Vergessliche Menschheit

Jeden Herbst wenn in der Karibik die Stürme toben, jede Monsunzeit, wenn in Asien weite Landstriche unter Wasser stehen, wecken die Medien Angst vor zunehmenden Umweltkatastrophen. Schnell werden diese Meldungen politisch instrumentalisiert. Die mit dramatischen Schlagzeilen geweckten Ängste sollen dazu bereit machen, schmerzhafte und oft auch ideologisch gefärbte Forderungen durchzusetzen. Momentan ist bei jedem Sturm, jeder Überschwemmung und jedem Erdbeben zu hören: „Die Klimaerwärmung ist schuld.“ Die Story steht immer schon fest, ganz gleich ob ein Sturm tobt, der Regen ausbleibt oder ob ein besonders warmer Sommer zurückliegt. Ausgeklammert werden dann zumeist andere mögliche Ursachen. Selten wird auch daran erinnert, dass Naturkatastrophen zur Menschheitsgeschichte gehören seit sie schriftlich festgehalten wurde.
In einer Art selektiver Wahrnehmung werden gegenwärtige Ereignisse immer wesentlich intensiver wahrgenommen und gewertet als gleiche Geschehnisse der Vergangenheit. Dadurch haben die Menschen jeder Generation den Eindruck, in einer ganz besonders dramatischen oder auch fortschrittlichen Zeit zu leben. Man vergisst eben schnell und überschätzt gewöhnlich seine eigene Epoche.
Christlichen Endzeit- Spekulanten fällt es deshalb leicht, immer wieder neu den Eindruck zu erwecken, die ultimative Krise der Welt stehe unmittelbar bevor und damit die ersehnte Wiederkunft Jesu. Fast immer hat man den Eindruck, gerade in der Gegenwart erlebe man eine große Häufung politischer Krisen, wirtschaftlicher Probleme, kulturellen Verfalls, militärischer Bedrohung usw. – Erst der abwägende Blick in die Vergangenheit hilft dann, wirklich begründete Aussagen machen zu können und nicht immer wieder zu vorschnell in Panik zu geraten.
Am 1.September 1962 erschütterte ein Jahrhundertbeben Persien / Iran. Es war das stärkste Erdbeben, das die Region in den letzten 2500 Jahren erlebte. Selbst in Teheran verließen die Menschen fluchtartig ihre Häuser als das Beben gegen 20.20 Uhr die Erde erschütterte. Obwohl sich das Epizentrum rund 230 km weiter westlich befand wurden auch in der persischen Hauptstadt viele Gebäude schwer beschädigt. 160 Ortschaften wurden weitgehend zerstört. 12 000 Menschen fanden den Tod. Monatelang dauerten die Aufräumarbeiten der leidenden Bevölkerung. Weltweit waren die Völker erschüttert und äußerten ihr Mitgefühl.
Heute sind die erschreckenden Bilder von damals weitgehend vergessen und man fühlt sich schockiert über 112 Tote durch den Wirbelsturm „Irma“ (September 2017). – Dieses Unwetter war durchaus schlimm, aber es ist nicht das Ende der Welt und es ist auch nicht immer bedrohlicher als in vergangenen Jahrzehnten.
„Und der HERR sprach in seinem Herzen: Ich will künftig den Erdboden nicht mehr verfluchen um des Menschen willen, obwohl das Trachten des menschlichen Herzens böse ist von seiner Jugend an; auch will ich künftig nicht mehr alles Lebendige schlagen, wie ich es getan habe. Von nun an soll nicht aufhören Saat und Ernte, Frost und Hitze, Sommer und Winter, Tag und Nacht, solange die Erde besteht!“ (1.Mose 8, 21f.) Michael Kotsch

Las Vegas und die Frage nach dem Bösen

Das Böse ist eine Tatsache. Und das Böse ist eine theologische Kategorie. Die säkulare Weltanschauung kann das Wort nicht mit Stimmigkeit oder Sinn verwenden. Die Anerkennung der Tatsache, daß es das Böse gibt erfordert die Bejahung eines moralischen Urteils und einer moralische Wirklichkeit über dem menschlichen Urteil. Wenn wir nur zufällige Wesen in einem zufälligem Universum sind, kann nichts wirklich böse sein. Das Böse weist auf ein notwendiges moralisches Urteil hin, das von einer moralischen Autorität gemacht wird, die größer ist als wir – eine transzendente und übernatürliche moralische Autorität: Gott.
Hochschulprofessoren erzählen uns, dass der moralische Relativismus eine Generation von Amerikanern hervorgebracht hat, die es ablehnen, irgendetwas böse zu nennen und sogar die Existenz moralischer Tatsachen verleugnen. Justin P. McBrayer, der am Fort Lewis College in Colorado unterrichtet, schrieb in der New York Times dass „viele Studenten im College-Alter nicht an moralische Tatsachen glauben.“
Das ist wirklich beängstigend, aber McBrayer argumentiert, dass, wenn die Schüler auf dem College ankommen, ihnen schon wieder und wieder gesagt wurde, dass es keine moralischen Tatsachen gibt – dass nichts objektiv richtig oder falsch ist.
Nur die christliche Weltanschauung, die in der Bibel basiert, kann erklären, warum moralische Tatsachen existieren und wie wir sie erkennen können. Nur die biblische Weltanschauung erklärt, warum die sündige Menschheit solch schreckliche moralische Ungerechtigkeiten begeht. Die christliche Weltanschauung verspricht auch, dass Gott einen endgültigen Akt des moralischen Urteils herbeiführen wird, der das letzte Wort zu Recht und Unrecht sein wird – als Tatsachen, nicht nur Spekulationen. Das Evangelium Christi weist uns auf die einzige Art der Rettung aus der Tatsache unseres eigenen Bösen und unserer Schuld hin.
Wir fühlen mit den Familien und Gemeinden, die jetzt trauern, und wir beten für sie und für die, die jetzt auch ums Überleben kämpfen.
Es ist sowohl entlarvend als auch beruhigend, dass säkular orientierte Menschen, die mit moralischem Schrecken konfrontiert sind, wie wir es jetzt in Las Vegas sehen, immer noch vom Bösen als einer moralischen Tatsache sprechen können – auch wenn sie weiterhin moralische Tatsachen in den Klassenzimmern und Gerichtssälen leugnen. Niemand kann leugnen, dass der Schrecken in Las Vegas durch eine Handlung zustande kam, die böse war, das pure Böse, das Böse als eine Tatsache.
Ich denke an die Worte des Propheten Jesaja: „Wehe denen, die Böses gut und Gutes böse nennen, die Finsternis zu Licht und Licht zu Finsternis erklären, die Bitteres süß und Süßes bitter nennen!“ [Jesaja 5,20 Schlachter 2000]
#almohler #albertmohler #christianworldview

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 http://www.albertmohler.com/2017/10/03/briefing-10-03-17
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Frieden haben heisst…………….

„Frieden haben heisst sich getragen zu wissen, sich geliebt zu wissen, sich behütet zu wissen, heisst still, ganz still werden können, mit einem Menschen Frieden haben heisst auf seine Treue unerschütterlich bauen können, heisst sich mit ihm eins wissen, sich von ihm vergeben wissen.
Frieden haben heisst eine Heimat haben in der Unruhe der Welt, heisst festen Boden unter den Füssen haben, da mag nun die Welle branden und toben, sie können mir meinen Frieden nicht mehr rauben, mein Friede hat mich frei gemacht von der Welt, stark gemacht gegen die Welt, reif gemacht für die andere Welt. Dass wir aber solchen Frieden mit Gott haben sollen, dass ist seine Sache, die über alles menschliche Begreifen über alle Vernunft geht.“
(Dietrich Bonhoeffer, zitiert aus: Mystik für Christen, ein Jahreslesebuch, Gütersloher Verlag. Lesung zum 19. Sept.)

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Nicht die Angst vor der Verkündigung selbst bietet Anlaß zur Sorge, sondern die Art von Angst.

„Nicht die Angst vor der Verkündigung selbst bietet Anlaß zur Sorge, sondern die Art von Angst. Denn wenn nicht alles trügt, geht es bei uns nicht um eine geistliche Angst und nicht um den Schrecken vor der Übermacht des Verheißenen. Sondern es geht um den Kleinmut des natürlichen homunculus, dessen Terminkalender schon mit anderen Verpflichtungen gefüllt ist und der sich als leere Luftblase davor fürchtet, vollends aufgestochen zu werden und sich in seiner Nichtigkeit zu verraten.“ (Helmut Thielicke)

Ein Gebet für [die Kanzlerin der Bundesrepublik Deutschland] und alle weltliche Obrigkeit.

O Herr, unser himmlischer Vater, Du erhabener und mächtiger Regent des Weltalls, der Du von Deinem Throne siehest auf Alle, die auf Erden wohnen: Wir bitten Dich von Herzen, blicke in Gnaden herab auf Deine Dienerin, [die Kanzlerin der Bundesrepublik Deutschland] und alle anderen Beamten; und gieb ihnen ein so reiches Maß Deiner Gnade und Deines Heiligen Geistes, auf daß sie allezeit Deinem Willen sich beugen und in Deinen Wegen wandeln. Rüste sie reichlich aus mit himmlischen Gaben; verleihe ihnen in Gesundheit und Segen lange zu leben; und endlich nach dieser Zeit die ewige Freud und Seligkeit; durch Jesum Christum unsern Herrn. Amen.
Aus dem allgemeinen Gebetsbuch der Anglikaner (leicht abgewandelt für unsere Verhältnisse) Alexander Weiss

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Wir werden nicht in einen Binnenraum versetzt

Als die Gerechtfertigten werden wir von der in dieser Welt noch herrschenden Gottlosigkeit geschieden, aber wir werden nicht in einen Binnenraum versetzt, in dem die Geschicke der Welt und der Menschen, die noch in Gottesferne leben, uns gleichgültig sein können.
Rechtfertigungsfrömmigkeit ist somit keine weltabgewandte Jenseitsfrömmigkeit.
Nicht zur Abwendung von der Welt, auch nicht zur Anpassung an die Welt, aber zum Zeugnis, zur Hoffnung und zum Gebet für die Welt ist die Gemeinde Jesu Christi gerufen. Aus: Dogmatik II, Gottes Weg mit dem Menschen (Joest & von Lüpke).

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Der Ruf in die Nachfolge bindet den Menschen an den, der da ruft.

Der Ruf in die Nachfolge bindet den Menschen an den, der da ruft. Nicht eine Christusidee, nicht eine Christologie, nicht ein christozentrisches Gedankensystem, geschweige denn die angeblich christliche Vorstellung eines Vatergottes ruft in die Nachfolge. Wie könnten sie das auch? Sie haben ja kein Wort und keine Stimme! Sie können auch keinen binden. So ist die Nachfolge auch nicht die Übernahme eines Programms, eines Ideals, eines Gesetzes, nicht der Versuch, ein solches zu verwirklichen. Das Gebot der Nachfolge fällt praktisch mit dem Gebot des Glaubens zusammen.
(Kirchliche Dogmatik Bd IV/2 S. 606f. Der Ruf in die Nachfolge Christi)

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Weltuntergang 23.September

Manchmal bekomme ich die Krise, wenn ich höre, wie Christen nicht nur dem Evangelium vertrauen, sondern auch alles mögliche Andere mit derselben Begeisterung glauben. Viele übernehmen weitgehend kritiklos die wildesten Spekulationen und abenteuerlichsten Versprechungen. Gutgläubig folgen sie selbsternannten Spezialisten, Propheten und Heilern. Wenn sich eine Sache nur einigermaßen plausibel anhört oder wenn sie den eigenen Wunschvorstellungen entspricht, dann lassen sich viele Christen auch für vollkommen falsche Idee begeistern. Im Kern war das natürlich schon immer so. Durch die Möglichkeiten der Massenkommunikation können christliche Spekulanten ihre Gedanken heute nur viel schneller und weiter verbreiten.
Wieder einmal lachen die Medien und viele Nichtgläubige über Christen, die für den 23.September 2017 den Untergang der Welt vorhergesagt hatten. Die eigentlichen Gründe für diese Prophetie sind weitgehend uninteressant. Wenn man nur genügend sucht, findet man immer irgendeinen Bibelvers oder eine spezielle Planetenkonstellation, die man für die eigenen Spekulationen heranziehen kann – jedes Jahr neu.
Für den 23.September 2017 sprechen aus Sicht der Weltuntergangs- Propheten ganz verschiedene Gründe:
1. „Eine besondere Rolle nimmt der Planet Jupiter ein, welcher als größter Planet des Sonnensystems auch als Königsplanet bezeichnet wird. Der Planet Jupiter wird sich, ausgehend vom Sternenbild Löwe, vom November 2016 bis zum 23. September 2017 ausschließlich innerhalb des Sternenbildes Virgo aufhalten, sozusagen im Bauch der Jungfrau. Der Planet Jupiter, welcher zu den hellsten Objekten am Nachthimmel zählt, wird sich während diesen 42 Wochen wie ein Baby im Mutterleib hin und her bewegen („sie war schwanger und schrie vor Schmerzen in ihren Geburtswehen“). Bei dieser Planetenkonstellation soll es sich, so wird behauptet, um eine Erfüllung von Offenbarung 12,1-2 handeln: „Dann erschien ein großes Zeichen am Himmel: eine Frau, mit der Sonne bekleidet; der Mond war unter ihren Füßen und ein Kranz von zwölf Sternen auf ihrem Haupt. Sie war schwanger und schrie vor Schmerz in ihren Geburtswehen.“
2. Der 23. September sei der letzter Tag der Menschheit, weil an diesem Tag die letzte Sonnenfinsternis in den USA genau 33 Tage zurück liegt. Jesus sei schließlich 33 Jahre alt geworden, beteuert David Meade, frommer Christ und Autor eines Buches mit dem Titel „Ankunft von Planet X 2017“.
3. Am 23. September soll sich, nach Berechnungen der selbst ernannten Experten, der mysteriöse Planet Nibiru, auch Planet X genannt, in die Erdkugel bohren. Dieses Datum soll auch durch merkwürdige Kornkreise in Großbritannien und durch geheimnisvolle Informationen aus den großen Pyramiden von Gizeh bestätigt worden sein. – Das kleine Problem dabei ist nur: Nibiru existiert gar nicht.
4. Manche verweisen auch auf besondere Jubiläen im Zusammenhang mit der Geschichte des Staates Israel und deuten diese auf einen bevorstehendes Weltende: z.B. im Jahr 2017 (50 Jahre Jerusalem fast ganz in jüdischer Hand) und 2018 (70 Jahre Israel). Außerdem entspräche das Jahr 2017 nach jüdischer Zählung dem Jahr 5777. Diese Zahl wiederum ließe sich aus Prophezeiungen Daniels ableiten. Darüber hinaus sei das dreimalige 7 in dieser Jahreszahl ein Hinweis auf ein besonderes weltgeschichtliches Ereignis, weil 3 und 7 heilige Zahlen der Bibel seien.
Zwischenzeitlich beginnen einige der engagierten Endzeit- Propheten schon wieder zurück zu rudern und sprechen davon, dass die morgige Bundestagswahl vielleicht einen besonderen Umbruch mit sich bringen werde, auf den sich diese kosmischen und biblischen Weissagungen beziehen sollen.
Christen müssen sich immer wieder deutlich von politischen und prophetischen Spekulationen distanzieren. Tun sie das nicht, schaden sie der Glaubwürdigkeit des Wortes Gottes, entwerten biblische Prophetie und machen die christliche Gemeinde vor ihrer Umwelt absolut lächerlich.
Gottes Wort ist wahr in allen seinen Aussagen, auch in seinen prophetischen Äußerungen für die Zukunft. – Von menschlichen Spekulationen, auch wenn sie fromm oder plausibel klingen, kann man das nicht sagen. – Lasst uns davon lernen für die nächsten wilden Prognosen und Prophetien, die mich Sicherheit nicht lange auf sich warten lassen! Michael Kotsch
https://www.facebook.com/michael.kotsch.9/posts/1066753466797764

 

„Ihr Froschretter“ – Wenn Frösche wichtiger sind als Christen im Nahen Osten

Den meisten Deutschen und den meisten deutschen Politikern und Journalisten ist das Retten von Fröschen wichtiger als das Retten von Christen im Nahen Osten, wie Christen im Nahen Osten ironisch feststellen. In der ZEIT hat Evelyn Finger den Klagen von Christen im Nahen Osten Recht gegeben: „Alles ist dem Westen wichtiger als wir“ [Evelyn Finger: Ihr Froschretter! In: DIE ZEIT vom 12. April 2017].
Finger schreibt:
„Am Palmsonntag sagte deshalb der syrisch-orthodoxe Bischof von Mossul, Nicodemus Daoud Matti Sharaf: ‚Der Westen schert sich mehr um Frösche als um uns.‘ Das ist polemisch, aber wahr. Denn die UN, die EU, die Nato haben es versäumt, nach dem Aufstieg der Terrormiliz IS zügig über militärisch gesicherte Schutzzonen zu reden. Bis heute gibt es keine.“
Die Weltweite Evangelische Allianz hat dies – bis hin zum Generalsekretär der UN persönlich – seit Auftreten des IS gefordert. Es gab aber leider noch nicht mal eine nichts sagende, nette Reaktion seitens der UN.
Finger fährt fort:
„Es dauerte viel zu lange, bis die Christen des Nahen Ostens als verfolgte Gruppe anerkannt wurden – selbst von den USA, die 2014 immerhin den Vormarsch des IS auf die Flüchtlingsstadt Erbil stoppten. In Washingtons demokratischen Thinktanks finden viele, Christenverfolgung sei ein Thema für Fox News, also für Rechtsaußen. In Europa haben Kirchenvertreter Angst, als Rechte missverstanden zu werden, wenn sie sich für Christen einsetzen. So ist das Thema tatsächlich bei den Rechten gelandet, die es freudig instrumentalisieren und ihrerseits den Religionskrieg zwischen Christen und Muslimen prophezeien. Ist es wirklich so schwer, über das Drama der Christen zu reden und gleichzeitig klarzumachen, dass verfolgte Sunniten, Schiiten, Aleviten, Atheisten nicht minder schutzwürdig sind?“
Ja, das ist die entscheidende Frage, die sich etwa auch für die meisten Parteien im Bundestag stellt.
Finger schreibt zu Recht:
„Für die Überlebenden der Anschläge klingen Worte der Betroffenheit längst nach Lüge. Sie sagen: Das christliche Europa lässt uns Christen im Stich. Man kann nun aus sicherer Distanz entgegnen, das sogenannte Abendland sei doch bloß eine Fiktion der AfD, und Hilfe speziell für verfolgte Christen sei unchristlich, weil Jesus die Nächstenliebe nicht für seine Anhänger reserviert hat. Die Verfolgten verstehen trotzdem nicht, warum ihre Mitchristen im Westen nicht wenigstens laut für sie streiten.“
Richtig, Deutschland ist kein christlicher Staat, der sich als Schutzmacht von Christen in anderen Ländern versteht. Aber als säkularer Staat darf er auch nicht die Menschenrechtsverletzungen an Christen ignorieren, nur um nicht den Verdacht zu nähren, er könne als christlich (miss-)verstanden werden. Das wäre so, als wenn christliche Feuerwehrmänner und -frauen Angst hätten, Christen das Leben zu retten, weil man das als Parteinahme verstehen könnte.
http://www.thomasschirrmacher.info/theologie/christenverfolgung/ihr-froschretter-wenn-froesche-wichtiger-sind-als-christen-im-nahen-osten

Viele junge Menschen schieben und schieben – die Verantwortung von sich.

„Die dramatischen Veränderungen im Hinblick auf die Ehe und Familie betreffen auch Christen. Auch sie heiraten immer später, scheiden sich öfter und bekommen weniger Kinder. Das ist ein Problem des Erwachsenwerdens und auch ein moralisches Problem, weil es damit einhergeht, dass die biblische Sicht eines Lebens zur Ehre Gottes und Christi verloren geht. Zur biblischen Weltsicht gehört aber, dass der Mensch erwachsen wird und Verantwortung in Ehe und Familie übernimmt. Darauf beruht auch seine Verantwortung in der Gesellschaft.“ – Albert Mohler

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