Gott schweigt nicht

Er schweigt nicht. Wir haben nur deshalb die Antwort, weil der unendlich-persönliche Gott, der dreieine Gott, nicht geschwiegen hat. Er hat uns gesagt, wer er ist. Wenn wir einmal unser Konzept der Inspiration und Offenbarung in diese Begriffe kleiden, erkennen wir, wie sie mitten ins Zentrum des modernen Denkens hineinreichen. Er schweigt nicht. Deshalb wissen wir etwas. Weil er geredet hat. Was hat er uns gesagt? Hat er uns nur etwas über andere Dinge gesagt? Nein, er hat uns die Wahrheit über sich selbst gesagt, und weil er uns die Wahrheit über sich selbst gesagt hat – daß er der unendlich-persönliche, dreieine Gott ist -, haben wir die Antwort auf die Frage der Existenz. Anders ausgedrückt: Im Bereich der Metaphysik – des Seins, der Existenz – sprechen die allgemeine und die besondere Offenbarung mit einer Stimme. Wie wir es auch ausdrücken mögen, wir sagen immer dasselbe, gehen das Thema nur von verschiedenen Seiten her an.
Wenn der Mensch von sich selbst ausgeht, kann er zwar das philosophische Problem der Existenz definieren, aber er kann aus sich selbst nicht die Lösung des Problems schaffen. Die Antwort auf die Frage der Existenz lautet: Der unendlich-persönliche, dreieine Gott ist da, und dieser unendlich-persönliche, dreieine Gott schweigt nicht.
Francis Schaeffer 

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Schweigen heißt nicht Stummsein, wie Wort nicht Gerede heißt.

Schweigen heißt nicht Stummsein, wie Wort nicht Gerede heißt. Stummsein schafft nicht Einsamkeit und Gerede schafft nicht Gemeinschaft. Das Wort, das die Gemeinschaft neu begründet und zusammenschließt, wird begleitet vom Schweigen. “Schweigen und reden hat seine Zeit” (Prediger Salomo 3, 7). Wie es am Tage des Christen bestimmte Stunden für das Wort gibt, besonders die gemeinsame Andachts- und Gebetszeit, so braucht der Tag auch bestimmte Zeiten des Schweigens unter dem Wort und aus dem Wort. Das werden vor allem die Zeiten vor und nach dem Hören des Wortes sein. Das Wort kommt nicht zu den Lärmenden, sondern zu den Schweigenden. Die Stille des Tempels ist das Zeichen der heiligen Gegenwart Gottes in seinem Wort.

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2.Petrus 2, 6 und hat die Städte Sodom und Gomorra zu Schutt und Asche gemacht und zum Untergang verurteilt und damit ein Beispiel gesetzt den Gottlosen, die hernach kommen würden;

Das dritte Beispiel betrifft nicht die ganze Welt der Gottlosen, sondern ein ausgewähltes Tal, das mindestens vier Städte einfasste, wovon zwei als Vertreter des ganzen Tales erwähnt werden: Sodom und Gomorra. Was einst ein herrliches, grünes Tal wie die ägyptische Senke war, ist heute ein Tal der Asche. Was einst schön war, verwandelte sich aufgrund der Gottlosigkeit und völligen Missachtung Gottes und Seines Wortes in Trostlosigkeit. Das im Gericht benutzte Mittel der Zerstörung war diesmal nicht Wasser, sondern Feuer, nicht Überschwemmung, sondern Einäscherung.
Das mit Untergang übersetzte Wort katastrophē, das in dem eingedeutschten Begriff Katastrophe transliteriert wird, bezeichnet eine totale Zerstörung und Verwüstung. Sie war so umfassend, dass von jenen Städten nur noch Asche übrig blieb. Gottes Gericht hatte derartige Ausmaße, dass man bis heute die entsprechenden Ruinen nicht entdeckt hat, wobei die genaue Lage der Städte noch immer unbekannt ist.
Mehr als 20-mal werden diese Städte in der Schrift als warnendes Beispiel für künftige Gottlose genannt (s. Mt 10,14.15; 11,23.24; Lk 17,28-32). Gottes Verurteilung der vorsintflutlichen Menschen und Bewohner dieses gottlosen Tales waren Herolde vorausgegangen, die vor der Absicht Gottes warnten. Weder die Predigt Noahs, Prophetie Henochs und Fürbitte Abrahams noch die Boten vom Himmel konnten das Gericht über Sünde verhindern.
Das Ende von Sodom und Gomorra im Feuer ist ein klassisches Beispiel für ein universales Strafgericht über die Gottlosen (1. Mose 19,15 – 29). Petrus schließt mit der Feststellung, Gott habe mit der Vernichtung der beiden Städte ein Beispiel (“Bild, Modell”) gesetzt den Gottlosen, die hernach kommen würden (vgl. Jud 7). Es geht ihm hier um den Hinweis auf diesen historischen Fall eines Gottesgerichtes, nicht um den Grund, der eine so harte Bestrafung nach sich zog.

Segnen heißt:

Die Hand auf etwas legen und sagen:
Du gehörst trotz allem Gott.
So tun wir es mit der Welt,
die uns solches Leid zufügt
Wir verlassen sie nicht.
Wir verwerfen, verachten, verdammen sie nicht,
sondern wir rufen sie zu Gott.
Wir geben ihr Hoffnung,
wir legen die Hand auf sie und sagen:
Gottes Segen komme über dich.
Wir haben Gottes Segen empfangen
im Glück und im Leiden.
Wer aber selbst gesegnet wurde,
der kann nicht mehr anders
als diesen Segen weitergeben,
ja, er muss dort, wo er ist,
ein Segen sein.
Nur aus dem Unmöglichen
kann die Welt erneuert werden,
dieses Unmögliche ist der Segen Gottes.
Dietrich Bonhoeffer am 8.6.1944 DBW 8, 675
zit nach Jochen Arnold, Ralph Kunz, Christine Tergau-Harms Behütet auf dem Weg Sendung und Segen im Kirchenjahr

Noah

Bedeutung des Namens Noah = Trost, Ruhe
Sohn Lamechs, des Nachkommen Seths, und der Vater von Sem, Ham und Japhet. Noah wird als ein gerechter Mann vorgestellt, der vollkommen war unter seinen Zeitgenossen. Er wird als Mann beschrieben, der mit Gott wandelte. Gott offenbarte Noah, dass er die Erde und alles Fleisch auf ihr verderben müsse, weil die Erde voller Gewalttat war. Er forderte Noah auf, eine Arche zu bauen und kündigte an, einen Bund mit ihm errichten zu wollen. Gott selbst würde Noah, seine Frau, seine drei Söhne und ihre Frauen in der Arche retten, sodass sie am Leben bleiben würden. Im N.T. wird uns von der Tatsache berichtet, dass Noah Glauben hatte und in Gottesfurcht dem Auftrag Gottes gehorsam war und so die Arche baute. Er nahm die Warnungen Gottes ernst und ihm lag daran, sein Haus zu retten. Dadurch verurteilte er die Welt und wurde Erbe der Gerechtigkeit, die durch den Glauben ist. Gottes Rettungsmittel wurde durch den Glauben inmitten des kommenden Gerichts erkannt (vgl. Heb 11,7). Weiterlesen

Noah – eine kurze Anmerkung zum neuen Hollywood-Streifen “Noah”.

Biblische Geschichte im Hollywood-Style
Inhaltlich schmückt Regisseur und Drehbuch-Koautor Aronofsky („Black Swan“, „The Wrestler“) die biblische Vorlage der Kapitel 5 bis 10 des Buches Exodus aus: Noah erscheint als ehemaliger Krieger, der angesichts einer lebensfeindlichen Umwelt voller Gewalt und Tyrannei Frieden für sich und die Seinen sucht.
Der biblische Noah ist in diesem Film kaum wieder zuerkennen
Aronofskys Noah wird so sehr durch die menschliche Sündhaftigkeit „gestört“, dass er von der Idee „besessen“ wird, dass die Menschheit nicht überleben sollte. Gott gebrauchte die Familie des Hauptdarstellers, nur um die Tierwelt zu retten; danach musste die Menschheit aussterben.
Für den Fall, dass seine Schwiegertochter ein Mädchen gebären sollte, plant Noah dieses Baby umzubringen, damit das Leben der menschlichen Rasse nicht fortbesteht.
Später hebt Noah sein Messer über die Zwillingstöchter an – und erinnert somit ein bisschen an Abraham und ein bisschen an einem Verrückt gewordenen.
Die Darstellung von Noah ist in diesem Teil des Films ist so dunkel, dass man ihn nicht mögen wird. Die Sympathie für Noah schwindet jedenfalls beim Zusehen stetig. Es ist schwer sich den „Gerechten“, wie er im 1.Mose 6 oder den „Glaubensmann“ (Hebr. 11) darin vorzustellen.
Juden und Christen werden sich schwer damit tun, Noah in diesem Film wiederzuerkennen.
Die Inszenierung des Kontexts ist falsch
Es werden Bilder von Krieg, Gewalt, Diebstahl und sexuelle Sünde gezeigt. Aber gemäß dem Film ist die Hauptsünde der Menschheit der Missbrauch der Umwelt. Der Mensch betreibt eine „Politik der verbrannten Erde“. Entspricht der heutigen Theorie der „Globalen Erwärmung“. Tiere zu töten wird genauso als eine Abkehr von der Lebensweise im Garten Eden verurteilt. Dieses Umwelt-Thema verdreht die das Evangeliums. Dieses wir jedoch moderat und vorsichtig verpackt dem Zuschauer präsentiert.
Genesis 6 beschreibt hingegen die Sünden der Zeitgenossen Noahs Generation: Bosheit, ihr ganzes Herzens war darauf ausgerichtet das Böse zu tun, Korruption und Gewalt waren an der Tagesordnung.
Wenn man den Biblischen Bericht im Hinterkopf hat, dann merkt man die vielen falschen Darstellung sofort.
So tauchen in dem Film gefallene Engel auf, die ein wenig aussehen wie Orks – rein digitale Gestalten, wie selbstverständlich auch die Flut im Rechner generiert worden ist. Düster ist das alles und wuchtig auf der Tonspur.
Warum man Noah nicht sehen sollte:
Noah heißt auf Deutsch “Ruhe”. Davon bleibt in dem Film nichts übrig. Das Geschrei, Geballer und Gemetzel klingelt dermaßen in den Ohren, dass sich die Ruhe nach dem Sturm nicht recht genießen lässt. Höchst ärgerlich auch, dass eine ganz andere Noahgeschichte erzählt wird als in der Bibel. Aronofsky macht den Erbauer der Arche zu einem Öko-Fundamentalisten, der die Menschheit nicht retten, sondern auslöschen will. Das ist voll daneben. (Bernd Buchner, Redakteur) http://aktuell.evangelisch.de/artikel/93623/unsere-noah-filmkritik
Eine konventionelle Mischung aus “Herr der Ringe”, „Ben Hur“, „Titanic“ und Klingonien  sowie “Hornbach”-Reklame. Keine eigene Idee, keine spezielle Ästhetik. Dazu transportiert er vollkommen unironisch ein vorsteinzeitliches Geschlechter-Rollenverständnis. Es fällt doch tatsächlich der Satz: “Ein Mann muss tun, was ein Mann tun muss!” Heimwerker-Romantik pur! (Claudius Grigat, Freier Redakteur) http://aktuell.evangelisch.de/artikel/93623/unsere-noah-filmkritik
„Untypisch für einen Hollywoodfilm: die zuerst positive besetzte Hauptfigur Noah wird immer mehr zum Bösewicht, und wird immer unsympathischer.“
Ein Zuschauer sagte: „Ich will mein Geld und die kostbare Zeit meines Lebens zurück“

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Christ und Welt

Das Geheimnis, von der Welt frei zu werden, liegt nicht darin, dass ihr immer wieder einen Schlagbaum zwischen sie und euch bringt, sondern dass ihr für immer den Schlagbaum wegnehmt, der euch von Christus trennt.
Fürchtet nicht, ungeistlich zu werden, wenn du Gottes Ordnungen auch auf nicht geistlichem Gebiet ehrst. Eher leidet umgekehrt das Geistliche Schaden durch Übergeistlichkeit. Abraham Kuyper

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Der populäre Irrtum lautet: „Deutschland ist kein christliches Land mehr”

Warum ist dies ein Irrtum?
Der Satz setzt voraus, dass Deutschland früher ein „christliches Land” war. Aber wann soll das denn gewesen sein? Als zwischen 1933 und 1945 Juden und andere in Konzentrationslagern umgebracht wurden – war da Deutschland etwa ein „christliches Land”? Als im dreißigjährigen Krieg sich die Deutschen untereinander bekriegten, unter Berufung auf die angeblich jeweils wahre Gestalt des Christentum, war das etwa im Sinne Jesu Christi? Und als in Deutschland Menschen als angebliche „Hexen” verbrannt wurden, war Deutschland da im Kern vom Geist Christi geprägt? Wann, bitte, soll Deutschland ein „christliches Land” gewesen sein? Sicher: Christen gab und gibt es in diesem Land seit über tausend Jahren, manchmal hatten sie Einfluss, manchmal nicht, manchmal haben sie geirrt, manchmal waren sie in der Wahrheit – und vielleicht ist ihre Zahl und ihre Glaubwürdigkeit heute eher größer als in manchen anderen Epochen der deutschen Geschichte Aber ein „christliches Land?” Vielleicht werden wir’s eines Tages. Aber dann müsste der Satz heißen: „Deutschland ist noch kein christliches Land”.
http://kraftwort.wordpress.com/2009/08/15/das-lexikon-der-popularen-kirchlichen-irrtumer-2/

Gottes Güte?

„In einer Zeit, die sich ohne alle Scham der Gier, dem Stolz, dem Sex und dem Eigenwillen verschrieben hat, plaudert die Kirche irgendetwas von Gottes Güte, schweigt sich aber über sein Gericht vollkommen aus“ (J. I. Packer).

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Untergräbt der evangelikale Glaube die Religionsfreiheit?

Ein Kopfstand in Sachsen
Warum der Satz über die Evangelikalen „Ein christlich-fundamentalistischer Glaube unterscheidet nicht zwischen religiöser Gewissheit und staatsbürgerlichen Freiheiten“ völliger Unsinn ist.
Die Autorin des Textes ‚Evangelikale in Sachsen‘ (Jennifer Stange. Evangelikale in Sachsen. Dresden: Heinrich-Böll-Stiftung Sachsen, 2014) macht viel Aufhebens Weiterlesen