Viele junge Menschen schieben und schieben – die Verantwortung von sich.

„Die dramatischen Veränderungen im Hinblick auf die Ehe und Familie betreffen auch Christen. Auch sie heiraten immer später, scheiden sich öfter und bekommen weniger Kinder. Das ist ein Problem des Erwachsenwerdens und auch ein moralisches Problem, weil es damit einhergeht, dass die biblische Sicht eines Lebens zur Ehre Gottes und Christi verloren geht. Zur biblischen Weltsicht gehört aber, dass der Mensch erwachsen wird und Verantwortung in Ehe und Familie übernimmt. Darauf beruht auch seine Verantwortung in der Gesellschaft.“ – Albert Mohler

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AfD – Wenig glaubwürdig

Stellenweise liest sich das Wahlprogramm der AfD aus christlicher Sicht wirklich gut. Immerhin ist die AfD die einzige Partei, die sich öffentlich für die besondere Förderung der Ehe zwischen einem Mann und einer Frau stark macht. Nur die AfD will mehr Förderung von Eltern, die ihre Kleinkinder selber erziehen, statt sie staatlichen Stellen zu überlassen. Auch war die AfD in den vergangenen Jahren die erste Partei, die offen darauf aufmerksam gemacht hat, dass Flüchtlinge nicht unbegrenzt aufgenommen werden können.
Allerdings sollte man nicht vergessen, dass starke Sprüche aus der Opposition immer wesentlich einfacher sind als handfeste Regierungsarbeit, wie das Beispiel der einstmals gefeierten „Piraten“ oder der „Republikaner“ zeigt.
Trotz mancher positiver Ideen sind mir viele Vertreter der AfD allerdings zu wenig glaubwürdig.
1. Die AfD propagiert ein traditionelles Familienbild von Vater, Mutter Kind. Ihre Spitzenkandidatin für die Bundestagswahl, Alice Weidel, aber lebt in einer unehelichen lesbischen Beziehung. Frauke Petry, eine weitere Top- Frau der AfD verlässt ihren Mann und zieht, noch verheiratet, mit ihrem neuen Freund zusammen. Offensichtlich lebt man im Privaten etwas ganz anders, als man in Reden öffentlich propagiert. Solche Personen sind für mich nicht glaubwürdig, wenn sie sich für Ehe und Treue aussprechen.
2. Manche AfD- Mitglieder propagieren christliche Werte und bewerben die Partei als christlich geprägte Partei. Auf der Ebene der Bundesleitung und auch auf der der meisten Länder wird die AfD allerdings von Atheisten und bloßen Namenschristen dominiert. Umfragen zufolge stammen viele AfD- Wähler im Osten aus der Partei Die Linke und stehen dem Glauben sehr kritisch gegenüber. Gerade dort aber ist die AfD am stärksten.
3. Auch wenn die Bibel im Neuen Testament nicht sehr viel über das politische Engagement von Christen sagt, eines wird ganz deutlich hervorgehoben: Gläubige sollen für die Herrschenden beten, sich ihnen unterordnen und sie ehren (z.B. 1Tim 2,1f; 1Petr 2,17).
Im gegenwärtigen Wahlkampf aber machen sehr viele AfD Anhänger genau das Gegenteil. Gerade bei Auftritten der Bundeskanzlerin fallen AfD Sympathisanten regelmäßig dadurch auf, dass sie mit Tomaten werfen und dass sie durch Sprechchöre, Buhrufe oder Trillerpfeifen die Veranstaltungen massiv stören. Dabei handelt es sich, wie offen zugegeben wird, nicht um Einzelfälle, sondern um Aktionen, die von der AfD- Leitung organisiert wurden. „Bei der AfD gehört es zum Pflichtprogramm, zu Veranstaltungen mit Regierungspolitikern zu fahren“, sagte der persönliche Referent von AfD-Spitzenkandidat Alexander Gauland, René Springer, der „Zeit“. Daraus müsse man kein Geheimnis mehr machen. Hauptziel sei es, Merkel klarzumachen, wie viel Ablehnung ihr entgegenschlage, erklärte Springer. Hinzu komme: „Die Parteifreunde sagen: Wenn wir schon in den Medien nicht vorkommen, dann stellen wir uns hin und protestieren lautstark – so wird man schon über uns berichten.“ – Zwischenzeitlich ging das sogar so weit, dass die Partei- Chefin Frauke Petry ihre Truppen zurückgerufen hat, um die bürgerlichen Wähler nicht zu verschrecken.
4. Auch die Stellung der AfD zu Flüchtlingen ist undurchsichtig. Hat man zuerst gegen eine große Zahl von Flüchtlingen und gegen straffällig gewordene Ausländer protestiert, wird zwischenzeitlich in der Partei darüber diskutiert, das Asylrecht generell abzuschaffen und Abschiebequoten einzuführen. – Dann werden Leute, die sich stark gegen Juden und gegen Israel äußern lange Zeit in der Partei geduldet, ohne eindeutig Stellung zu beziehen. – Frau Alice Weidel will Deutschland vor Frau Merkel retten, wohnt selbst aber in der Schweiz. – Auch ist es nicht sehr glaubwürdig, wenn Frau Weidel jede Information über eine von ihr angestellte syrische Asylbewerberin erst einmal leugnet. Das hört sich ganz nach dem altgewohnten Politikerauftreten an, das alle Deutschen hinlänglich kennen. – Glaubwürdigkeit sieht aus meiner Perspektive anders aus.
Zweifellos wird auch in den übrigen Parteien das eine gesagt und das andere getan. Regelmäßig werden Versprechungen gemacht und dann nicht eingehalten. Begriffe wie „Familie“ werden still und heimlich umdefiniert, um eine gesellschaftliche Umerziehung zu verschleiern. – Wenn aber die AfD als moralische Erneuerung antritt, als ehrlich, offene Kraft, die gerade nicht agieren will wie andere Parteien, dann muss man leider feststellen, dass sie diesem Anspruch nicht gerecht wird. Am Ende scheint es doch wieder nur um Macht und Ideologie zu gehen.
Natürlich können Christen auch die AfD wählen. Man sollte aber genau wissen welchen Menschen man damit seine Stimme gibt und was dann im Namen der Wähler gemacht wird. – Informationen über die AfD sollte man auch nicht nur aus den Werbeabteilungen der Partei oder deren Wahlhelfern beziehen, weil man alles andere schnell als böswillige Fälschung erklärt, ohne es jeweils genau geprüft zu haben.
Wer als Christ aber regelrecht für irgendeine politische Partei „missioniert“ sollte sich ernsthaft überlegen, wem seine eigentliche Loyalität gehört. https://www.facebook.com/michael.kotsch.9
 

Christ und Politik

Die Debatte um Parteipolitik und Christsein und Verantwortung des Christen für Gesellschaft und Kulturkreis wurde hier auf Facebook schon x-Mal geführt. Zur Erinnerung:
1. Staaten, die mit Bibel und Evangelium regieren wollen, wird es nie geben! Und wenn so eine Chimäre als Regierung oder als demokratisches Parteiensystem oder als Monarchie dennoch irgendwie „entstehen“ sollte, ist das Gebilde dann nie (!) christlich, sd. eher anti-christlich vom Wesen her. Biblisch-christlich strukturierte Staatsregierungen darf es nämlich irdisch nicht geben! Christen in der Politik und in Regierungen, das JA! Aber irdisch darf es keine christlich-theokratischen Regierungsstrukturen geben, das NEIN, NIE!
2. Strikt an der Bibel orientierte politische Parteien kann es daher schlechterdings nicht geben, nur politische Parteien, die mit einer bestimmten Schnittmenge das christlich-biblische Ethos des menschlichen Zusammenlebens teilen. Mehr geht nicht! Daher muss mir als Christ in einer Demokratie nicht alles an einer politischen Partei oder Regierung gefallen, bevor ich mein Wahlrecht ausübe. Eine Partei und Regierungen sind nie Gemeinde Christi, sd. nur je eine irdische Entität, um den Rahmen zu bilden, als Christ in einem Staat und Kulturkreis gut leben zu können. Gibt es solche Vorteile der Demokratie für Christen nicht, müssen sie sich in anderen Gesellschaftsformen zurechtfinden (vgl. Paulus und Petrus und die Gemeinden unter Nero usw.).
3. Weil 1. und 2. wahr und stimmig sind, werden politische Parteien und staatliche Regierungen keine ethischen und sozialen Überzeugungen teilen können, die exklusiv und nur die Gemeinde Jesu auszeichnen. Wäre das möglich, müssten dazu säkulare politische Strukturen und Systeme aus Menschen bestehen, die mit dem Heiligen Geist versiegelt wurden, die gläubig wären, und die aus Wiedergeborenen bestehen. Das aber gibt es nicht, es sei denn als Blendwerk des Teufels. Man kann nämlich keine erlösten Strukturen mit unerlösten Menschen aufbauen. Parteien und Regierungen können daher nur ganz grob abbilden, was Gottes Ethos verlangt. Daher darf man diesen Ethos exklusiv unter Wiedergeborenen auch von keiner einzigen Partei einer Demokratie oder Republik erwarten, da sie diese Richtlinien Gottes nicht teilen können. Sie könnten es schlicht und einfach NICHT!
4. Daher sind alle Parteien und Regierungen nie gemeinde-ähnlich! Das wäre unmöglich (… oder teuflisch)! Also brauchen wir als Christen diese hohen Kriterien auch von keiner Partei zu erwarten, dass sie so agieren und handeln müsste, bevor ich sie demokratisch wähle. Das wäre Utopie! Die real existierenden politischen Parteien sind und bleiben immer weltlich. Sie können nichts anderes sein. Manche von ihnen teilen mehr oder weniger christliche Werte, das ja, die in Politik und Gesetzgebung umgesetzt werden, andere tun das aber nicht, weil sie einer anderen Weltanschauung folgen. So what? Christen leben in allen Gesellschaften und politischen Systemen so, dass dem Evangelium möglichst kein selbstverschuldeter Schade entsteht und die Gemeinden unbehelligt ihr Christsein bekennen und ausleben können.
5. Wer nun sein demokratisch verbrieftes Wahlrecht als Christ nutzt (was jeder tun sollte – die Obrigkeit nach Röm. 13 gestattet uns als Staatsbürger das auszuüben!), der wägt die Parteiprogramme ab und wählt dasjenige irdische System, das die besten Möglichkeiten bietet ,, als Christengemeinde ein friedvolles, freies und unbedrängtes Leben zu gestalten, ggfs. mit allen dazugehörigen kulturellen Vorzügen (Gesetzgebung, Bildung, Wohlstand, Schutz usw.). Alle Parteien sind inhaltlich suboptimal ausgerichtet. Also wählt man die Partei, die die Anliegen des christlichen Glaubens fördert, zumindest sie nicht behindert, relativiert oder zerstört. Wir wählen als Christen aber immer nur Vertreter eines irdischen, unvollkommenen Systems, bilden dabei weder das „Reich Gottes“, noch die Gemeinde Jesu Christi!!! Diese Einsicht befreit und macht gelassen. Gott sitzt im Regimente und führet alles wohl!
6. Aus diesen genannten Gründen können Politiker nicht wie Christen leben, versiegelt mit dem heiligen Geist, zu einem geheiligten Leben befähigt, es sei denn sie wären Christen. Die meisten sind es nicht. Wieso also müssen diese Parteienvertreter und Regierenden leben, als wären sie Christen? Sie können das ja gar nicht tun, in keiner Partei. Sonst wäre das Christsein nur eine antrainierbare moralische Religion. Wieso erwarten wir von säkularen, unerlösten Menschen, dass sie leben wie es dem christlichen Ethos entspricht? Absurde Erwartungen, die keiner erfüllen kann. Wenn Politiker mithilfe des Primus Usus Legis einigermaßen nach den Geboten Gottes zu leben bemüht sind, ist das gut. Erwarten darf man das aber nicht. Also, in allen Parteien werden unerlöste Menschen zur Wahl stehen, die die Gebote Gottes nicht befolgen. Etwas anderes darf man nicht erwarten. Wer das anders sieht, kennt das Wesen des Christseins nicht, das nicht durch moralische Aktionen besteht, sd. ein neuer Mensch ist (Gal. 2,18-20).
Viel Freiheit und Gelassenheit beim Wählen an der kommenden Bundestagswahl! Christen haben die volle Freiheit dazu, mit Vernunft und geeichtem Gewissen, wählen zu gehen.  Berthold Schwarz
https://www.facebook.com/berthold.schwarz.5

Warum ist Kirchengeschichte wichtig?

C.S. Lewis sprach in einer Predigt, die sich in dem Buch „The Weight of Glory“ findet, über die Wichtigkeit, sich mit der Geschichte vertraut zu machen.
Am meisten von allem brauchen wir vielleicht eine tiefe Kenntnis der Vergangenheit. Nicht, daß die Vergangenheit irgendwelche Magie in sich trägt, sondern weil wir nicht die Zukunft studieren können und auch nichts der Gegenwart entgegenzusetzen haben, das uns daran erinnert, daß die Grundannahmen zu unterschiedlichen Zeiten gänzlich verschieden waren, und daß vieles was den Ungebildeten als sicher gilt, bloß zeitweilige Mode ist. Ein Mann, der an vielen Ort gelebt hat, wird weniger wahrscheinlich von den lokalen Irrtümer seines Heimatdorfes getäuscht werden: ein Gelehrter hat zu vielen Zeiten gelebt und ist dadurch in einem gewissen Maß immun gegen den großen Schwall von Unsinn, der sich zu seiner Zeit von der Presse und dem Mikrophon ergeht.
Es lohnt sich, die Vergangenheit zu studieren. Nicht nur, um aus ihr wertvolle Lektionen zu gewinnen, sondern auch um weniger anfällig für die täuschenden Irrtümer der eigenen Zeit zu sein. https://inara.tv/2017/03/29/warum-ist-kirchengeschichte-wichtig/

Was würde Luther tun, wenn er 500 Jahre später geboren wäre?

Er würde auch wieder dieses Gedicht schreiben:
Meine Hoffnung
Mir ist es bisher – wegen angeborener Bosheit und Schwachheit – unmöglich gewesen, den Forderungen Gottes zu genügen.
Wenn ich nicht glauben darf, dass Gott mir – um Christi Willen – dieses täglich beweinte Zurückbleiben vergeben wird, so ist es aus mit mir.
Ich müsste verzweifeln, aber das lasse ich bleiben.
Wie Judas an einen Baum mich hängen, das tu’ ich nicht.
Ich hänge mich an den Hals oder an den Fuß Christi wie die Sünderin.
Und wenn ich auch noch schlechter bin als diese, ich halte meinen Herrn fest.
Dann spricht er zum Vater an der Pforte:
“Dieses Anhängsel muss auch durch. Es hat zwar nichts gehalten und alle Deine Gebote übertreten, Vater, aber er hängt sich an mich.
Was soll’s! Ich starb auch für ihn. Lass ihn durchschlupfen. Das soll mein Glaube sein. Martin Luther

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Spiegel-Autor Peter Wensierski und seine irrige These, AfD, Evangelikale und konservative Katholiken seien natürliche Verbündete

Im Bundestagswahlkampf bildet sich eine Allianz zwischen AfD und frommen Christen, schreiben Valerie Höhne und Peter Wensierski im „Spiegel“ 29/2017.
Was einen gleich stutzig macht: Die AfD ist nicht dort am stärksten, wo Evangelikalenhochburgen liegen, wie Siegen oder Stuttgart. Stutzig macht ebenso der Umstand, dass die Parteien rechts von der CDU einschließlich der AfD nirgends mehr Zulauf haben als in den Neuen Bundesländern. Hier gibt es vielerlei Studien und Hypothesen, woran das liegen könnte, keine aber vermutet auch nur im Entferntesten, dass das an evangelikalen Christen läge. Der Umstand, dass die AfD dort von niemand mehr Stimmen abzieht als von der Linkspartei, unterstreicht dies nur.
Irgendeinen offiziellen Beleg für eine solche Allianz gibt es nicht. Weder signalisiert die AfD eine solche Nähe noch die offiziellen Vertretungen der Evangelikalen (oder etwa auch der Freikirchen). Im stattfindenden Wahlkampf ist keinerlei Tendenz dieser Art auszumachen. Weiterlesen

Armut

Im „Spiegel“ der vergangenen Woche (Nr. 35) stellt der Beitrag „Vermessung der Republik“ (ab S. 78) eine Untersuchung vor, die die Errungenschaften der sozialen Marktwirtschaft analysiert hat. Unter Punkt 5 zur Armut zeigt sich das ganze begriffliche Dilemma unseres Wohlfahrtsstaates. Eingangs wird gleich eingestanden, dass nicht alle gleiches Einkommen und Vermögen haben müssen; absolute Gleichheit wird also abgelehnt. „Doch eines der unbestrittenen Ziele des Wohlfahrtsstaates ist die Abwesenheit von Armut.“ Und nun der nächste Satz (neuer Absatz): „Armut ist ein relativer Begriff.“ Es folgt die weitgehend akzeptierte Definition von relativer Armut: Ein Haushalt gilt als armutsgefährdet, „wenn er weniger als 60 Prozent des Medien-Einkommens zur Verfügung hat…“
Der „Spiegel“ verdient viel Respekt dafür, dass er alle seine Beiträge von einer Extra-Abteilung auf Fakten checkt. Das bedeutet jedoch nicht, dass mitunter grobe gedankliche Fehler unterlaufen. Hier liegt uns ein Beispiel vor. Eine Definition von Armut in dem vorgestellten Sinne relativer Armut ist mit der Abwesenheit bzw. Abschaffung von Armut unvereinbar! Denn selbst in einer äußerst wohlhabenden Gesellschaft, ja in einem Stadium kurz vor dem Himmel auf Erden, in dem es noch einige Unterschiede im Ausmaß des Reichtums gibt (und das wird ja eingangs zugestanden), muss es rein statistisch immer eine mehr oder weniger große Gruppe geben die unter diese 60 Prozent-Schwelle fällt. Die Quote dieser relativen Armut sagt daher wenig über das tatsächliche Wohlstandsniveau in einer Gesellschaft aus. Ich kann also objektiv recht wohlhabend sein, aber nur etwas weniger reich als die Reicheren und damit unter Umständen immer noch relativ „arm“. Niemand wäre vor Jahrhunderten auf den Gedanken gekommen, den Begriff Armut so zu gebrauchen.
Wenn also in den Sätzen der gleiche Armutsbegriff gebraucht wird, dann müsste man ehrlicherweise sagen: das Ziel wird nie erreicht werden! Aber das wäre natürlich entlarvend: Heute werden in Deutschland hunderte Milliarden in die Armutsreduzierung gesteckt, und dennoch wird die Quote durch den Rückgriff auf die relative Armut nie deutlich sinken? Also opperiert lieber mit unterschwellig unterschiedlichen Definitionen. Das rechtfertigt ein Aufrechterhalten des Sozialstaatsapparates.
Nimmt man aber die weitgehende Abschaffung von Armut ernst (was moralisch doch wohl zu loben wäre), dann kann es nur um absolute Armut gehen. Und hier haben wir in Europa tatsächlich diese Armut im Sinne von existentieller Not weitgehend beseitigt. So eine Aussage ruft Widerspruch auf den Plan. Keine Armut mehr?? Soll etwa keine Hilfeleistung für die Schwächeren usw. getan werden? Natürlich nicht. Das wird immer und überall nötig sein. Ich helfe doch längst nicht nur Menschen, die in unmittelbar ihr Leben bedrohenden Situationen sind. Wenn es um die Beseitigung von existentieller Not geht, dann könnte und müsste man auch einmal nach den wesentlichen Ursachen fragen. Und dann landen wir beim demokratischen Kapitalismus, netter freie Marktwirtschaft genannt. Das wiederum schmeckt den Apologeten des Wohlfahrtsstaates natürlich nicht, denn wozu ist der dann in so wohlhabenden Ländern da? Gleichheit schaffen? Aber wie weit soll das getrieben werden? Wer legt das fest? Also wird die Sprachverhunzung und die Unklarheit der Sprache weitergetrieben. Man redet von Armutsbekämpfung und nutzt die uralten Gefühle, die damit verbunden sind. Ehrlicher wäre es, in Europa von Umverteilung von den Wohlhabenderen zu den weniger Wohlhabenden zu reden, doch dann stellt sich schnell die Frage: Wozu und warum eigentlich? Eine Schaffung von Ausgleich kann ja durchaus legtim sein (wie z.B. in der Kirche), aber rechtfertigt dies Zwangsmaßnahmen wie Steuern usw.? Holger Lahayne
https://www.facebook.com/holger.lahayne/posts/10213613025378074

Offener Brief an die Lidl-Geschäftsleitung.

Sehr geehrter Herr Højer, sehr geehrte Damen und Herren der Geschäftsleitung,
wir protestieren scharf gegen die fototechnische Demontage des Kuppelkreuzes der Kuppelkirche auf Santorin auf den Produkten des Eridanous-Sortiments. Im März 2015 wurde in den Medien berichtet, dass islamistische Kämpfer des IS in der irakischen Stadt Mossul Kreuze von orthodoxen Kirchen herunterrissen, Kirchengebäude und Klöster schändeten. Der Discounter Lidl sitzt im satten und friedlichen Europa und demontiert das Kreuz einer orthodoxen Kirche.
Wir gestehen zu, dass Sie aus anderen Motiven handeln. Der IS hasst das Kreuz, weil Muslime die Vorstellung eines gekreuzigten Gottessohnes ablehnen. Ihnen dagegen geht es mit Rücksicht auf atheistische und muslimische Käuferschichten um die Werbewirksamkeit und den Profit Ihrer Produkte. Auch die Mittel unterscheiden sich: In Mossul wurden Planierraupen und Vorschlaghämmer verwendet. Sie verwenden die Bildbearbeitungssoftware Ihres Computers.
Doch das Ergebnis ist gleich. Das Kreuz verschwindet.
Vor zweitausend Jahren kam der Apostel Paulus nach Griechenland. Er brachte den Griechen und ganz Europa die gute Nachricht von Jesus Christus, der für die Sünden der Welt an einem Kreuz starb und den Gott von den Toten auferweckt hatte. Der Apostel Paulus schrieb an die Christen in Korinth: „Denn das Wort vom Kreuz ist eine Torheit denen, die verloren werden; uns aber, die wir selig werden, ist’s eine Gotteskraft“ (1 Kor 1,18). Der allmächtige Gott hat die Völker Europas im Zeichen des Kreuzes gesegnet. Von diesem Segen profitieren wir alle bis heute. Wenn wir uns von der Botschaft des Kreuzes abwenden und uns des Kreuzes schämen, werden wir diesen Segen verlieren. Das gilt für den Einzelnen genauso wie für ein Unternehmen oder die europäische Völkergemeinschaft.
Wir fordern hiermit im Namen unserer Mitglieder und Freunde die umgehende Zurücknahme der Retuschierung. Bitte teilen Sie uns mit, wie Sie verfahren werden. Wir werden unsere Mitglieder und Freunde über diesen Vorgang informieren.
Mit freundlichen Grüßen
Ihr Johann Hesse (Geschäftsführer des Gemeindehilfsbundes)
http://www.gemeindenetzwerk.de/?p=14893

Buddhisten verfolgen Muslime

Manche wird es überraschen, aber Fanatismus und Gewalt sind nicht an eine spezielle Religion oder eine Weltanschauung allein gebunden. Sicher, Religionen wie dem Islam fällt es leichter Gewalt zu legitimieren, weil schon ihr Gründer Mohammed gerne zur Waffe gegriffen hat um seine Überzeugungen durchzusetzen. Auch Kommunisten haben gewöhnlich weniger Hemmungen Gewalt als Mittel der Politik zu nutzen, weil ihrer Ansicht nach keiner mehr über ihnen steht dem gegenüber sie Rechenschaft schuldig sind und, weil für sie der einzelne Menschen nur beliebiges, zufällig entstandenes Menschenmaterial ist. Doch eigentlich hat Fanatismus weit mehr mit dem Charakter eines Menschen zu tun, natürlich auch mit seinem Umfeld, seiner Erziehung usw.
Die Bibel benennt das Herz als die Instanz, die über das Handeln des Menschen bestimmt. Hier im Kern der eigenen Persönlichkeit wird entschieden, den anderen als Feind zu betrachten oder als Freund, ihn mit den Fäusten zu bekämpfen oder ihn zu umarmen. Hat man einmal damit begonnen jemanden abzulehnen, dann fällt es auch nicht schwer jede Menge Gründe dafür zu sammeln, dass der Andere wirklich ein schrecklicher Mensch ist. Immer ist natürlich der Andere schuld an dem sich anbahnenden Konflikt. Ich muss vorgeblich nur reagieren, mich verteidigen oder schützen. Aber der Andere ist rücksichtslos, ideologisiert, böswillig usw. So lief das schon immer in der Weltgeschichte, auf der Ebene von Staaten, Religionen und auch ganz im Privaten. Mancher lebt sogar erst richtig auf, wenn sein Feind wieder einmal wie erwartet gehandelt hat, oder zumindest, wenn man glaubt, er hätte es getan. In den neuen Medien ist das sogar noch viel einfacher. Hat die Computeranalyse einmal die Vorliebe des Benutzers für gewisse Feindbilder festgestellt, werden einem nur noch gleichlautende Meldungen präsentiert, die dabei helfen, die eigene Meinung weiter zu zementieren.
Die, auch religiös begründete Gewalt, die sich momentan in Burma (Myanmar) abspielt, gibt ein trauriges Beispiel für die Universalität von gewaltbereitem Fanatismus. In dem ostasiatischen Land befinden sich gegenwärtig rund 60 000 Muslime auf der Flucht, vorwiegend ins benachbarte Bangladesch. Allein in der letzten Woche wurden von Buddhisten mehr als 2600 Häuser muslimischer Familien zerstört und 400 Personen getötet. Viele Muslime sind von buddhistischen Soldaten bei lebendigem Leib verbrannt worden. Aufgrund der schon jahrelangen Verfolgungen durch die buddhistische Bevölkerungsmehrheit haben mittlerweile 400 000 Muslime das Land verlassen.
Hass und Gewalt haben ihren Ursprung im Innersten des Menschen. Gibt man diesen Gefühlen Raum, werden sie immer größer und entwickeln eine zerstörerische Macht, die irgendwann auch das Reden und Handeln beeinflusst.
Christen lassen sich von Jesus Christus prägen, der selbst seine Feinde liebte und auch bei weinig liebenswerten Menschen noch positive Aspekte erkannte. Christen sollten sich gegen jede religiös oder ideologisch begründete Gewalt wenden und für Frieden beten. Ohne blind für die gewalttätige Realität dieser Welt zu sein sollten sie mit ihren Worten und Taten Friedensstifter sein.
„Ist es möglich, soviel an euch liegt, so haltet mit allen Menschen Frieden.“ (Römer 12, 18)
„Die Frucht der Gerechtigkeit aber wird in Frieden denen gesät, die Frieden stiften.“ (Jakobus 3, 18) http://www.zeit.de/2013/21/myanmar-buddhisten-muslime
https://www.facebook.com/michael.kotsch.9/posts/1055984314541346

Fakes und Falschmeldungen

Mit gutem Vorbild voran!?
Seit geraumer Zeit beschäftigt sich die Öffentlichkeit mit dem ganz realen Problem gefälschter Nachrichten. Insbesondere in Sozialen Netzwerken kursieren Millionen von gefakten „Tatsachen“, „Dokus“, Behauptungen und Beschimpfungen. Vielfach ist auf den ersten Blick kaum zu erkennen, ob es sich dabei um eine echte Nachricht oder bloß um einen Fake handelt.
Besonders beliebt ist es, echte mit falschen Informationen zu mischen, weil es Lesern dann umso schwerer fällt, eine Meldung sachgerecht zu überprüfen. Dann werden beispielsweise echte Bilder eines Politikers mit gefälschten Zitaten versehen.
Oft spiegeln die Aussagen schon die ungefähre Meinung des Dargestellten wieder; aber sie werden verdreht oder überspitzt, um auf diese Weise die eigenen Anhänger zufriedenzustellen oder die dargestellte Person ins gesellschaftliche Aus zu bugsieren. Manchmal werden aus ideologischen oder wirtschaftlichen Gründen Meldungen auch ganz frei erfunden, bei denen nicht mehr als die genannten Orte und Daten stimmen.
Damit auch zukünftig noch echte Gespräche möglich sind und zuverlässige Information, ist es nötig Grenzen zu definieren und gegebenenfalls gesetzlich mit entsprechenden Strafen zu sanktionieren. Anderenfalls besteht die ernstzunehmende Gefahr, dass irgendwann eher der falsche als der echten Meldung geglaubt wird, weil sie viel mehr zu den eigenen Erwartungen oder Befürchtungen passt.
Nun ist es eine kleine Katastrophe, dass gerade diejenigen, die in der Praxis solche gesetzlichen Grenzen definieren und sich immer wieder lautstark über Fake- News beschweren, selber ziemlich bedenkenlos solche Falschmeldungen in die Welt setzen, wenn es ihren eigenen Interessen passt.
Beispiel 1: Seit Tagen verbreiten die CSU und die Junge Union Bayern auf Sozialen Netzwerken gefälschte Zitate des SPD- Spitzenkandidaten Martin Schulz. Demnach solle Schulz die Ausschreitungen Linksautonomer Terroristen in Hamburg heruntergespielt haben, weil er in ihnen künftige Koalitionspartner sieht. Obwohl die CSU auf die Falschmeldung aufmerksam gemacht wurde, nahm sie die entsprechenden Aussage erst aus dem Netz, als sie mit Bußgeldandrohung vom Hamburger Landgericht dazu aufgefordert wurde. Ganz offensichtlich steht hier der Stimmenfang eindeutig vor der Wahrheitsliebe.
Beispiel 2: Abgesehen von übelsten Beschimpfungen gegen den Bundesjustizminister Heiko Maas scheute der AfD-Fraktionschef von Thüringen, Björn Höcke, nicht davor zurück, im Internet ein gefälschtes Cover des neuesten Buches von Maas zu verbreiten. Der darauf zu lesende Titel lautete nun „Aufstehen statt wegducken. Eine Strategie gegen das Recht“. Damit sollten eigene Anhänger in ihrer Ablehnung des Bundesjustizministers bestärkt und potentielle Neuwähler geworben werden. Erst nach einer Klagedrohung des Verlages war der AfD- Politiker bereit, die Fälschung aus dem Internet zu nehmen.
Beispiel 3: Die Partei der Grünen hat jüngst eine ganze Kampagne gestartet, in den Porträts des FDP- Parteivorsitzenden Christian Lindner mit gefälschten Zitaten versehen werden, um den politischen Gegner öffentlich lächerlich zu machen. Auch hier findet sich keinerlei Einsicht. Weil die Fälschung ja nur der FDP schadet, hält man das Ganze für einen akzeptablen Scherz.
In einer Welt die sich immer weiter von Gott verabschiedet ist es kaum verwunderlich, dass auch die biblischen Maßstäbe mit- entsorgt werden. Viele Politiker schreien offensichtlich nur, wenn Falschinformationen ihren Interessen zuwiderläuft. Wenn sie damit selber Vorteile erlangen können, sind sie gerne bereit, ein bisschen zu mogeln und zu fälschen.
Hier sind Christen aufgerufen sich nicht von einer sukzessiven Erosion der Wahrheit mitreißen zu lassen. Für einen Christen sollte Lügen generell Tabu sein, vor Gott, vor dem Gericht und im persönlichen Umfeld; aber eben auch im Internet, insbesondere auf Sozialen Plattformen. Gott kennt keinen Unterschied zwischen Wahrheit, Halbwahrheit, Spaßlüge und gefährlicher Lüge. Immer wenn man nicht hundertprozentig sicher sein kann, dass der Andere „einen Scherz“ auch erkennen kann oder, dass es sich nicht um eine kulturell bekannte Floskel („Wie geht es?“) handelt, sollte sich jeder Christ bemühen, bei der Wahrheit zu bleiben; auch wenn man gelegentlich mit Lügen mehr erreichen kann.
„Halte dich ferne von einer Sache, bei der Lüge im Spiel ist.“ (2.Mose 23,7)
„Lügen bin ich feind, und sie sind mir ein Gräuel; aber dein Gesetz habe ich lieb.“ (Psalm 119, 163) https://www.facebook.com/michael.kotsch.9/posts/1033980756741702