Der Sieg Christi und unser Leben

»Denn darin besteht die Liebe zu Gott, dass wir seine Gebote halten; und seine Gebote sind nicht schwer« (1 Joh 5, 3). Stimmt das? Finden wir für unseren Teil auch, dass seine Gebote nicht schwer sind? Ich muss sagen, dass ich sie jahrelang schwer fand. Viele Jahre lang predigte ich als Pfarrer nie über diesen Vers, weil ich ihn ganz einfach nicht verstand. Ich fand die Gebote Gottes schwer, konnte sie kaum ertragen. Und dann merkte ich eines Tages, als ich mit diesem Problem rang, dass ich immer den unmittelbaren Zusammenhang des Verses außer acht gelassen hatte: »Denn darin besteht die Liebe Gottes, das wir seine Gebote halten; und seine Gebote sind nicht schwer. Denn alles, was aus Gott gezeugt ist, überwindet die Welt.« Glücklicherweise ist das noch nicht das Ende, denn sonst wüssten wir nichts über das »Wie«. »Und das ist der Sieg, der die Welt überwunden hat: unser Glaube.« Aufgrund des vollendeten Werkes Christi ist »der Sieg« ein Leben aus Glauben, Augenblick für Augenblick. Das ist nicht unser Sieg, sondern der Sieg Christi, den er für uns am Kreuz von Golgatha erkauft hat, und den wir Augenblick für Augenblick im Glauben erfassen.

Francis Schaeffer aus dem Buch Geistliche Leben – Was ist das? (Brockhaus, S. 83–84)

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Das Hirn ausschalten, um zu glauben?

Muss man dumm sein, um glauben zu können? Früher hatte ich das Gefühl, dass die Christen einem blinden, unwissenden Glauben folgten. Schriftsteller H. L. Mencken gab meiner Einstellung am besten Ausdruck, als er sagte: „Glauben kann man kurz definieren als die unlogische Überzeugung vom Vorhandensein des Unwahrscheinlichen.“
Kann man nur an Jesus Christus glauben, wenn man den Verstand ausschaltet?
Je mehr ich aber den historisch-biblischen christlichen Glauben studierte, umso deutlicher erkannte ich, dass es sich um einen „intelligenten Glauben“ handelt. Wenn jemand in der Bibel aufgefordert wurde, zu glauben, war damit immer ein wissender Glaube gemeint. Jesus sagte: „Ihr werdet die Wahrheit erkennen, und die Wahrheit wird euch frei machen.“ Weiterlesen

Seien sie nicht leichtgläubig!

Christen neigen dazu, leichtgläubig zu sein. Sie meinen, dass sie alles für wahr halten müssten, da ja die Liebe alles glaubt. Zwei Busfahrer hielten einmal an einem Aussichtspunkt an, damit die Reisenden aussteigen und die Aussicht genießen konnten.Der eine sagte zum anderen: „Meine Fahrgäste sind Christen.“
„Wirklich? Was glauben sie?“
„Sie glauben alles, was ich ihnen erzähle.“
Gott möchte nicht, dass wir unseren Verstand an der Garderobe abgeben, sobald wir Christen werden. Er möchte, dass wir kritisch sind. Wir sollen zwischen gut und böse, zwischen richtig und falsch und zwischen heilig und unheilig unterscheiden. In der Bibel geht es sehr oft um dieses Thema.
„Und sie sollen mein Volk unterweisen, zwischen heilig und nicht heilig zu unterscheiden und sollen es den Unterschied zwischen unrein und rein erkennen lassen“ (Hes 44,23 in Bezug auf 3Mo 10,10).
„Ein natürlicher Mensch aber nimmt nicht an, was des Geistes Gottes ist, denn es ist ihm eine Torheit und er kann es nicht erkennen, weil es geistlich beurteilt wird“ (1Kor 2,14).
„Jedem aber wird die Offenbarung des Geistes zum Nutzen gegeben … einem anderen aber Unterscheidung der Geister“ (1Kor 12,7.10).
„In der Bosheit seid Unmündige, im Verstand aber seid Erwachsene“ (1Kor 14,20).
„Und um dieses bete ich, dass eure Liebe noch mehr und mehr überreich werde in Erkenntnis und aller Einsicht“ (Phil 1,9).
„Prüft aber alles, das Gute haltet fest!“ (1Thess 5,21).
„Geliebte, glaubt nicht jedem Geist, sondern prüft die Geister, ob sie aus Gott sind! Denn viele falsche Propheten sind in die Welt hinausgegangen“ (1Joh 4,1).
Wir müssen lernen, unsere Urteilskraft zu schärfen.
Die Bibel ist die Grundlage vom Unterscheidungsvermögen. „Hin zur Weisung und zur Offenbarung! Wenn sie nicht nach diesem Wort sprechen, dann gibt es für sie keine Morgenröte“ (Jes 8,20).
Wie erkennen Sie eine gebogene Linie? Halten Sie sie neben eine gerade.
Wie bemerken Sie, dass ein Kleidungsstück schmutzig ist? Vergleichen Sie es einfach mit einem sauberen. Weiterlesen

WER ALS SKEPTIKER NICHT AN SEINEM ZWEIFEL ZWEIFELT, IST GEFÄHRLICH!

„Der Skeptiker glaubt, dass jede Behauptung, im Bereich der spirituellen Realität die Wahrheit zu kennen, falsch sein muss. Aber diese Behauptung ist ja selber eine religiöse Glaubensaussage. Sie geht von dem Dogma aus, dass man Gott nicht erkennen kann oder dass Gott nur die Liebe ist, aber niemals zornig, oder dass er eine das Universum durchdringende „Kraft“ ist und nicht eine Person, die in heiligen Schriften zu uns spricht – lauter unbeweisbare Glaubensaussagen. Und dazu glauben die Vertreter dieser These auch noch, dass ihr Weltbild das bessere sei. Sie glauben, dass die Welt ein besserer Ort wäre, wenn die Menschen ihre traditionellen Ansichten über Gott und die Wahrheit aufgeben und dafür ihre Position annehmen würden.
Womit dieses Weltbild selber ein Glaube ist, der beansprucht, der allein wahre zu sein. Wenn alle Weltanschauungen, die behaupten, die einzig wahren zu sein, abzulehnen sind, dann diese ganz gewiss auch. Und wenn es nicht „intolerant“ ist, diese Anschauung zu vertreten, warum soll es dann intolerant sein, sich an eine der traditionellen Religionen zu halten?“ Timothy Keller]

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Wie können wir unsere Feinde lieben?

Zunächst müssen wir zur Vergebung fähig werden. Wer nicht vergeben kann, der kann auch nicht lieben. Wir können nicht mit der Feindesliebe beginnen, wenn wir nicht begreifen, dass wir denen immer wieder vergeben müssen, die uns beleidigen und verfolgen.
Wir müssen auch begreifen, dass Vergebung immer nur von dem ausgehen kann, dem Böses getan wurde. Der Übeltäter kann um Vergebung bitten. Er kann zur Besinnung kommen wie der verlorene Sohn, der reumütig zurückkehrte und sich von ganzem Herzen nach Vergebung sehnte. Aber nur der beleidigte Nachbar, der liebende Vater daheim können die Vergebung gewähren.
Wenn wir vergeben, so bedeutet das nicht, dass wir so tun, als wäre nichts geschehen, oder dass wir eine böse Tat nicht mehr beim Namen nennen. Vielmehr bedeutet es, dass eine böse Tat nicht mehr als Schranke die Beziehungen stört. Vergebung ist ein Katalysator, der die notwendige Atmosphäre für einen neuen Anfang schafft. Vergebung ist das Abnehmen einer Bürde, das Löschen einer Schuld.
Worte wie: „Ich vergebe Dir, aber ich werde nie vergessen, was du mir angetan hast“, können nie das wahre Wesen der Vergebung ausdrücken. Gewiss kann man nicht vergessen, wenn vergessen bedeutet, dass etwas völlig aus dem Gedächtnis verschwunden sein soll. Wenn wir aber vergeben, so vergessen wir in dem Sinne, dass die Missetat kein Hindernis mehr für eine neue Beziehung bildet. Auch: „Ich vergebe dir, aber künftig will ich nichts mehr mit dir zu tun haben“, ist falsch. Vergebung bedeutet Aussöhnung, Wiederzusammenkommen. Niemand kann ohne Vergebung seine Feinde lieben. Der Grad der Vergebungsfähigkeit bestimmt den Grad der Möglichkeit, unsere Feinde zu lieben. Martin Luther King

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Siehe zu, dass deine Gottesfurcht nicht Heuchelei sei

Siehe zu, daß deine Gottesfurcht nicht Heuchelei sei, BWV 179, ist eine Kirchenkantate von Johann Sebastian Bach, geschrieben 1723 in Leipzig für den elften Sonntag nach Trinitatis, den 8. August 1723.

1. Coro
Violino I col Soprano, Violino II coll‘ Alto, Viola col Tenore, Continuo
Siehe zu, dass deine Gottesfurcht nicht Heuchelei sei, und diene Gott nicht mit falschem Herzen!
2. Recitativo T
Continuo
Das heutge Christentum
Ist leider schlecht bestellt:
Die meisten Christen in der Welt
Sind laulichte Laodicäer
Und aufgeblasne Pharisäer,
Die sich von außen fromm bezeigen
Und wie ein Schilf den Kopf zur Erde beugen,
Im Herzen aber steckt ein stolzer Eigenruhm;
Sie gehen zwar in Gottes Haus
Und tun daselbst die äußerlichen Pflichten,
Macht aber dies wohl einen Christen aus?
Nein, Heuchler könnens auch verrichten.
3. Aria T
Oboe I/II, Violino I/II, Viola, Continuo
Falscher Heuchler Ebenbild
Können Sodomsäpfel heißen,
Die mit Unflat angefüllt
Und von außen herrlich gleißen.
Heuchler, die von außen schön,
Können nicht vor Gott bestehn.
4. Recitativo B
Continuo
Wer so von innen wie von außen ist,
Der heißt ein wahrer Christ.
So war der Zöllner in dem Tempel,
Der schlug in Demut an die Brust,
Er legte sich nicht selbst ein heilig Wesen bei;
Und diesen stelle dir,
O Mensch, zum rühmlichen Exempel
In deiner Buße für;
Bist du kein Räuber, Ehebrecher,
Kein ungerechter Ehrenschwächer,
Ach bilde dir doch ja nicht ein,
Du seist deswegen engelrein!
Bekenne Gott in Demut deine Sünden,
So kannst du Gnad und Hilfe finden!
5. Aria S
Oboe da caccia I/II, Continuo
Liebster Gott, erbarme dich,
Lass mir Trost und Gnad erscheinen!
Meine Sünden kränken mich
Als ein Eiter in Gebeinen,
Hilf mir, Jesu, Gottes Lamm,
Ich versink im tiefen Schlamm!
6. Choral
Oboe I/II e Violino I col Soprano, Violino II coll‘ Alto, Viola col Tenore, Continuo
Ich armer Mensch, ich armer Sünder
Steh hier vor Gottes Angesicht.
Ach Gott, ach Gott, verfahr gelinder
Und geh nicht mit mir ins Gericht!
Erbarme dich, erbarme dich,
Gott, mein Erbarmer, über mich!

Nach Käßmann-Kritik: Papst Franziskus tritt zurück!

Die ehemalige Ratsvorsitzende der EKD, Margot Käßmann, hat Papst Franziskus bei den Themen Ehe, Abtreibung und Familie als „engstirnig“ bezeichnet. Wie sie in ihrer Kolumne in der „Bild am Sonntag“ schreibt, ginge es „gar nicht“, dass der Papst die Abtreibung ungeborenen Lebens mit der „Vernichtungswelle der Nationalsozialisten“ gleichsetze.

Papst Franziskus zeigte sich von dieser Kritik tief getroffen. „Frau Käßmann hat Recht. Ich weiß auch nicht, wie ich darauf gekommen bin, als Oberhaupt der Kirche christliche Werte wie den Schutz des Lebens zu verteten. Da ginge natürlich gar nicht.“

Er sei auch unsicher, wie er angesichts eines solch vernichtenden Urteils einer Frau ohne jedes Amt seine eigenes noch weiterführen solle. Er werde daher als baldmöglichst sein Pontifikat niederlegen, um einem weniger engstirnigen Nachfolger Platz zu machen.
Nach Käßmann-Kritik: Papst Franziskus tritt zurück!

Torwartlegende René Müller war überzeugter Atheist.

Bild könnte enthalten: Text

Heute ist Manuel Neuer in aller Munde. In der DDR war es Jürgen Croy von Sachsenring Zwickau. Mit ihm im Tor konnte sogar eine schwache Mannschaft zumindest auf ein Unentschieden hoffen. Spiele, die dann im Elfmeterschießen entschieden wurden, waren regelmäßig sein Ding. Die entscheidenden Elfer schoss er dann selbst. Selbst Lew Jaschin , Gordon Banks oder Sepp Maier (die berühmtesten Keeper damals) waren nicht so gut wie er! Nach ihm kam lange nichts. Doch dann war da wieder ein großer Hoffnungsträger aus Sachsen, der sah ihm auch schon äußerlich sehr ähnlich: R e n é M ü l l e r (geb. am 11.02. 1959 in Leipzig). Er war Mitglied der DDR – Staatspartei, der SED, aber die DDR-Führung mit Sicherheitschef Erich Mielke mochte ihn trotzdem nicht, weil er schon als junger Spieler immer nach der Wahrheit fragte und den Mund aufmachte, wo er Ungerechtigkeiten sah. Vor allem aber war er beim falschen Club: nicht beim Serienmeister BFC Dynamo, sondern eben beim FC Lok Leipzig, der in den Pokalspielen den Lieblingsverein des Stasi-Chefs immer wieder mal alt aussehen ließ. Wegen des frei erfundenen Verdachts, René Müller habe vor, die DDR heimlich zu verlassen, sollte ihm sogar seine ganze Laufbahn kaputt gemacht werden. Bis heute weiß René Müller nicht, wieso ihm eigentlich ausgerechnet ein Brief von Manfred Ewald (Vorsitzender des DDR-Sportbundes) die Freiheit und damit auch die Kariere rettete. Dann kam sein größtes Spiel: Im Halbfinale des Europokals der Pokalsieger (soweit kamen nur einmal Magdeburg u. Jena, aber der BFC nie!) kam es nach großem Spiel mit Verlängerung zum Elfmeterschießen gegen die französischen Weltstars von „Girondin Bordaux“. René hielt zwei Elfmeter und trat als letzter Leipziger Schütze selbst an. Ganz entschlossen schoss er „Links ins obere Eck“ und „Tooor!“ – Leipzig stand im Finale und René war als Mannschaftskapitän der DDR – Nationalmannschaft (46 Länderspiele) nicht mehr wegzudiskutieren. Zweimal wurde René Müller Fußballer des Jahres in der DDR: 1986 und 1987. Dann kam die Wende und er wechselte aus Leipzig nach Dresden, wo er sein Traum von der Bundesliga wahrmachen konnte. Inzwischen hatte er gemerkt, dass es im Leben viel Wichtigeres gibt als Fußball. Sein Leben außerhalb des Fußballs war unerfüllt und hohl. Aber mit wem kann man darüber sprechen? Der einzige bekennende Christ in seiner Mannschaft war ausgerechnet ein Schwarzer: Oliver Pagé. Die Gespräche mit ihm rüttelten an sein materialistisches Weltbild, doch sein Herz traf dann ein unerwarteter „Zufall“. Der brasilianische Weltklasse-Verteidiger Jorginho (damals Bayer Leverkusen) schenkte in dieser Zeit vor jedem Spiel jedem Kapitän der gegnerischen Bundesligamannschaften eine B i b e l. „Vielleicht war ich der einzige, der sie dann wirklich gelesen hat.“, vermutete er später. Über die Initiative „Sportler ruft Sportler“ bekam er Kontakt zum ehemaligen Cottbuser Prediger Werner Chmell und ließ sich 1993 taufen. „Ich folge heute, so gut es geht, Jesus nach“, sagte er einmal in einem Interview den NÜRNBERGER NACHRICHTEN. So wagte er es als Trainer in Halle und Leipzig sich gegen einen Teil der Fans zu stellen. Sie hatten nämlich den dunkelhäutigen Stürmer Adebowale Ogundbure rassistisch beleidigt. Müller hielt zu ihm und wurde selbst zur Zielscheibe von Hass und Spott. Aber hatte Jesus nicht gesagt: „Was ihr getan habt einem von diesen meiner geringsten Brüdern, das habt ihr mir getan.“? Darum, meine lieben Nachbarn, lasst uns nicht feige sein, sondern wie manch guter Torhüter von ihm lernen: “Habt Salz in euch und haltet Frieden untereinander“! www.evkirchenkreis-cottbus.de

„Ich bin kein Heiliger“

Was verbindet Silvio Berlusconi, Franz Josef Strauß, Jon Bon Jovi und Angelina Jolie miteinander? Sie alle sagten in einem Interview schon einmal den Satz „Ich bin kein Heiliger“, bzw. „Ich bin keine Heilige“.
Was heißt das eigentlich, „heilig“, was ist damit gemeint? Wer wissen möchte, wie heutzutage in Deutschland über Heiligkeit gedacht wird, braucht sich eigentlich nur die Berichterstattung über den Bundespräsidenten anzuschauen.
An dem Tag, an dem Christian Wulff als Bundespräsident zurücktrat, sagte ein Politiker: „Wir brauchen keinen Heiligen im Schloss Bellevue, sondern einen, der sich an Recht und Gesetz hält.“
Einige Wochen vorher hatte der Bundestagsvizepräsident Wolfgang Thierse schon gesagt: „Man darf von Politikern nicht verlangen, dass sie unfehlbare Menschen, also Heilige sind. Aber man kann und soll von ihnen erwarten, dass sie sich an Regeln und Gesetze halten“.
Von dem ehemaligen Bundespräsidenten Joachim Gauck hörte man immer wieder Stimmen, die die übergroßen, vielleicht sogar übersteigerten Erwartungen an ihn zu mäßigen versuchten. Der ehemalige Politiker Rainer Eppelmann sagte beispielsweise: „Auch die, die politische Verantwortung übernehmen in unserem Land – bis hin zum Bundespräsidenten, sind keine Heiligen, sondern auch nur Menschen mit Fehlern, mit Schwächen, (…). Ich bin sicher, all das hat auch Joachim Gauck.“
Interessant und viel sagend ist, dass verschiedene Medien die Selbstaussage Gaucks „Ich bin kein Supermann, kein fehlerfreier Mensch“, kurz nachdem er als Bundespräsident vorgeschlagen wurde, mit den Worten „Ich bin kein Heiliger“ zusammenfassten.
Es scheint so zu sein: Nach dem alltäglichen Sprachgebrauch – offensichtlich geprägt durch die katholische Tradition der Heiligsprechung – ist Heilig-Sein mehr als sich an Recht und Gesetz halten. Heilig-Sein geht darüber hinaus, es heißt unfehlbar sein, es heißt keine Fehler und Schwächen haben, es heißt ein Supermann sein – und das muss man nicht sein den zitierten Stimmen zufolge, zumindest nicht als Bundespräsident.
„Ich bin nun mal kein Heiliger“, sagen Menschen über sich. „Ihr braucht keine Heiligen zu sein“, sagen Menschen zu anderen Menschen.
Und doch! Ihr solltet es sein! – insofern ihr euch als Christen versteht.
„Ihr sollt heilig sein, denn ich bin heilig“ – so spricht Gott zum Volk Israel im Buch Levitikus. Der 1. Brief des Apostels Petrus wiederholt diese Aussage Gottes. „Ihr sollt heilig sein, denn ich bin heilig.“
Damit ist nun aber nicht gemeint: Ihr sollt fehlerfreie Menschen sein. Da wäre Petrus, oder als der Autor des Briefes, der diesen Namen trägt, wohl der Letzte, dies von Menschen einzufordern: fehlerfreie Supermenschen zu sein. Da weiß er doch selber nur zu gut um seine Fehler – und vor allem um ihre Vergebung bei Gott.
Als Jesus gefangen genommen und die Situation sehr brenzlig wurde, sagte Petrus, dass er Jesus nicht kenne – Jesus, seinen Freund und Meister. Er verleugnete ihn dreimal hintereinander. Aus Angst?
„Die biblischen Autoren bezeichnen die Glaubenden immer wieder mit‚heilig‘. Wobei sie sicher nicht meinen, dass da alles makel- und fehlerlos sei bei den Christen.“
Petrus und alle, Schreiber der Bibel, sind die Letzten, die fehlerfreie Supermenschen einfordern und die Ersten, die wissen, dass Menschen Menschen sind und bleiben, immer auch fehlerhaft, immer auch irgendwie ängstlich, verzagt, träge, egoistisch, hochmütig, aggressiv, starrsinnig und so weiter – und damit dauerhaft auf Gott und sein großes Herz angewiesen, der Einsicht schenkt, und Umkehr, und Vergebung der Sünden.
Aber wie ist Heiligkeit im biblischen Sinne denn zu verstehen? Was sind heilige Christen gemäß der Bibel?
Antwort: Das Wort Heiliger stammt vom griechischen Wort „hagios“ ab, was soviel wie „gottgeweiht, heilig, sakral, fromm“ bedeutet. Es wird meistens in der Mehrzahl benutzt, „Heilige“. „…Herr, ich habe von vielen über diesen Mann gehört, wie viel Böses er deinen Heiligen in Jerusalem getan hat“ (Apostelgeschichte 9:13). „Es geschah aber, als Petrus, indem er überall hindurchzog, auch zu den Heiligen hinabkam, die zu Lydda wohnten“ (Apostelgeschichte 9:32). „…was ich auch in Jerusalem getan habe; und viele der Heiligen habe ich in Gefängnisse eingeschlossen…“ (Apostelgeschichte 26:10). Es gibt nur einen Fall, wo das Wort in der Einzahl benutzt wird, „ Grüßt jeden Heiligen in Christus Jesus!“ (Philipper 4:21). In der Schrift wird das Wort „Heilige“ in der Mehrzahl 67 mal benutzt, wo hingegen die Einzahl nur einmal gebraucht wird. Aber sogar in diesem einen Fall ist die Mehrzahl der Heiligen in Sicht „…jeden Heiligen…“ (Philipper 4:21).
Der Gedanke des Wortes „Heilige“ ist eine Gruppe von Menschen die für den Herrn und Sein Königreich ausgezeichnet sind. Es gibt drei Referenzen, die vom frommen Charakter eines Heiligen berichten; „…damit ihr sie im Herrn aufnehmt, der Heiligen würdig…“ (Römer 16:2). „…zur Ausrüstung der Heiligen für das Werk des Dienstes, für die Erbauung des Leibes Christi…“ (Epheser 4:12). „Unzucht aber und alle Unreinheit oder Habsucht sollen nicht einmal unter euch genannt werden, wie es Heiligen geziemt…“ (Epheser 5:3).
Deshalb sind, biblisch gesprochen, die „Heiligen“ der Leib Christi, Christen, die Gemeinde. Alle Christen werden als Heilige angesehen. Alle Christen sind Heilige…und gleichzeitig dazu berufen, geheiligt zu sein. Im 1. Korintherbrief 1:2 wird es klar ausgedrückt, „ ..an die Gemeinde Gottes, die in Korinth ist, den Geheiligten in Christus Jesus, den berufenen Heiligen…“ Die Wörter „geheiligt“ und „heilig“ kommen vom selben griechischen Stammwort wie das Wort, das üblicherweise als „Heilige“ übersetzt wird. Christen sind Heilige kraft ihrer Verbindung mit Jesus Christus. Christen sollen heilig sein, und in zunehmendem Maße ihrem täglichen Leben ihre Position in Christus anpassen. Dies ist die biblische Beschreibung und Berufung der Heiligen.
 

 

„Was sind heilige Christen gemäß der Bibel?“

Antwort: Das Wort Heiliger stammt vom griechischen Wort „hagios“ ab, was soviel wie „gottgeweiht, heilig, sakral, fromm“ bedeutet. Es wird meistens in der Mehrzahl benutzt, „Heilige“. „…Herr, ich habe von vielen über diesen Mann gehört, wie viel Böses er deinen Heiligen in Jerusalem getan hat“ (Apostelgeschichte 9:13). „Es geschah aber, als Petrus, indem er überall hindurchzog, auch zu den Heiligen hinabkam, die zu Lydda wohnten“ (Apostelgeschichte 9:32). „…was ich auch in Jerusalem getan habe; und viele der Heiligen habe ich in Gefängnisse eingeschlossen…“ (Apostelgeschichte 26:10). Es gibt nur einen Fall, wo das Wort in der Einzahl benutzt wird, „ Grüßt jeden Heiligen in Christus Jesus!“ (Philipper 4:21). In der Schrift wird das Wort „Heilige“ in der Mehrzahl 67 mal benutzt, wo hingegen die Einzahl nur einmal gebraucht wird. Aber sogar in diesem einen Fall ist die Mehrzahl der Heiligen in Sicht „…jeden Heiligen…“ (Philipper 4:21).

Der Gedanke des Wortes „Heilige“ ist eine Gruppe von Menschen die für den Herrn und Sein Königreich ausgezeichnet sind. Es gibt drei Referenzen, die vom frommen Charakter eines Heiligen berichten; „…damit ihr sie im Herrn aufnehmt, der Heiligen würdig…“ (Römer 16:2). „…zur Ausrüstung der Heiligen für das Werk des Dienstes, für die Erbauung des Leibes Christi…“ (Epheser 4:12). „Unzucht aber und alle Unreinheit oder Habsucht sollen nicht einmal unter euch genannt werden, wie es Heiligen geziemt…“ (Epheser 5:3).

Deshalb sind, biblisch gesprochen, die „Heiligen“ der Leib Christi, Christen, die Gemeinde. Alle Christen werden als Heilige angesehen. Alle Christen sind Heilige…und gleichzeitig dazu berufen, geheiligt zu sein. Im 1. Korintherbrief 1:2 wird es klar ausgedrückt, „ ..an die Gemeinde Gottes, die in Korinth ist, den Geheiligten in Christus Jesus, den berufenen Heiligen…“ Die Wörter „geheiligt“ und „heilig“ kommen vom selben griechischen Stammwort wie das Wort, das üblicherweise als „Heilige“ übersetzt wird. Christen sind Heilige kraft ihrer Verbindung mit Jesus Christus. Christen sollen heilig sein, und in zunehmendem Maße ihrem täglichen Leben ihre Position in Christus anpassen. Dies ist die biblische Beschreibung und Berufung der Heiligen.

Wie vergleicht sich die römisch-katholische Auffassung des Begriffs „Heilige“ mit der biblischen Lehre? Nicht sehr gut. In der römisch-katholischen Theologie sind die Heiligen im Himmel. In der Bibel sind die Heiligen auf der Erde. In der römisch-katholischen Lehre wird eine Person nicht heilig, bis sie vom Papst oder einem renommiertem Bischof „seliggesprochen“ oder „heiliggesprochen“ wird. In der Bibel ist jeder ein Heiliger, der Jesus Christus im Glauben angenommen hat. In der römisch-katholischen Praxis werden Heilige geehrt, angebetet, und in einigen Fällen verehrt. In der Bibel werden die Heiligen dazu berufen, nur Gott allein zu ehren, verehren und nur zu Ihm zu beten.
https://www.gotquestions.org/Deutsch/Heilige-Christen.html