Fünf Arten, wie Menschen sich selbst anbeten

Timothy Keller erklärte einmal: Wenn dein Gott niemals anderer Meinung ist als du, dann kann es sein, dass du eine idealisierte Version deiner selbst anbetest. Es zeigt sich, dass die Götter, die Menschen in ihrem Kopf entwerfen, ungefähr genauso denken, wie die Menschen selbst. Hier sind fünf Arten, wie sich Menschen ihren eigenen Gott kreieren.
1. Sie lehnen die Existenz Gottes ab.
Menschen verbannen es aus ihrem Denken, dass der eine wahre Gott wirklich existieren könnte, der sie geschaffen hat und der bestimmte Normen auferlegt, die sie einhalten müssen. Die Götter ihrer Vorstellungskraft haben überhaupt keine Probleme mit ihren persönlichen Glaubensüberzeugungen und Handlungen. So zu denken ändert nichts an dem wirklichen Gott, aber es wird die gegenwärtige und ewige Beziehung dieser Menschen mit Gott beeinflussen.
2. Sie bestimmen, wie ihre Gottheit zu sein hat.
Menschen geben dem Gott, den sie sich selbst ausdenken, Eigenschaften und Mächte, von denen sie denken, dass er/sie/es sie haben sollte. Sie bestimmen auch, welche Eigenschaften ihr Gott nicht haben sollte, einschließlich des Rechts, irgendetwas von ihnen zu verlangen, das sie nicht tun wollen.
3. Sie entscheiden im Voraus, was nach ihrem Tod passieren sollte.
Viele Menschen entscheiden sich, an ein Leben nach dem Tod zu glauben, das ihrem persönlichen Gefühl von Fairness und Gerechtigkeit entspricht. Wenn sie die biblische Lehre über die Realität der Hölle nicht mögen, entwerfen sie in ihrem Verstand vielleicht eine Ewigkeit, in der jeder in irgendeiner Form von Paradies lebt, außer natürlich die wirklich bösen Menschen.
4. Sie leugnen Beweise für Gott in der Schöpfung und in der Bibel.
Menschen wenden sich von Gottes Offenbarung seiner Selbst in der Schöpfung und in der Bibel ab, und entscheiden sich, alternative Erklärungen zu glauben, wie die Welt und die Menschen entstanden sind. Obwohl die Erde gefüllt ist von zahllosen unterschiedlichen Kreaturen und Stoffen, die alle auf einen obersten Konstrukteur hinweisen, ziehen es viele Menschen vor, die Existenz der Welt dem Zufall zuzuschreiben. Statt die Wahrheitsansprüche, die historische Genauigkeit und die göttliche Inspiration der Bibel zu untersuchen, lehnen sie die Bibel vorschnell als die Schrift von Menschen ab, die eine Mischung aus Wahrheit und Mythos enthielte.
5. Sie weigern sich, sich irgendeiner Autorität unterzuordnen, außer der, der sie sich unterordnen wollen
Um selbstbestimmt zu sein, können Menschen nicht zulassen, dass andere ihnen sagen, was sie zu tun haben. Sie müssen die Kapitäne ihres eigenen Schiffes sein, ohne irgendjemandem rechenschaftspflichtig zu sein, weder Ehepartner, Vorgesetztem, Regierung noch Schöpfer.
Gott will und befiehlt, dass jeder ihn allein anbetet (5Mo 6,13; Lk 4,8). Die Götter unserer Vorstellung haben keine Macht, uns zu lieben oder uns von irgendetwas zu retten, uns selbst eingeschlossen. Trachte danach, den einen wahren Gott zu kennen und zu lieben, der uns in seinem Ebenbild geschaffen und seinen Sohn in die Welt gesandt hat, um uns zu erlösen und zu einer richtigen Beziehung mit ihm wiederherzustellen.
Le Ann Tree ist seit 34 Jahren mit ihren Mann Andy verheiratet und hat vier Kinder. Sie hat vor kurzem ihren dreißigjährigen Traum erfüllt und einen Master of Arts in Theological Studies erworben. Sie mag es, über Gottes rettende Gnade in Christus zu reden, Zeit mit Familie und Freunden zu verbringen und zu boogieboarden, besonders wenn die Sonne scheint und die Wellen sanft sind. Dieser Artikel erschien zuerst bei Core Christianity. Übersetzung und Wiedergabe mit freundlicher Genehmigung.
https://www.evangelium21.net/ressourcen/fuenf-arten-wie-menschen-sich-selbst-anbeten?fbclid=IwAR3-BQVpiG-94S-GLSdmFxdSkjLab_2gPyX9rzL7wQmTxdejTB81zWl5wFc

 

Vom Ideal der reinen Vernunft

Nie wird das Erkennen so frei, so autoritätslos sein, wie es dem Ideal der reinen Vernunft entspricht, nie wird es aus seinem eigenen Prinzip leben können, sondern es wird die Autorschaft des Wortes Gottes in allen seinen Sätzen und Aussagen an der Stirn tragen, und das Leben, dem dies Erkennen gilt, wird immer verborgen bleiben: „meditatio vitae futurae“ [dt. Meditation über das Leben zu kommen].
Hans-Joachim Iwand (Nachgelassene Werke, Bd. 1, Glauben und Wissen, 1962, S. 21)

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Frieden sieht anders aus

Viele der Beteiligten im Nahostkonflikt sind nicht ernsthaft an einer Lösung der Streitigkeiten interessiert. Bei ihren Geldgebern in Europa und Nordamerika beteuern palästinensische Politiker seit Jahrzehnten ihren Friedenswillen. In Wirklichkeit aber leben sie weit besser mit dem gegenwärtigen Zustand als mit einem wirklichen Frieden, der einen zukünftigen Staat Palästina sehr bald aus einem Weltinteresse verdrängen würde.
Fast alle palästinensischen Spitzenpolitiker sind durch ihren Job superreich geworden und verfügen über volle Auslandskonten; vor allem durch das Geld, das ihnen vom Ausland überwiesen wurde. Statt die immensen Hilfszahlungen in effektive Entwicklungsprojekte zu stecken, werden die Familien von Selbstmordattentätern finanziert, Tunnel zum Waffentransport nach Israel gebaut, Raketen für Terrorangriffe angeschafft und die eigene Großfamilie versorgt.
Wenn man wirklich Frieden wollte, könnte man in den Medien Verständnis für Israel wecken oder zumindest Fake- Meldungen von israelischen Übergriffen klarstellen. Doch genau das Gegenteil passiert: Sehr viel Geld wird investiert, um in der eigenen Bevölkerung den Hass auf Israel zu schüren. Jeden Tag werden im palästinensischen Radio, Fernsehen und Internet wilde Verschwörungstheorien über die „jüdische Weltverschwörung“ verbreitet. In vielen Fällen greift man dabei auf die altbekannten Propagandalügen der Nationalsozialisten zurück und bewirbt sogar Hitlers „Mein Kampf“. So wird es nie zu einem Frieden kommen. Aber wie gesagt, viele palästinensische Verantwortungsträger wollen das auch gar nicht, weil ihr Einkommen und ihre Stellung durch einen latenten Kriegszustand viel angenehmer ist als bei einem wirklichen Frieden.
Auch mache sehr konservative Israeli freuen sich insgeheim über jeden palästinensischen Übergriff, weil das ihre Position zu bestärken scheint, dass Friede mit Arabern nie möglich sein wird und dass harte Maßnahmen gegen Palästinenser so halt notwendig sind. – Allerdings darf man dabei nie vergessen, dass in Israel Meinungsfreiheit herrscht und sich die Bürger viel leichter ein ausgewogenes Bild machen können, wenn sie es denn wollen. In den Palästinensergebieten wird die Opposition zumeist schnell unterdrückt oder derjenige wirtschaftlich ruiniert, der öffentlich äußert, dass die Israeli einen berechtigten Anspruch auf ich Land und auf Frieden haben könnten.
Wahrscheinlich wird es erst dann wirklichen Frieden geben, wenn Gott in dieser Region aktiv eingreift.
„Wünschet Jerusalem Frieden! Es möge wohlgehen denen, die dich lieben! Es möge Friede sein in deinen Mauern und Glück in deinen Palästen! Um meiner Brüder und Freunde willen will ich dir Frieden wünschen.“ (Psalm 122, 6ff.) Michael Kotsch

Der Gottesdienst und die Psalmen

In vielen Kirchen werden sonntäglich oder sogar täglich Psalmen im Wechsel gelesen oder gesungen. Diese Kirchen haben sich einen unermeßlichen Reichtum bewahrt, denn nur im täglichen Gebrauch wächst man in jenes göttliche Gebetbuch hinein. Bei nur gelegentlichem Lesen sind uns diese Gebete zu übermächtig in Gedanken und Kraft, als daß wir uns nicht immer wieder zu leichterer Kost wendeten. Wer aber den Psalter ernstlich und regelmäßig zu beten angefangen hat, der wird den anderen, leichten, eigenen „andächtigen Gebetlein bald Urlaub geben und sagen: ach, es ist nicht der Saft, Kraft, Brunst und Feuer, die ich im Psalter finde, es schmeckt mir zu kalt und zu hart“ (Luther).
Wo wir also in unseren Kirchen die Psalmen nicht mehr beten, da müssen wir den Psalter um so mehr in unsere täglichen Morgen- und Abendandachten aufnehmen, jeden Tag mehrere Psalmen möglichst gemeinsam lesen und beten, damit wir mehrmals im Jahr durch dieses Buch hindurchkommen und immer tiefer eindringen. Wir dürfen dann auch keine Auswahl nach eigenem Gutdünken vornehmen, damit tun wir dem Gebetbuch der Bibel Unehre und meinen besser zu wissen, was wir beten sollen, als Gott selbst. In der alten Kirche war es nichts Ungewöhnliches, „den ganzen David“ auswendig zu können. In einer orientalischen Kirche war dies Voraussetzung für das kirchliche Amt. Der Kirchenvater Hieronymus erzählt, daß man zu seiner Zeit in Feldern und Gärten Psalmen singen hörte. Der Psalter erfüllte das Leben der jungen Christenheit. Wichtiger als dies alles aber ist, daß Jesus mit Worten der Psalmen auf den Lippen am Kreuz gestorben ist.
Dietrich Bonhoeffer (Gemeinsames Leben; Das Gebetbuch der Bibel, Werkausgabe, Bd. 5, S. 115–116

Die Grünen haben bewiesen, dass man eine Nation zu Jüngern machen kann

Es macht mich traurig, in einem Land zu leben, in dem es soweit kommen konnte. Aber als Christ muss ich mir eingestehen, für diesen traurigen Zustand mitverantwortlich zu sein. Gottfried Sommer bringt es mit seiner zugespitzten Aussage auf den Punkt:
„Die Grünen haben bewiesen, dass man eine Nation zu Jüngern machen kann. Der durchschnittliche Deutsche hat eher ein schlechtes Gewissen, wenn er den Müll falsch trennt als wenn er die Ehe bricht. Die Grünen konnten das, weil es die Christen versäumt haben.“

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Aufruf an evangelische Christen

Das Netzwerk Bibel und Bekenntnis hat am 3. November 2018 einstimmig einen Aufruf beschlossen. Hier der Wortlaut:
Aufruf an evangelische Christen
Jesus Christus spricht: „Himmel und Erde werden vergehen; aber meine Worte werden nicht vergehen.“ (Matthäus 24,35) Auf diese Zusage vertrauen wir und wollen dem dreieinigen Gott allein die Ehre geben. Zugleich belasten uns schwere Fehlentscheidungen von Synoden und Kirchenleitungen der evangelischen Kirchen in den letzten Jahren und veranlassen uns erneut, an alle Christen, insbesondere an Gemeindeleitungen, Pfarrer, Pastoren, Verantwortliche in christlichen Werken und Verbänden zu appellieren. In den evangelischen Kirchen werden die Grundlagen des Glaubens zunehmend demontiert.

In Frage gestellt wird insbesondere:

  • die Autorität der Bibel als Wort Gottes und höchste Norm für Glauben, Leben und Lehre,
  • dass Jesus Christus der einzige Weg zum Heil ist und das Evangelium darum allen Menschen verkündet werden muss,
  • dass Gott durch den stellvertretenden Tod Jesu am Kreuz und durch seine Auferweckung die Welt mit sich versöhnt hat und uns bittet, die Versöhnung im Glauben persönlich zu ergreifen,
  • dass zur Offenbarung Gottes die Gottebenbildlichkeit des Menschen und die Polarität und Gemeinschaft von Mann und Frau gehören,
  • dass die Gebote Gottes auch heute die gültigen Maßstäbe für das Leben der Christen und der Gemeinden sind.

Deshalb rufen wir zum Widerspruch und zum mutigen Bekenntnis auf. Wir müssen nicht resignieren. Der Herr Jesus Christus ist für uns am Kreuz gestorben und auferstanden. Er lebt und wirkt. Er wird in Herrlichkeit wiederkommen. Durch ihn allein werden wir aus der Macht der Sünde und der ewigen Verdammnis gerettet und haben Frieden mit Gott. Wir sind nicht allein. Wir können uns in den Gemeinden gegenseitig ermutigen und ermahnen, die Bibel als Wort Gottes anzuerkennen, an dem sich unser Glaube, unser Leben und alle christliche Lehre zu orientieren haben. Aus Liebe und Dankbarkeit folgen wir Jesus Christus nach, leben aus der Vergebung der Sünden und wollen die Gebote Gottes halten.

  1. Wir bitten alle Christen eindringlich: Bekennt euch in Kirche und Gesellschaft dazu, dass die Bibel Gottes Wort ist, völlig zuverlässig und darum Maßstab für Glauben, Leben und Lehre! Vertraut Gottes Zusagen und gehorcht seinen Geboten!
  2. Wir bitten Pfarrer, Pastoren und Gemeindeleitungen eindringlich: Setzt euch dafür ein, dass in den Gemeinden die Autorität der Bibel als Wort Gottes anerkannt wird und dass in den heute kontroversen Fragen biblische Positionen gelehrt werden! Erklärt öffentlich, dass ihr keine Segnung oder Trauung gleichgeschlechtlicher Paare durchführen werdet.
  3. Wir bitten ehrenamtliche und hauptamtliche Leiter von christlichen Verbänden und Werken eindringlich: Bekennt euch durch öffentliche Stellungnahmen zur Autorität der Bibel als Wort Gottes und in den heute kontroversen Fragen zu biblischen Positionen! Nehmt so eure Leitungsaufgabe wahr und gebt nach innen und außen Orientierung!
  4. Wir bitten alle Verantwortlichen in Kirchen, Gemeinden, Gemeinschaften, Verbänden und Werken, die sich zur Autorität der Bibel als Wort Gottes bekennen und in den heute kontroversen Fragen öffentlich biblische Positionen beziehen, eindringlich: Verbindet euch lokal, regional und überregional in geeigneten Organisationsformen, um euch gegenseitig zu unterstützen, die Gemeinden zu stärken und gegenüber Kirchenleitungen sowie in der Gesellschaft gemeinsam Stellung zu beziehen! Fördert die einladende Verkündigung des Evangeliums durch alle Formen der persönlichen und öffentlichen Evangelisation!

Wir wollen uns gegenseitig in der öffentlichen Auseinandersetzung stärken. Zu verschiedenen Zeiten sind öffentliche Stellungnahmen zu unterschiedlichen Themen nötig. Nachdem der Staat und viele Kirchenleitungen gleichgeschlechtliche Partnerschaften als Ehe anerkannt haben, halten wir es heute für notwendig, dass Gemeindeleitungen öffentlich erklären, dass sie gleichgeschlechtliche Partnerschaften trotzdem nicht segnen oder trauen werden, weil sie dem Wort Gottes vertrauen und gehorchen.
Wir schätzen die Freiheit, die wir in unserem Land haben. Wir bitten Gott und arbeiten dafür, dass diese Freiheit erhalten bleibt. Allerdings hat Jesus seinen Nachfolgern nicht versprochen, dass sie ihren Glauben immer unter komfortablen Rahmenbedingungen leben können. Wenn uns die Freiheit nicht mehr zugestanden wird, wollen wir trotzdem Gott mehr gehorchen als den Menschen. (Apostelgeschichte 5,29) Jesus Christus hat uns zugesagt: „Ich bin bei euch alle Tage bis an der Welt Ende“ (Matthäus 28,20). Darauf verlassen wir uns. Soli Deo Gloria!

Aufruf an evangelische Christen

Meine Zuneigung zu Jesus ist wirklich groß

Am 30. Januar 1948, wurde Mohandas Karamchand Gandhi, dem der indische Dichter und Philosoph Rabindranath Tagore den Beinahmen Mahatma (große Seele) gegeben hatte, ermordet. Sein Verhältnis zum Christentum war gleichermaßen geprägt von einer tiefen Jesusverehrung wie auch durchschmerzliche Erfahrungen mit Christen seiner Zeit.
Er schreibt: „…. Meine Zuneigung zu Jesus ist wirklich groß. Seine Lehre, seine Einsicht und sein Opfertod bewegen mich zur Verehrung. Aber ich muß die orthodoxe Lehre, daß Jesus eine Inkarnation Gottes im feststehenden Sinne des Wortes gewesen oder daß er der einzige Sohn Gottes ist, ablehnen. Ich glaube auch nicht an die Lehre von der Übertragbarkeit der überschüssigen Verdienste. Sein Opfertod ist Vorbild und Beispiel für uns. Jeder von uns muß sich um seines Heiles willen kreuzigen lassen. Ich kann die Ausdrücke »Gott Sohn«, »Gott Vater« und »Gott Heiliger Geist« nicht buchstäblich nehmen. Es sind alles bildhafte Ausdrücke. Ebenso wenig kann ich die Einschränkungen gutheißen, die der Bergpredigt gegenüber geltend gemacht werden. Ich finde im Neuen Testament keine Rechtfertigung des Krieges. In meinen Augen ist Jesus einer der größten Propheten und Lehrer, die der Welt je gegeben wurden. Daß ich in der Bibel keinen unfehlbaren Bericht vom Leben Jesu sehe, brauche ich wohl nicht besonders hervorzuheben. Ebenso wenig halte ich jedes Wort im Neuen Testament für ein Wort Gottes.
Die religiösen Ideen sind wie alles andere auf Erden dem Gesetz der Entwicklung unterworfen. Gott allein ist unwandelbar, da aber seine Lehre verkündigt wird durch den unvollkommenen Mittler Mensch, wird sie immer entstellt, mehr oder weniger, je nach der Reinheit des Mittlers. Ich möchte deshalb meine christlichen Freunde herzlich bitten, mich zu nehmen, wie ich nun einmal bin. Ich achte ihren Wunsch, daß ich denken und handeln sollte wie sie selber und lasse ihn gelten, wie ich den gleichen Wunsch achte und gelten lasse, den die Mohammedaner mir gegenüber äußern. Beide Religionen sind für mich so wahr wie meine eigene. Meine eigene aber stillt alle meine inneren Bedürfnisse. Sie bietet mir alles, wessen ich zu meiner inneren Entfaltung bedarf. Sie lehrt mich beten, andere möchten sich zur Fülle ihres Wesens in ihrer eigenen Religion entfalten, nicht aber, andere möchten glauben, was ich selber glaube. So bete ich denn für einen Christen, daß er ein besserer Christ, für einen Mohammedaner, daß er ein besserer Mohammedaner werden möge. Ich bin überzeugt, daß Gott dereinst nach dem fragen wird, daß Gott heute schon nach dem fragt, was wir sind, d.h. was wir tun, nicht nach dem Namen, den wir uns beilegen. Bei ihm ist Tun alles, Glauben ohne Tun nichts. Bei ihm ist Tun Glauben und Glauben Tun.
Es ist meine feste Überzeugung, daß das heutige Europa nicht den Geist Gottes oder des Christentums verwirklicht, sondern den Geist Satans. Und Satan hat den größten Erfolg, wo er mit dem Namen Gottes auf den Lippen erscheint. Europa ist heute nur dem Namen nach christlich. In Wirklichkeit betet es den Mammon an. »Es ist leichter, daß ein Kamel durch ein Nadelöhr gehe, denn daß ein Reicher ins Reich Gottes komme.« Das sind in Wirklichkeit die Worte Jesu Christi….“
Enthalten in: Indische Geisteswelt, Band I, Glaube und Weisheit der Hindus . Herausgegeben von Helmuth von Glasenapp (S.280f.) Holle Verlag , Darmstadt
Siehe auch
Wie christlich ist Gandhi?
http://bibelkreis-muenchen.de/?p=140
05.12.2006 – Mohandas Karamchand Gandhi (2.10.1869 – 30.1.1948), später bekannt als Mahatma Gandhi, war der politisch und geistig wichtigste Führer …
https://www.amazon.de/Gandhi-politische-Avatar-Benedikt-Peters/dp/3856662928

 

Revolutionen sind nicht gleich Reformen

 

Die Kommunisten dachten, die Völker durch bewaffnete Revolutionen umwälzen zu können, mussten aber feststellen, dass Revolutionen nicht gleich Reformen sind – so wenig, wie Unkrautjäten dasselbe ist wie Gartenbau. Die Wurzeln der Korruption reichen tiefer als bis zu einzelnen führenden Persönlichkeiten und Regimen.
Durch die Entthronung der Herrscher oder die Zerschlagung eines ‚Systems‘ entsteht selten etwas nachhaltig Gutes. Das Böse wurzelt in unseren Herzen und Gedanken (Markus 7,21). Letzten Endes ist es unser Innenleben – unsere Denkvoraussetzungen und Werte, unsere Weltanschauung, unsere Wünsche, Emotionen und Einstellungen – sowie unsere Beziehungen, die transformiert werden müssen. Die Kommunisten konnten das Utopia nicht erschaffen, das sie sich erhofft hatten, weil verschiedene Glaubenssysteme zu verschiedenen Resultaten führen.““ Das Buch der Mitte Vishal Mangalwadi (S. 290–291)

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Erkenntnistheorie für einen Teenager (Teil I)

Wir befassen uns in diesem und den folgenden Briefen mit der Frage:
Gibt es eine objektive Welt der Dinge da draußen oder gibt es sie nur innerhalb unseres Bewusstseins als mentales Erleben ohne Außenwelt?
Mit unseren Sinnen nehmen wir Gegenstände wahr. Wenn wir einen Gegenstand mit unseren Augen sehen, dann macht er einen Eindruck auf unsere Sehnerven. Wir erhalten eine abstrakte Vorstellung von diesem Gegenstand, die ich im Folgenden „Idee“ nennen werde, und urteilen zugleich, dass es außer uns wirklich einen Gegenstand gibt, der uns die Idee verschafft hat. Es scheint uns völlig selbstverständlich, dass alle Objekte, die wir sinnlich wahrnehmen, eine natürliche oder reale Existenz außerhalb unseres Verstandes haben. Aber untersuchen wir etwas sorgfältiger, was dabei vorgeht.
Nehmen wir als Beispiel den Vollmond am Nachthimmel. Der Mond stellt unseren Sinnen wahrnehmbares Anschauungsmaterial dar. Die Lichtstrahlen fallen ins Auge und erzeugen dort einen Sinnesreiz. Auf der Netzhaut entsteht Bild, das dem Mond ähnlich ist. Die Sinnesrezeptoren leiten dieses Material in Form von neuronal-elektrischen Impulsen an unser Gehirn weiter. Daraufhin entsteht im Gehirn die Idee vom Gegenstand Mond. Die Idee „Mond“ nicht die Sache selbst. Verallgemeinert gesprochen: Die Gegenstände unseres Denkens sind nicht die Dinge selber. Dennoch urteilen wir, dass unsere Idee sich auf den Mond in der Welt außerhalb von uns bezieht. Die Ursache hiervon ist aber nichts weiter als ein Nervenreiz an einem bestimmten Ort in unserem Gehirn, wiederum verursacht durch einen Nervenreiz im Auge. Das Gehirn hat keine Kenntnis von den Bildern, die auf der Netzhaut des Auges projiziert sind, und noch weniger von dem Mond selbst, dessen Strahlen diese Bilder hervorgebracht haben. Dennoch urteilt es, dass es in der Außenwelt einen Körper geben muss, nämlich den Mond, der die Idee und das mentale Erleben verursacht hat. Weiterlesen

Freundschaft in der Postmoderne!?

Der Mensch ist ein Gemeinschaftswesen. Nicht nur, dass wir für unser irdisches Überleben auf zahllose andere Menschen angewiesen sind, die uns mit Nahrung, Medizin und Wissen versorgen; wir brauchen Gemeinschaft auch rein seelisch. Menschen, die lange vollkommen allein und zurückgezogen leben werden häufig seltsam oder depressiv. In gewisser Weise hilft es schon, andere Menschen einfach zu sehen oder ihnen im Alltag zu begegnen. Eigentlich aber sucht jeder nach Personen, die sich wirklich für einen interessieren, nach echten Freunden.
Christen haben in dieser Angelegenheit einen doppelten Vorteil. Zum einen wissen sie, dass sie nie wirklich verlassen und allein sind, weil Jesus Christus versprochen hat, immer bei ihnen zu sein. Zum anderen haben sie eine große, weltweite Familie von geistlichen Geschwistern. Und wenn es auch schon einmal Stress in dieser Familie gibt, weil man sich eben doch nicht nur liebt, so gehört man doch irgendwie zusammen. Viele erfahren dass, wenn sie neu an einen Ort ziehen oder wenn sie in einem fremden Land plötzlich auf Glaubensgeschwister stoßen. Ziemlich schnell hat man einen gemeinsamen Draht und versteht sich irgendwie.
In den von der Postmoderne gezeichneten Staaten des Westens hingegen wollen viele Menschen vollkommen ungebunden und individualistisch sein. Gleichzeitig sehnen sich aber auch diese Menschen nach Gemeinschaft, selbst dann, wenn sie offensichtlich künstlich ist.
Seit 2003 werden in den USA über Internet „imaginäre Freundschaften“ angeboten. Je nach Preisklasse bekommt man Mails, SMS, Postkarten, Bilder oder sogar Anrufe seiner „neuen Freundin“. Viele halten dieses Programm für besser, als gar keine Beziehungen zu haben. Für 50 Dollar im Monat bekommt man eine ganze Reihe von elektronischen Nachrichten aufs Handy. Für 14,99 Dollar schickt einem die künstliche Freundin eine Schachtel Pralinen oder Ähnliches nach Hause. Am Ende der Vertragszeit wird man von freundlich gefragt, ob man es denn noch einmal miteinander versuchen soll, oder ob man sich als gute Bekannte voneinander trennt.
Ein japanischer Anbieter offeriert Anrufe und Nachrichten auf dem Smartphone. Meldet man sich bei der virtuellen Freundin aber zu selten oder verweigert man ihr kleine, natürlich kostenpflichtige Geschenke, schweigt sie oder schickt beleidigte Mails.
Diese Angebote sollen nicht nur dem Abonnenten eine persönliche Freundschaft vorgaukeln, sondern auch Kollegen oder Nachbarn, die man gelegentlich einen Blick auf eine der Nachrichten werfen lassen kann.
Über das reale Alter und Geschlecht der imaginären Freunde erfährt der Nutzer natürlich nichts. Das könnte der schönen Illusion ja auch erheblich schaden.
Auch in Deutschland sind sogenannte Single- Tapeten erhältlich, auf der wahlweise ein Mann oder eine Frau sitzt und den Bewohner anlächelt. Es wird damit geworben, dass diese Mitbewohner „jederzeit verfügbar sind, aber kein schmutziges Geschirr herumstehen lassen oder wegen des Fernsehprogramms streiten“. Für 6,99 Dollar kann man in den USA die CD „Amazing Instant Mate“ kaufen. Sobald man nach Hause kommt empfängt einen der Pseudo- Lebensgefährte mit netten Worten wie: „Hallo Schatz, wie war dein Tag?“ oder „Ich bin so froh, dass du wieder da bist.“ Während man den Mantel aufhängt und dass Essen in die Mikrowelle stellt bekommt man zu hören: „Du bist das Beste, was mir jemals passiert ist.“ Oder „Willst du eine Fußmassage?“. Sogar für das Bett kann man ein lebensgroßes Kissen mit verschiedenen Schauspielerporträts kaufen, um sich nachts an ihnen zu kuscheln. Für etwas mehr Geld flüstern sie einem dann vor dem Einschlafen auch noch ein paar nette Worte ins Ohr.
Partnerschaft und Freundschaft wie Gott sie sich denkt kann durch solche Angebote natürlich nicht ersetzt werden. Irgendwie bleibt der Nutzer dabei innerlich leer zurück. Gott kann echte Freunde schenken, die wirklich an einem interessiert sind. Er kann auch helfen die Schwierigkeiten zu bewältigen, die häufig in echten Beziehungen auftreten. Der innigste und vertrauteste Freund für den Gläubigen aber ist Jesus Christus, der jeden Menschen unendlich liebt und ihn besser versteht als er sich selbst. Michae Kotsch