogantes „Arschloch“, das uns alle zu dem Selbigen machen möchte!
Alle kennen Facebook, aber kaum jemand kennt Mark Zuckerberg, den Erfinder des größten sozialen Netzwerks aller Zeiten. Regiseur David Fincher (Fight Club) malt uns in seinem neuen Film The sozial Network das Bild eines selbstverliebten Informatiker vor Augen, der einerseits hochintelligent, aber andererseits total unbeliebt ist. Eine Szene zeigt Mark Zuckerberg mit seiner Freundin Erica in einer Studentenkneipe. Sie trinken gemeinsam ein Bier. Mit seiner unsensiblen Art bringt er sie in kürzester Zeit so in Rage, dass sie ihm direkt ins Gesicht sagt, was sie über ihn denkt: „Du wirst durchs Leben gehen und glauben, dass die Mädchen dich nicht mögen, weil du ein Computer-Freak bist. Aber es liegt daran, dass du ein Arschloch bist.“
Da muss wohl etwas Wahres dran sein, denn „du kannst nicht 500 Millionen Freunde haben, ohne dir ein paar Feinde zu machen!“
The sozial Network erzählt, wie wir das wurden, was wir sein werden, vernetzte Monokraten. Wie kommt das? Weil wir genauso beziehungsgestört werden, wie der Macher von Facebook es schon ist, indem wir uns einreden lassen große Entscheidungsfreiheiten zu haben. In gewisser Weise, so legt es der Film nahe, hat uns Mr. Zuckerberg nach seinem Ebenbild geschaffen. Zu sozial völlig unverträglichen Typen. Der 26 jährige Milliardär hat keine wahren Freunde – den einzig echten Freund, den er hatte, Eduardo Saverin, hat er wegen seines unerträglichen Narzismus aus der Firma gedrängt – aus diesem Grund will er sich rächen und unsere Vorstellung von Freundschaft jetzt ganz neu definieren. Das ist doch das faszinierende an Facebook, dass man sich Leuten näher fühlt, die man nur selten sieht (oder gar nicht kennt), obwohl sie einem nur im virtuellen Raum begegnen. Und dass der Abgleich mit der Wirklichkeit womöglich gar nicht mehr notwendig ist, um sich nahe zu fühlen. So in etwa sehen die neuen alten Freundschaften aus, etwas überspitzt geschildert. Alles nur Verschwörungstheorie, könnte man meinen. Warten wir es mal ab was in zehn Jahren sein wird, wenn man sich das alles gar nicht mehr weg denken kann!
Lass dir nicht von Facebook – Gründer Zuckerberg vorschreiben, wie du soziale Beziehungen und Freundschaften zu leben hast. Gott hat uns dazu geschaffen, um echte reale soziale Netzwerke zu leben und nicht virtuelle. Wir sind nach Seinem Ebenbild geschaffen worden, der schon immer in Beziehung zu seinem Sohn gelebt hat.
Mark Zuckerberg will sich selbst zu diesem Streifen nicht äußern. Er sagt: „Dieser Film ist nur Fiktion!“ Wir werden sehen.
Mein Vorschlag an dieser Stelle ist, lasst uns eine neue Gruppe „Zuckerberg needs Jesus“ gründen.
Wer dazu bock hat kann mich dann gerne einladen.
Jesus ist die einzige Chance für ihn aber auch für uns, ein Beziehungsmensch zu bleiben.
Pasquale

Up in the Air

Ryan Bingham ist immer unterwegs:
Wenn Fliegen Freiheit ist, dann ist Ryan Bingham ein sehr freier Mensch. Man könnte ihn aber auch für zwangsneurotisch halten. Der Zwang, allen Zwängen zu entfliehen, hat ihn fest im Griff. Seine Horrorvorstellung ist es, mehr als vierzig Tage im Jahr in seiner Wohnung verbringen zu müssen.
322 Tage, verkündet er stolz, hat er vergangenes Jahr im Hotel verbracht. Kein Wunder, dass sein eigenes Apartment in Omaha, Nebraska, aussieht wie ein Motelzimmer vielleicht nur dürftiger eingerichtet. Nur der Begrüßungstext im Fernseher fehlt. Dafür stehen ein paar Schnapsfläschchen aus einer Hotel-Minibar im ansonsten leeren Kühlschrank. Dafür versteht er sich unterwegs auf Luxus, Upgraden lautet sein Zauberwort, ob in Sachen Hotel, Mietauto oder Flugzeug.
Dieser rastlose Mann im grauen Anzug, liebt das Reisen – als Selbstzweck. Er liebt das Surren der Räder seines Rollkoffers auf den polierten Flughafenböden, er liebt den Blick aus dem Flugzeugfenster aus 10.000 Meter Höhe, er liebt es, in der Masse der Mitreisenden zu verschwinden. Und das immergleiche Dienstleistungslächeln der Stewardessen, die kalte Pracht der Airport-Hotels, die kurzen Absacker an der Bar, die flüchtigen Abenteuer – eventuell – mit einer Hotelbekanntschaft.. Schlange stehen und warten muss er nur selten, denn Bingham besitzt alle wichtigen Vielfliegerkarten, die Lizenz zum Vordrängeln. Nicht mehr lange, und sein Konto bei American Airlines wird zehn Millionen Meilen betragen. Nur sechs andere haben diesen Status vor ihm erreicht. „Es waren schon mehr Menschen auf dem Mond“, sagt Bingham.
Ryan Bingham ist ein Nomade des frühen 21. Jahrhunderts, auf Effizienz gedrillt. Weiterlesen

The Book of Eli

Nach einer Katastrophe, die fast alles Leben auf Erden ausgelöscht hat, bahnt sich im Jahr 2044 ein einsamer Wanderer seinen Weg auf zerstörten Freeways und durch kalte Ruinen. Die Umgebung ist feindselig, überall könnten marodierende Banden zuschlagen und ein Schluck Wasser oder ein paar Schuhe entscheiden, wer unter Jägern und Gejagten den nächsten Tag erlebt. Der Name des Wanderers ist Eli (Denzel Washington). Obwohl er nicht weiß, ob es tatsächlich irgendwo noch Hoffnung für die Zivilisation gibt, ist er unterwegs nach Westen. Im Gepäck ein mysteriöses Buch, das auch von anderen manisch begehrt und von Eli mit seinem Leben geschützt wird. In einer zerfallenen Stadt, in der das Gesetz des Stärkeren herrscht, trifft Eli auf den despotischen Carnegie (Gary Oldman), der seinem Geheimnis bald auf die Schliche kommt. Zwar kann sich Eli zunächst der Waffengewalt von Carnegies Schergen erwehren und mit Hilfe der jungen Solara (Mila Kunis) flüchten. Doch beim nächsten Wiedertreffen der Kontrahenten wird Eli nicht nur seines Besitzes beraubt, sondern auch mit einem Bauchschuß zum Sterben zurückgelassen. Carnegie scheint sein Ziel erreicht zu haben.
Mit einem ausgesprochenen Gespür für Tempo enthüllt der Film jedoch nach und nach einige Informationen, die vor allem in der Aussage gipfeln, die meisten Menschen hätten in der Bibel die Ursachen des Krieges gesehen. Deswegen haben sie versucht, alle Exemplare zu verbrennen.
Der Zustand der Welt straft indes dreißig Jahre später die Einschätzung eindrücklich Lügen: Ohne die Bibel, ohne den Glauben an eine transzendente Welt sind die Menschen zu Bestien geworden. Das Außerordentliche an „The Book of Eli“ liegt gerade darin, dass nicht irgendwelche Gutmenschen in der Lage sind, die menschliche Zivilisation wiederherzustellen. Dafür benötigt der Mensch etwas, was über seine Kräfte und Fähigkeit hinausgeht. Und das findet er nur in der Bibel. Deswegen wandert Eli seit 30 Jahren ohne Unterlass in Richtung Westen. Denn hier, in der ehemaligen Gefängnisinsel Alcatraz, wird der Kern einer neuen Zivilisation aufgebaut. Dass das Regisseurduo es damit ernst meint, beweisen viele Aussagen von „The Book of Eli“, nicht zuletzt Elis Lebensweisheit, die er der Bibel entnommen hat: Dass es im Leben darauf ankommt, mehr für andere zu tun als für sich selbst. Ebenso ernst zu nehmen sind denn auch die Worte des Apostels Paulus („Ich habe den guten Kampf gekämpft, den Lauf vollendet, die Treue gehalten“), die am Ende des Filmes als Zusammenfassung von Elis Leben stehen. Angesichts der nachdenkenswerten Ansätze, die „The Book of Eli“ bietet, befremdet es allerdings um so mehr, dass sich Allen und Albert Hughes einer übermäßigen, über weite Strecken allzu realistischen „Martial Arts“-Gewalt bedienen, die bei vielen Zuschauern eher Widerwillen erzeugt.
Das besondere am Film ist allerdings, dass er das Thema Religion unmissverständlich ins Zentrum rückt, dabei aber keine klaren Positionen bezieht, sondern die verschiedenen Aspekte nur antippt und die Interpretation weitgehend offen lässt.
Wer allerdings hofft, eine besonders realitätsbezogene Handlung zu sehen oder gar den Film als Grundlage für Glaubensfragen und -diskussionen erwartet, wird – eher enttäuscht sein. Ich meine allerdings, dass der Film diesen Anspruch auch gar hat oder nicht vermitteln möchte.
Originaltitel: The Book of Eli
Herstellungsland: USA 2010
Regie: Albert Hughes, Allen Hughes
Buch: Gary Whitta
Darsteller: Denzel Wahsington, Mila Kunis, Gary Oldman, Jennifer Beals, Malcolm McDowell, Michael Gambon, Ray Stevenson, Tom Waits

Gran Torino

Endlich wieder ein intelligenter Film. Mit Gran Torino ist Altmeister Clint Eastwood, der als Regisseur und Hauptdarsteller agiert, ein Volltreffer gelungen. Wer hätte gedacht, dass die Geschichte eines alten Knackers derart fesselnd sein kann? Gran Torino erzählt die Geschichte des Vietnamveterans Walt Kowalski, der als greisender Sturkopf nicht einsehen will, warum er aus seinem mittlerweile von Asiaten dominierten Heimatviertel ziehen soll. Kurz zuvor ist seine Frau gestorben und nun sieht er als Einzelkämpfer nur noch Feinde um sich. Als Rassist verachtet Kowalski – ironischerweise selbst polnischer Herkunft – die überwiegend ausländische Nachbarschaft und auch seine Söhne wollen ihn im Altersheim abstellen. Doch Walt ist stur und verbittert. Er käme nicht auf die Idee, sein Revier aufzugeben. Er lässt sich von niemand etwas sagen und sitzt den ganzen Tag auf der Veranda, schüttelt über ungezogene Jugendliche den Kopf und schnauzt jeden an, der sich seinem Grundstück nähert. Neben ihm ist eine asiatische Hmong-Familie eingezogen, die er hauptsächlich als Gefahr für die patriotische amerikanische Lebensweise – und ihn als letzten wirklichen Verfechter derselben – ansieht. Ausländer und Schwarze sind für ihn Synonym für den Verfall Amerikas und er tut alles, um nicht mit ihnen reden zu müssen. Kontakt gibt es nur, wenn er pöbelnden Jugendlichen seine Flinte ins Gesicht hält. Denn als alter Knochen sorgt er für Recht und Ordnung in seiner Gegend. Nicht um der Nachbarn willen, sondern aus Prinzip. So kommt es, obwohl er für die Nachbarn nur Beleidigungen und Hass übrig hat, zu Annäherungen, als er den Sohn aus dem Haus nebenan vor einer Jugendgang beschützt. Nicht um dem Sohn willen, sondern weil er Ruhe haben will auf seiner Veranda. Es stellt sich dem Zuschauer die Frage, wieso dieser alte Grobklotz derart hart, verbittert und zynisch ist. Liegt es am Tod seiner Frau? Niemand scheint er an sich heranzulassen. Niemandem öffnet er sich. Selbst mit seinem Kumpel, dem italienischstämmigen Friseur unterhält er sich nur codiert, denn ihre Unterhaltungen verpacken die Beiden in rassistische Beleidigungen. Walt ist zerfressen von seiner eigenen Bitterkeit. Er ist gefangen in seiner Unfähigkeit, sich mit anderen zu freuen. Ein trostloser kalter Lebensabend steht ihm bevor.
Durch seine eigenmächtigen Sheriffaktionen kommt es schließlich aber doch zu dem, was Walt um jeden Preis verhindern wollte: Er beginnt, seine Nachbarn zu mögen. Für den Nachbarsjungen Thao nimmt er sogar die Rolle des verstorben Vaters ein und lehrt ihm verschiedene praktische Lektionen des Mannseins. Aus dem rückgratlosen Ja-Sager Thao wird langsam ein Junge mit eigener Meinung. Die beiden Freunden sich an, auch wenn Walt das nie zugeben würde. Nach wie vor kleidet er alle Aussagen in harte strenge Einsilbigkeit. Nach wie vor hat er keinen inneren Frieden.
Die Auseinandersetzungen mit den Jugendgangs schaukeln sich hoch, bis schließlich eines nachts Thaos Haus aus einem vorbeifahrenden Auto mit Schüssen durschsiebt und seine Schwester vergewaltigt wird. Thao ist außer sich. Wollte der schüchterne Junge sich bisher aus derlei Streitereien raushalten, sinnt er nun nur noch auf eines: Rache! In Walt meint er einen Freund zu haben, der ihn in diesem Bestreben nachvollziehen und unterstützen kann. Walt ist tatsächlich genau der richtige Mann für gerechte Selbstjustiz. Doch nun bremst er Thao. In Walts Denken haben sich in jüngster Zeit Konstanten geändert, die sich sein Leben lang gefestigt haben. Wie konnte es dazu kommen, dass er sich plötzlich mit Asiaten befreundete, die er früher in Vietnam bekämpft hatte? War er sein Leben lang auf dem falschen Weg gewesen? Und außerdem: Vielleicht hat seine bisherige Denkweise etwas mit seinem Unfrieden zu tun? Seine verstorbene Frau hätte ihm in Punkto Seelenfrieden wohl die katholische Kirche empfohlen. Sie hatte sogar den jungen Priester auf ihn angesetzt, damit er ihren größten Wunsch wahr werden lässt: Walt bei der Beichte. Doch der Rentner hält beide – Frau und Priester – für naiv und abergläubisch. Lächerlich, wie der grünschnäbelige Jungpriester ihm etwas über Leben und Tod erzählen will.
Nun, nachdem Walt die Hmong – Nachbarn näher kennen lernte, ahnt er, dass es vielleicht doch eine Lösung für seinen über Jahre konstanten Unfrieden geben könnte. Er überrascht Thao, der sich Walts Hilfe für die geplante Blutrache sicher ist, indem er ihn im Keller einsperrt. Thao ist rasend, denn er will unbedingt eigenhändig bei der Wiederherstellung der Gerechtigkeit mithelfen. Doch Walt schreit ihn nieder: „Ich habe bereits Blut an den Fingern! Du weist nicht, wie schlimm es ist, einen Menschen getötet zu haben! Ich schon! Das werde ich dir ersparen! Ich habe in Vietnam unschuldige Kinder, die um Hilfe gebettelt haben, erschossen! Das verfolgt mich mein ganzes Leben! Ich werde ohne deine unschuldigen Hände für Gerechtigkeit sorgen!“. Durch dieses Geschrei lässt Walt endlich raus, was die Ursache für seine Härte und Bitterkeit ist: Schuld! Es war ihm unmöglich, seine Schuld aus dem Vietnamkrieg zu verarbeiten. Denn er tötete nicht nur auf Befehl, sondern auch eigenmächtig. Diese Schuld hat ihn sein Leben lang gefangen genommen. Sie hat ihn zu einem einsamen, ruhe- und freudlosen Mann gemacht. Doch jetzt sieht er eine Möglichkeit, sie wieder gutzumachen. Bevor er zu der Jugendgang aufbricht, erledigt er alles, wofür es bald zu spät sein könnte. Er erfüllt sogar seiner verstorbenen Frau ihren Wunsch und geht zur Beichte. Nachdem er einige vergleichsweise kleine Schulden gebeichtet hat, sagt ihm der Jungpriester: „Bete 10 Gebete. Deine Schuld ist dir vergeben.“. Lächerlich! Wie könnten ein paar Gebete Schuld bezahlen? Doch Walt tut es seiner Frau zuliebe. Der Priester fragt ihn im Gehen, wie es mit Walts Seelenfrieden aussähe. Walt lächelt zurück und sagt: „Keine Sorge, den habe ich.“, wissend, dass er ihn nicht von dem religiösen Ritual bekam, sondern weil er nun durch das Verbrechen der Jugendgang endlich bezahlen und wiedergutmachen kann. Nur durch Bezahlen der Schuld, da ist sich Walt sicher, kann seine Seele Ruhe finden. Schließlich macht er sich auf den Weg. Er postiert sich vor dem Haus der Gang, bis die Jugendlichen herauskommen und zahlreiche Pistolen auf ihn gerichtet sind. Er greift in seine Jacke, an die Stelle, wo er gewöhnlich seinen Revolver versteckt. Als er seine Hand ruckartig aus der Jacke zieht, streckt ihn ein Kugelhagel aus vielen Händen nieder. Walt stirbt mit einem zufriedenen Lächeln. Denn durch die vielen Zeugen wird die Gang nun für Jahre eingesperrt. Thaos Familie hat endlich Ruhe. Walt hat seine Schuld mit dem Tod bezahlt. Kurz vor seinem Tod hatte Walt nach Jahrzehnten wieder ein paar schöne zufriedene Stunden, denn seine Schuld war endlich gesühnt.
Gran Torino identifiziert mit messerscharfer Präzision eine Ursache für Unfrieden im menschlichen Herzen: Schuld. Es gibt viele Ansätze, damit fertig zu werden. Man kann sie verdrängen. Man kann sie als Nichtexistent bezeichnen. Man kann versuchen, besonders gerecht zu sein, um die Schuld wieder aufzuwiegen. Doch Gran Torino zeigt den einzigen Weg, der einem schuldigen Menschen trotzdem wieder den Seelenfrieden zurückgeben kann: Die Schuld muss bezahlt werden. Sie muss gesühnt werden. Sonst lauert sie im unbewussten Hintergrund und kommt wieder.
Nicht nur Walts Unfrieden hing mit seiner Schuld zusammen. Schuld ist das grundlegende Problem jedes Menschen. Nicht jeder hat einen Menschen getötet, doch vor Gott sind alle schuldig. Schuld ist nicht nur eine Ursache für Ruhelosigkeit, sondern auch der Grund, warum uns Gott nicht in den Himmel lassen kann. Sie muss erst bezahlt werden. Doch kein Mensch ist würdig und fähig, das nötige Opfer zu bringen. Deswegen wurde Gott selbst Mensch und starb an unserer Stelle für unsere Schuld. Jesus Christus hat am Kreuz für unsere Schuld bezahlt. Wer an ihn glaubt, dem ist alle Schuld vergeben. Jesus hat den nötigen Preis an unserer Stelle bezahlt.
Daniel


Fight Club – Ein postmodernes Sittengemälde

Fight Club zählt zu den bekanntesten und beliebtesten Filmen unserer Generation, weil er unsere inneren Nöte und Sehnsüchte kennt und uns dadurch einen Spiegel vorhält. Er zeichnet das Leben in einer materialistischen Welt, in welcher sich Sinn und Leben des in ihr lebenden Menschen auf seine Funktion reduzieren: Güter herstellen und diese verbrauchen. Produktion und Konsum als Selbstzweck. Die Hauptfigur verzweifelt an der Sinnlosigkeit des Lebens, die permanent empfundene innere Leere, tiefe innere Ängste und eine scheinbar uferlose Orientierungslosigkeit lösen sich der Hauptfigur des Films auch nach unzähligen Besuchen bei Selbsthilfegruppen nicht auf in das erfüllte, glückliche Leben, welches die TV-Werbung propagiert. In Aussagen wie dieser schreit die Hauptfigur der Welt ihre Verzweiflung entgegen: „…Herrgott noch mal, eine ganze Generation zapft Benzin! Räumt Tische ab! Schuftet als Schreibtisch-Sklaven! Durch die Werbung sind wir heiß auf Klamotten und Autos.. Machen Jobs, die wir hassen! Kaufen dann Mist, den wir nicht brauchen! Wir sind die Zweitgeborenen der Geschichte, Männer ohne Zweck und ohne Ziel! Es gibt heute keinen großen Krieg, keine große, wirtschaftliche Depression! Aber wir haben eine, unsere Depression ist geistig. Unsere große Depression ist unser Leben. Wir haben eine spirituelle Depression. Wir wurden durch das Fernsehen aufgezogen, in dem Glauben, dass wir alle irgendwann einmal Millionäre werden, Filmgötter, Rockstars.. Werden wir aber nicht! Und das wird uns langsam klar! Und wir sind kurz, ganz kurz vor dem Ausrasten…“ Weiterlesen

„Shoppen“

Passt der Deckel?

Warum fällt es uns so schwer, zusammenzufinden? Diese und ähnliche Fragen inspirierten Ralf Westhoff zum Film «Shoppen».

Der letzte Schrei, wie Singles heute auf Partnersuche gehen, heisst Speed-Dating. Gemäss www.speeddating.de wurde das Kennenlern-Event in den USA ins Leben gerufen und wird seit einiger Zeit auch in Deutschland angeboten. Dahinter stecke «die Erkenntnis, dass man in den ersten paar Minuten wisse, ”¹ob der Deckel passe”º».

Das Ganze funktioniert wie folgt: Sieben Frauen treffen sieben Männer und haben sieben Minuten Zeit, miteinander zu sprechen. Dann wechseln sie den Gesprächspartner. «In einer Stunde lernst du somit sieben neue interessante Menschen kennen », propagieren die Betreiber. Als weitere Vorteile nennen sie: «Keine peinlichen 3-Stunden-Blind-Dates mehr, bei denen man sich herauswinden muss» und «keine ungewollte Belästigung danach, weil nur bei gegenseitiger Sympathie die Telefonnummer oder die EMail-Adresse bekannt gegeben wird».

Im Film «Shoppen» sind es neun Männer und neun Frauen, die während jeweils fünf Minuten aufeinandertreffen. Da ist Thorsten, der seine weiblichen Gegenüber nach einem eigens dafür erstellten Fragebogen abcheckt. Oder Irina, die alle Männer fragt, was die schönste Überraschung in ihrem Leben war. Oder Isabella, die merkt, wie ihr und ihrem sehnlichsten Wunsch die Zeit davonrennt …

Lesen Sie den ganzen Artikel in factum 4/2007, Seite 38.

http://www.schwengeler.ch/wFactum_de/aktuell/2007_06_01_Film_Shoppen.php

Blood Diamond

Heute schon ein Colliers gekauft?
(tsch) „Entschuldigung, Sie haben da einen Brunnen am Ohr hängen.“ Wer Bahn fährt, wird die Plakate der aktuellen Kampagne der Kindernothilfe nicht übersehen haben. Mit markigen Zeilen wird der Passant darauf aufmerksam gemacht, dass Luxus nicht alles ist im Leben. Und Geld sehr viel nützlicher eingesetzt werden kann. Der Verweis auf den teuren Ohrring, womöglich noch mit Brillanten besetzt, soll ein schlechtes Gewissen machen und die Spendenbereitschaft erhöhen. Auch Hollywood hat jüngst Gefallen daran gefunden, sich zunehmend auf die Missstände in der Dritten Welt zu konzentrieren. So wird auch in den USA das vergangene Weihnachtsfest vielleicht etwas weniger gefunkelt haben als die vorhergehenden.http://www.cineastentreff.de/content/view/2559/31/

Den weltweit größten Diamantenproduzenten De Beers kümmerte diese neue Realität im Blockbusterkino insofern, da der Film in den USA das Weihnachtsgeschäft zu ruinieren oder zumindest zu dämpfen drohte. Eine flugs in Auftrag gegebene PR-Aktion, in der jeglicher Vertrieb von Konfliktdiamanten geleugnet wurde, zeigte zumindest die befürchtete Wirkung politisch konnotierter Filme. Freilich fällt es angesichts der betörenden Schönheit all der Diamanten im Schaufenster der Juweliere schwer zu glauben, dass an ihnen – nicht nur im übertragenen Sinne – Blut kleben könnte. http://stimme.de/freizeit/kino/filme/kino-kritik/

Zur Story: Der Familienvater Solomon wird aus seinem Dorf verschleppt und in eine Diamantenmine gebracht. Seine Familie rettet sich in ein Flüchtlingslager. Nur sein Sohn wird von einem paramilitärischen Offizier entführt und zum Kindersoldaten gedrillt. Solomon findet beim Schürfen einen riesigen Diamanten und versteckt ihn. Nur knapp entgeht er dabei seiner Ermordung. Auf Umwegen wird der Diamant ihm später bei der Befreiung seines Sohnes helfen. Als der Ex-Söldner Danny Archer von Solomons Fund erfährt, wittert er seine größte Chance. Er bietet seine Hilfe bei der Suche nach dem Sohn und dem Verkauf des Diamanten an. Danny Archer ist ein Mann ohne Prinzipien. Ihm geht es nur ums Geld.

Der Film schont sein Publikum nicht. Mit aller Härte und Brutalität wird die Geschichte der Aufständischen und Unterdrücker erzählt. Die Gier weniger, auch weißer Afrikaner verschärft den Konflikt. In rasanten, atemlosen Schnitten führt Zwick durch seinen Film, für Sentimentalitäten lässt er keinen Raum. Selten gelingt es, einen Abenteuerfilm so politisch werden zu lassen. Brillant als zweifelnder Ex- Söldner Leonardo DiCaprio. Trotz Nominierung bei den Golden Globes ging er unverständlicherweise leer aus. Im Film wird er langsam zum Menschen. „Blood Diamond“ ist spannend und aufrüttelnd. Perfektes Unterhaltungskino mit Botschaft.
http://www.br-online.de/kultur-szene/film/kino/0612/06988/ Blood Diamond von Edward Zwick © Warner Bros.