Archiv für die Kategorie „Allgemein“

Regisseur Christoph Schlingensief ist tot

Samstag, 21. August 2010

Christoph Schlingensief ist tot. Er gehörte zu den bedeutendsten Regisseuren der Gegenwart und hat wie nur wenige die deutschsprachige Film- und Theaterwelt irritiert und beflügelt.

http://www.focus.de/kultur/kunst/theater-regisseur-christoph-schlingensief-ist-tot_aid_543816.html

http://bibelkreis-muenchen.de/?p=469

Wie geht es uns denn heute?

Donnerstag, 29. Juli 2010

Gerade habe ich im Internet eine kleine Statistik gefunden, die dabei helfen kann, das eigene Ergehen realistischer einzuschätzen:

* Wenn Du Essen im Kühlschrank, Kleidung am Leib, ein Dach über’m Kopf und einen Platz zum Schlafen hast, dann bist Du reicher als 75% der Weltbevölkerung.
* Wenn Du Geld auf der Bank, in Deinem Geldbeutel und dazu einige Rücklagen hast, gehörst Du bereits zu den 8% der Vermögensten dieser Welt.
* Wenn Du heute mehr Gesundheit als Krankheit verspürst, bist Du weitaus besser dran als die mehreren Millionen Menschen, die diesen Tag nicht überleben werden.
* Wenn Du nie die Gefahr eines Krieges, die Qual einer Haft oder die Marter von starken Schmerzen oder Hunger erfahren hast, dann bist Du glücklicher als 500 Millionen Menschen, die das erleben und leiden.
* Wenn Du diese Zeilen lesen konntest, bist Du privilegierter als die drei Milliarden Menschen, die überhaupt nicht lesen können.

Ich würde dem noch hinzufügen:

* Wenn Du das Evangelium von Jesus Christus kennst, dann freue Dich und sei getrost. Denn wie immer Du dann die oben stehenden Fragen beantwortest, ob Du arm bist oder vermögend, glücklich oder deprimiert, gesund oder krank, gebildet oder nicht – Du gehörst zu Christus, der Dich liebt, sich selbst für Dich geopfert hat und Dich durchträgt!

PS: Natürlich haben diese fünf Punkte oben ihre Grenzen. Denn hier wird übersehen, dass Leid eine sehr subjektive Erfahrung ist, und dass auch ein vermögender, gesunder, freier und gebildeter Mensch unendlich leiden kann. Umso mehr gilt auch dann der sechste Punkt! Dennoch können diese fünf Punkte helfen, unsere Sicht etwas zurecht zu rücken.
http://www.nachfolgeblog.de/?p=3644#comments

Mit dem Trost, mit dem wir selber von Gott getröstet werden, können wir andere trösten

Mittwoch, 28. Juli 2010

2.Korinther 1,3 Gepriesen sei Gott, der Vater unseres Herrn Jesus Christus, der Vater voller Barmherzigkeit, der Gott, der uns in jeder Not tröstet!
Eine junge Witwe wird nach schwerer Krankheit gefragt: „Was hat dir geholfen, dein Leid zu verkraften, und dich bewahrt, bitter zu werden?“ Ihre Antwort lautet: „Ich besuche im Dorf regelmäßig eine gelähmte Frau. Sie freut sich, wenn ich zu ihr komme!“ Getröstet werden und Trost weitergeben steht in einer überraschenden, segensreichen Wechselwirkung. So entdeckt Paulus dankbar das »Gute« in der Trübsal, die menschlich gesehen nur negativ zu bewerten wäre. »Mit dem Trost, mit dem wir selber von Gott getröstet werden, können wir andere trösten.« Auch wenn Gott dies in jeder nur denkbaren Trübsal schenken kann, dürfen wir die spezielle Wortbedeutung nicht außer Acht lassen. Der hier verwendete Begriff Trübsal, Drangsal oder Bedrängnis meint in der Regel das Leiden um des Herrn Jesus Christus willen (vgl. Mt. 24,9; Apg.14,22). Hier spricht der Apostel, der als Zeuge von Jesus dieses Leiden vielfach erlebt hat und nicht daran zerbrochen ist, weil er den göttlichen Trost erfahren hat. Für ihn ist es Anlass, von der Nachfolge nicht abzuraten, sondern weiterhin einzuladen. Unser Herr ist darin konkurrenzlos, selbst Böses zum Guten zu wenden. »Ihr gedachtet es böse mit mir zu machen, aber Gott gedachte es gut zu machen« (1. Mose 50,20; vgl. Rö. 8,28). In einem Brief las ich: „Es mag sein, dass du von Menschen enttäuscht und ungerecht behandelt wurdest, von deinen Versuchungen und Versäumnissen gequält wirst, von den Ereignissen in der Welt verwirrt bist. Gott ist es nicht, weil er sowohl die äußeren wie auch die inneren Verhältnisse der Welt mit ruhiger und fester Hand leitet! Du bist Gegenstand seiner unendlichen Fürsorge und seiner tiefen Anteilnahme. Übe dich in der heiteren Gelassenheit des Glaubens, sodass andere fragen: Wie kommt’s, dass du so zufrieden bist?“
2. Korinther 1,3 Gepriesen sei Gott, der Vater unseres Herrn Jesus Christus, der Vater voller Barmherzigkeit, der Gott, der uns in jeder Not tröstet!
1,4 In allen Schwierigkeiten ermutigt er uns und steht uns bei, so daß wir auch andere trösten können, die wegen ihres Glaubens zu leiden haben. Wir trösten sie, wie Gott auch uns getröstet hat.
1. Thessalonicherbrief 5,14 Wir ermahnen euch aber, liebe Brüder: Weist die Unordentlichen zurecht, tröstet die Kleinmütigen, tragt die Schwachen, seid geduldig gegen jedermann.
5,15 Seht zu, daß keiner dem andern Böses mit Bösem vergelte, sondern jagt allezeit dem Guten nach untereinander und gegen jedermann.
5,16 Seid allezeit fröhlich,
5,17 betet ohne Unterlaß,
5,18 seid dankbar in allen Dingen; denn das ist der Wille Gottes in Christus Jesus an euch.

Anmeldungen noch möglich: Im Zweifel für den Zweifel?

Dienstag, 1. Juni 2010

Bald startet in Berlin die Studienwoche »Im Zweifel für den Zweifel?: Glauben, Zweifeln und Vertrauen«. Anmeldungen sind noch möglich.

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Mehr hier: www.theoblog.de.



Zur Hoffnung berufen

Donnerstag, 29. April 2010

„HOFFNUNG“ Esra 10,2b: Nun, es ist trotz allem noch Hoffnung für Israel! Hiob 5:16: Dem Armen wird Hoffnung zuteil, und die Bosheit muß ihren Mund zuhalten. Hiob 11,18: Du fühlst dich sicher, weil noch Hoffnung ist; geborgen bist du, du kannst in Ruhe schlafen. Hiob 14,7: Denn ein Baum hat Hoffnung, auch wenn er abgehauen ist; er kann wieder ausschlagen, und seine Schößlinge bleiben nicht aus. Psalm 9,19: Denn er wird den Armen nicht für immer vergessen; die Hoffnung der, Elenden wird nicht ewig verloren sein. Psalm 40,5: Wohl dem, der seine Hoffnung setzt auf den HERRN und sich nicht wendet zu den Hoffärtigen und denen, die mit Lügen umgehen! Psalm 62,6: Aber sei nur stille zu Gott, meine Seele, denn er ist meine Hoffnung. Psalm 71,5: Denn du bist meine Zuversicht, HERR, mein Gott, meine Hoffnung von meiner Jugend an. Psalm 119,116: Erhalte mich durch dein Wort, daß ich lebe, und laß mich nicht zuschanden werden in meiner Hoffnung. Psalm 146,5: Wohl dem, dessen Hilfe der Gott Jakobs ist, der seine Hoffnung setzt auf den HERRN, seinen Gott, Sprüche 22,19: Damit deine Hoffnung sich gründe auf den HERRN, erinnere ich daran heute gerade dich. Sprüche 24,14: So ist Weisheit gut für deine Seele; wenn du sie findest, wird dir’s am Ende wohlgehen, und deine Hoffnung wird nicht umsonst sein. Jeremia 17,13: Denn du, HERR, bist die Hoffnung Israels. Alle, die dich verlassen, müssen zuschanden werden, und die Abtrünnigen müssen auf die Erde geschrieben werden; denn sie verlassen den HERRN, die Quelle des lebendigen Wassers. Apg. 2,26: Darum ist mein Herz fröhlich, und meine Zunge frohlockt; auch mein Leib wird ruhen in Hoffnung. Röm. 4,18: Er hat geglaubt auf Hoffnung, wo nichts zu hoffen war, daß er der Vater vieler Völker werde, wie zu ihm gesagt ist: »So zahlreich sollen deine Nachkommen sein.« Röm 5,2ff: Durch Christus haben wir auch den Zugang im Glauben zu dieser Gnade, in der wir stehen, und rühmen uns der Hoffnung der zukünftigen Herrlichkeit, die Gott geben wird. Nicht allein aber das, sondern wir rühmen uns auch der Bedrängnisse, weil wir wissen, daß Bedrängnis Geduld bringt, Geduld aber Bewährung, Bewährung aber Hoffnung, Hoffnung aber läßt nicht zuschanden werden; denn die Liebe Gottes ist ausgegossen in unsre Herzen durch den heiligen Geist, der uns gegeben ist. Röm 8,24ff: Denn wir sind zwar gerettet, doch auf Hoffnung. Die Hoffnung aber, die man sieht, ist nicht Hoffnung; denn wie kann man auf das hoffen, was man sieht? Wenn wir aber auf das hoffen, was wir nicht sehen, so warten wir darauf in Geduld. Desgleichen hilft auch der Geist unsrer Schwachheit auf. Röm. 12,12: Seid fröhlich in Hoffnung, geduldig in Trübsal, beharrlich im Gebet. Röm. 15,4: Denn was zuvor geschrieben ist, das ist uns zur Lehre geschrieben, damit wir durch Geduld und den Trost der Schrift Hoffnung haben. Röm. 15,13: Der Gott der Hoffnung aber erfülle euch mit aller Freude und Frieden im Glauben, daß ihr immer reicher werdet an Hoffnung durch die Kraft des heiligen Geistes. 1. Kor. 9,10: Ja, um unsertwillen ist es geschrieben: Wer pflügt, soll auf Hoffnung pflügen; und wer drischt, soll in der Hoffnung dreschen, daß er seinen Teil empfangen wird.
1. Kor. 13,13: Nun aber bleiben Glaube, Hoffnung, Liebe, diese drei; aber die Liebe ist die größte unter ihnen. – (d.h.: Die Hoffnung ist etwas Bleibendes!) 2. Kor. 1,7: Und unsre Hoffnung steht fest für euch, weil wir wissen: wie ihr an den Leiden teilhabt, so werdet ihr auch am Trost teilhaben. 2. Kor. 3,12: Weil wir nun solche Hoffnung haben, sind wir voll großer Zuversicht Eph. 1,18ff: Und er gebe euch erleuchtete Augen des Herzens, damit ihr erkennt, zu welcher Hoffnung ihr von ihm berufen seid, wie reich die Herrlichkeit seines Erbes für die Heiligen ist und wie überschwenglich groß seine Kraft an uns, die wir glauben, weil die Macht seiner Stärke bei uns wirksam wurde, mit der er in Christus gewirkt hat. Eph. 4,4: ein Leib und ein Geist, wie ihr auch berufen seid zu einer Hoffnung eurer Berufung… Kol. 1,23: …wenn ihr nur bleibt im Glauben, gegründet und fest, und nicht weicht von der Hoffnung des Evangeliums, das ihr gehört habt und das gepredigt ist allen Geschöpfen unter dem Himmel. Kol 1,27: nun aber ist es offenbart seinen Heiligen, denen Gott kundtun wollte, was der herrliche Reichtum dieses Geheimnisses unter den Heiden ist, nämlich Christus in euch, die Hoffnung der Herrlichkeit. 2. Thess. 2,16: Er aber, unser Herr Jesus Christus, und Gott, unser Vater, der uns geliebt und uns einen ewigen Trost gegeben hat und eine gute Hoffnung durch Gnade, der tröste eure Herzen und stärke euch in allem guten Werk und Wort. 1. Tim 4,10: Denn dafür arbeiten und kämpfen wir, weil wir unsre Hoffnung auf den lebendigen Gott gesetzt haben, welcher ist der Heiland aller Menschen, besonders der Gläubigen. Titus 2,13f: Wir warten auf die selige Hoffnung und Erscheinung der Herrlichkeit des großen Gottes und unseres Heilandes Jesus Christus, der sich selbst für uns gegeben hat, damit er uns erlöste von aller Ungerechtigkeit und reinigte sich selbst ein Volk zum Eigentum, das eifrig wäre zu guten Werken. Titus 3,7f: …damit wir, durch dessen Gnade gerecht geworden, Erben des ewigen Lebens würden nach unsrer Hoffnung. Das ist gewißlich wahr! 1.Petr. 1,3f: Gelobt sei Gott, der Vater unseres Herrn Jesus Christus, der uns nach seiner großen Barmherzigkeit wiedergeboren hat zu einer lebendigen Hoffnung durch die Auferstehung Jesu Christi von den Toten, zu einem unvergänglichen und unbefleckten und unverwelklichen Erbe, das aufbewahrt wird im Himmel für euch… 1. Petr. 1,13: Darum umgürtet die Lenden eures Gemüts, seid nüchtern und setzt eure Hoffnung ganz auf die Gnade, die euch angeboten wird in der Offenbarung Jesu Christi. 1. Petr. 1,21: …die ihr durch Christus glaubt an Gott, der ihn auferweckt hat von den Toten und ihm die Herrlichkeit gegeben, damit ihr Glauben und Hoffnung zu Gott habt. 1.Petr. 3,15: Seid allezeit bereit zur Verantwortung vor jedermann, der von euch Rechenschaft fordert über die Hoffnung, die in euch ist, und das mit Sanftmut und Gottesfurcht 1. Joh. 3,3: Und ein jeder, der solche Hoffnung auf ihn hat, der reinigt sich, wie auch jener rein ist. Hebr. 3,6: Christus aber war treu als Sohn über Gottes Haus. Sein Haus sind wir, wenn wir das Vertrauen und den Ruhm der Hoffnung festhalten. Hebr. 6,11: Wir wünschen aber, daß jeder von euch denselben Eifer beweise, die Hoffnung festzuhalten bis ans Ende, damit ihr nicht träge werdet. Hebr. 7,19: Das Gesetz konnte nichts zur Vollendung bringen -, und eingeführt wird eine bessere Hoffnung, durch die wir uns zu Gott nahen. Laßt uns festhalten an dem Bekenntnis der Hoffnung und nicht wanken; denn er ist treu, der sie verheißen hat! Hebr. 10, Vers 23

Bonhoeffer starb vor 65 Jahren.

Samstag, 10. April 2010

Berlin, 05.04.1945: Angesichts der heranrückenden Truppen der Alliierten ordnet Adolf Hitler die Hinrichtung aller noch nicht exekutierten Verschwörer des 20. Juli 1944 an, unter ihnen der Theologe Dietrich Bonhoeffer (*04.02.1906).
Auf ihrem Transport in das KZ Flossenbürg bei Weiden (Bayern) bitten die überwiegend katholischen Kameraden den evangelischen Theologen um eine Andacht. Bonhoeffer legt Losung und Lehrtext des Tages (Weißer Sonntag, Sonntag nach Ostern) aus, worin es heißt:
Durch seine Wunden sind wir geheilt” Jesaja 53,5
Gelobt sei Gott und der Vater unseres Herrn Jesus Christus, der uns nach seiner großen Barmherzigkeit wiedergeboren hat zu einer lebendigen Hoffnung durch die Auferstehung Jesu Christi von den Toten” 1.Petrus 1,3
Am 8. April 1945 verurteilt ein SS-Standgericht Dietrich Bonhoeffer und die anderen Verschwörer (Karl Sack, Wilhelm Canaris, Hans Oster) wegen Hoch- und Landesverrats zum Tode, was am nächsten Morgen durch Erhängen vollstreckt wird.
Kurz vor seiner Verhaftung am 5. April 1943 hatte Bonhoeffer über 10 Jahre Nationalsozialismus in Deutschland Bilanz gezogen: “Die große Maskerade des Bösen” habe alle ethischen Begriffe durcheinander gewirbelt. Für Christen, die aus der Bibel leben, sei es gerade die Bestätigung der abgründigen Bosheit des Bösen, dass er als Lichtgestalt daher kommt. Angesichts seiner drohenden Verhaftung ruft er dazu auf, sich nicht durch “fromme Weltflucht der Verantwortung” zu entziehen:
“Mag sein, dass der Jüngste Tag morgen anbricht, dann wollen wir gern die Arbeit für eine bessere Zukunft aus der Hand legen, vorher aber nicht.”
aus “Widerstand und Ergebung” von Dietrich Bonhoeffer, Gütersloher Verlag (S.24) arf.de

1.Petrus 1,14 Als gehorsame Kinder gebt euch nicht den Begierden hin, denen ihr früher in der Zeit eurer Unwissenheit dientet;

Samstag, 3. April 2010

Nachdem Petrus uns im vorigen Vers bis zum Ende (Offenbarung) gebracht hat, führt er uns jetzt wieder zurück und sagt, wie wir wandeln sollen. Wir sollen nicht tun, was uns gut scheint, sondern was unser Vater uns sagt. Und Er wünscht bei uns praktische Heiligkeit zu sehen. Die sich von Jesus haben rufen lassen, sind ganz auf seine Ankunft ausgerichtet. Aber das erlaubt ihnen nicht, die Gegenwart zu verträumen. Wer sich ganz auf die Parusie ausrichtet, wird sein Lebensführung (V. 15) hier und jetzt besonders ernst nehmen. (weiterlesen…)

Hat Ostern sich gelohnt?

Freitag, 2. April 2010

Der dänische Schriftsteller Jens Peter Jacobsen wurde vor allem durch sein Buch “?Die Pest von Bergamo” bekannt. Eindrücklich beschreibt er, wie eine Stadt von einer Seuche heimgesucht wird. Die Menschen haben den Tod vor Augen. Sie wissen genau um ihr baldiges Ende. Aber statt sich zu besinnen, stürzen sie sich in grenzenlosen Sinnestaumel, in Ausschweifungen und Gelage. (weiterlesen…)

1.Petrus 1,12 Ihnen ist offenbart worden, daß sie nicht sich selbst, sondern euch dienen sollten mit dem, was euch nun verkündigt ist durch die, die euch das Evangelium verkündigt haben durch den heiligen Geist, der vom Himmel gesandt ist, – was auch die Engel begehren zu schauen.

Freitag, 26. März 2010

Die großen Vorrechte der Gläubigen dieses Zeitalters sieht man nicht nur daran, daß sie all das klar verstehen, was den Propheten verborgen blieb, sondern auch in der Tatsache, daß „Engel“ in diese Wahrheiten der Erlösung hineinzuschauen begehren.  (weiterlesen…)

Der Tod ist nicht der mächtigste Herrscher, sondern die Hoffnung, die über den Tod hinausgeht.

Sonntag, 21. März 2010

Eine psychologische Analyse: Freiheit
Der Glaube an Jesus Christus befreit in vielerlei Hinsicht. Besonders wichtig ist, dass er uns von unserer Schuld befreit. Im folgenden Artikel sei aber noch ein weiterer Aspekt der Freiheit erwähnt.
Ohne Zweifel leben wir in einer Gesellschaft, in der die individuellen Wahlmöglichkeiten über die Jahrhunderte angestiegen sind. Beispielsweise kann man zwischen verschiedenen Automarken, Nahrungsmitteln, Fernsehkanälen und Urlaubszielen wählen. Mehr als früher kann man frei wählen, in welcher Stadt man lebt, welchen Beruf man ergreift und welche Partei man unterstützt. Doch die Freiheiten sind relativ klein im Angesicht der Bindungen und Zwänge, denen der Mensch nach wie vor unterliegt.
Bis zu einem gewissen Grad ist man frei, aber jeder dient gewissen Herrschern. Herrschern im Sinne von Rahmenbedingungen, Prinzipien oder Personen, die unseren Handlungs- und Denkspielraum vorgeben. Der eine wird beherrscht von seiner Arbeit. Der andere wird beherrscht von seinem Partner. Der nächste wird beherrscht vom Streben nach Glück oder Reichtum. Wieder andere werden beherrscht von ihrer Eigensucht. Die Gravitationskraft beherrscht uns in dem Sinne, dass sie uns unablässig Richtung Erdmittelpunkt zieht. Sie schränkt damit die Freiheit ein, hoch zu springen. Dabei ist “beherrscht werden” nicht unbedingt etwas Negatives. Es gibt Menschen, die sind glücklich, wenn ihr Leben von Gedanken an Arbeit oder an einen anderen Menschen beherrscht wird. Ohne die Gravitationskraft wäre menschliches Leben nicht möglich. Manche kämpfen – beispielsweise durch ein Face-Lifting – gegen das mächtige Urteil des Herrschers Gravitationskraft, der befiehlt: “Deine Wangen und Gesichtsfalten werden nach unten gezogen, und zwar ohne Barmherzigkeit und Diskussion.” Ob positiv oder negativ, diese Herrscher sind Teil unserer Existenz. Jeder dient solchen Herrschern, keiner ist völlig frei. Jeder folgt den Anweisungen seiner Herrscher und tut, was sie verlangen.
Oft stehen unsere Herrscher miteinander in Konkurrenz und befehlen unterschiedliche Handlungen. Der Bauch befiehlt: “Iss die Schokolade!” Die Eitelkeit befiehlt: “Iss sie nicht, sondern achte auf deine Figur!” Die Vernunft befiehlt: “Iss ein wenig, denn Schokolade in kontrollierten Mengen ist gesund!” Die Herrscher geben nicht nur Anweisungen, sondern sie versorgen und bestrafen ihre Untergebenen auch. Beim Beispiel der Schokolade versorgt einen der Bauch mit zufriedener Sattheit und straft mit Übergewicht. Die Eitelkeit versorgt einen mit Schönheit und straft mit Entbehrung. Die Vernunft versorgt einen mit Gesundheit und straft mit Leidenschaftslosigkeit.
Die Vernunft ist ein sehr mächtiger Herrscher. Auch wenn sie beispielsweise bei Trauer, Liebe und den zahlreichen Paradoxa des Lebens nicht weiterhilft, ist es gut, ihren Anweisungen Folge zu leisten. Doch ein weit mächtigerer Herrscher ist Leid. Zwar kann man die Vernunft lange hochhalten, doch wenn das Leid nur stark genug ist, dann interessieren Vernunftschlüsse nicht mehr. Es interessiert nur noch: Wie komme ich aus dem Leid heraus? Dieser Gedanke gibt dann das Handeln vor. Im Leid akzeptieren die Menschen die unvernünftigsten Trost- und Heilmittel. Im Leid akzeptieren Menschen Ungerechtigkeit und Inkonsequenz zu ihren Gunsten. Im Leid des Hungers nehmen sich Menschen Nahrung, die ihnen nicht gehört. Im Leid der Sehnsucht akzeptieren Menschen Drogen als Trost. Im Leid der Einsamkeit akzeptieren Menschen unpassende Liebespartner. Im Leid der Minderwertigkeitsgefühle kaufen sich Menschen unpraktische überteuerte Autos, um ihr Ansehen zu erhöhen. Im Leid der Sucht werden Menschen kriminell. Im Leid der Langeweile ist die unvernünftigste Zerstreuung willkommen. Wenn Leid Befehle gibt, dann kuscht die Vernunft und schweigt. Die Vernunft hat keine Chance, wenn es zu einem ernsthaften Kräftemessen kommt. Das Leid gibt das Thema vor. Es beherrscht das Leben des Leidenden und gibt die Befehle. Die stärkste Form des Leides ist der Tod. Der Tod gibt eine Anweisung (z.B. “Lebe schnell und hetze!”), der Mensch gehorcht. Alles Wissen, alle Weisheit und Lebensklugheit lässt einen im Angesicht des Todes ratlos zurück. Die Philosophen wollten das Sterben lernen, doch ihre Vernunft war zu schwach und sie haben den Kampf verloren. Doch es gibt einen noch mächtigeren Herrscher als Leid und Tod. Dieser Herrscher heißt Hoffnung. Wer Hoffnung hat, der ist vom Zwang befreit, dem Leid gehorchen zu müssen. Im Leid vergisst man die Vernunft. In Hoffnung vergisst man das Leid. Hoffnung wird oftmals gar nicht wahrgenommen, obwohl sie Leben und Empfinden maßgeblich ausmacht. Es ist unmöglich, ohne Hoffnung zu leben. Hoffnung ist das, was man sich von seiner Zukunft erwartet. Je nachdem, was man von seiner Zukunft erwartet, ist man in der Gegenwart fröhlich oder bedrückt. Es gibt prinzipiell zwei Möglichkeiten, den Moment zu genießen und sich an ihm zu freuen:
1) Man denkt nur an den jetzigen Moment und verweigert das Denken an die Zukunft. Den wenigsten Menschen ist das in Reinform möglich. Wer es jedoch schafft, der ist sorglos, aber unvernünftig. Sorglos, weil die Zukunft ihn nicht bedroht, denn er denkt einfach nicht an sie. Unvernünftig, weil die Zukunft ihn in der Realität sehr wohl bedroht. Jugendliche können das Leben froh und dynamisch angehen, weil sie sich nicht vor Augen halten, dass alle jugendliche Schönheit verwelken wird. Dass sie alles Erarbeitete schließlich wieder abgeben müssen. Dass sie letztlich nichts mitnehmen können. Der sorgenbeladene Mensch ist froh über jede Beschäftigung, die seine Gedanken auf den gegenwärtigen Moment lenkt, so dass er den sorgenvoll quälenden Gedanken an Morgen entkommen kann.
2) Die zweite Möglichkeit, den Moment zu genießen, ist, wenn man in naher oder ferner Zukunft etwas Schönes erwartet. Mit anderen Worten: Wenn man Hoffnung hat. Andererseits wird der Moment zur Qual, wenn man beim gedanklichen Durchstreifen seiner Zukunft nichts Schönes findet. Mit anderen Worten: Wenn man hoffnungslos ist. Hoffnung meint dasselbe wie Erwartung, wie Vorfreude, wie Optimismus. Hoffnungslosigkeit meint dasselbe wie Sorge, wie Erwartungslosigkeit, wie Pessimismus. Wer Hoffnung hat, der ist der Herrscher über das Leid. Denn Leid kann man akzeptieren und dadurch überwinden. Hoffnungslosigkeit kann man nicht akzeptieren. Hoffnungslosigkeit ist der Gedanke, dass das Leid nie aufhören wird. Das ist der schlimmste denkbare Gedanke. Jeder, der noch irgendwie im Leben steht, hat auch noch ein Stück Hoffnung, ob bewusst oder unbewusst. Es kann Hoffnung auf Freundschaft, Familie, Erlebnisse, Ruhe, Zufriedenheit, Geld, Wohlstand, Reisen, Partys, künstlerische Selbstverwirklichung, Bewunderung, Ehre, Sex oder Liebe sein. Falls all diese Hoffnungen enttäuscht haben, dann bleibt immer noch die diffuse Hoffnung, “dass da im Leben noch irgendwas kommt”. Auf was genau man hofft und wie existentiell wichtig Hoffnung ist, wird einem oft erst bewusst, wenn man erkennt, dass keine Aussicht auf Erfüllung der Hoffnung mehr besteht. Dann beginnt eine unzähmbare Suche nach einer neuen Hoffnung. Denn ohne Hoffnung kann niemand leben.
Wenn man also Hoffnung hat, dann kann man den Moment, unbelastet von Sorgen und Unvernunft, genießen. Sorglos, weil man davon ausgeht, dass die Zukunft letztlich Gutes bringen wird. Unbeeinträchtigt von Unvernunft, weil man Gedanken an die Zukunft nicht verdrängen muss. Die Zukunft bringt nur dann letztlich Gutes, wenn der Tod besiegt wird. Der Tod ist nicht der mächtigste Herrscher, sondern die Hoffnung, die über den Tod hinausgeht. Die Hoffnung auf ewiges Leben. Sie befreit davon, den Anweisungen des Todes gehorchen zu müssen. Diese Hoffnung ist in Jesus Christus, der den Tod bei seiner Auferstehung besiegt hat und diesen Sieg jedem anbietet, der an ihn glaubt.
Es ist bemerkenswert, wie man in der Bibel mit Personen wie Paulus konfrontiert ist. Sein Handeln legt nahe, dass ihn die Anweisungen des Todes nicht mehr interessieren. Als er von Jesus Auferstehung in verschiedenen Städten erzählt, wird er teilweise geschlagen, gesteinigt und halbtot aus der Stadt geschleift[51]. Trotzdem geht er weiter und hält die Botschaft von Jesus unbeirrt hoch. Die Begebenheiten lesen sich, als habe der Tod, dieser Herrscher, der die größten Denker bezwungen hat, keine Macht über Paulus. In einem Brief schreibt er: “Der Tod wurde vom Sieg verschlungen. Tod, wo ist dein Sieg? Tod, wo ist dein Stachel?”[52] Wie kann ein Mensch zu so einer Aussage kommen? Er sagt es nicht ängstlich, als ob er sich den Sieg über den Tod nur wünschen würde. Er sagt es nicht zynisch spottend, was die Hilflosigkeit nur noch verdeutlichen würde. Stattdessen sagt er es froh. Er jubelt, weil er glaubt, dass Gott, der Jesus von den Toten auferweckt hat, auch ihn auferwecken wird.
Gott vertröstet nicht nur auf das Leben nach dem Tod, sondern durch die Erwartung des Himmels wertet er das Diesseits auf. Diese Erwartung ist daran gekoppelt, ob die Kreuzigung und Auferstehung von Jesus als tatsächliche Begebenheit in Raum und Zeit passiert ist. Durch die Auferstehung sagt Gott: “Ich werde dich nach dem Tod wieder aufwecken.” Durch die Kreuzigung sagt Gott: “Und ich werde dich nicht bestrafen.” Durch die zugesicherte Hoffnung auf das ewige Leben verhilft Gott uns zu mehr Liebe und weniger Egoismus, anstatt nur mehr Liebe und weniger Egoismus zu fordern. Philosophen, Humanisten, Agnostiker und Atheisten können nur appellieren: “Liebt mehr. Seid weniger egoistisch.” Doch niemand kann die Kraftlosigkeit solcher in der Luft hängenden Appelle angesichts der Realität unserer Welt leugnen. Egoismus ist ein zu mächtiger Herrscher, als dass er sich von Appellen bezwingen ließe. Der Christ dagegen wird vom Egoismus befreit, indem er u.a. von Gott das höchste und schönste Ziel, nämlich die Ewigkeit im Himmel, schon bekommen hat. Der Glaube an Jesus schafft also andere Rahmenbedingungen, die faktisch für mehr Liebe sorgen, anstatt nur zu mehr Liebe auffordern.
Daniel