Christen müssen Buddha mögen!?

Es ist schon erstaunlich, wie dieselben Leute, die noch vor zwei Wochen blasphemische Karikaturen des französischen Satire- Magazins „Charlie Hebdo“ als Ausdruck der Pressefreiheit gefeiert haben jetzt über den Pastor einer Bremer Kirche herfallen, weil der den Islam in seiner Predigt kritisierte.
Gerade linke Journalisten hatten sich vehement für eine massenhafte Verbreitung der Karikaturen eingesetzt, die den Islam und alle Muslime radikal beleidigten. Infolge der Sonderauflage von „Charlie Hebdo“ wurden dann weltweit über hundert Kirchen abgebrannt und zahlreiche Christen ermordet. Kaum einer derer, die das ausgelöst hatten, äußerte später Bedauern über diese Vorfälle. Im Interesse der eigenen Meinungsfreiheit nahm man diese Opfer billigend in Kauf.
Jetzt (29.1.2015) beschweren sich Politiker der Grünen und der Linkspartei in den öffentlich- rechtlichen Medien lautstark über Pastor Olaf Latzel, von der St.-Martini-Kirche in Bremen. Der forderte seine Gemeinde auf, keine Buddha- Statuen aufzustellen und äußerte, Christen und Muslime hätten nicht dasselbe Gottesbild.
Eigentlich sagte der Pfarrer damit lediglich etwas volkstümlich, was in jedem Fachbuch der Religionswissenschaft nachzulesen ist: „Christen glauben gemeinhin an einen dreieinigen Gott. Muslime halten das für eine schlimme Gotteslästerung.“ Das auch auszusprechen sollte eigentlich kein Problem sein. Und wenn Bremer Muslime die blasphemischen Karikaturen von „Charlie Hebdo“ ertragen haben, wird ihnen die Feststellung dessen was sie sowieso schon wissen, wenig Probleme bereiten: Christen und Muslime haben ein grundsätzlich anderes Gottesbild.
Es ist nur wenig glaubwürdig, dass sich Linke und Grüne, die blasphemische Karikaturen über Mohammed und den Islam begrüßen, plötzlich wegen der weit harmloseren Predigt eines lutherischen Pfarrers als Wächter des religiösen Friedens aufspielen.
Wenn man den knappen Zitaten der Presse glauben kann, hat sich der Pfarrer allerdings etwas stark und vielleicht sogar überzogen ausgedrückt. Bei einer engagierten Rede ist das aber wohl keine Seltenheit. Was er konkret ausgesagt hat, sollte für einen von seinem Glauben überzeugten Christen nicht weiter überraschend sein. Knapp ließe sich das auf die Aussage reduzieren: „Christen sind keine Muslime und auch keine Buddhisten, deshalb stellen sie sich keinen Buddha in den Garten und beten nicht in der Moschee.“
Wollen Christen den linken Gesinnungswächtern entsprechen sollten sie zukünftig also regelmäßig blasphemische Mohammed- Karikaturen konsumieren, ohne aber einem Muslim gegenüber anzudeuten, dass sie möglicherweise verschiedene Gottesbilder haben. Außerdem sollten Christen, um ihre Toleranz zu beweisen, gut sichtbar eine Buddha- Statue auf dem Wohnzimmerregal platzieren. Michael Kotsch

Islam und Christentum im Vergleich Wichtige Lehren werden gegenübergestellt

GOTT

Christen und Muslime glauben an Gott, den Muslime “Allah” (“der Gott”) nennen, den Schöpfer des Himmels und der Erde und den Schöpfer jedes einzelnen Menschen. Er allein ist allmächtig und hat seine Geschichte mit den Menschen, sowie seinen Willen in seinem Buch niedergelegt. Am Ende der Zeiten wird er alle Menschen im Gericht zur Verantwortung ziehen.

 

Islam Christentum
1. Allah (“der Gott”) ist zwar der Schöpfer der Welt und jedes einzelnen Menschen, aber er ist transzendent, d. h., von der Schöpfung getrennt. Es gibt keine Brücke zwischen dem Schöpfer und dem Geschöpf. Er wird von Muhammad und allen ihm vorausgegangenen Propheten im Koran bezeugt. (Sure 55,1-78;6,100-101). 1. Gott schuf den Menschen als sein Ebenbild und Gegenüber. Er offenbart sein Wesen in der Schöpfung. Jesus ist die Brücke zwischen Gott und Mensch. Gott wird in der Bibel durch den Heiligen Geist bezeugt (Johannes 1,14-15).
2. Gott hat keine Kinder, und es gibt nichts, was ihm gleich wäre. Jesus ist nicht Gott und darf nicht als Gott verehrt werden. Der Glaube an die Dreieinigkeit ist Vielgötterei. Vielgötterei ist die schlimmste, unvergebbare Sünde im Islam, denn Vielgötterei ist ‘Beigesellung’ eines anderen Wesens neben den Allmächtigen (5,72-73+75; 4,171-172). 2. Gottes einziger Sohn ist Jesus Christus. Jesus kam als Mensch auf die Erde und ist selbst Gott. Vater, Sohn und Heiliger Geist sind ein einziger dreieiniger Gott (Johannes 1,1-2). Neben ihm darf kein anderer Gott verehrt werden (2. Mose 20,1-3).
3. Gott ist nur der Schöpfer, aber weder der Vater seiner Kinder noch der Vater Jesu Christi. Der Koran klagt die Christen an, drei Götter, nämlich Gott, Jesus und Maria anzubeten und damit Vielgötterei zu betreiben. So war die Dreieinigkeit Muhammad vermutlich von Christen seiner Zeit dargelegt worden (9,30-31). 3. Gott ist der Vater Jesu Christi. Wer Gott durch den Geist als Vater anruft, ist sein Kind (Römer 8,1517). Die Dreieinigkeit besteht aus Vater, Sohn und Heiligem Geist. Maria war ein Mensch und hat keinen Anteil an der Dreieinigkeit (Matthäus 28,19).
4. Gott hat immer wieder durch Propheten gesprochen, die stets dieselbe Offenbarung von dem einen allmächtigen Gott und dem drohenden Gericht verkündigten (6,74-90). 4. Der dreieinige Gott hat sich in der Zeit vor Jesu Geburt als Gott und Herr offenbart (1. Mose 6,9ff.). Er sprach durch viele Glaubenszeugen und Propheten und am Ende jener Tage durch seinen Sohn Jesus Christus (Hebräer 1,1-2; Hebräer 11).
5. Gott hat sich im Koran als der ewige, einzige, allmächtige, allwissende und barmherzige Gott offenbart (7,156; 35,15). 5. Der Gott der Bibel hat sich zwar auch als ewig, majestätisch, allwissend und vollkommen offenbart, aber er ist selbst auch Wahrheit, Leben, Licht, Liebe und Gerechtigkeit (2. Mose 15,11; Psalm 147,5; 1. Johannes 4,7-9+16)

 

JESUS CHRISTUS

Sowohl der Koran als auch die Bibel sprechen von Jesus, den Gott zu Israel gesandt hat. Koran und Bibel nennen ihn ‘Christus’. Er wurde von einer Jungfrau Maria geboren und hat in Israel Wunder gewirkt. Er ist in den Himmel aufgefahren und wird am Ende der Tage noch einmal auf die Erde zurückkehren. Ihm werden einige der höchsten Ehrentitel unter allen Gesandten Gottes beigelegt.

Christen und Muslime glauben an Gott, den Muslime “Allah” (“der Gott”) nennen, den Schöpfer des Himmels und der Erde und den Schöpfer jedes einzelnen Menschen. Er allein ist allmächtig und hat seine Geschichte mit den Menschen, sowie seinen Willen in seinem Buch niedergelegt. Am Ende der Zeiten wird er alle Menschen im Gericht zur Verantwortung ziehen.

 

Islam Christentum
1. Der Titel “Christus” (“Messias”) wird im Koran zwar als zusätzlicher Name für Jesus verwendet. Es bleibt jedoch unklar, was Muhammad darunter verstanden hat. Auch die Korankommentatoren vertreten unterschiedliche Ansichten. Jedenfalls hat der Titel “Christus” nicht die biblische Bedeutung des Retters und Gesalbten (3,45). 1. Der Titel “Christus” (“Messias”) bedeutet der mit dem Heiligen Geist “Gesalbte” und vereint die alttestamentlichen Ämter des Priesters, des Propheten und des Königs auf den Sohn Gottes (Lukas 1,26-38; Lukas 3,21-22).
2. Jesus (im Koran: “Isa”) wurde von Gott durch sein Wort (“Sei!”) erschaffen und durch Gottes Macht in Maria versetzt. Er ist jedoch nur ein Mensch (3,59; 5,75; 5,116-117). 2. Jesus wurde vom Heiligen Geist in Maria gezeugt und ist wahrer Mensch und wahrer Gott zugleich (Lukas 1,35).
3. Jesus war nur ein Prophet, wenn auch einer der bedeutendsten Propheten der Geschichte. Er wurde von Maria, der Schwester Moses und Aarons unter einer Palme geboren (19,16-33). Größer als Jesus ist jedoch Muhammad, das “Siegel der Propheten” (33,40; 61,6). Muhammads Kommen wird schon im Alten Testament durch Mose und Jesaja und im Neuen Testament durch Jesus angekündigt (2,67 ff; 7,157). 3. Jesus kam als der im Alten Testament verheißene Erlöser und Retter in die Welt. Er wurde von Maria zur Regierungszeit des Herodes und zur Zeit der Römerherrschaft in Bethlehem in einem Stall geboren. Er ist als Sohn Gottes der höchste Prophet und kündigte das Kommen des Geistes Gottes als Tröster an (Johannes 14,16). Muhammad ist nicht in der Bibel angekündigt und entspricht nicht den biblischen Kriterien für einen Propheten Gottes (Apostelgeschichte 10,43).
4. Jesus wurde nicht gekreuzigt und ist nicht auferstanden. Eine Kreuzigung wäre eine schmachvolle Niederlage für ihn gewesen. Er hätte mit seinem Tod auch keine Erlösung erwirken können. Über sein Ende macht der Koran keine klaren Angaben. Wahrscheinlich entrückte Gott ihn vor seinen Feinden, und ein anderer wurde an seiner Stelle gekreuzigt. Die meisten Muslime glauben, daß Jesus jetzt im Himmel lebt (4,157-158). 4. Jesus starb nach dem Willen seines Vaters am Kreuz, er wurde ins Grab gelegt und stand am dritten Tag von den Toten auf. Er fuhr in den Himmel auf, wo er heute lebt und regiert. Durch seinen Tod errang er den Sieg über die Macht der Sünde und den ewigen Tod und erwirkte stellvertretend Erlösung und Errettung für die Verlorenen, die durch Jesu Tod nun Zugang zum Vater haben (1. Petrus 1,18-19; Epheser 2,18).
5. Jesus war einer der Gesandten Gottes, der Israel vor dem drohenden Gericht warnen sollte. Er tat Wunder, heilte Kranke, erweckte Tote zum Leben und besaß übernatürliches Wissen (3,49; 5,112-114). Jesus wurde von Gott eine Schrift offenbart, das Evangelium (arab. injîl). Dennoch ist Jesus nur einer der Propheten, der von Muhammad als dem letzten Propehten der Geschichte an Bedeutung weit übertroffen wird. Jesu Aufgabe der Verkündigung unterschied sich grundsätztlich nicht von dem Auftrag Muhammads (33,56; 81,19-20). 5. Über Jesus, den Sohn Gottes, der von Gott in die Welt gesandt wurde, um Menschen zu retten und von Schuld zu erlösen, berichtet das Neue Testament, der Schlußpunkt der Schriftoffenbarung Gottes. (Offenbarung 22,18-19). Jesu Wirken war ein beständiger Hinweis auf den himmlischen Vater und eine Einladung zur Errettung aus der verlorenen Welt (Apostelgeschichte 2,40; Philipper 2,95). Nach Erfüllung der Verheißung in Jesus Christus wird kein weiterer Prophet mehr erwartet.

 

SÜNDE, GLAUBE UND VERGEBUNG

Koran und Bibel betonen, daß es Gottes Willen entspricht, an ihn zu glauben und nach seinen Geboten zu leben. Vor Gott müssen sich alle Menschen verantworten. Weil sie Gott aber mißachteten und andere Götter verehrten, hat Gott den Menschen seine Gesandten geschickt, um sie vor seinem drohenden Gericht zu warnen. Diese Gesandten verkündeten Gottes Willen und Gebote. Übertritt ein Mensch diese Gebote und sündigt er, so kann ihm durch Gottes Barmherzigkeit Vergebung geschenkt werden. Für das Ende der Tage sprechen Bibel und Koran von ewiger Strafe und von ewigem Lohn.

 

Islam Christentum
1. Adam sündigte im Paradies, als er die von Gott verbotene Frucht aß. Der Mensch wurde dadurch aber nicht von seinem Schöpfer getrennt und zog auch nicht sein Verhältnis zu seinen Mitmenschen in Mitleidenschaft: Im Islam gibt es keinen eigentlichen Sündenfall und keine Erbsünde. Der Tod ist nicht die Folge der Sünde (2,35-39). 1. Adam übertrat Gottes Gebot im Paradies und brachte damit die Sünde, den Tod und die Trennung von Gott für alle Menschen in die Welt. Versöhnung mit Gott ist nur durch Jesu Tod möglich (2. Korinther 5,18-19; Römer 3,20).
2. Der Mensch ist stets in der Lage, sich zwischen dem Guten und dem Bösen zu entscheiden. Er kann gute Werke tun und durch das Einhalten der Gebote Gottes Gunst erhoffen. Wenn er jedoch gegen seine Gebote verstößt und sündigt, betrifft er ihn damit nicht. Er sündigt in erster Linie gegen sich selbst (7,19-25; 7,23). 2. Der Mensch ist seit dem Sündenfall böse. Er kann von sich aus nichts tun, um vor Gott seine Schuld wieder gut zu machen. Der eigenmächtige Versuch, das Gesetz zu erfüllen, bringt ihn nur noch tiefer in die Sünde hinein. Seine einzelnen Sünden richten sich immer direkt gegen Gott (Römer 3,10-12+20; Psalm 51,6).
3. Glaube bedeutet, Gottes Existenz anzuerkennen, sich ihm zu unterwerfen, ihm Dankbarkeit zu erweisen und zumindest die fünf Säulen des Islam zu befolgen (das Bekenntnis zu Gott, das fünfmal tägliche Gebet, das Fasten, die Almosen und die Pilgerfahrt nach Mekka). Zu den grundlegenden Glaubenslehren gehört außerdem der Glaube an das Prophetentum Muhammads, an das Gericht und das Leben nach dem Tod, an die Engel und die heiligen Bücher der Offenbarung (2,177). 3. Glaube bedeutet, seine eigene Schuld und Verlorenheit einzusehen, Jesu Erlösung für sich anzunehmen und aus der Kraft des Heiligen Geistes nach Gottes Geboten zu leben (Apostelgeschichte 9,1-18). Das Evangelium ist die Frohe Botschaft von der Befreiung aus Sünde, Schuld und Tod. Diese Befreiung schenkt Vergebung und ewiges Leben (Titus 2,12; Römer 8,1; 1. Timotheus 1,16).
4. Der reuige Sünder hofft auf Gottes Vergebung. Der Koran rühmt zwar immer wieder Gottes Barmherzigkeit und Gnade. Im Einzelfall hat der Sünder jedoch keine Gewißheit der Vergebung, ja im gegenwärtigen Leben auch keine Gewißheit, ob er nach seinem Tod ins Paradies eingehen darf. Gott ist zu allmächtig, als daß er auf sein Handeln eindeutig festzulegen wäre. Daher weiß keiner, ob seine guten Taten im Jüngsten Gericht ausreichen werden, um seine schlechten zu überwiegen. Nur die im Kampf für die Sache Gottes Gefallenen (Märtyrer) können den sofortigen Eingang ins Paradies erwarten (7,156; 3,31; 2,154; 47,4-6). 4. Der reuige Sünder weiß, daß Gott ihm Vergebung schenkt, denn Gott hat sich in seinem Wort eindeutig festgelegt (1. Johannes 1,9). Gottes Gerechtigkeit ist unwandelbar, deshalb muß er den Sünder bestrafen. Nur der, der sich auf Jesu Tod als Lösegeld zur Sündenvergebung beruft und Gottes Vergebung annimmt, dem schenkt er Vergebung und die Gewißheit des ewigen Lebens (Joh 1,12; 1. Johannes 3,1). Im Jüngsten Gericht kann ihn einzig seine Berufung auf Jesu Tod, nicht jedoch auf seine Werke retten (Epheser 2,8; Titus 3,5).

 

GOTTES WORT – HEILIGER GEIST

Muslime und Christen glauben, daß Gottes unverfälschtes Wort in seinem Buch niedergeschrieben ist. Es berichtet davon, wie Gott in der Vergangenheit mit Menschen seine Geschichte gemacht hat. Es gibt den Menschen heute Orientierung für ihr Leben und ihren Glauben.

 

Islam Christentum
1. Der Koran ist das reine unverfälschte Wort Gottes; eine getreue Abschrift der himmlischen Uroffenbarung. Die Schriften der Juden und Christen sind dagegen mit der Zeit verfälscht worden. Der Koran korrigiert die Schriften der Juden und Christen (das Alte und Neue Testament) dort, wo sie vom Koran abweichen (2,2; 2,97-98; 43,2-4; 2,83). 1. Die Bibel ist Gottes zuverlässiges Wort. Der Heilige Geist überwachte ihre Niederschrift. Die Bibel wird nicht durch den Koran korrigiert. Sie bleibt in Ewigkeit Gottes gültiges Wort (Offenbarung 22,18). Da der Koran der Bibel an zentralen Punkten widerspricht, kann er nicht gleichzeitig eine Offenbarung Gottes sein.
2. Der Koran ist Muhammad durch Vermittlung des Engels Gabriel direkt von Gott eingegeben worden ohne Beteiligung der Persönlichkeit Muhammads. Damit ist seine Unverfälschtheit garantiert (26,192-194). 2. Die Bibel ist von Gott “eingehaucht”, die Persönlichkeit der verschiedenen Schreiber jedoch nicht ausgeschaltet; sie spiegelt sich deutlich in den einzelnen biblischen Büchern wider (2. Timotheus 3,16; 2. Petrus 3,16).
3. Der Geist Gottes ist keine göttliche Person. Er ist nicht der “Tröster” der die Gläubigen im Gebet vor Gott vertritt, und er wirkt nicht an der Welt. Er deckt keine Sünde auf und bringt auch keine geistlichen Gaben und Früchte hervor. 3. Der Heilige Geist ist göttliche Person und gehört zur Dreieinigkeit. Er geht vom Vater und dem Sohn aus (Johannes 15,26; Galater 4,6). Er ist der von Jesus verheißene “Tröster”, der den Betenden vor Gott vertritt, und er überführt die Welt von Sünde, Gerechtigkeit und Gericht. In den Gläubigen bringt er Geistesgaben und Geistesfrüchte zur Entfaltung (1. Mose 1,26; Johannes 16,7-8; Römer 8,26; Galater 5,22).
4. Der Geist Gottes wirkte mit bei der Offenbarung der Schriften, die auf einzelne Männer herabgesandt wurden (auf Mose die Torah, auf David die Psalmen, auf Jesus das Evangelium und auf Muhammad der Koran) (16,102). Einzelne Personen (wie z. B. Jesus) wurden mit dem Geist gestärkt (2,87; 5,110), er ist aber nicht allen Gläubigen verheißen, um in ihnen zu wirken. 4. Der Heilige Geist wirkte in den Schreibern des Alten und Neuen Testamentes. An Pfingsten wurde er über alles Fleisch ausgegossen. Er überführt Menschen von Sünde und Schuld (Johannes 16,8).

 

Zusammenfassung:

Zwischen Islam und Christentum ergeben sich also oberflächlich betrachtet einige Gemeinsamkeiten in den Aussagen über den Schöpfergott, das Jüngste Gericht, über das ewige Leben und den ewigen Tod. Gestalten aus dem Alten Testament wie Adam, Noah, Abraham, Mose, Hiob, David und Jona begegnen uns im Koran. Selbst Jesus Christus und der Heilige Geist werden dort erwähnt. Jesus Christus wird im Koran sogar als “Wort Gottes”, “Geist Gottes” und “Messias” bezeichnet. Ähnliche Begriffe stehen jedoch nicht immer für gleiche Inhalte. Gerade an der Rolle Jesu Christi treten die wichtigsten Unterschiede zwischen Koran und Bibel zu Tage:

Während Jesus Christus nach biblischem Zeugnis nicht nur ein Prophet war, sondern Gottes einziger Sohn, lehnt der Koran diese Gottessohnschaft ab. Während nach alt und neutestamentlicher Aussage das Leiden und Sterben Jesu am Kreuz notwendig waren, um Erlösung für die unter die Erbsünde Verkauften zu erwirken, lehnt der Koran die Kreuzigung Jesu, aber auch die Erbsünde und Erlösungsbedürftigkeit des Menschen ab. Kreuzigung, Erlösung, Gottessohnschaft und Dreieinigkeit, Eckpfeiler biblischer Dogmatik, sind aus Sicht des Korans Verirrungen des Christentums, ja Gotteslästerung.

Nach dem Koran begehen Christen mit ihrem Glauben an die Dreieinigkeit (die nach dem Koran Vater, Sohn und Maria umfasst) die schlimmste Sünde überhaupt, die Sünde der Vielgötterei. Nach dem Koran gelangen nur diejenigen, die an Mohammed und den Koran als Wahrheit glauben, ins Paradies. Die Wahrheit der Bibel hingegen ist, dass nur diejenigen das ewige Leben erben werden, die an Jesus Christus als Sohn Gottes und sein stellvertretendes Opfer glauben.”

© 2006 Dr. Christine Schirrmacher

Frau Schirrmacher hat in Giessen und Bonn Islamwissenschaften (Arabisch, Persisch, Türkisch), vergleichenden Religionswissenschaft und Geschichte studiert. Sie hat 1991 mit einer Arbeit zur christlich-muslimischen Kontroverse im 19. und 20. Jahrhundert (“Mit den Waffen des Gegners”, Berlin 1992) promoviert. Frau Schirrmacher ist Dozentin für Islamwissenschaft am Martin Bucer Seminar Bonn und Hamburg und wissenschaftliche Leiterin des Instituts für Islamfragen (IfI) der Lausanner Bewegung Deutschland. Darüber hinaus hat sie verschiedene Artikel zum Thema “Islam” veröffentlicht und ist oft zu Studien- und Vortragsreisen in Nord-, West- und Ostafrika, im Nahen und Mittleren Osten unterwegs.

http://www.efg-hohenstaufenstr.de/downloads/texte/islam_christentum_vergleich.html

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Mit dem Herzen hören

Er weckt mich alle Morgen,
er weckt mir selbst das Ohr.
Gott hält sich nicht verborgen,
führt mir den Tag empor.
Dass ich mit seinem Worte begrüß
das neue Licht.
Schon an der Dämmrung Pforte
ist er mir nah und spricht.
Er spricht wie an dem Tage,
da er die Welt erschuf.
Da schweigen Angst und Klage,
nichts gilt mehr als sein Ruf.
Das Wort der ewgen Treue,
die Gott uns Menschen schwört,
erfahre ich aufs Neue so,
wie ein Jünger hört. (Jochen Klepper)

Es ist einfacher, die Menschen zu unterhalten, als sie zu unterweisen

Eine religiöse Mentalität, die von einem Mangel an moralischem Mut charakterisiert ist, beschert uns heute ein schwaches Christentum – intellektuell verarmt, träge, monoton und für viele Personen einfach nur langweilig. Und so etwas wird als der Glaube unserer Vorväter ausgegeben. Löffelweise füttern wir unsere Jugend mit dieser schalen Kost und, um diese schmackhaft zu machen, würzen wir sie mit fleischlichen Vergnügungen, die wir uns von der Welt erhaschen. Es ist einfacher, die Menschen zu unterhalten, als sie zu unterweisen, es ist einfacher, dem degenerierten Geschmack der Allgemeinheit zu folgen, als für sich selbst nachzudenken; auf diese Weise lassen zu viele unserer evangelikalen Leiter ihren Verstand verkümmern, während sie die Massen mit ihren religiösen Kunstgriffen geschickt anziehen.1 A. W. Tozer

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Christlicher Widerstand gegen Hitler

„Euch aber will ich folgendes sagen: ich habe mein ganzes Leben lang, schon in der Schule, gegen einen Geist der Enge und der Gewalt, der Überheblichkeit und der mangelnden Ehrfurcht vor Anderen, der Intoleranz und des Absoluten, erbarmungslos Konsequenten angekämpft, der in dem Deutschen steckt, und der seinen Ausdruck in dem nationalsozialistischen Staat gefunden hat.“
Helmuth James Graf von Moltke, heute vor 70 Jahren hingerichtet in Berlin-Plözensee durch Erhängen

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Nicht, weil ihr mehr wäret als alle anderen Völker, hat sich der HERR euch zugewandt und euch erwählt, denn ihr seid das kleinste unter den Völkern, sondern wegen der Liebe des HERRN zu euch …5. Mose 7, 7 – 8

Das war ja nicht gerade schmeichelhaft für das Volk Israel, was Gott hier sagte. Mit anderen Worten: „Daß ich mich für Euch entschieden habe und Euch erwählt habe aus allen anderen Völkern, das hat nichts mit Euch zun. Im Gegenteil – eigentlich wären alle anderen Nationen dafür bessere Kandidaten als Ihr.“ Das ist ein bißchen so, als würde jemandem der Friedensnobelpreis verliehen mit den Worten: „Sie sind der Mensch, der diese Auszeichnung am wenigsten verdient, aber wir haben uns trotzdem entschieden, sie Ihnen zu geben.“ Das wäre fast eine Beleidigung! Deshalb haben die Juden sich damals, als sie dies hörten, ganz bestimmt auch nicht gerade darüber gefreut.
Aber wenn sie darüber gründlich nachdachten, erkannten sie hoffentlich auch das Erfreuliche, Ermutigende an dieser Botschaft: Der allmächtige Gott, den sie bei ihrer Befreiung aus der Sklaverei in Ägypten und während der jahrzehntelangen Wüstenwanderung auf wunderbare Weise erlebt hatten, der hat sich für sie entschieden. Als das einzige Volk der ganzen Welt hat Er ausgerechnet Abrahams Nachkommen erwählt.
Und noch mehr: Er begründet das damit, daß Er sie liebt. Und das nimmt diesen Worten den unangenehmen Geschmack. Denn das bedeutet ja, daß Israel nichts, aber auch gar nichts dafür tun muß, um von seinem Gott geliebt zu werden. Wir nennen das heute bedingungslose Liebe.
Bedingungslose Liebe – das braucht unsere Seele mehr als alles Andere. Und doch bekommen unendlich viele Menschen das nicht, jedenfalls nicht von ihren Eltern. Viele werden überhaupt nicht geliebt, sondern gleichgültig behandelt oder sogar mißhandelt. Andere Kinder müssen sich die Liebe ihrer Eltern verdienen durch Wohlverhalten oder durch gute Leistungen in der Schule.
Das ist nicht die Art Liebe, mit der Gott uns liebt. Auch für uns, Seine Kinder, gilt im übertragenen Sinn unser Bibelwort: So, wie wir von Natur aus sind, findet Gott an uns nichts, aber auch gar nichts, was uns in Seinen Augen liebenswürdig macht. Dafür aber jede Menge Abstoßendes: die totale Verderbtheit unserer alten Natur, unsere Sündhaftigkeit und unsere Sünden in Gedanken, Worten und Taten. Und dennoch hat Er sich „uns zugewandt“ – so habe ich übersetzt. Das hebräische Wort bedeutet laut einem Ausleger „sich an jemand binden, „an jemandem hängen aus Liebe.“
Warum hat Er das getan? Einzig und allein, weil Er uns liebt. Und warum liebt Er uns? Ich kenne keine Aussage der Bibel, die diese Frage beantwortet. Er hat sich aus Gründen, die Er uns nicht nennt (vielleicht könnten wir sie auch gar nicht verstehen), dazu entschieden, uns zu lieben. Und zwar so sehr, daß Er sogar Seinen geliebten Sohn in den Tod geschickt hat, damit wir nicht im geistlichen Tod der Verlorenheit bleiben müssen.
Wenn Du Dir die Liebe Deiner Eltern auch immer verdienen mußtest, neigst Du vielleicht unbewußt dazu, geistliche Leistungen zu erbringen, damit Dein himmlischer Vater Dich liebhat. Das ist absolut überflüssig und macht Ihn sicherlich traurig. Das ist nämlich, als würde man für ein Geschenk, das man bekommen hat, bezahlen wollen. Das wäre eine Beleidigung des Schenkenden.
Ein anderes Problem ist, daß wir diese Liebe oft nicht spüren. Oder daß Gott in unserem Leben Dinge zuläßt, die uns dazu bringen, an Seiner Liebe zu zweifeln. Wenn Er uns wirklich liebhat, warum hält Er dieses Leiden, diese Ungerechtigkeit, diese Einsamkeit, diese Nöte dann nicht von uns fern?
Diese Frage ist mehr als verständlich, aber alles andere als hilfreich. Hilfreich ist dagegen, unseren Blick von diesen Dingen ab- und dem aus Liebe zu uns am Kreuz leidenden und sterbenden Jesus zuzuwenden. Dort hat Er ein für allemal bewiesen, daß und wie sehr Er uns liebt. Glaubst Du das?
Copyright © 2015 Detlev Fleischhammel Alle Rechte vorbehalten

Char­lie Hebdo und die Iro­nie der To­le­ranz

Über den Autor

Mario Taf­fer­ner ist 24 Jahre alt, stu­diert Se­mi­tis­tik und Alt­ori­en­ta­lis­tik in Mar­burg und ver­bringt seine Frei­zeit gerne mit Els­beth. Er macht sich viele Ge­dan­ken über Dinge, die das Alte Tes­ta­ment be­tref­fen, und liebt die he­bräi­sche Spra­che. Mario liest gern, mag pral­le Som­mer­hit­ze und guten Wein, aber am bes­ten nicht alles gleich­zei­tig.

Jesus Christus schafft die Mitte

Das Wissen von Gott ohne Kenntnis unseres Elends zeugt den Dünkel. Das Wissen unseres Elends ohne Kenntnis von Gott zeugt die Verzweiflung. Das Wissen von Jesus Christus schafft die Mitte, weil wir in ihm sowohl Gott als unser Elend finden. Blaise Pascal

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Vom Reichtum des Evangeliums

Ohne das Evangelium sind wir alle unbrauchbar und nichtig; ohne das Evangelium sind wir keine Christen; ohne das Evangelium ist aller Reichtum Armut, unsere Weisheit Torheit vor Gott, alle menschliche Gerechtigkeit von Gott verdammt. Aber durch die Kenntnis des Evangeliums werden wir Kinder Gottes (Gal 4,6), Brüder Jesu Christi, Mitbürger der Heiligen (Eph 25 2,9), Bürger des Himmelreiches (Phil 3,20), Erben Gottes zusammen mit Jesus Christus (Röm 8,17), durch welchen die Armen reich, die Schwachen mächtig, die Törichten weise, die Sünder gerecht, die Verzweifelten getrost, die Zweifler gewiß und die Unfreien frei gemacht worden sind. Das Evangelium ist das Wort des Lebens und der Wahrheit, die Macht Gottes zum Heil allen Glaubenden (Röm 1,16) und der Schlüssel zur Gotteserkenntnis, der den Gläubigen die Tür zum Himmelreich öffnet, indem es sie von den Sünden freispricht, und es den Ungläubigen verschließt, indem es sie in ihren Sünden festhält (Mt 18,18). Selig sind alle, die es hören und bewahren (Lk 11,28); denn dadurch zeigen sie, daß sie Gottes Kinder sind.
Johannes Calvin 1535 in seiner Vorrede zur Olivetanbibel über die Schönheit und den Reichtum des Evangeliums (Calvin-Studienausgabe, Bd. 1, 1994, S. 49):

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„Wollt ihr auch weggehen?“

Da fragte Jesus die Zwölf: „Wollt ihr auch weggehen?“ Simon Petrus antwortete Ihm: „Herr, zu wem sollten wir gehen? Du hast Worte ewigen Lebens.“ Johannes 6, 67 – 68
Jesus hatte zeitweise sehr viel mehr als die zwölf uns namentlich bekannten Jünger. Das ist doch klar: Wenn jemand durchs Land zieht und alle Kranken heilt, denen er begegnet, dann sind die Leute begeistert und wollen mehr davon sehen. Natürlich erhofften sie sich von Ihm auch (genau wie die zwölf Jünger des engeren Jüngerkreises), daß Er die verhaßten Römer aus dem Land verjagen würde mit Seinen übernatürlichen Kräften.
Aber unser Herr legte keinen Wert auf solche „Fans“. Und deshalb hielt Er eines Tages eine Rede, die sie total vor den Kopf stieß (bitte nachlesen in Johannes 6!). Auch das zeigt Seine Größe. Jeder von uns würde sich geschmeichelt fühlen, wenn viele Menschen von ihm begeistert wären und ihn anhimmeln würden. Aber Jesus wußte, was von solchen Anhängern zu halten ist. Und Er konnte sich bestätigt sehen dadurch, daß sich diese „Jünger“ nach Seiner harten Rede von Ihm abwandten.
Umso dankbarer hätte Er eigentlich sein sollen für die Zwölf, die dennoch bei Ihm blieben. Hätte Er ihnen nicht dafür danken sollen und sie ermutigen sollen, auch weiterhin Ihm die Treue zu halten? Nein – auch sie provoziert er mit der Frage: „Na, was ist mit Euch – seid Ihr auch solche Schönwetterjünger wie die, die sich soeben verdünnisiert haben?“ Jesus – wie konntest Du diese Männer so vor den Kopf stoßen? Nun, Er wäre wohl lieber ganz ohne Jünger geblieben, als sich mit sensationslüsternen Gaffern zu umgeben.
Merkst Du, wie hochaktuell das ist? Auch heute wollen viele Gläubige in der Gemeinde vor allem etwas erleben, was sie erhebt, was ihnen ein gutes Gefühl gibt und sie bestätigt. Was sie nicht leiden können, ist, daß die Verkündigung sie in Frage stellt. Daß sie sie geistlich herausfordert. Daß sie die Bibel tiefschürfend auslegt und auf sie anwendet. Daß sie ihnen aufzeigt, wie sehr ihr Denken vom Zeitgeist geprägt ist und korrigiert werden muß. Immer wieder höre ich, daß Pastoren, die so predigen, geschaßt werden.
Gibt es in Deiner Gemeinde auch solche Tendenzen? Dann stemme Dich dagegen. Bete für Deinen Pastor und unterstütze ihn, indem Du Dich für ihn aussprichst. Wenn das fruchtlos bleibt, ist es vielleicht an der Zeit, Dir eine andere Gemeinde zu suchen – eine, die einen bibeltreuen Pastor hat und ihn zu schätzen weiß.
Mich bewegt aber auch immer wieder die Antwort des Petrus auf die Frage Jesu. Ja, zu wem sollten wir gehen, wenn wir uns von Jesus abwenden würden? Ich bin nicht selten drauf und dran gewesen, mich von Ihm abzuwenden. Aber was sind denn die Alternativen? Wir können nur verlieren, wenn wir nicht mehr zum Herrn Jesus gehören wollen!
Ich hatte hier immer noch den Luther-Text im Ohr: „Wohin sollten wir gehen?“ Aber es geht nicht nur um eine Richtung, sondern um eine Person. Wer sich von Jesu abwendet oder gar nicht erst Ihm zuwendet, der wird Opfer irgendwelcher Bauernfänger oder Verführer.
Mir gefällt auch seine Begründung: „Du hast Worte ewigen Lebens“. Die haitianische Bibel übersetzt im Sinne von: „Du hast Worte, die das Leben geben, das niemals aufhört.“ Ist das nicht wunderbar? Es gibt nichts, was wir dringender brauchen, als diese lebenspendenden, aber auch oft sehr unbequemen Worte des Evangeliums.
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