Die lebendige Hoffnung

7. Februar 2010

Im ersten Petrusbrief da schreibt Petrus in 1. Petrus 1, 3: „Gepriesen sei der Gott und Vater unseres Herrn Jesus Christus, der nach seiner großen Barmherzigkeit uns wiedergeboren hat zu einer lebendigen Hoffnung durch die Auferstehung Jesu Christi aus den Toten.“. Vor Jahren war ich auch mal auf einer Hütte mit einer Gruppe – bin oft auf Hütten. Hab da schon viele Monate meines Lebens verbracht. Als ich einen Vortrag gehalten habe kam danach auch ein Mitarbeiter der Hütte – da hören auch andere zu, nicht nur unsere Leute. Und da kam einer und hat gesagt: „Find’s nett von dir, dass du diesen Leuten ein bisschen Hoffnung geben möchtest.“. Dann hab ich gesagt: „Weißt du, ich gebe ihnen eigentlich keine Hoffnung, ich gebe ihnen eine Gewissheit.“. Das hat er nicht ganz einordnen können. Hat es als arrogant empfunden, weil: Hoffnung kann ja nicht etwas sicheres sein. Jeder Mensch hat gewisse Hoffnungen. Wir hoffen etwas, das gehört zu uns. Hoffnung tröstet uns, Hoffnung gibt uns die Kraft weiterzumachen. Aber, wenn wir keine Hoffnung haben, die über das Grab hinausreicht, dann müssen wir sehr vorsichtig sein dieses Wort zu gebrauchen. Wir müssen auf jeden Fall unterscheiden zwischen einer zeitlich begrenzten Hoffnung und einer lebendigen Hoffnung. Was ist Hoffnung? Wenn man Leute fragt: „Ich hoffe halt auf ein bisschen besseres Leben. Ich hoffe auf ein besseres Einkommen. Ich hoffe auf einen netten Partner. Ich hoffe auf ein Abenteuer in meinem Leben.“. Und was ist, wenn alle Erwartungen enttäuscht werden? Was ist, wenn das Ende kommt und nichts von dem hat sich in deinem Leben erfüllt? Wo ist da die Hoffnung? Darum gibt es viele Sprichwörter darüber. Ein russisches Sprichwort sagt: „Auf der Wiese der Hoffnung wandern viele Narren.“. Ein deutsches Sprichwort sagt übrigens: „Hoffen und harren macht viele zu Narren.“. Und ein englisches Sprichwort sagt: „Wer auf Hoffnung baut, der tanzt ohne Musik.“. Ein gewisser Alexander Pope hat einmal gesagt: „Gesegnet ist der Mann, der nicht hofft. Denn er kann nie enttäuscht werden.“  Diesen Beitrag weiterlesen »

Johannes 1,19 Und dies ist das Zeugnis des Johannes, als die Juden zu ihm sandten Priester und Leviten von Jerusalem, daß sie ihn fragten: Wer bist du?

1. Februar 2010

Johannes beginnt also wie die Synoptiker, Petrus und Paulus seine Jesusverkündigung mit dem Täufer.
Es ist auffallend, eine Erzählung mit und beginnen zu sehen. Dieser Umstand erklärt sich aus der Beziehung zwischen V.19 und V.15. Der in 1,6-8 und 1,15 begonnene Bericht über das „Zeugnis“ des Johannes setzt sich nun fort.
Wir sahen bereits, dass Johannes ausgesprochen populär ist. Die ungewöhnlichen Umstände seiner Geburt erweckten Interesse und Neugier, wenn nicht sogar Hoffnung (Lukas 1:65-66), und sein öffentlicher Dienst nährte die Flamme der messianischen Hoffnungen Israels: Johannes kommt aus einem Priestergeschlecht; dennoch ist sein Dienst sicherlich unabhängig von der offiziellen Hauptströmung des Judaismus. Früh in der Jugend zieht er sich in die Wüste zurück und lebt dort, bis die Zeit für ihn gekommen ist, sein öffentliches Dienstamt aufzunehmen (Lukas 1:80). Selbst diesen Dienst aber führt er in der Wildnis durch und nicht in Jerusalem oder irgendeiner anderen Stadt (Lukas 3:1-3).
Der Gebrauch des Ausdruckes „die Juden“ der sich bei Johannes sehr häufig findet (70 mal dagegen 5 mal bei Matthäus, Lukas und 6 mal bei Markus), ist bemerkenswert. Er begegnet nicht nur wie in den synoptischen Evangelien (Mt. 2, 2; 27, 11. 29. 37) im Munde von Nichtjuden (4, 9; 18, 33. 35. 39; 19,3. 19, 21.), sondern wird sehr oft auch vom Evangelisten so, wie es nur gegenüber Nichtjuden angebracht ist, für die Leute in Palästina gebraucht, mit denen Jesus zu tun hat (z. B. 3, 1; 7, 11 10, 19; 11, 19ff; 18, 20). So werden die jüdischen Feste, Sitten und Gebräuche als solche der Juden bezeichnet (2,6. 13; 5,1; 6,4; 7,2; 11,55; 19, 40. 42), was sonst nur bei Mk 7, 3 vorkommt. Besonders charakteristisch für Johannes ist aber, daß er die Bezeichnung „die Juden“ in der Regel nicht für das ganze Volk, sondern nur für einen Teil desselben, nämlich für die politischen und religiösen Führer des Volkes, die Hohenpriester und Pharisäer, die erbitterten Feinde Jesu gebraucht (1, 19; 2,18 20; 5, 10 18; 6, 41. 52; 7,1. 8,48.52. 57; 9,18. 22; 10, 31, 33; 11,8; 18, 12. 31. 38; 10, 31. 38). Dabei sind im ersten Teil des Evangeliums die Pharisäer die eigentlichen Träger des Kampfes gegen Jesus (7, 32. 45 -.47)während sie in der Leidensgeschichte hinter den Hohenpriestern zurücktreten (nur 18, 3 genannt). In dieser eigentümlichen Verwendung des Ausdrucks „die Juden“ kommt zum Ausdruck daß Johannes das Volk nicht von den eigentlich Schuldigen, seinen Führern, unterscheidet. Da die große Masse des Volkes sich nicht einer andern Stellung zu Jesus hat bewegen lassen, hat es teil an ihrer Schuld. Der Abstand, der im Evangelium zwischen dem Gottgesandten und dem ihn verwerfenden jüdischen Volke besteht, offenbart sich darin am schärfsten, daß Jesus zu den Juden wie zu Fremden t („euer Gesetz“ 8, 17; 10, 34; aber „unser Gesetz“ im Munde des Nikodemus 7,51; vgl. noch 7, 19, 22; 15, 25).
„Die Juden“, die die Delegation zur Befragung von Johannes dem Täufer aussenden, stellen die religiöse Elite jener Tage dar, Juden in Machtpositionen, die nicht gewillt sind, irgendetwas aufzugeben – weder für Johannes noch für Jesus. Diese Männer kommen nicht selbst zu Johannes, denn damit würden sie ja seine Bedeutung anerkennen. Statt dessen schicken sie eine untergeordnete Delegation aus „Priestern und Leviten“ zu Johannes, tragen diesen genau auf, was sie fragen sollen, und geben Johannes auf diese Weise zu verstehen, dass sie diejenigen an der Macht sind: Sie sind es, die das Amt anderer akkreditieren, sie haben ihrer Ansicht nach an Menschen wie Johannes religiöse Lizenzen zu vergeben, und er darf nur mit ihrer Zustimmung und unter ihrer Autorität handeln. Johannes wird befragt wie einer, der gerade das Priesterseminar beendet hat und nun die Prüfung für die Ordination ablegt.
Priester und Leviten Die Unterteilung in “Priester und Leviten“ zeigt, daß die durch Mose und David eingeführten Einteilungen noch befolgt wurden, mit einem Unterschied. Im AT taten treue Männer die verschiedenen Dienste in der Stiftshütte und im Tempel. aber in neutestamentlicher Zeit war das System eine leere Kopie, wertlos für Gott und für Menschen, wobei ihre Führer Riten und Zeremonien mehr liebten als Gott Daher sag der Herr: “Vergeblich aber verehren sie mich“ (Mt. 15,9).
Die religiösen Führer richteten zwei Hauptfragen an Johannes:
1. Wer war Johannes? Seine Antworten stehen in V.20-23.
2. Warum taufte Johannes? Seine Antworten stehen in V.26.27.31
Doch das Verhör gestaltet sich im folgenden so, daß Johannes Zeuge Gottes ist. Und was er als solcher zu bezeugen hat, hat nichts mit dem zu tun, was „die Juden“ von ihm in Erfahrung bringen wollen.
Die erste Frage der Delegation lautet: „Wer bist du?“ (Vers 19). Keinem in der Delegation scheint das Wort „Messias“ über die Lippen kommen zu wollen. Sie fragen nicht direkt: „Bist du der Messias?“ Aber Johannes weiß, dass das der eigentliche Kern ihrer Frage ist.

Verwendete Literatur
Das Evangelium des Johannes 1.Teil erklärt von Werner de Boor
Frédéric Godet Das Evangelium des Johannes
Brockhaus Kommentar zur Bibel
Das Johannesevangelium Teil 1 Rudolf Schnackenburg Vierte Auflage 1979
Das Neue Testament Deutsch Ulrich Wilckens Das Evangelium nach Johannes NTD Band 4 Regensburger Neues Testament Das Evangelium nach Johannes Übersetzt und erklärt von Alfred Wikenhauser
Bemerkungen Zum Johannesevangelium Thomas Jettel (z.T. nach Herbert Jantzen)
Johannes Das Evangelium des Glaubens Merrill C. Tenney
Multimedia Bibel Lutherbibel 1984
Was die Bibel lehrt Johannes (4)Kommentar-Reihe NEUES TESTAMENT John Heading,
Das Neue Testament Deutsch Band 4 Siegfried Schulz
Das Neue Testament Deutsch Band 4 Herman Strathmann,
http://www.bibelkommentare.de/index.php?page=comment&comment_id=199&structur e_id=336

http://www.soundwords.de/artikel.asp?suchbegriff=&id=295#Joh.%201,10-13

http://bible.org/seriespage/das-zeugnis-des-johannes-johannes-119-37

Was hast Du, das Dein Nachbar nicht hat?

30. Januar 2010

Nichts, wenn das Leben, das Du führst, aus Dir erklärt werden kann. Das Leben, das Dein Nachbar führt, kann aus ihm heraus erklärt werden. Aus seiner Sicht ist der einzige Unterschied: Du bist religiös aber er ist es eben nicht. Das Christsein mag Dein Hobby sein, aber eben nicht seines, und die Art, wie Du lebst, rührt ihn überhaupt nicht. Nichts an Dir lässt ihn aufhorchen, und es gibt nichts Erstrebenswertes in Deinem Leben, wozu er sich nicht auch befähigt fühlt ohne die Unbequemlichkeit, Christ zu werden. Major Ian Thomas

Feindesliebe

23. Januar 2010

Nicht selten ist zu hören, der Gott des Alten Testaments sei ein unbarmherziger, grausamer Gott. Der Gott des Neuen Testaments dagegen ein Gott der Liebe, sogar der Feindesliebe. Dieser Vorwurf kommt nicht nur von ausgesprochenen Atheisten oder erklärten Gegnern des Christentums, nein, auch unter Christen ist diese Meinung zuweilen unterschwellig vorhanden. Man zitiert die Bergpredigt und meint dort zu lesen, daß das Alte Testament durchaus Hass auf Feinde toleriere. Kann das wirklich sein?
Abgeleitet wird dieses Denken aus den Antithesen der Bergpredigt: Töten, Ehebruch, Ehescheidung, Schwören, Wiedervergeltung und Feindesliebe.
Ihr habt gehört, dass gesagt worden ist: Du sollst deinen Nächsten lieben und deinen Feind hassen. Ich aber sage euch: Liebt eure Feinde und betet für die, die euch verfolgen, damit ihr Söhne eures Vaters im Himmel werdet; denn er lässt seine Sonne aufgehen über Bösen und Guten, und er lässt regnen über Gerechte und Ungerechte. Wenn ihr nämlich nur die liebt, die euch lieben, welchen Lohn könnt ihr dafür erwarten? Tun das nicht auch die Zöllner? Und wenn ihr nur eure Brüder grüßt, was tut ihr damit Besonderes? Tun das nicht auch die Heiden? Ihr sollt also vollkommen sein, wie es auch euer himmlischer Vater ist. Mt5,43-48
Christus konfrontiert hier jedoch nicht den alten mit dem neuen Bund, sondern natürliches Denken mit dem göttlichen Gebot, menschliche Gerechtigkeit mit der Gerechtigkeit Gottes. Christus tadelt die Pharisäer und Schriftgelehrten vielmehr dahingehend, daß sie menschliche Überlieferungen – ihre eigene Gerechtigkeit (Röm 10,3) – über die Gebote, das Wort Gottes gestellt haben. Gott ist jedoch derselbe.
Zu definieren wäre zudem der Begriff “Liebe”. Dieser Begriff hat durchaus eine gewisse Bedeutungsbandbreite. Heute und in der westlichen Kultur allgemein, wird darunter zumeist ein romantisches Gefühl verstanden. Die Bibel definiert “Liebe” jedoch etwas völlig anderes:
Meine Kinder, lasst uns nicht lieben mit Worten noch mit der Zunge, sondern mit der Tat und mit der Wahrheit. 1Joh.3,18
Die Liebe ist langmütig und freundlich, die Liebe eifert nicht, die Liebe treibt nicht Mutwillen, sie bläht sich nicht auf, sie verhält sich nicht ungehörig, sie sucht nicht das Ihre, sie lässt sich nicht erbittern, sie rechnet das Böse nicht zu, sie freut sich nicht über die Ungerechtigkeit, sie freut sich aber an der Wahrheit; sie erträgt alles, sie glaubt alles, sie hofft alles, sie duldet alles. 1.Kor13,4-7
Feindesliebe meint demnach keine Gefühle, wie beispielsweise die Zuneigung oder Vertrautheit zu seiner Frau, Familie oder Freunde. Gemeint ist vielmehr eine grundsätzliche Haltung, Einstellung und Verhalten. Wenn wir z.B. mitbekommen, daß ein Feind einen Nachteil oder Schaden erleidet, wir ihn darauf aufmerksam machen sollen, so dass er den Nachteil nicht erleidet. Wenn also ein unbequemer Kollege/Chef/Nachbar beisplw. Geld verliert und wir das mitbekommen, wir ihm das Geld aufheben und geben. Unzählige Beispiele denkbar…
Nie etwas tun, was unseren Feinden schadet, keine Rache üben. Wir sind also keinesfalls primär gefordert Feinde inniglich zu lieben. Feindesliebe bedeutet, das wir ihn dennoch respektieren, weil er ein Geschöpf Gottes ist. Genau diese Fordeung Gottes bestand schon im Alten Testament.
Wenn du das Rind deines Feindes oder seinen Esel umherirrend antriffst, sollst du sie ihm auf jeden Fall zurückbringen. 2Mo23,4
Hungert deinen Feind, so speise ihn mit Brot, dürstet ihn, so tränke ihn mit Wasser, denn du wirst feurige Kohlen auf sein Haupt häufen, und der HERR wird dir’s vergelten. Spr25,21-22
Das meint Feindesliebe. Klar und deutlich geht aus Gottes Wort hervor, das Gottes Verhalten (bis zum Gericht), keinen Unterschied zwischen Gläubigen und Gottlosen macht. Er läßt die Sonne scheinen und es regnen für alle Menschen. Genauso sollen sich Seine Kinder verhalten. “Feindesliebe” üben, vollkommen sein wie Gott vollkommen ist. Wir sollen uns nicht rächen, keine Vergeltung üben, Schaden abwenden, sondern Gutes an jedermann tun.
Darum, solange wir noch Zeit haben, lasst uns Gutes tun an jedermann, allermeist aber an des Glaubens Genossen. Gal 6,10
Schließlich und endlich sollte uns bewußt sein, das Gott uns durch Christus mit sich versöhnt hat, als wir noch Feinde waren!
Denn wenn wir mit Gott versöhnt worden sind durch den Tod seines Sohnes, als wir noch Feinde waren, um wie viel mehr werden wir selig werden durch sein Leben, nachdem wir nun versöhnt sind. Röm5,10

http://www.apologet.de/?p=2307

Frisch gedacht

19. Januar 2010

“Wenn dir der Gedanke kommt, dass alles, was du über Gott gedacht hast, verkehrt ist, und dass es keinen Gott gibt, so gerate darüber nicht in Bestürzung. Es geht vielen so. Glaube aber nicht, dass dein Unglaube daher rühre, dass es keinen Gott gibt. Wenn du nicht mehr an den Gott glauben kannst, an den du früher geglaubt hast, so rührt es daher, dass in deinem Glauben etwas verkehrt war, und du musst dich besser bemühen, zu begreifen, was du Gott nennst. Wenn ein Wilder an seinen hölzernen Gott zu glauben aufhört, heißt das nicht, dass es keinen Gott gibt, sondern nur, dass der wahre Gott nicht aus Holz ist.” – Leo Tolstoi

Prüfsteine wahrer Prophetie

19. Januar 2010

Auch heute noch treten immer mal wieder Menschen mit einem prophetischen Anspruch auf. Wie ist das zu beurteilen? Hier einige Prüfsteine
1. Das Leben des Propheten muss mit dem geoffenbarten Wort übereinstimmen (Mi 3,5; Jer 23,14; 29,21-23). Es muss also zueinander passen. Ein Prediger sozialer Gerechtigkeit kann nicht mit seinem Porsche vorgefahren kommen …
2. Der Aufruf zum Götzendienst ist eine Missachtung des 1. Gebots und von daher Kennzeichen falscher Prophetie (5.Mose 13,1-3). Achtung: Der Götzendienst kann auch sehr gut getarnt daher kommen, z.B. als Wohlstandsevangelium, dass den Reichtum anbetet.
3. “… das Wort existiert nicht” (5.Mose 18,22). Die Botschaft eines Propheten muss mit der Botschaft anderer wahrer Propheten übereinstimmen. Mose galt als der größte Prophet.
4. Erfüllung der Weissagung. (Hilft einem erst hinterher, beglaubigt jedoch fortan den Propheten als “echt”).
“Die Botschaft entscheidet über die Legitimität des Amtes, nicht das Amt über die Legitimität der Botschaft.”
Michakommentar von Manfred Dreytza.

Als Gottes Wort mich zum ersten Mal traf

17. Januar 2010

„Als Gottes Wort mich zum ersten Mal traf, da hat es mich zum Fremdling auf dieser Erde gemacht. Es hat mich in die lange Reihe der Väter des Glaubens gestellt, die als Fremdlinge im verheißenen Land wohnten (Hebr. 11,9). Abraham glaubt dem Ruf, der ihn aus dem Vaterland ins Land der Verheißung gehen heißt, und erwirbt in hohem Alter nach dem Tod Saras ‚als Fremdling und Beisasse’ in diesem Land ein Erbbegräbnis als einzigen Grundbesitz im gelobten Land (1. Mose 23,4) (Dietrich Bonhoeffer, Predigten, KT 159, 430).

Was ist das?

14. Januar 2010

Aweihnachtsmannismus

Atheisten sind langweilige Menschen.

10. Januar 2010

Atheisten sind langweilige Menschen.
Sie schauen in den Spiegel und glauben, was sie sehen.
Andreas Thiel, schweizer Kabarettist

Die verweigerte Taufe von Albert Camus [aktualisiert]

8. Januar 2010

CAmus.jpgVor 50 Jahren starb der Schriftsteller und Philosoph Albert Camus (1913–1960) bei einem Autounfall. Sein Werk ist aktueller denn je und liefert Antworten auf die Fragen unserer Zeit. Der Rheinische Merkur schreibt dazu:

Camus bleibt präsent: Als der linke Antikommunist, der Parteien verabscheute, als Atheist Gott respektierte und die Würde des Einzelnen über politische Interessen stellte, war das genaue Gegenteil eines Fanatikers. Wissbegierde und Ehrlichkeit, Mut und Konsequenz, die Auflehnung gegen ein sich Abfinden, das alles sind Tugenden, die unsere Zeit mehr als nötig hat.

Was kaum jemand weiß und deshalb weniger präsent ist, erzählte mir vor einigen Jahren John Warwick Montgomery (Quelle liegt mir vor):

Ich lernte vor nicht all zu langer Zeit von einem inzwischen pensionierten Pastor einer Kirche in Paris, dass Albert Camus sich dort im Monat seines tragischen Todes bei einem Autounfall taufen lassen wollte. Camus hatte den Bankrott der humanistischen Existenzphilosophie miterlebt und, wie viele andere intelligente Seelen über die Jahrhunderte hinweg, kein Problem damit, den Evangeliums-Narrativen zu vertrauen.

Anmerkung: In einer ersten Ausgabe des Beitrags schrieb ich, dass Camus sich taufen ließ. Das war ein Irrtum. Camus wollte sich kurz vor seinem Unfall taufen lassen. Der Pastor der Kirche, die Camus gelegentlich besuchte, hat die jedoch Taufe verweigert, weil Camus ausdrücklich eine private Taufe wünschte. Mehr dazu in den Kommentaren.

Veröffentlicht von Ron am January 8, 2010 09:29

http://www.theoblog.de/die-taufe-von-albert-camus/6899/