Geistlicher Ehebruch heute

Wenn diejenigen, die behaupten, daß sie Gott gehören, sich von dem Wort Gottes und dem Christus der Geschichte abwenden, dann ist das in Gottes Augen sehr viel schlimmer als der schlimmste Fall von ehelicher Untreue, denn das zerstört die Wirklichkeit des großen, zentralen Braut-Bräutigam-Verhältnisses. Ich habe mich bemüht zu betonen, daß Gott Promiskuität in geschlechtlichen Beziehungen keineswegs auf die leichte Schulter nimmt, aber Abfall vom Glauben — geistlicher Ehebruch — ist viel schlimmer. Und das ist genau das, was der moderne liberale Theologe getan hat. Und was sagen wir dazu? Ich würde meinen, daß wir uns bemühen sollten, die Situation nicht weniger klar zu beurteilen, als Gott das tut. Wenn man sich die liberale Theologie von heute ansieht, so wird deutlich, daß sie den Gott, den es gibt, leugnet. Sie leugnet den göttlichen historischen Christus. Sie leugnet die Bibel als das Wort Gottes in menschlicher Sprache. Sie leugnet den Heilsweg Gottes. Die Liberalen erheben ihre eigenen humanistischen Theorien in eine Stellung, die über dem Wort Gottes, der offenbarten Mitteilung Gottes an den Menschen, gilt. Sie machen sich durch bloße Projektionen ihres Denkens Götter, die keine Götter sein können.
Francis Schaeffer (Die Kirche Jesu Christi, 1981, S. 43–44)

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Alleine leben

Der Mensch ist ein „zoon politikon“, ein Gemeinschaftswesen, wie bereits der antike griechische Philosoph Aristoteles (384-322 v.Chr.) zutreffend feststellte. Ohne Gemeinschaft kann der Mensch kaum vernünftig überleben. In einer vollkommen individualisierten Welt, in der sich jeder selbst für den Nabel der Welt oder den Mittelpunkt des Universums hält, in der jede Werbung einem suggeriert, dass alles nach dem eigenen Willen und für das eigene Wohl zu geschehen habe, da scheint diese gottgewollte Lebensweise des Menschen zu kippen. Die Zahlen sprechen diesbezüglich eine eindeutige Sprache, wie neuste Statistiken belegen.
Einer aktuellen Erhebung entsprechend waren 2018 57 % aller Haushalte in Regensburg Einpersonenhaushalte. Damit nimmt die bayrische Stadt einen absoluten Spitzenplatz ein. Im Bundesdurchschnitt gab es „lediglich“ 38 % Singlehaushalte. Gerade noch in 32 % der Haushalte leben Kinder. Ganz offensichtlich bahnt sich hier eine drastische Veränderung der Gesellschaft an, in der ein auf sich selbst zentrierter, kinderloser Lebensstil zum Topmodell avanciert.
Wirklich glücklich scheint sich der postmoderne Mensch zwischenzeitlich aber weder in Gemeinschaft noch alleine zu fühlen. Auf der einen Seite sucht er nach anderen Menschen, vorzugsweise Gleichgesinnten; besser noch Verehrern oder Followern. Andererseits will sich der selbstzentrierte Mensch nicht wirklich dauerhaft mit anderen Personen abgeben, die ihn schnell nerven oder zu ungewollten Zugeständnissen bezüglich seiner Tagesplanung drängen. Die passende Selbstvermarktung scheint häufig wichtiger als der wirklich interessierte Blick auf den Anderen. Epidemisch breiten sich bei dieser Lebensweise allerdings psychische Erkrankungen, Selbstzweifel, Einsamkeit und eine gern verdrängte Sinnlosigkeit aus.
Christen können hier mit gelingenden Partnerschaften und lebendigen Gemeinden vorbildliche Akzente für gemeinschaftliches Leben setzen, das dem Menschen in seinem von Gott angelegtem Wesen entspricht. Ganz offensichtlich hat Gott den Menschen nicht als isoliertes Einzelwesen, sondern für die Gemeinschaft geschaffen, Gemeinschaft mit ihm und mit anderen Personen.
„Und Gott der HERR sprach: Es ist nicht gut, dass der Mensch allein sei …“ (1Mose 2, 18)
„Denn wie der Leib einer ist und hat doch viele Glieder, alle Glieder des Leibes aber, obwohl sie viele sind, doch ein Leib sind: so auch Christus. Denn wir sind durch einen Geist alle zu einem Leib getauft, wir seien Juden oder Griechen, Sklaven oder Freie, und sind alle mit einem Geist getränkt. Denn auch der Leib ist nicht ein Glied, sondern viele. Wenn nun der Fuß spräche: Ich bin keine Hand, darum gehöre ich nicht zum Leib!, gehört er deshalb etwa nicht zum Leib?“ (1Kor 12, 12-15) Miachel Kotsch

Gemeinde aufbauen, nicht abbauen

Zitat

Ich weiß, daß es in vielen gläubigen Kreisen geradezu eine hysterische Angst vor geistiger und theologischer Klärung gibt. Der Grund liegt sehr häufig darin, daß gewisse Leute, die sich Theologen nennen, die Gemeinde nicht aufgebaut, sondern mit ihren gottlosen Sprüchen abgebaut haben. Von hierher ist zu verstehen, wenn mancher einfach keine Lust und kein Vertrauen mehr zu theologischer Arbeit hat, weil er befürchten muß, daß die Gemeinde nur zerstritten wird. Aber es gilt auch hier der Satz: Der Mißbrauch hebt den guten Gebrauch nicht auf … Holt Euch zu theologischer Arbeit nur solche Männer, die mit Euch beten und Gott loben können und die nachgewiesen haben, daß alle theologische Arbeit in dem Versöhnungsopfer von Golgatha gemessen werden muß, und von denen Ihr wißt, daß sie eine lebendige Ewigkeitshoffnung haben.
Klaus Vollmer, Gemeinde aufbauen, nicht abbauen (Alte Wege – neu entdeckt, 1975, S. 81–82

Der Geist Gottes im Kampf der Geister

In vielen frommen Kreisen wird der Heilige Geist als eine imaginäre, seltsam mit Gefühlen vermischte Größe angesehen. Hier muß wieder Klarheit hineinkommen: Der Geist Gottes trifft auf einen Menschen, um ihm das Geheimnis Christi zu offenbaren und um den Gläubigen, in alle Wahrheit zu leiten’ (Joh. 16, 13). Dies sind geistige Vorgänge. Und es ist eben keine Nebensache, daß unser Herr seine Jünger gelehrt hat und daß er sie beauftragte, alle Welt, zu lehren’, sondern Lehre bedeutet, daß ein Mensch ganz, nach Leib, Seele und Geist unter die Herrschaft Christi kommt. Da wir Menschen aber durch den Geist geadelt sind, setzt Gott auch entscheidend im Geist an.
Verkündigung ist und bleibt darum auch ein Kampf der Geister! Und immer wird es darum gehen, ob der Geist der Selbstherrlichkeit, des Hochmuts und der Selbstgerechtigkeit siegt, oder ob durch die Verkündigung des Wortes Gottes der Geist Gottes über einen Menschen herrschen kann. Und indem er ihn zum Glauben an den gekreuzigten und auferstandenen Herrn bringt, wird er die Führung über das ganze Leben antreten. In diesem Kampf der Geister führt der Geist Gottes jeden in die Auseinandersetzung mit den herrschenden Geistern der Zeit. Klaus Vollmer, Der Geist Gottes im Kampf der Geister (Alte Wege – neu entdeckt, 1975, S. 77–78)

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Oft ist zu hören: Das Gedenken an die sechs Millionen ermordeten Juden werde nach dem Ableben der letzten Zeitzeugen erheblich erschwert.

Oft ist zu hören: Das Gedenken an die sechs Millionen ermordeten Juden werde nach dem Ableben der letzten Zeitzeugen erheblich erschwert. Das ist gedankenloses Geschwafel. Längst sind die Zeitzeugen der altrömischen Republik tot, aber ihre Geschichte können wir ebenso rekonstruieren wie die des römischen Kaiserreichs. Notwendig ist eine Wende in der europäischen Gedenkkultur. Ohne sie wird der dreiköpfige – muslimische, linke und rechte – Antisemitismus immer stärker und Holocaust-Gedenken zur selbst gestellten Falle.
Wer nur nach hinten rechts schaut, übersieht die entgegenkommenden Gefahren. Wer vom muslimischen und vom linken Antisemitismus nicht reden will, sollte auch vom rechten schweigen. Die Gedenkfalle kann keine noch so erschütternde Zeitzeugenrede am «Holocaust-Gedenktag» beseitigen.
https://www.nzz.ch/meinung/wer-immer-nur-rechts-in-den-rueckspiegel-schaut-sieht-die-gefahr-vorne-nicht-rituelles-holocaust-gedenken-kann-auch-zur-falle-werden-ld.1450430

 

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Fromme Spielereien‘ bleiben auf der Strecke

Nachdem geklärt worden war, daß Gemeindeleben immer ein Leben der Gemeinschaft nach Leib, Seele und Geist – also im Ganzen ist -, daß Christus sowohl das äußere als auch das innere Leben gestalten will, mußten viele .intellektuelle’ und andere ‚fromme Spielereien’ auf der Strecke bleiben. Und es mußten auch einige eilfertige Jesushippies und politisch Interessierte begreifen, daß die Nachfolge mehr verlangt, als etwas Gefühl oder lärmende Proteste. Und dann mußten einige, die immer nur Feste feiern wollten, erkennen, daß sie erst einmal nachzudenken hätten! Klaus Vollmer (Alte Wege – neu entdeckt, 1975, S. 60)

Einfach glauben

Christsein allein scheint häufig nicht mehr zu genügen. Mancher fühlt sich schon deshalb minderwertig, weil er sich nicht täglich mit Gott zum Kaffee trifft oder in Blütenblättern eine göttliche Ermutigung auf Suaheli entdeckt.
Seit endlosen Zeiten gibt es Leute, die Christen suggerieren, geistlich auf dem Schlauch zu stehen, an irgendeiner wichtigen Erkenntnis oder der Fülle des Geistes vorbeigegangen zu sein. Zumeist haben die Betreffenden dann auch gleich das passende Rezept, das sie wortgewaltig und mit entsprechender Begeisterung präsentieren.
Solche neuen Konzepte und Ideen sind gewöhnlich durchaus anregend. Echte und scheinbare Defizite des geistlichen Lebens können dadurch ausgemacht werden. Manchmal hilft das dabei, lange eingefahrene Traditionen neu wahrzunehmen und zu überdenken.
Sehr häufig allerdings geht es bei den „durchschlagend“ neuen Sichtweisen oder Praktiken in Wirklichkeit nur um neue Moden, um Macht, Anhänger oder irgendeine bibelfremde Ideologie, die nur ein bisschen auf christlich getrimmt wurde. Wer solcher Werbung folgt, kommt geistlich schon nach kurzer Zeit vom Regen in die Traufe.
Im günstigsten Fall entsteht durch die ständig wechselnden Frömmigkeits- und Theologietrends eine nie endende Aufgabe. Alle Jahre wird dann neu analysiert und umorganisiert. Ständig ist man auf dem Weg zu einer ganz neuen Struktur oder Vision, zumeist aber ohne echtes geistliches Wachstum. Das erinnert dann manchmal an das Motto Mark Twains: „Als wir die Orientierung verloren, verdoppelten wir die Geschwindigkeit!“.
Da werden einem auf dem evangelikalen Markt „todsichere“ Methoden angeboten, um das eigene Erbgut von der Erbsünde zu reinigen, durch Lachkrämpfe die „Freude der Kinder Gottes“ zu erzwingen, mit vorgeblichen Erkenntnissen der Bibelkritik die ärgerlichen Glaubenswahrheiten solange umzuinterpretieren bis sie zum aktuellen Zeitgeist passen oder mit einer Umstrukturierung der spirituellen Dekoration endlich den Zeitgeschmack zu treffen.
In 2000 Jahren christlicher Gemeinde hat sich vor allem eine Strategie bewährt: herzliche Gemeinschaft, aufmerksames Bibellesen, beständiges Beten, liebevolle Diakonie und ausdauernde Evangelisation. In der Geschichte hat sich das immer wieder als äußerst hilfreich erwiesen. Außerdem entspricht es dem Vorbild neutestamentlicher Christen. Wenn die Liebe zu Jesus Christus aus dem Reden und Handeln des Christen strahlt, wird es nicht lange dauern, bis sich Menschen angenommen wissen und für das Evangelium Gottes öffnen. Zumeist kommen suchende Menschen nicht wegen einem topmodernen Gebäude oder moderaten Politikempfehlungen zum Glauben.
Manchmal braucht es Mut und Freiheit einfach zu glauben, ohne beständig auf jeden frommen oder weniger frommen Trend aufspringen zu müssen. Sei einfach Christ und lebe auf die Weise, wie auch schon Titus oder Timotheus es gemacht haben.
So ermahne ich nun, dass man vor allen Dingen tue Bitte, Gebet, Fürbitte und Danksagung für alle Menschen, 2 für die Könige und für alle Obrigkeit, damit wir ein ruhiges und stilles Leben führen können in aller Frömmigkeit und Ehrbarkeit.“ (1.Timotheus 2, 1f.)
„Du aber bleibe bei dem, was du gelernt hast und was dir anvertraut ist; du weißt ja, von wem du gelernt hast und dass du von Kind auf die Heilige Schrift kennst, die dich unterweisen kann zur Seligkeit durch den Glauben an Christus Jesus. Denn alle Schrift, von Gott eingegeben, ist nütze zur Lehre, zur Zurechtweisung, zur Besserung, zur Erziehung in der Gerechtigkeit, dass der Mensch Gottes vollkommen sei, zu allem guten Werk geschickt.“ (2.Timotheus 3, 14-17) Michael Kotsch

Die 10 Gebote der zwischenmenschlichen Beziehungen

1. Gebot: Sprich mit den Menschen. Es gibt nichts sympathischeres als ein fröhliches Grußwort. [ Ein freundliches Wort ist wie Honig: angenehm im Geschmack und gesund für den Körper. Sprüche 16,24]
2. Gebot: Lächle die Menschen an. Um ein verärgertes Gesicht zu machen, benötigt man 72 Muskeln – aber nur 14 um zu lächeln. [ Die Liebe ist langmütig und freundlich, die Liebe eifert nicht, die Liebe treibt nicht Mutwillen, sie bläht sich nicht auf, sie verhält sich nicht ungehörig, sie sucht nicht das Ihre, sie lässt sich nicht erbittern, sie rechnet das Böse nicht zu. 1 Korinther 13, 4-5]
3. Gebot: Sei freundlich und stets hilfsbereit! [Alle Menschen sollen eure Güte und Freundlichkeit erfahren. Der Herr kommt bald! Philipper 4,5 / Niemand suche das Seine, sondern was dem andern dient. 1 Korinther 10:24 ]
4. Gebot: Rufe die Menschen bei ihrem Namen. Die süßeste Musik ist der Klang des eigenen Namens. [ Solange uns noch Zeit bleibt, wollen wir allen Menschen Gutes tun, vor allem aber denen, die mit uns an Jesus Christus glauben. Galater 6,10]
5. Gebot: Sei stets höflich. Sprich und handle so, als ob alles was du tust eine reine Freude ist. [ Die Frucht aber des Geistes ist Liebe, Freude und Frieden; Geduld, Freundlichkeit und Güte; Treue, Nachsicht und Selbstbeherrschung. Ist das bei euch so? Galater 5,22-23a]
6. Gebot: Interessiere dich aufrichtig für deine Mitmenschen. Wenn du es versuchst, können dir alle gefallen. [ Alle eure Dinge lasst in der Liebe geschehen! 1. Korinther 16,14 / Über alles aber zieht an die Liebe, die da ist das Band der Vollkommenheit. Kolosser 3,14]
7. Gebot: Sei großzügig mit Lob und vorsichtig mit Kritik. [ Die brüderliche Liebe untereinander sei herzlich. Einer komme dem andern mit Ehrerbietung zuvor. Römer 12,10 / Lasst kein faules Geschwätz aus eurem Mund gehen, sondern redet, was gut ist, was erbaut und was notwendig ist, damit es Gnade bringe denen, die es hören. Epheser 4,29]
8. Gebot: Nimm Rücksicht auf die Gefühle anderer; es wird geschätzt werden. [ Seid aber untereinander freundlich und herzlich und vergebt einer dem andern, wie auch Gott euch vergeben hat in Christus. Epheser 4,32 / Wer Barmherzigkeit seinem Nächsten verweigert, der gibt die Furcht vor dem Allmächtigen auf. Hiob 6,14]
9. Gebot: Achte die Meinung anderer. Jede Meinungsverschiedenheit hat drei Seiten: deine, die des anderen und die richtige. [ Richtet nicht, damit ihr nicht gerichtet werdet. Matthäus 7,1 / Ich sage euch aber, dass die Menschen Rechenschaft geben müssen am Tage des Gerichts von jedem nichtsnutzigen Wort, das sie reden. Matthäus 12,36 / Lasst uns aber wahrhaftig sein in der Liebe und wachsen in allen Stücken zu dem hin, der das Haupt ist, Christus. Epheser 4, 15]
10. Gebot. Sei bereit, anderen einen Dienst zu erweisen. Das was im Leben am meisten zählt, ist das, was wir für andere tun. [ Seid nicht träge in dem, was ihr tun sollt. Seid brennend im Geist. Dient dem Herrn. Römer 12,11 / Wenn nun ich, euer Herr und Meister, euch die Füße gewaschen habe, so sollt auch ihr euch untereinander die Füße waschen. Johannes 13, 14
Bernhard Beck (evangelisch-lutherisch)
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Mondfinsternis

Wort und Wissens Foto.
Wort und Wissens Foto.
Ein faszinierendes Naturschauspiel: Mondfinsternis vom 21. Januar
Mond- und Sonnenfinsternisse sind relativ selten, weil sich Erd- und Mondbahn nicht genau in einer Ebene befinden. Nur ab und zu stehen Erde, Mond und Sonne bei Neumond oder Vollmond genau genug in einer Ebene. Dann kommt es zu einer Sonnen- oder Mondfinsternis. Der Erdschatten ist mehr als groß genug, um den ganzen Mond abzudunkeln. Bei totalen Sonnenfinsternissen reicht die relative Größe des Mondes meist knapp aus, um die Sonne gerade noch komplett zu bedecken. Im Durchschnitt sind die relativen Größen von Sonne und Mond aus unserer Perspektive fast völlig identisch – nur ein großer Zufall? (Wegen der elliptischen Bahnen schwanken die relativen Größen.)
Die beiden Bilder wurden uns freundlicherweise von Winfried Borlinghaus zur Verfügung gestellt. Wort und Wissen Beitrag.
 

Der Geist ist da!

Ein Christ kann darum niemals entscheiden, ob er an der Gemeinde mitbauen will oder nicht; er kann nur entscheiden, ob er an Christus glauben will oder nicht. Gehört er zu Christus, dann gehört er zur Gemeinde, und er wird befähigt, an der Gemeinde mitzutun! Der Christ wird in die Gemeinde ‚hineingebaut’, ‚und baut die Gemeinde mit auf’. Das ist keine Entscheidung, die ein Christ fällt, sondern diese Entscheidung wurde durch Christus über ihn gefällt. Anders formuliert: Bau der Gemeinde ist Wille unseres Herrn. Die Ströme des Lebens sind längst über die Gemeinde beschlossen, das Leben müssen wir nicht in die Gemeinde tragen, das Leben ist wirklich da, der Heilige Geist ist gegenwärtig, den müssen wir nicht erst machen! Und wenn wir ihn herabflehen, dann nur insofern, als wir beten: „Nun laß uns, Herr, die wir in dieser Geschichte, in dieser Situation leben, auch teilhaben an Deinem Geist, der längst Deiner Gemeinde verheißen ist.“ Es gäbe doch keine Gemeinde, es gäbe doch keinen Glauben, es gäbe doch keinen Trost, es gäbe doch keine Hoffnung, wenn der Geist Gottes nicht jetzt und hier in der Gemeinde herrschen und regieren würde. Es gäbe doch kein Verständnis des Evangeliums, wenn der Geist nicht jetzt unter uns herrschen würde. Klaus Vollmer, Die Gemeinde kennt keine Stars (Alte Wege – neu entdeckt, 1975, S. 44–45)